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Die zweite Transformationskrise in Rumänien - Gesamtwirtschaftliche, regionale und sektorale Auswirkungen

Title: Die zweite Transformationskrise in Rumänien - Gesamtwirtschaftliche, regionale und sektorale Auswirkungen

Diploma Thesis , 2005 , 99 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Ole Mathies Hackfurth (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Ende der 80er Jahre kam es zum Zusammenbruch des sozialistischen Systems in den mittel- und osteuropäischen Staaten des ehemaligen „Ostblocks“. Die einschneidenden Veränderungen betrafen sowohl das politische System als auch soziale und ökonomische Bereiche. Eine der wohl wichtigsten Umstellungen betraf die Transformation von einem zentraverwaltungswirtschaftlichen in ein marktwirtschaftliches System. Dabei ist zu beachten, dass der Transformationsprozess in den einzelnen Ländern sich hinsichtlich gewählter Transformationsstrategie und Transformationgeschwindigkeit deutlich unterscheidet. Allgemein gilt, dass die betroffenen Volkswirtschaften in eine Transformationskrise mit sinkender Produktion und Beschäftigung geraten, um anschließend unter marktwirtschaftlichen Strukturen auf einen stabilen Wachstumspfad umzuschwenken (J-Kurven-Effekt).
Der Transformationsprozess in Rumänien unterscheidet sich deutlich von den Transformationsprozessen anderer mittel- und osteuropäischer Staaten. Dem Zerfall der Zentralverwaltungswirtschaft folgte zunächst eine Transformationkrise mit einer sich anschließenden wirtschaftlichen Erholung wie in allen anderen Reformstaaten Mittelosteuropas (MOE) auch. Rumäniens Wirtschaft stürzte dann aber in eine weitere schwere Transformationskrise (1997 bis 1999) mit deutlichen Rückgängen des Bruttosozialproduktes begleitet von hohen Inflationsraten und hoher Arbeitslosigkeit. Erst im Jahr 2000 kehrte Rumänien auf einen Wachstumspfad zurück. In den folgenden Jahren konnten Wachstumsraten von ca. 5% BSP-Wachstum erreicht werden. Im Jahr 2004 betrug das Wirtschaftswachstum sogar 8,3%, die Inflationsrate lag erstmals seit dem Ende der Planwirtschaft mit 9,3% im einstelligen Bereich.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Gründe für Rumäniens Sturz in eine zweite Transformationskrise nach Jahren wirtschaftlichen Wachstums zu untersuchen und die Auswirkungen dieser Krise zu analysieren. Dabei werden sowohl die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen betrachtet als auch sektorale und regionale Entwicklungen.




Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Zielsetzung und zentrale Fragestellungen der Arbeit

