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Einführung in die Morphologie. Morphologische Prozesse

Title: Einführung in die Morphologie. Morphologische Prozesse

Seminar Paper , 2006 , 9 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Romance Studies - Portuguese Studies
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der erst im 19. Jahrhundert geprägt wurde. Jener Terminus der „Formenlehre“ (altgr.µορϕη=Form/Gestalt; λογοξ=Lehre)fand zunächst in Biologie und Mathematik Verwendung, bevor er für die Beschreibung und Untersuchung von Gestalt und Flexion der Wörter in die Linguistik übernommen wurde. Doch warum entwickelte sich ein Wissenschaftsbereich, der sich mit dem Verhalten der Wörter beschäftigt? Nehmen wir das Verbgostarals Beispiel: Definiert man das Wort (palavra) als kleinste Einheit im Satz, die einen realen oder abstrakten Begriff versprachlicht, scheint dies ohne Zweifel auch auf unser Beispiel zuzutreffen. Verändert sich unser Infinitiv aber hin zu einer personalisierten Form, beispielsweise zugostas,stehen wir vor folgendem Problem: ist durch die Veränderung der Personalendung nun ein neues Wort geschaffen worden, oder ist es das Selbe geblieben?

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Die Aufgabe der Morphologie

2. Phoneme, Morpheme, Morphemanalyse

3. Allomorphe und Homonyme

4. Morphologische Prozesse

4.1. Die lexikale Morphologie

4.2. Die flexionale Morphologie

Zielsetzung und Themen

Diese Seminararbeit zielt darauf ab, die theoretischen Grundlagen und Aufgabenbereiche der linguistischen Morphologie zu erläutern und das „Wortproblem“ durch eine systematische Analyse von Morphemen und morphologischen Prozessen zu klären.

  • Einführung in das Verständnis von Morphemen als kleinste bedeutungstragende Einheiten.
  • Unterscheidung und Klassifizierung von Allomorphen und Homonymen.
  • Erörterung verschiedener morphologischer Prozesse, insbesondere in der lexikalen Morphologie.
  • Abgrenzung zwischen lexikaler und flexionaler Morphologie anhand portugiesischer Beispiele.
  • Anwendung von Morphemanalyse zur Strukturuntersuchung unbekannter Sprachen.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung: Die Aufgabe der Morphologie

Spricht man im Rahmen der Linguistik von der Morphologie, verwendet man damit einen Begriff, der erst im 19. Jahrhundert geprägt wurde. Jener Terminus der „Formenlehre“ (altgr. µορϕη=Form/Gestalt; λογοξ=Lehre) fand zunächst in Biologie und Mathematik Verwendung, bevor er für die Beschreibung und Untersuchung von Gestalt und Flexion der Wörter in die Linguistik übernommen wurde.

Doch warum entwickelte sich ein Wissenschaftsbereich, der sich mit dem Verhalten der Wörter beschäftigt? Nehmen wir das Verb gostar als Beispiel: Definiert man das Wort (palavra) als kleinste Einheit im Satz, die einen realen oder abstrakten Begriff versprachlicht, scheint dies ohne Zweifel auch auf unser Beispiel zuzutreffen. Verändert sich unser Infinitiv aber hin zu einer personalisierten Form, beispielsweise zu gostas, stehen wir vor folgendem Problem: ist durch die Veränderung der Personalendung nun ein neues Wort geschaffen worden, oder ist es das Selbe geblieben?

Das Wort embora, beispielsweise, kann im Portugiesischen sowohl einen Gegensatz im Sinne des deutschen „obwohl“ ausdrücken, im anderen Falle aber auch die Bedeutung „weg“ annehmen (Bsp.: eu vou embora= ich gehe weg). Hier wird dieselbe sprachliche Einheit für zwei verschiedene abstrakte Begriffe verwendet; Liegen demnach also auch zwei verschiedene Wörter vor? Hier zeigt sich die Unzulänglichkeit der oben genannten Definition. Es muss also einen anderen Ansatz geben, Wörter zu untersuchen und zu bestimmen.

