Dokumentation der Einführung von Symmetrie in einer 2. Klasse


Unterrichtsentwurf, 2006

20 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Beschreibung der Lerngruppe, der Räumlichkeiten und des Materials

3 Planung des Vorgehens/ der Aufgaben
3.1 Methodisch - didaktische Überlegungen
3.2 Differenzierung
3.3 Aufbau der Unterrichtseinheit
3.4 Beschreibung der Einführung

4 Beschreibung und Lernziele der Stationen
4.1 Beobachtungen und Probleme beim Bearbeiten der Stationen

5 Reflexion

6 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Die Unterrichtseinheit zur Symmetrie wurde von uns an zwei Tagen, am 8. und 9. Februar 2006, zu je einer Doppelstunde in der Klasse 2c der Grundschule Adendorf durchgeführt.

Die niedersächsische Rahmenrichtlinie benennt für die erste und zweite Jahrgangsstufe „Vorerfahrungen zur Symmetrie“ als Ziel des Mathematikunterrichts[1].

Die Schüler der Klasse 2c machen im Rahmen dieser Einheit erste Erfahrungen im Analysieren und Herstellen von überwiegend achsensymmetrischen Figuren der Ebene.

Im ersten Teil der Unterrichtseinheit lernen die Schüler in verschiedenen Arbeitsformen, die Besonderheit achsensymmetrischer Figuren der Ebene zu erkennen, sie einzuordnen und sich mit den Symmetriebegriffen sowie der Arbeit mit dem Taschenspiegel vertraut zu machen. Die sich anschließende Doppelstunde wird von einer Symmetrie-Stationenarbeit geprägt, in der die angebotenen Stationen in Partnerarbeit durchlaufen werden.

2 Beschreibung der Lerngruppe, der Räumlichkeiten und des Materials

Die Klasse 2c der Grundschule Adendorf wird von 25 SchülerInnen, darunter 12 Mädchen und 13 Jungen, besucht und von der Klassenlehrerin Frau Tiedemann in den Fächern Anfangsunterricht (AU) und Sport unterrichtet. Den Mathematikunterricht erteilt Frau Heinzmann, Musik unterrichtet Frau von Saldern.

Die Klasse besteht in dieser Konstellation seit dem 1. Schuljahr, also seit etwa einem Jahr, wobei einzelne Freundschaften zwischen Kindern durch nachbarschaftliche Verhältnisse und Kindergarten bereits länger bestehen. Zum Schuljahreswechsel sind zwei Mädchen neu in die Klasse gekommen, da sie das 2. Schuljahr wiederholen.

Der überwiegende Teil der Schüler stammt aus weitgehend intakten Familien, wenige werden von einem Elternteil erzogen, zwei Schüler sind als Pflegekinder bei Pflegefamilien untergebracht. Es gibt keine Geschwisterpaare oder sonstige verwandtschaftliche Beziehungen in der Klasse.

Das Sozial- und Lernverhalten der Schüler kann insgesamt als positiv bezeichnet werden. Das Unterrichtsgeschehen wird interessiert und mit großer Beteiligung und Motivation verfolgt. Die Kinder sind Gruppen- und Partnerarbeit gewohnt und kooperieren auch in unterschiedlich zusammengesetzten Teams gut miteinander. Neuen Methoden gegenüber sind die Schüler aufgeschlossen. Im Hinblick auf die Konzentrationsfähigkeit ist die Klasse als heterogen einzuordnen. Die Leistungen im mathematischen Bereich sind jedoch nicht von dieser deutlichen Heterogenität geprägt.

Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase war die Klasse relativ schnell mit unserer Anwesenheit während des Unterrichts und mit uns als LehrerIn vertraut. Wir hatten keinerlei Probleme, was die Akzeptanz der Schüler uns und unserer Rolle gegenüber betraf.

Der im Rahmen der Einheit Symmetrie von uns gegebene Unterricht fand ausschließlich im Klassenraum der 2c statt. Neben der normalen Klasseraumeinrichtung, wie Tafel, Lehrertisch und Präsentationsflächen sowie den in Tischgruppen angeordneten Schülerplätzen befindet sich hier eine Lesecke mit Sofa und Bücherregalen und ein etwas abgetrennt untergebrachter Spielbereich mit Teppichen und Stauraum für Spiele. Schülerkreise werden regelmäßig genutzt, um die Sitzordnung aufzulockern. Hierzu stehen entweder leere Kunststoffeimer zur Verfügung, die leicht stapelbar sind und bei Bedarf zum Sitzen genutzt werden. Wesentlich leiser ist jedoch das Sitzen der Kinder auf „Teppichfließen“. Das sind quadratisch zugeschnittene Teppichreste, die als Sitzunterlage dienen.

Mit Ausnahme der Taschenspiegel, die zur Sammlung der Grundschule Adendorf gehören, wurde alles verwendete Material von uns für diese Unterrichtseinheit bereitgestellt. Hierzu gehören sämtliche Arbeitsblätter und die Hilfsmittel, die an den Stationen gebraucht wurden.

