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Die Grundlagen der Europäischen Nachbarschaftspolitik

Title: Die Grundlagen der Europäischen Nachbarschaftspolitik

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 22 Pages , Grade: 2+

Autor:in: Jenny Kramer (Author)

Politics - Topic: European Union
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Im Jahr 2004 hat Europa nicht nur 10 neue Mitgliedsländer hinzugewonnen, sondern auch neue Grenzen. Zu den neuen Nachbarn der Europäischen Union gehören Länder, die mehrheitlich nicht mehr dem geographischen Europa zuzurechnen sind. Die EU ist spätestens mit ihrer letzten Erweiterung gezwungen, die Beziehungen zu ihren neuen Nachbarn zu definieren und sich ihrer Interessen den Anrainerstaaten gegenüber klar zu werden. Als Mittel hierzu bedient sich die EU der Europäischen Nachbarschaftspolitik(ENP).

In diesem Aufsatz werden die Entwicklung der ENP, deren Zielländer und die Finanzierung näher beleuchtet; die Grundzüge und Grundsätze der Europäischen Nachbarschaftspolitik beschrieben. Augenmerk liegt zudem auf den so genannten „Aktionsplänen“, die das Kernelement der ENP darstellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Entwicklung der ENP

2. Grundsätze und Reichweite

3. Aktionspläne

3.1. Gemeinsame Werte

3.1.1. Handel und Binnenmarkt

3.1.2. Soziale Entwicklung

3.1.3. Justiz und Inneres

4. Zielländer

4.1. Russland

4.2. Ukraine

4.3. Israel

4.2. Nachbarn als Mitentscheider?

4.3. ENP und EU-Erweiterung

5. Finanzierung

6. Kritik und Schluss

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit untersucht die Grundlagen der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP), ihre Entstehung als Reaktion auf die EU-Erweiterung 2004 und die damit verbundenen strategischen Herausforderungen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Wirksamkeit der Instrumente der ENP – insbesondere der Aktionspläne und Finanzierungsmodelle – zur Stabilisierung und Förderung von Reformen in den Anrainerstaaten ohne eine explizite Beitrittsperspektive.

  • Entwicklung und strategische Ausrichtung der ENP
  • Struktur und Bedeutung der länderspezifischen Aktionspläne
  • Analyse der ENP-Zielländer und deren politische Dynamiken
  • Finanzierungsmechanismen der europäischen Nachbarschaftshilfe
  • Kritische Würdigung der Wirksamkeit und institutionellen Struktur der ENP

Auszug aus der Arbeit

3. Aktionspläne

Wie eben beschrieben bemüht sich die EU ihren Nachbarländern eine Perspektive außerhalb eines EU-Beitritts zu bieten: Die Europäische Nachbarschaftspolitik. Kernelement dieser sind so genannte „Aktionspläne“. Diese Pläne fallen zwar von Land zu Land unterschiedlich aus, doch immer beziehen sie die jeweilige im Land herrschende Situation und auch die EU Interessen mit ein. So werden die geographische Lage des Landes, die derzeit dort herrschende politische und ökonomische Situation und etwaige Reformbemühungen in den Aktionsplänen reflektiert. Als zentrales Element der ENP kann also der Grundsatz der Differenzierung gelten: Mithilfe jeweiliger Aktionspläne kann die EU die Kooperation mit den Nachbarländern unterschiedlich gestalten – je nach den dort vorherrschenden Bedingungen.

Konkret sind Aktionspläne gemeinsam von EU und den Partnerländern entwickelte mehrjährige Programme, die Zielvorgaben und Maßnahmen zu deren Umsetzung enthalten. Dabei werden unterschiedliche Politikfelder abgedeckt, von denen einige in diesem Kapitel noch näher beschrieben werden. Nach den politischen Vereinbarungen, die mit den Aktionsplänen getroffen werden richtet sich auch die Zuteilung der EU-Hilfen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Kontext der EU-Erweiterung von 2004 und die daraus resultierende Notwendigkeit, ein neues außenpolitisches Instrumentarium zur Gestaltung der Beziehungen zu den östlichen und südlichen Nachbarn zu schaffen.

1. Entwicklung der ENP: Dieses Kapitel zeichnet den prozessualen Weg der ENP von der Mitteilung der Kommission 2003 bis hin zur Gründung der „Wider Europe Task Force“ und den ersten Strategiepapieren nach.

2. Grundsätze und Reichweite: Hier werden die philosophischen und strategischen Ziele erläutert, insbesondere das Bestreben, einen „Ring von Freunden“ um die EU zu schaffen, sowie die Abgrenzung zur regulären Mitgliedschaft.

3. Aktionspläne: Der Fokus liegt auf der operativen Ebene der ENP, wobei die länderspezifischen Vereinbarungen als Kerninstrument zur Förderung von Reformen und gemeinsamer Werte analysiert werden.

3.1. Gemeinsame Werte: Dieses Unterkapitel beschreibt das ideelle Fundament der ENP, das den Export von Menschenrechten, Rechtsstaatlichkeit und marktwirtschaftlichen Prinzipien umfasst.

3.1.1. Handel und Binnenmarkt: Es wird die wirtschaftliche Dimension beleuchtet, die durch den Abbau von Handelsbarrieren und die Annäherung an EU-Rechtsnormen gekennzeichnet ist.

