,,Entrepreneurship und evolutorische Wirtschaftsentwicklung" ist eine Lehrveranstaltung des Institutes für Innovationsmanagement und Gründungsmanagement. Es sollen dabei die Grundlagen vermittelt werden, die es einem Unternehmensgründer ermöglichen, seine Strategien in Bezug auf Eintritt in eine bestimmte Marktentwicklungsphase abrunden zu können.
Nachdem ,,Innovationen" als solches ein äußerst komplexes, vielschichtiges in Tiefe und Breite und widersprüchliches Thema darstellt (siehe Diplomarbeit), will ich mich in diesem Referat nur auf die Allgemeine Marktentwicklung mit den Besonderheiten für F&E konzentrieren. [...]
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Allgemeine Markttheorie:
2.1. Der Unternehmer:
2.2. Der Markt:
2.3. Entwicklungsphasen des Marktes:
2.3.1. Die Experimentierphase
3. Industrieökonomik:
3.1. Verhalten der Unternehmen in industriellen Märkten:
3.1.1. Innovativer Wettbewerb bei Forschung und Entwicklung:
3.1.2. Reaktionsmöglichkeiten bei Rivalität unter Innovatoren
3.1.3. Duopolistisches Verhalten im Grundmodell:
3.1.4. Marktprozess während der Schaffung und Expansion eines Marktes:
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die grundlegenden Zusammenhänge zwischen unternehmerischem Handeln, Marktentwicklungsphasen und den Besonderheiten von Forschung und Entwicklung (F&E) in industriellen Märkten darzulegen.
- Die Rolle des Unternehmers in dynamischen Wettbewerbsprozessen.
- Die Charakterisierung der Phasen des Marktes, insbesondere der Experimentierphase.
- Herausforderungen und Risiken bei F&E-Vorhaben innerhalb von Innovationsprozessen.
- Strategische Reaktionsmöglichkeiten von Unternehmen bei Wettbewerbsrivalität.
Auszug aus dem Buch
3.1.1. INNOVATIVER WETTBEWERB BEI FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG:
Neue Industrien zeichnen sich in der Regel als hoch konzentriert aus, sind jedoch in ihrer Grundstruktur mobil. In späteren Entwicklungsstufen werden die Strukturen enger, was eine weitere Konzentration nach sich zieht. Darum gilt es zu wissen, wie die Unternehmer einzelne Phasen dieses Produktlebenszyklus durchleben.. Die F& E –Industrie ist zweifellos einer der am schnellsten wachsenden. Das Dilemma liegt darin, daß nur die Unternehmung forschen und entwickeln kann, die entsprechende Rendite hereinbringt. Es besteht ein natürlicher Nachfragesog diesbezüglich. Gleichzeitig diversifizieren aber High-tech-Unternehmen nicht automatisch in Bereiche mit höheren Gewinnaussichten, sondern tendenziell zu verwandten Technologien.
F & E –Projekte umfassen ein breites Spektrum von der reinen zur angewandten Forschung bis hin zur Weiterentwicklung und Verbesserung von Produkten. Charakteristisch dabei ist folgender Ablauf:
Je tiefer ein F&E-Vorhaben in die Grundlagenforschung hinein reicht, um so größer wird der Grad der Unsicherheit.
Diese Einzigartigkeit ergibt sich aus dem Umstand, daß man noch nicht auf bestimmte Erfahrungswerte zurückgreifen kann. Handelt es sich um „ledigliche“ Verbesserung von Produkten oder deren Verfahrenstechnologien, ist diese Unsicherheit niedriger. Abgesehen von einem wachsenden (quantitativen) Forschungsanteil generell, wirkt sich der Grad der Komplexität unsicherheitssteigend aus. Rieckmann bezeichnet diese Entwicklung als „Dynaxity“, also eine Steigerung aus Dynamik (Anzahl der Veränderungen pro Zeiteinheit bei System- und Umweltelemente, deren Anzahl, Natur und Verknüpfungen) und Komplexität (Anzahl der Systemelemente x Anzahl der Verknüpfungen x Art der Wechselwirkungen).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Themenfelder Entrepreneurship und evolutorische Wirtschaftsentwicklung ein und grenzt den Fokus auf die allgemeine Marktentwicklung mit Fokus auf F&E ein.
2. Allgemeine Markttheorie: Dieses Kapitel definiert die Rolle des Unternehmers als zentrale Figur des Wettbewerbs sowie die typischen Phasen, die ein Markt im Zeitverlauf durchläuft.
3. Industrieökonomik: Dieser Abschnitt analysiert das Verhalten von Unternehmen in industriellen Märkten, insbesondere unter den Bedingungen von Innovationsdruck und F&E-Aktivitäten.
Schlüsselwörter
Entrepreneurship, Marktentwicklung, Innovationsmanagement, Unternehmertyp, Experimentierphase, Industrieökonomik, F&E-Projekte, Grundlagenforschung, Dynaxity, Wettbewerbsrivalität, Marktprozess, Produktlebenszyklus, Innovationsgewinn.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?
Die Arbeit behandelt die Zusammenhänge zwischen unternehmerischen Handlungen und den evolutionären Entwicklungsphasen von Märkten, mit einem speziellen Fokus auf die Anforderungen und Risiken in Forschung und Entwicklung.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder sind die Markttheorie (Unternehmertypen, Marktphasen) sowie die Industrieökonomik, speziell die Dynamik von Innovationsprozessen und F&E-Investitionen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Gründern und Unternehmern ein Verständnis für die Strategien zu vermitteln, die je nach aktueller Marktentwicklungsphase notwendig sind, um erfolgreich zu agieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse marktökonomischer Modelle und integriert Erkenntnisse verschiedener Ökonomen wie Schumpeter, Heuß und Backhaus.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine allgemeine Markttheorie und eine industriökonomische Analyse, die von der Definition des Unternehmers über die Phasen des Marktes bis hin zu Reaktionsstrategien bei Innovationswettbewerb reicht.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Unternehmertypologie, Innovationszyklen, F&E-Prozessdynamik sowie das Konzept der Wettbewerbsrivalität.
Was versteht die Arbeit unter dem Begriff "Dynaxity"?
Dynaxity beschreibt die kombinierte Steigerung von Dynamik (Veränderungen pro Zeiteinheit) und Komplexität innerhalb von Systemen, welche besonders bei F&E-Vorhaben auftritt.
Warum sind Parallelprogramme laut der Arbeit sinnvoll?
Parallelprogramme dienen dazu, kritische Engpässe abzusichern und Irrtumskosten zu reduzieren, indem in einer unsicheren Anfangsphase mit vergleichsweise geringem Mitteleinsatz wertvolle Informationen gewonnen werden.
- Citation du texte
- Gerald Schlattl (Auteur), 2001, Entrepreneurship und evolutorische Wirtschaftsentwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5501