3 Planung des Vorgehens/ der Aufgaben

3.1 Methodisch - didaktische Überlegungen

Symmetrische Körper und Figuren sind den Kindern aus ihrer Umwelt bekannt, auch wenn diese noch nicht gezielt analysierend wahrgenommen werden. Der niedersächsische Lehrplan sieht für die Schüler der ersten und zweiten Klasse ein Legen und Fortsetzen von Grundmustern vor. Dabei sollen einfache Bandornamente mit Plättchen gelegt und ausgemalt werden. Bandornamente sollen in der Umwelt erkannt werden. Erst in der dritten und vierten Klasse sollen Bandmuster gezeichnet und aus einer Grundfigur erzeugt werden, wie wir es von den Schülern sowohl in der Einführung, als auch in der Stationenarbeit fordern. Auch bei den symmetrischen Figuren greifen wir teilweise mit unserer Unterrichtseinheit über das erste und zweite Schuljahr hinaus. Die Kinder sollen nicht nur spiegelgleiche Figuren durch Falten, Schneiden oder mit Hilfe eines Spiegels herstellen, wie für das erste und zweite Schuljahr gefordert, sondern auch Figuren zu achsensymmetrischen Figuren ergänzen bzw. auf einem Quadratgitter einfache, achsensymmetrische Figuren zeichnen und Teilfiguren zu einer symmetrischen Gesamtfigur ergänzen.

Alle geometrischen Begriffe sollen zunächst eingeführt und dann durch Handlung bei den Schülern gefestigt werden. In einem ersten Schritt sollen die Begriffe „symmetrisch“, „asymmetrisch“ und „Symmetrieachse“ eingeführt werden. Da in einem weiteren Schritt mit dem Spiegel gearbeitet wird, soll für die „Symmetrieachse“ das Synonym „Spiegelachse“ eingeführt werden, so dass mit der Einführung der Spiegelbänder bereits eine Handlung verbunden werden kann. Dabei erschien es uns von Bedeutung, im Unterricht nicht nur achsensymmetrische Figuren, sondern in Ansätzen auch die Drehsymmetrie zu behandeln. Würde im Unterricht nur die Achsensymmetrie behandelt werden, bestünde laut Kirsche[2] sonst die Gefahr, dass der Symmetriebegriff auf unzulässige Weise auf die Achsensymmetrie verengt wird. Um das Erfahren und Erforschen mehr in den Vordergrund zu stellen, haben wir uns für Stationenarbeit entschieden, die durch verschiedene Einführungen und Reflexionen ergänzt wird (vgl. Aufbau der Unterrichtseinheit). In den Aufgabenstellungen der Stationen soll sowohl der Begriff „Symmetrieachse“ als auch „Spiegelachse“ verwendet werden. Nach Rücksprache mit der Mathematiklehrerin haben wir uns bei der Auswahl der zu untersuchenden Figuren ausschließlich für einen ebenen Zugang entschieden.

3.2 Differenzierung

Im Rahmen unserer Unterrichtseinheit verzichten wir sowohl auf eine innere als auch eine äußere Differenzierung. Die Schüler haben, vor allem während der Stationenarbeit, die Möglichkeit, mit einem Partner zusammenzuarbeiten und sich bei Problemen oder Fragen an ihn oder auch an uns zu wenden. Zudem haben die Schüler beim Bearbeiten der Stationen freie Wahl, welche Stationen sie bearbeiten, da wir keine Pflichtstationen festgelegt haben. So können sie selbst wählen, welche Stationen sie bearbeiten wollen und können.

3.3 Aufbau der Unterrichtseinheit

Ziel der Unterrichtseinheit: Die Schüler sollen Achsen- und Drehsymmetrien kennen lernen und üben, zweidimensionale Figuren auf ihre Symmetrie zu untersuchen.

Stunde 1 und 2 (Doppelstunde):

Ziel der ersten Unterrichtstunde: Die Schüler sollen die Begriffe Symmetrie, Asymmetrie und Symmetrieachse kennen lernen und Figuren den beiden Kategorien (Sym./Asym.) zuordnen können.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ziel der zweiten Unterrichtsstunde: Die Schüler sollen den Umgang mit dem Taschenspiegel zur Überprüfung von Achsensymmetrien kennen lernen. Sie sollen wiederholte Achsenspiegelungen durchführen, um so „Spiegelbänder“ herzustellen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] Der Niedersächsische Kultusminister (Hrsg.): Rahmenrichtlinien für die Grundschule. Mathematik. Hannover: Schroedel, 1984, S. 63.

[2] Kirsche, Peter: Zum Herstellen spiegelsymmetrischer und punktsymmetrischer Figuren im Unterricht der Primarstufe. In: Der Mathematikunterricht, 42, 2,1996, S. 5.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Dokumentation der Einführung von Symmetrie in einer 2. Klasse
Hochschule
Universität Lüneburg  (Mathematik)
Veranstaltung
Didaktik der Geometrie
Note
1,0
Autoren
Jahr
2006
Seiten
20
Katalognummer
V55062
ISBN (eBook)
9783638501088
Dateigröße
491 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Dokumentation, Einführung, Symmetrie, Klasse, Didaktik, Geometrie
Arbeit zitieren
Anika Barton (Autor)Lukas Breul (Autor), 2006, Dokumentation der Einführung von Symmetrie in einer 2. Klasse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55062

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