3.1.2. Soziale Entwicklung: Dieses Kapitel behandelt den Dialog zu sozioökonomischen Reformen, Beschäftigung und Armutsbekämpfung als notwendige Begleitfaktoren für Stabilität.

3.1.3. Justiz und Inneres: Der Fokus liegt auf der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit in Bereichen wie Grenzsicherung, Terrorismusbekämpfung und Kampf gegen organisierte Kriminalität.

4. Zielländer: Das Kapitel kategorisiert die betroffenen Partnerstaaten und geht auf deren spezifische politische Ausgangslagen ein.

4.1. Russland: Es wird das Spannungsfeld zwischen strategischer Partnerschaft auf Augenhöhe und der Ablehnung des ENP-Rahmens durch Russland analysiert.

4.2. Ukraine: Die Untersuchung befasst sich mit dem Ambivalenz-Status des Landes, das zwischen dem Wunsch nach EU-Mitgliedschaft und den wirtschaftlichen Realitäten des osteuropäischen Raumes steht.

4.3. Israel: Hier wird der Sonderstatus Israels als hoch entwickeltes Land und die Problematik einer privilegierten Partnerschaft thematisiert.

4.2. Nachbarn als Mitentscheider?: Dieses Kapitel diskutiert das Konzept einer „virtuellen Mitgliedschaft“ und die Notwendigkeit einer echten Teilhabe an Entscheidungsprozessen.

4.3. ENP und EU-Erweiterung: Es wird das grundlegende Problem des Verhältnisses von ENP zu künftigen Erweiterungsprozessen und die damit verbundenen Erwartungshaltungen behandelt.

5. Finanzierung: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über den Übergang von Tacis- und Meda-Programmen hin zu einem vereinheitlichten Finanzierungsinstrument.

6. Kritik und Schluss: Abschließend werden die institutionellen Schwächen, der Mangel an Anreizen und die strukturelle Spannung der ENP kritisch bewertet.

Schlüsselwörter

Europäische Nachbarschaftspolitik, ENP, Aktionspläne, Europäische Union, Erweiterung, Strategische Partnerschaft, Marktwirtschaft, Rechtsstaatlichkeit, Grenzsicherung, Finanzierungsinstrumente, Differenzierung, Außenpolitik, Reformprozess, Beitrittsperspektive, Stabilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit?

Die Arbeit analysiert die Grundlagen, Ziele und Instrumente der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP), die ins Leben gerufen wurde, um die Beziehungen der erweiterten EU zu ihren östlichen und südlichen Nachbarstaaten neu zu definieren.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Im Zentrum stehen die Entwicklung der ENP, die Struktur der Aktionspläne, die Finanzierungsmechanismen sowie die politische Analyse ausgewählter Zielländer wie Russland, der Ukraine und Israel.

Was ist das primäre Ziel der ENP?

Das primäre Ziel ist die Schaffung eines „Rings von Freunden“ durch die Förderung von Stabilität, Sicherheit und Wohlstand in der unmittelbaren Nachbarschaft der EU, ohne diesen Ländern jedoch eine unmittelbare Beitrittsperspektive zu bieten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven und analytischen Auswertung von Primärdokumenten der Europäischen Kommission (wie Strategiepapieren und Mitteilungen) sowie einer Einordnung in den theoretischen Kontext der europäischen Außenpolitik unter Heranziehung von Expertenmeinungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltlichen Säulen der ENP (Werte, Wirtschaft, Inneres), die Analyse der Zielländer, das Verhältnis zur EU-Erweiterung sowie die Bewertung der Finanzierung und der strukturellen Kritik an der Politik.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Differenzierung, Aktionspläne, strategische Partnerschaft, Rechtsstaatlichkeit und institutionelle Fragmentierung.

Warum lehnt Russland einen Aktionsplan im Rahmen der ENP ab?

Russland bevorzugt eine strategische Partnerschaft auf Augenhöhe und möchte eine Einordnung als „normales Nachbarland“ vermeiden; es setzt stattdessen auf das Konzept der vier gemeinsamen Räume.

Wie unterscheidet sich Israel von anderen ENP-Partnerstaaten?

Israel ist demokratisch und ökonomisch bereits weit fortgeschritten, was den Aktionsplan auf ein höheres Niveau der Integration hebt, aber gleichzeitig die Frage nach einer möglichen Privilegierung gegenüber anderen Nachbarn aufwirft.

Welche Kritik wird an der institutionellen Struktur der ENP geübt?

Die Kritik fokussiert sich auf die Fragmentierung der EU-Außenpolitik, bei der verschiedene Organe säulenübergreifend agieren, was eine kohärente Strategie gegenüber den Nachbarländern erschwert.

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Details

Title
Die Grundlagen der Europäischen Nachbarschaftspolitik
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Course
Hauptseminar Politik
Grade
2+
Author
Jenny Kramer (Author)
Publication Year
2005
Pages
22
Catalog Number
V55034
ISBN (eBook)
9783638500883
ISBN (Book)
9783638663663
Language
German
Tags
Grundlagen Europäischen Nachbarschaftspolitik Hauptseminar Politik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jenny Kramer (Author), 2005, Die Grundlagen der Europäischen Nachbarschaftspolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55034
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