Eben diesen Ansatz verfolgt die Morphologie. Im Folgenden werden die Theorien und Aufgabenbereiche Ebendieser erläutert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Aufgabe der Morphologie: Das Kapitel führt in den Begriff der Morphologie ein und problematisiert die Schwierigkeit, eine präzise Definition des „Wortes“ anhand von Beispielen aus dem Portugiesischen zu finden.

2. Phoneme, Morpheme, Morphemanalyse: Hier wird Martinets Theorie der zweifachen Gliederung vorgestellt und erklärt, wie aus Phonemen Morpheme gebildet werden, die mittels Corpusanalyse segmentiert werden können.

3. Allomorphe und Homonyme: Dieses Kapitel definiert Allomorphe als funktionsgleiche Morphe mit variabler Ausdrucksform und unterscheidet diese von Homonymen, die identische Lautketten bei unterschiedlicher Funktion aufweisen.

4. Morphologische Prozesse: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Typen morphologischer Prozesse, durch die aus Wortkernen (Lexemen) neue Wörter entstehen.

4.1. Die lexikale Morphologie: Dieser Abschnitt konzentriert sich auf die Wortbildung durch Ableitung (Derivation) und Komposition, wobei die Rolle der Lexeme als Basis aller Prozesse hervorgehoben wird.

4.2. Die flexionale Morphologie: Hier wird der Fokus auf grammatikalische Beziehungen gelegt, bei denen sich zwar syntaktische Eigenschaften ändern, die Wortbedeutung jedoch erhalten bleibt.

Schlüsselwörter

Morphologie, Linguistik, Morphem, Phonem, Allomorph, Homonym, lexikale Morphologie, flexionale Morphologie, Wortbildung, Derivation, Komposition, Flexion, Corpusanalyse, Wortkern, Sprachwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen der Morphologie und der Frage, wie Wörter sprachwissenschaftlich präzise bestimmt, analysiert und segmentiert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Morphemanalyse, der Differenzierung zwischen Allomorphen und Homonymen sowie der Untersuchung morphologischer Prozesse wie der Derivation und Komposition.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, das „Wortproblem“ zu lösen und aufzuzeigen, dass zur Bestimmung einer sprachlichen Einheit mehr erforderlich ist als eine einfache lexikalische Definition.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die linguistische Segmentierung und theoretische Ansätze wie die zweifache Gliederung nach Martinet sowie die Corpusanalyse, um morphologische Strukturen freizulegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Klassifizierung von Morphemen, die Identifikation von Wortbildungsprozessen und die funktionale Unterscheidung zwischen lexikaler und flexionaler Morphologie anhand portugiesischer Beispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Morphologie, Morphem, Wortbildung, Allomorphie, Lexem sowie die Unterscheidung von lexikalischen und grammatikalischen Prozessen.

Warum ist das Beispiel „gostar - gostas“ wichtig für die Argumentation?

Es dient dazu, die Frage nach der Schaffung eines „neuen Wortes“ bei flexionalen Veränderungen zu untersuchen und zu zeigen, dass sich hierbei der grammatikalische Wert ändert, nicht jedoch die grundlegende Bedeutung.

Wie definiert die Arbeit den Unterschied zwischen lexikaler und flexionaler Morphologie?

Die lexikale Morphologie befasst sich mit der Bildung neuer Wörter (Wortbildung), während die flexionale Morphologie syntaktische oder grammatikalische Beziehungen zwischen Wörtern anzeigt, ohne deren Bedeutung zu verändern.

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Details

Title
Einführung in die Morphologie. Morphologische Prozesse
College
Christian-Albrechts-University of Kiel
Course
Linguistik I
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2006
Pages
9
Catalog Number
V54825
ISBN (eBook)
9783638499378
ISBN (Book)
9783656807803
Language
German
Tags
Morphologie Linguistik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2006, Einführung in die Morphologie. Morphologische Prozesse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54825
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