Feridun Zaimoglus 'Koppstoff. Kanaka Sprak vom Rande der Gesellschaft' als mögliche Unterrichtsbehandlung im handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht


Hausarbeit (Hauptseminar), 2003

26 Seiten, Note: unbenotet


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Planung und Analyse einer Unterrichtseinheit im Deutschunterricht
1.1 Die Unterrichtseinheit
1.2 Gliederung der Unterrichtseinheit
1.3 Unterrichtsvoraussetzungen

2. Sachanalyse
2.1 Inhalt
2.1.1 Hatice, Jura Studentin, 22 Jahre 17
2.1.2 Banu; Barfrau, 33 Jahre 18
2.1.3 Caĝil, Studentin
2.2 Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht
2.3 Das personal- kreative Schreiben

3. Didaktische Analyse
3.1 Bezug zum Rahmenplan
3.2 Themenbegründung
3.3 Lernziele
3.3.1 Grobziel
3.3.2 Feinziele
3.4 Methodenbegründung

4. Medien/ Methodische Möglichkeiten
4.1 Einführungsstunde
4.2 Erarbeitungsstunden- Das Stationslernen
4.3 Ergebnis- Abschluss der Unterrichtseinheit

5. Resümee

6. Anmerkung

7. Literaturangaben

Einleitung

,,In [Berlin-] Schöneberg sind 29 Prozent der Jungen und 15 Prozent der Mädchen im Alter von 12 bis 13 Jahren sekundäre Analphabeten. Sie können zwar lesen und schreiben, tun dies aber nicht außerhalb der Schule."1

Wie aus diesem Zitat von Spitta zu erkennen ist, herrscht zur heutigen Zeit ein großes Problem Kinder und Jugendliche zum Lesen und Schreiben zu motivieren. Hierbei stellt sich die Frage warum in einer modernen Gesellschaft, wie in Deutschland, dieses Phänomen auftauchen kann. Ein Grund wäre, dass der ´sekundäre Analphabetismus´ durch die Freizeit der Schüler bestimmt wird. Denn sie wird überwiegend mit dem Fernseher verbracht, so dass dem Lesen kaum Zeit gewidmet wird. Des Weiteren ist das Schreiben für viele Schüler mit einer sehr großen Anstrengung verbunden, so dass die Wichtigkeit des Schreibens infrage gestellt wird, da es mehrere Möglichkeiten gibt, das Schreiben zu umgehen. Schreiben kann allerdings durch keine andere geistige Tätigkeit ersetzt werden, es ist eine Kulturtechnik, die auch in unserer gegenwärtigen Gesellschaft unabdingbar notwendig ist. Beim Schreiben werden kognitive Fähigkeiten entwickelt und kreative Kräfte entfaltet2, um nur einige Gründe für die Wichtigkeit des Schreibens zu nennen

Es muss also das Ziel des Schreibunterrichts sein, die Anstrengungen, die das Schreiben offensichtlich für jeden Schüler mit sich bringt, durch Freude am Schreiben vergessen zu lassen. Somit ist dem Lehrer die größte Verantwortung übergeben, dem Schüler das Lesen und Schreiben vor allem im Literaturunterricht näher zu bringen. Um einen modernen und motivierten Literaturunterricht auszuüben, kann man sich den Methoden des handlungs- und produktionsorientierten Deutschunterrichts bedienen. Denn so lernen Schüler einen „anderen“ Umgang mit Literatur kennen.

Die vorliegende Arbeit setzt sich somit mit dem Unterrichtskonzept des „Handlungs- und produktionsorientiertem Literaturunterrichts“ auseinander. Neben der Theorie wird das Konzept auch als eine mögliche Umsetzung im Literaturunterricht dargestellt. Dafür wurde ein deutschsprachiges Werk des türkischen Schriftstellers Feridun Zaimoĝlu ausgesucht. Seinem Werk „Koppstoff. Kanaka Sprak vom Rande der Gesellschaft“ sind mehrere Themen für den Literaturunterricht zu entnehmen, die auch schülerrelevante Aspekte darstellen, wie die Interkulturalität, der Fremdheits-, Identitäts- und Heimatsbegriff, der Generationskonflikt, die Traditionen, die Religionen und der sprachliche Aspekt.

