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Risikoverhalten, Jugendkriminalität und Männlichkeit (JGG, StGB)

Title: Risikoverhalten, Jugendkriminalität und Männlichkeit (JGG, StGB)

Seminar Paper , 2002 , 32 Pages , Grade: 12 Punkte

Autor:in: Sebastian Zellmer (Author)

Law - Penology
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Summary Excerpt Details

Die zweite Lebensdekade bedeutet für viele Menschen einen Höhepunkt bei der Ausübung von Risikoverhalten. Risikoverhalten umfasst grundsätzlich alle Handlungen, die einerseits die Erfüllung eines selbstgesetzten Ziels oder Wunsches versprechen, andererseits aber mit Gefahr verbunden sind. Jugendliche, also die Altersgruppe der 14-18 Jährigen, erweisen sich grundsätzlich als risikobereiter als andere Altersgruppen.1 Für einen Teil der Teenager wird Risikoverhalten, was auch strafbares Verhalten einschließt, sogar zur fast alltäglichen Lebensroutine. Speziell auf männliche Heranwachsende trifft diese Feststellung zu, hier zeigt sich ein erheblicher Unterschied zu gleichaltrigen Mädchen. Oft sind die ernsten Konsequenzen, die aus dem riskanten Verhalten folgen für den einzelnen nicht oder erst zu spät zu bemerken.2 Besonders schmerzhaft wird es, wenn durch Selbstgefährdung Zukunftsperspektiven verstellt werden oder eine Gefahr für Gesundheit, Freiheit und soziale Akzeptanz entsteht. Manchen fällt es schwer, ihr eigenes Risiko-Handeln einzugrenzen und rechtzeitig aufzuhören. Sie werden gewalttätig, stehlen oder konsumieren Drogen und tragen als Konsequenz Gesundheitsschäden, Strafe und Ächtung durch die Mitmenschen. Diese Untersuchung soll klären, worin im einzelnen Risikoverhalten besteht. Ferner, wird aufgezeigt, warum gerade männliche Jugendliche hierfür anfällig sind und wie versucht wird dem Phänomen von gesellschaftlicher Seite entgegenzusteuern.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Einführung

B. Jugendentwicklung und „Männlichkeit“

I. Stress bei Jugendlichen

1. Begriff Stress

2. Jugendspezifische Situation

3. Geschlechtsspezifische Situation

a. Körperliche Entwicklung

b. Männliche Sozialisation

aa. Begriff „Sozialisation

bb. Ideal: Männlichkeit

cc. Bedeutung der Sozialisation

dd. Stresspotential

II. Stresslösung

1. Persönliche Auseinandersetzung

2. Gruppendynamik

III. Stressausgleich

C. Risikoverhalten

I. Modellvorstellung

II. Formern des Risikoverhaltens

1. Gesundheitlich

2. Ökonomisch

3. Ökologisch

4. Juristisch

III. Verknüpfungen

IV. Charakter der Handlungsformen

a. Internalisierendes Verhaltensweisen

b. Externalisierendes Verhaltenweisen

aa. Eigenschaften

(I). Persönlich

(II). Sozial

bb. Entwicklung

D. Kriminalität

1. Selbstgewählter Rücktritt

2. Strafrechtliche Konsequenz

a. Voraussetzung Strafmündigkeit

b. Sonderregelung des JGG

aa. Grundsätze

bb. Rechtsfolgen nach Jugendstrafrecht

c. Verwirklichte Straftatbestände

aa. Diebstahldelikte

bb. Sachbeschädigung und Körperverletzung

cc. Verkehrs- und sonstige Delikte

E. Prävention und Therapie

1. Prävention

2. Therapie

F. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen jugendlichem Risikoverhalten, Kriminalität und der männlichen Sozialisation. Ziel ist es, die Ursachen für die hohe Risikobereitschaft bei männlichen Jugendlichen sowie die psychologischen und gesellschaftlichen Faktoren hinter diesem Verhalten zu klären und aktuelle Ansätze zur Prävention zu analysieren.

  • Psychosoziale Entwicklungsaspekte von Stress bei Jugendlichen
  • Einfluss der männlichen Sozialisation auf das Risikoverhalten
  • Charakterisierung von internalisierenden und externalisierenden Handlungsformen
  • Juristische Konsequenzen und strafrechtliche Rahmenbedingungen (JGG)
  • Präventionsstrategien und therapeutische Ansätze bei jugendlichen Straftätern

Auszug aus dem Buch

A. Einführung

Die zweite Lebensdekade bedeutet für viele Menschen einen Höhepunkt bei der Ausübung von Risikoverhalten. Risikoverhalten umfasst grundsätzlich alle Handlungen, die einerseits die Erfüllung eines selbstgesetzten Ziels oder Wunsches versprechen, andererseits aber mit Gefahr verbunden sind. Jugendliche, also die Altersgruppe der 14-18 Jährigen, erweisen sich grundsätzlich als risikobereiter als andere Altersgruppen. Für einen Teil der Teenager wird Risikoverhalten, was auch strafbares Verhalten einschließt, sogar zur fast alltäglichen Lebensroutine. Speziell auf männliche Heranwachsende trifft diese Feststellung zu, hier zeigt sich ein erheblicher Unterschied zu gleichaltrigen Mädchen. Oft sind die ernsten Konsequenzen, die aus dem riskanten Verhalten folgen für den einzelnen nicht oder erst zu spät zu bemerken. Besonders schmerzhaft wird es, wenn durch Selbstgefährdung Zukunftsperspektiven verstellt werden oder eine Gefahr für Gesundheit, Freiheit und soziale Akzeptanz entsteht.