1.2 Methodischer Aufbau der Arbeit

2 Systemtransformation

2.1 Theoretische Aspekte der Systemtransformation

2.2 Theoretische Gründe einer Transformationskrise

2.3 Elemente der Systemtransformation

2.4 Transformationsstrategien

2.5 Privatisierung in Transformationsökonomien

3 Die wirtschaftliche Entwicklung Rumäniens

3.1 Die Ausgangslage der Transformationsstaaten in Mittelosteuropa

3.2 Die Ausgangssituation Rumäniens 1989

3.3 Die verschiedenen Phasen der Transformation

3.3.1 Die erste Transformationskrise (1989-1992)

3.3.2 Der erste wirtschaftliche Aufschwung (1993-1996)

3.3.3 Die zweite Transformationskrise (1997-1999)

3.3.4 Der zweite wirtschaftliche Aufschwung (2000-2005)

4 Bedeutende Faktoren des Transformationsprozesses

4.1 Die Entwicklung der Privatisierung

4.2 Die Entwicklung der Ausländischen Direktinvestitionen in Rumänien und ihre Bedeutung für den Transformationsprozess

5 Auswirkungen der zweiten Transformationskrise auf die Sektoralstruktur Rumäniens

5.1 Die Gesamtsektorale Entwicklung

5.2 Die Entwicklung der Landwirtschaft

5.3 Die Entwicklung der Industrie

5.4 Die Entwicklung des Dienstleistungssektors

6 Auswirkungen der zweiten Transformationskrise auf die Regionalstruktur Rumäniens

6.1 Auswirkungen der Transformation auf die Regionalstruktur

6.2 Die Veränderung der Regionalstruktur Rumäniens während der zweiten Transformationskrise

7 Die Systemtransformation Rumäniens im Vergleich zu anderen mittel- und osteuropäischen Staaten

8 Fazit

8.1 Zusammenfassende Beurteilung des rumänischen Transformationsprozesses

8.2 Perspektiven für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung des Landes

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Ursachen für Rumäniens Sturz in eine zweite Transformationskrise nach vorausgegangenen Jahren wirtschaftlichen Wachstums zu identifizieren und die gesamtwirtschaftlichen, sektoralen sowie regionalen Auswirkungen dieser Krise fundiert zu analysieren.

  • Theoretische Fundierung von Systemtransformation und Transformationsstrategien.
  • Analyse der wirtschaftlichen Entwicklungsphasen Rumäniens von 1989 bis 2005.
  • Untersuchung der Rolle von Privatisierung und ausländischen Direktinvestitionen (ADI) für den Transformationsprozess.
  • Auswirkungen der Krise auf die Sektoral- und Regionalstruktur sowie den Arbeitsmarkt.
  • Vergleich der rumänischen Transformation mit ausgewählten mittel- und osteuropäischen Nachbarstaaten.

Auszug aus dem Buch

2.4 Transformationsstrategien

Unter dem Transformationskonzept der „Schocktherapie“, auch als „big-bang“-Transformation bezeichnet, versteht man, dass der Transformationsprozess sofort begonnen wird, und dass alle wichtigen Reformen möglichst gleichzeitig zu Transformationsbeginn durchgeführt werden (vgl. Pappenberger 1995, S. 186). Dabei ist zu beachten, dass die einzelnen Reformelemente schnellstmöglich umgesetzt werden, um den gesamten Transformationsprozess im kürzest möglichen Zeitraum durchzuführen. Die Grundidee hinter einem derart umfassenden und schnellen Vorgehen bei der Systemtransformation ist, dass der marktwirtschaftliche Regelmechanismus nicht oder nur unvollständig funktioniert, wenn die Ordnungselemente der Marktwirtschaft nicht gemeinsam und gleichzeitig durch die Reformen geschaffen werden (vgl. Bleuel 1996, S. 114).

Als Ergebnis solch umfassender Reformen stellt sich bei den Wirtschaftssubjekten, die sich auf die neuen Rahmenbedingungen einstellen müssen, ein Schock ein. Dabei ist entscheidend wie die einzelnen Wirtschaftssubjekte auf diesen Transformationsschock reagieren: Stellen sich die beteiligten Personen und Unternehmen auf die radikal veränderten Rahmenbedingungen ein, kann man von einem erfolgreichen Transformationsprozess ausgehen, werden hingegen die Anpassungsmöglichkeiten der Beteiligten überfordert, führt dieses zu ökonomischen, sozialen und politischen Problemen. Das Transformationskonzept der „Schocktherapie“ basiert auf Vorstellungen der neoklassischen Wirtschaftstheorie, die auf den marktwirtschaftlichen Allokationsmechanismus vertraut und die staatlichen Eingriffe grundsätzlich auf Ordnungspolitik, Infrastrukturpolitik und Wettbewerbspolitik begrenzt sehen möchte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung definiert die Zielsetzung der Arbeit, die zentralen Fragestellungen zur zweiten Transformationskrise in Rumänien und erläutert den methodischen Aufbau der wissenschaftlichen Analyse.

2 Systemtransformation: Dieses Kapitel bietet eine theoretische Einführung in die Systemtransformation, beleuchtet deren Elemente sowie verschiedene Transformationsstrategien wie Gradualismus und Schocktherapie.

3 Die wirtschaftliche Entwicklung Rumäniens: Hier wird die Ausgangssituation Rumäniens im Jahr 1989 detailliert betrachtet und die Transformation des Landes anhand der verschiedenen Phasen zwischen 1989 und 2005 analysiert.

4 Bedeutende Faktoren des Transformationsprozesses: Dieses Kapitel diskutiert die Auswirkungen der Privatisierungspolitik sowie die Bedeutung ausländischer Direktinvestitionen (ADI) für den rumänischen Transformationsprozess.

5 Auswirkungen der zweiten Transformationskrise auf die Sektoralstruktur Rumäniens: Hier werden die sektoralen Veränderungen und die daraus resultierenden Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt während der zweiten Transformationskrise untersucht.