„Koppstoff“, das keine Ganzschrift ist, da es aus vielen Kurzgeschichten zusammengefasst wurde, kann man der Migrantenliteratur zuweisen. („Migranten- bzw. Migrationsliteratur wird bestimmt durch die AutorInnenbiographie, durch das Schreiben in Deutschland und die bikulturelle Literaturgestaltung...“) 3

Mit dieser Auswahl des Buches für den Literaturunterricht sind bestimmte Ziele beabsichtigt. Zum Einen sollen deutsche Schüler durch diese Literatur mehr über die türkische Kultur erfahren und zum Anderen sollen türkische Kinder der 3. Generation ihre Problematik in Büchern wiederfinden und somit auch Interesse am Lesen finden.

Dabei werden die Schüler dazu aufgefordert, sich mit dieser Problematik zu befassen und sich in Kritik, Analyse und dem Vergleich auseinander zu setzen.

Thematisch ist diese Arbeit so gegliedert, dass ich einen kurzen Einblick in die Unterrichtseinheit gebe. Daraufhin folgt eine Sachanalyse, in die der Inhalt von „Koppstoff“ und einige Protokolle zusammengefasst wurden. Außerdem wird die genaue Definition des handlungs- und produktionsorientiertem Literaturunterrichts, die in dieser Unterrichtseinheit eine wichtige Rolle spielt, erläutert. Anschließend wird eine didaktische Analyse gegeben, die näheres über den Rahmenplan beschreibt und die Lernziele der Unterrichtseinheit bekannt gibt. Hinzu kommt eine ausführliche Begründung der Themen- und Methodenwahl. Abschließend werden einzelne Stationen der Unterrichtseinheit näher erläutert.

1. Planung und Analyse einer Unterrichtseinheit im Deutschunterricht

Nach dem vorläufigen Rahmenplan für Unterricht und Erziehung in der Berliner Schule für die Sekundarstufe 1, die in Berlin die Klassen 7-10 umfasst, wird das Fach Deutsch in drei Teilbereiche unterteilt: Literatur und Gebrauchstexte, Sprachsystem und Sprachgebrauch sowie Sprechen und Schreiben.4

Es ist die Aufgabe des Deutschunterrichts diese drei Teilbereiche aufeinander zu beziehen, sowie miteinander zu verknüpfen und bei der schwerpunktartigen Behandlung von Unterrichtsthemen verschiedene Aspekte zu berücksichtigen. 5

1.1 Die Unterrichtseinheit: Literatur und Gebrauchstexte

In dieser Unterrichtseinheit wird der handlungs- und produktionsorientierte Literatur- unterricht in den Vordergrund gesetzt. Dabei werden auch die anderen Teilbereiche des Deutschunterrichts miteinander verknüpft. Als literarisches Werk wurde „Koppstoff. Kanaka Sprak vom Rande der Gesellschaft“ von Feridun Zaimoĝlu ausgewählt.

1.2 Gliederung der Unterrichtseinheit

1.Unterrichtsstunde:

Die erste Unterrichtsstunde soll als Einführungsstunde in die Thematik und vor allem in die Methodik dienen. Das heißt nach einer kurzen Einführung in das Thema werden Unverständlichkeiten wie bestimmte Begriffe geklärt und die Migrantengeschichte besprochen.

2./3./4./ Unterrichtsstunden:

Diese Unterrichtsstunden dienen als Erarbeitungsstunden. Hier findet Offener Unterricht statt. Genauer gesagt wird die Methode des Stationslernen ausgeübt. Jeder Schüler bearbeitet innerhalb dieser Stunden mindestens drei Stationen, wobei die Reihenfolge der Bearbeitung den Schülern überlassen ist.

5./6. Unterrichtsstunden:

Die letzten Stunden der Unterrichtseinheit dienen zur Ergebnissicherung, in der zu jeder Station Gruppen gebildet werden und die Produkte bzw. die Ergebnisse der einzelnen Stationen auf Folien festgehalten werden. Zum Schluss dieser Stunden werden die Folien und die Produkte präsentiert.