Manchen fällt es schwer, ihr eigenes Risiko-Handeln einzugrenzen und rechtzeitig aufzuhören. Sie werden gewalttätig, stehlen oder konsumieren Drogen und tragen als Konsequenz Gesundheitsschäden, Strafe und Ächtung durch die Mitmenschen.

Diese Untersuchung soll klären, worin im einzelnen Risikoverhalten besteht. Ferner, wird aufgezeigt, warum gerade männliche Jugendliche hierfür anfällig sind und wie versucht wird dem Phänomen von gesellschaftlicher Seite entgegenzusteuern.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einführung: Dieses Kapitel definiert Risikoverhalten als handlungsorientierte Reaktion auf Lebensanforderungen und skizziert die besondere Anfälligkeit männlicher Jugendlicher für riskante Praktiken.

B. Jugendentwicklung und „Männlichkeit“: Es wird analysiert, wie Stress als Auslöser für riskantes Verhalten wirkt und welchen Einfluss traditionelle, männliche Sozialisationsmuster auf die Identitätsbildung und Stressbewältigung haben.

C. Risikoverhalten: Hier werden verschiedene Formen des Risikoverhaltens (gesundheitlich, ökonomisch, ökologisch, juristisch) systematisiert und in internalisierende sowie externalisierende Verhaltensweisen differenziert.

D. Kriminalität: Dieses Kapitel beleuchtet die rechtlichen Konsequenzen jugendlichen Risikohandelns unter Berücksichtigung des Jugendgerichtsgesetzes (JGG) und untersucht häufige Deliktformen wie Diebstahl und Gewalt.

E. Prävention und Therapie: Hier werden aktuelle Ansätze zur Prävention von Jugendkriminalität sowie therapeutische Maßnahmen zur Resozialisierung auffälliger Jugendlicher vorgestellt.

F. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass jugendliche Delinquenz als Ausdruck eines traditionellen, männlichen Bewältigungsversuchs verstanden werden muss und betont die Notwendigkeit konsequenter Gegensteuerungs-Konzepte.

Schlüsselwörter

Risikoverhalten, Jugendkriminalität, Männlichkeit, Sozialisation, Stress, Stressbewältigung, Delinquenz, Jugendgerichtsgesetz, Prävention, externalisierendes Verhalten, internalisierendes Verhalten, Geschlechtsidentität, Gruppendynamik, Jugendstrafrecht, Resozialisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehung und den Auswirkungen von Risikoverhalten bei männlichen Jugendlichen und untersucht, wie dieses eng mit ihrer Identitätsentwicklung und ihrem Umfeld verknüpft ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen Stressmodelle in der Pubertät, den Einfluss von Männlichkeitsidealen, verschiedene Formen des Risikohandelns sowie den strafrechtlichen Umgang mit jugendlichen Delinquenten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, warum gerade männliche Jugendliche zu risikobehaftetem, teils kriminellem Verhalten neigen und welche gesellschaftlichen oder pädagogischen Interventionsmöglichkeiten bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine kriminologische Analyse, die theoretische Ansätze zur Sozialisationsforschung mit statistischen Daten und rechtlichen Rahmenbedingungen des Jugendstrafrechts kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ursachen für Stress, die Unterscheidung zwischen internalisierendem (weichem) und externalisierendem (hartem) Verhalten sowie die konkreten juristischen Folgen von Straftaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Risikoverhalten, Männlichkeitssozialisation, Delinquenz, Stressbewältigung, Jugendstrafrecht (JGG) und Präventionsarbeit.

Wie unterscheidet sich die Stressbewältigung bei Jungen und Mädchen laut der Arbeit?

Jungen neigen eher zu externalisierenden Verhaltensweisen (Aggression, Regelverstöße), während internalisierende Formen (z.B. Essstörungen oder Medikamentenmissbrauch) verstärkt dem weiblichen Geschlecht zugeordnet werden.

Warum wird das Jugendgerichtsgesetz (JGG) als zentral für die Arbeit erachtet?

Das JGG wird als notwendiges Instrument hervorgehoben, da es im Gegensatz zum Erwachsenenstrafrecht pädagogisch orientiert ist und darauf abzielt, Jugendliche zu rehabilitieren statt sie lediglich zu stigmatisieren.

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Details

Title
Risikoverhalten, Jugendkriminalität und Männlichkeit (JGG, StGB)
College
University of Münster  (Strafrecht)
Course
Seminar Kriminologie
Grade
12 Punkte
Author
Sebastian Zellmer (Author)
Publication Year
2002
Pages
32
Catalog Number
V5485
ISBN (eBook)
9783638133432
Language
German
Tags
Risikoverhalten Jugendkriminalität Männlichkeit StGB) Seminar Kriminologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Zellmer (Author), 2002, Risikoverhalten, Jugendkriminalität und Männlichkeit (JGG, StGB), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5485
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