6 Auswirkungen der zweiten Transformationskrise auf die Regionalstruktur Rumäniens: Dieses Kapitel analysiert, inwieweit der Transformationsprozess regionale Disparitäten in Rumänien verschärft oder gemildert hat.

7 Die Systemtransformation Rumäniens im Vergleich zu anderen mittel- und osteuropäischen Staaten: Diese vergleichende Analyse stellt die rumänische Transformation den Prozessen in Bulgarien, Ungarn und Polen gegenüber.

8 Fazit: Das Fazit beurteilt den rumänischen Transformationsprozess abschließend und wagt einen Ausblick auf die zukünftigen wirtschaftlichen Perspektiven des Landes im Zuge des EU-Beitritts.

Schlüsselwörter

Systemtransformation, Rumänien, Transformationskrise, Schocktherapie, Gradualismus, Privatisierung, Ausländische Direktinvestitionen, ADI, Sektoralstruktur, Regionalstruktur, Strukturwandel, Europäische Union, EU-Beitritt, Transformationsstrategie, Wirtschaftsentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die spezifischen wirtschaftlichen Bedingungen und Ursachen, die dazu führten, dass Rumänien nach einer ersten Erholungsphase in eine zweite, schwere Transformationskrise (1997-1999) geriet.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind der Prozess der Systemtransformation von einer Plan- zu einer Marktwirtschaft, die Privatisierungspolitik, die Akquise ausländischer Direktinvestitionen (ADI) und die daraus resultierenden strukturellen Veränderungen in den Sektoren und Regionen des Landes.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit fragt nach den Auslösern der zweiten Transformationskrise, ihren gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen sowie den Konsequenzen für die rumänische Sektoral- und Regionalstruktur, verbunden mit einer Einschätzung der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert primär auf einer tiefgehenden Analyse sekundärstatistischer Daten und wertet den Transformationsverlauf im Vergleich zu anderen mittel- und osteuropäischen Transformationsstaaten aus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, eine detaillierte Phasenanalyse der rumänischen Entwicklung, die Untersuchung bedeutender Transformationsfaktoren (Privatisierung, ADI), eine sektoral-regionale Folgenanalyse sowie einen internationalen Ländervergleich.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Systemtransformation, Transformationskrise, Privatisierung, ADI, Strukturwandel, Sektoralstruktur, Regionalstruktur und EU-Beitritt geprägt.

Warum wird die rumänische Transformation oft als "Stop-go-Transformation" bezeichnet?

Aufgrund des abrupten Wechsels von einer extrem gradualistischen Reformpolitik (1990-1996) hin zu einer schockartigen Reformbeschleunigung ab 1997 durch die neue Regierung, was den Transformationsprozess instabil machte.

Welche Rolle spielten die ausländischen Direktinvestitionen (ADI) für die Krisenbewältigung?

Nach 1996 erkannte die Regierung ADI als Schlüssel für den Erfolg der Reformen. Die darauffolgende Öffnung und die verbesserten Rahmenbedingungen für Investoren waren essenziell, um Kapital, Technologie und Management-Wissen ins Land zu holen und das Wachstum nach der Krise zu stützen.

Was war das Resultat der Regionalstrukturanalyse in Bezug auf die Disparitäten?

Es zeigte sich, dass die zweite Transformationskrise bestehende Pol-Peripherie-Gegensätze verstärkte; während die Hauptstadtregion Bukarest und westliche Grenzregionen profitierten, litten vor allem östliche Industriegebiete und ländliche Regionen unter der Krise.

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Details

Title
Die zweite Transformationskrise in Rumänien - Gesamtwirtschaftliche, regionale und sektorale Auswirkungen
College
University of Hannover  (Geographisches Institut)
Grade
2,0
Author
Ole Mathies Hackfurth (Author)
Publication Year
2005
Pages
99
Catalog Number
V55074
ISBN (eBook)
9783638501200
ISBN (Book)
9783638709200
Language
German
Tags
Transformationskrise Rumänien Gesamtwirtschaftliche Auswirkungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ole Mathies Hackfurth (Author), 2005, Die zweite Transformationskrise in Rumänien - Gesamtwirtschaftliche, regionale und sektorale Auswirkungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55074
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