1.3 Unterrichtsvoraussetzungen

Diese Unterrichtsreihe ist geplant für eine zehnte Klasse einer Gesamtschule im EF- Kurs. Die Schüleranzahl der Klasse liegt bei ungefähr 24 Schülern. Die Klasse verfügt über einen hohen Anteil an ausländischen Schüler, dabei bilden die türkischen Schüler die Mehrzahl.

Die Lehrerin gibt zwei Woche vor Behandlung von „Koppstoff. Kanaka Sprak vom Rande der Gesellschaft“ die Anweisung, das Buch zu lesen.

2.Sachanalyse

In diesem Abschnitt werde ich einen kurzen Einblick in die Thematik von „Koppstoff. Kanka Sprak vom Rande der Gesellschaft“ geben. Anschließend werde ich versuchen die wichtigsten Schlagwörter in diesem Buch wie „Kanake“ und „Kanak Sprak“ näher zu beschreiben. Daraufhin folgen Inhaltsdarstellungen einiger Protokolle. Als nächstes gehe ich auf die Definition des „handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts“ ein. Zudem werde ich das „personal- kreative Schreiben“, das in dieser Unterrichtsplanung auch thematisiert wird, kurz darstellen.

2.1 Inhalt

Feridun Zaimoĝlu hat in seinem ersten Werk „Kanaka Sprak. 24 Misstöne der Gesellschaft“ mehrere Protokolle von türkischen Männern, die in Deutschland leben, verfasst. Dabei bildet sein 3. Werk „Koppstoff. Kanaka Sprak vom Rande der Gesellschaft“ eine Fortsetzung. Dieses Buch beinhaltet eine Sammlung von 26 Selbstdarstellungen türkischer Frauen, mit denen sich der Autor unterhalten hat. Die türkischen MigrantInnen der zweiten und dritten Generation sind verschieden alt und schulisch ausgebildet. Zaimoglu, der 1964 in Bolu, Türkei geboren ist, lebt seit dreißig Jahren in Deutschland. Die Umsicht, mit der er die Beiträge zusammenstellt und kontrastiert, die vorsichtige Präzision, mit der er die Protokolle einleitet, stehen in scheinbarem Widerspruch zu deren wilden, oft wütenden Aussagen.

Eine gegen den „Schmerzzufüger Alemania“ am heftigsten ankämpfende Autorin, die 24-jährige Sevda, wird von Zaimoĝlu so vorgestellt:

„Sie knabberte Sonnenblumenkerne, als ob ihr Leben davon abhinge, und schien mit sich selbst zu reden. Beim genaueren Hinsehen sah ich, dass auf dem Stuhl neben ihr ein Säugling in einem Korb lag, dem sie zugewandt war. Als sie mich bemerkte fühlte sie sich ertappt und wurde etwas rot. Um ihr die Peinlichkeit zu ersparen, fing ich an, das Baby zu streicheln und zu ihm zu sprechen, als ob ich es ihr nachahmte ...“ 6

Faschismus, Ghetto, Wut, Anpassung, Widerstand, Resignation sind Themen des Buches, immer bezogen auf die deutsche Wirklichkeit, den „Aleman“. Nazan, 23, Friseurin, erklärt den Hang zu kriminellen und faschistischen Aktivitäten in Deutschland mit dem Leerlauf jugendlicher Arbeitsloser: „Es brennen in Deutschland verdammt viele darauf, ein mieses Projekt zu drehen.“ 7 Andere empfinden den „Aleman“, ob er sich nun verständnisvoll und multikulturell zeigt oder als brutaler Stiefelfaschist, in jedem Fall als bedrohlich: Mihriban, 30, Gemüseverkäuferin: „Wenn Sie in einem Haus dafür sorgen, dass der Kühlschrank voll ist, immer schön Lebensmittel anschaffen, aber blöd angeglotzt werden, wenn es darum geht, den Kühlschrank zu öffnen und etwas zu essen herauszunehmen, können Sie sich da zu Hause fühlen?“ 8

In seinem Vorwort schreibt Zaimoĝlu:

„Inzwischen ist rechtsradikale Gewalt, verbal wie körperlich, eine Alltagserscheinung wie der Gang zum Bäcker. Proteste sind ob der Gewöhnung selten geworden. (...) Stiefelnazis sind nur ein Teil der politischen Wirklichkeit. Die eigentlichen Aufwiegler sind einige prominente Vertreter der politischen Klasse. Die Stichworte kommen längst aus der Mitte der Gesellschaft. (...) Bezüglich der politischen Verhältnisse in diesem Land hat sich eine Düsternis und eine Wut bereitgemacht, die aus vielen Protokollen spricht und die ich selbst vor ein paar Jahren nicht für möglich gehalten hätte.“ 9

Neben diesen Aspekten bringt Zaimoĝlu die sogenannte „Kanaka Sprak“ hervor, die von Journalisten als eine „eigenwillige Mischung aus Straßenslang und melodischer Poesie“10, „ein wildes Gemisch aus Deutsch, Türkisch und amerikanischem Straßenslang“11 oder als „literarischen Rap“12 definiert wurde. Die „Kanak- Sprak“ spielt eine sehr wichtige Rolle in Zaimoĝlus Werken. Denn er behauptet, dass die 2. und 3. Generation der deutschen Türken sich einen Untergrund Kodex entwickelt haben und einen eigenen Jargon sprechen, in der sogenannten „Kanaka Sprak“.

„Kanaksprak ist eine Kunstsprache“, erläutert Zaimo ĝ lu. „Es ist eine Form der Sichtbarkeit. Am Ende kommt Sichtbarsein und Kenntlichmachung, kommt Öffentlichkeit heraus. Dazu gehört genauso ein kämpferischer Gestus in der Sprache, ein Stakkato oder harter Beat, dazu gehören Eins-zu- Eins Übersetzungen aus dem Türkischen ins Deutsche, dazu gehören verbale Posen, aber am Ende steht immer und immer wieder die Präsenz, das Recht des Einzelnen auf seine ganz individuelle Präsenz.“ 13

Die Bezeichnung „Kanake“ war früher ein Etikett, das während der Immigrationsgeschichte nur als Schimpfwort angesehen wurde. Nach Zaimoĝlu führt die zweite und dritte Generation der Gastarbeiterkinder ihn mit Stolz und Trotz. 14

Sie sind keine Türken und auch keine Deutschen. Deutsche wollen sie vor allem überhaupt nicht sein, dagegen wehren sie sich. „Die Kanaken suchen keine kulturelle Verankerung. Sie möchten sich weder im Supermarkt bedienen, noch in einer egalitären Herde von Heimatvertriebenen aufgehen. Sie haben eine eigene innere Prägung und ganz klare Vorstellung von Selbstbestimmung. Sie bilden die eigentliche Generation X, der Individuation und Ontogenese verweigert worden sind.“ 15 Da sie keine kulturelle Verankerung suchen, übernehmen sie als Lebensraum „den Zwischenraum“ der ihnen zugewiesen wird. >>In Deutschland als „Kümmel“, in der Türkei als „Deutschländer“ diffamiert, besiedeln die Kanaken einen Raum, den Homi Bhabha „als Zwischenraum“ bestimmt hat.<<16

Die Protokolle, die für den Unterrichtsverlauf eine bedeutende Rolle spielen, werden kurz erläutert. Zu denen gehören beispielsweise Hatice, die streng gläubige Muslime, Banu, die wegen ihres Berufes von ihrer Familie ausgestoßen wurde und Caĝil, die Assimilation und Integration fordernde Deutsche nicht leiden kann.

2.1.1 Hatice, Jura Studentin, 22 Jahre 17

Hatice, die in Deutschland geboren ist, konnte bis zum 6. Lebensalter kein Deutsch sprechen. Ihr Freundeskreis besteht nur aus Türken. In ihrem Protokoll geht es hauptsächlich um den Islam. Sie erzählt, dass sie eine gläubige Muslime ist und ihr Kopftuch freiwillig trägt. Außerdem betont sie, ihre Kindheit frei ausgelebt zu haben.

In ihrer Grundschulzeit wurde sie wegen mangelnden Deutschkenntnissen auf eine Sonderschule zugewiesen, doch Dank der Hilfe einer türkischen Lehrerin gelang es ihr, ein Gymnasium zu besuchen.

Ihre Religion betreffend hat sie viele Leiden. Ihre Kritik geht dabei an die Deutschen, die den Moslems in Deutschland nicht genug Freiheit geben. Dies begründet sie mit der Aussage, dass die Deutschen um ihrer Religionswillen Angst haben. Deswegen erlauben sie den Moslems keine Schlachthöfe oder den täglichen Gebetsruf „den Ezan“. Niemals würde sie ihre Religion aufgeben, da alles vergänglich ist, sowie Geld, Macht und Schönheit.

Sie hat auch Freundinnen, die kein Kopftuch tragen, aber keine deutschen Freunde, da die Kultur zu verschieden ist. Außerdem klagt sie auch über Moslems, die wie Deutsche sein wollen und dabei ihre eigene Religion und Kultur vergessen.

2.1.2 Banu; Barfrau, 33 Jahre 18

Banu ist eine gläubige Frau, die beim Erwachsenwerden aus vielen Rückschlägen lernen musste. Am Anfang ihrer Geschichte teilt sie dem Leser mit, dass sie in Deutschland geboren ist. Sie erzählt von den damaligen Familienverhältnissen und beschreibt ihr Leben bis zur Grundschule als ein schönes Leben. Sie charakterisiert ihren Vater als einen Familienmenschen und macht deutlich, dass der Vater sehr an seiner Familie hing und immer Geld nach Hause brachte. Jedoch wird diese Harmonie für Banu mit Beendigung der Grundschule zerstört. Ihr Vater beschließt, die Familie in die Türkei zu schicken, um dort ein besseres Leben zu haben. Er selber möchte noch einige Jahre dort bleiben, um noch genügend Geld zu sparen.

Jedoch stellt sich heraus, dass Banu sich ein Leben in der Türkei nicht vorstellen kann und zeigt daher der Mutter, dass sie zurück nach Deutschland möchte. Auch die Mutter gerät in Zweifel, ob der Vater alleine in Deutschland leben kann. Daraufhin beschließt die Familie nach Deutschland zurückzukehren. In Deutschland aber wird deutlich, dass sich das Leben radikal verändert hat. Vor allem änderte sich das Verhältnis des Vaters gegenüber der Familie. Er wird zum Spieler und verliert sein ganzes Geld.

In diesem Abschnitt wird auch das Leben der Banu beschrieben. Sie berichtet über ihre Heirat und äußert sich mit ihrer Unerfahrenheit dazu. Diese Tatsache machte ihr auf ihrem Weg immer wieder Probleme, wobei sie die einzige Lösung im Weinen sah.

Später beschreibt sie ihr jetziges Leben und weist daraufhin, dass sie sehr viel gelernt hat und nicht mehr das unerfahrene Mädchen ist. Aufgrund ihrer Tätigkeit als „Barfrau“ gibt sie viele Beispiele wie Menschen zueinander sind und was ihre wahren Absichten sind. Nun betont sie, dass sie sich nach einem Familienleben sehnt, dieses jedoch nicht erreichen kann, da sie sich schon in einem bestimmten Alter sieht. Außerdem spielt auch ihr zerstörtes Familienverhältnis eine wichtige Rolle, denn aufgrund ihrer Tätigkeit als „Barfrau“ verliert sie jeglichen Kontakt zu ihrer Familie und wird als Ausgestoßene angesehen. Um dieser Sehnsucht zu entfliehen, schläft sie mit einigen türkischen Männern, um wenigstens einen Ansatz von Liebe und Familienzugehörigkeit zu erleben.

[...]

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Feridun Zaimoglus 'Koppstoff. Kanaka Sprak vom Rande der Gesellschaft' als mögliche Unterrichtsbehandlung im handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften)
Note
unbenotet
Autor
Jahr
2003
Seiten
26
Katalognummer
V54956
ISBN (eBook)
9783638500333
ISBN (Buch)
9783638693387
Dateigröße
569 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Feridun, Zaimoglus, Koppstoff, Kanaka, Sprak, Rande, Gesellschaft, Unterrichtsbehandlung, Literaturunterricht
Arbeit zitieren
Nuran Aksoy (Autor), 2003, Feridun Zaimoglus 'Koppstoff. Kanaka Sprak vom Rande der Gesellschaft' als mögliche Unterrichtsbehandlung im handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54956

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