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Steuerplanungsunsicherheit beim anschaffungsnahen Herstellungsaufwand

Title: Steuerplanungsunsicherheit beim anschaffungsnahen Herstellungsaufwand

Seminar Paper , 2006 , 30 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Nicole Zmuda (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Die Steuerbelastung gilt als negativer Zielbeitrag bei der Entfaltung ökonomischer Aktivitäten. Nahezu alle unternehmerischen Entscheidungen haben Einfluss auf die Steuerbelastung und infolgedessen auf die Ergebnislage eines Unternehmens. Verschiedene Entscheidungsalternativen in der Unternehmenspraxis können die Steuerbelastung gegebenenfalls unterschiedlich beeinflussen. Die Steuerbelastung wird dadurch oftmals zum maßgeblichen Auswahlkriterium für die Bestimmung einer zu wählenden Handlungsalternative. Voraussetzung dafür ist, dass die zukünftigen Steuerbelastungen der einzelnen Handlungsalternativen abgeschätzt werden können. Die Abschätzung einer zukünftigen Steuerbelastung bezeichnet man als Steuerplanung.
Ein Steuersystem muss entscheidungsneutral sein. Das bedeutet, es muss dem Steuerpflichtigen und seinem Berater im Voraus ermöglichen, die Steuerbelastung von geplanten wirtschaftlichen Handlungen zu ermitteln. Ausgehend von dieser Planung findet die Steuerbelastung Eingang in Wirtschaftlichkeitsüberlegungen und schlägt sich in Entscheidungen nieder. Die Steuerplanungssicherheit und damit die Möglichkeit zuverlässig Auskunft über die Höhe der zukünftig zu erwartenden Steuerbelastung zu bekommen, hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Das liegt vor allem an der mangelnden Praktikabilität des Steuerrechts.
Am Beispiel des anschaffungsnahen Herstellungsaufwands und der vielfältigen Rechtsprechung in diesem Bereich, zeigt die Autorin Nicole Zmuda, wie sich die Steuerplanungssicherheit in den vergangenen Jahren verschlechtert hat und somit Steuerplanungsunsicherheit erzeugt wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung/Begriff der Steuerplanungsunsicherheit

2. Abgrenzung zwischen Anschaffungskosten und Herstellungskosten

2.1 Anschaffungskosten

2.1.1 Betriebsbereiter Zustand im Sinne des § 255 Abs. 1 HGB

2.1.2 Betriebsbereiter Zustand bei Privat-Gebäuden

2.2 Herstellungskosten

3. Die Begriffe Herstellungsaufwand, Erhaltungsaufwand und anschaffungsnaher Herstellungsaufwand

3.1 Herstellungsaufwand

3.2 Erhaltungsaufwand

3.3 Anschaffungsnaher Herstellungsaufwand

4. Steuerliche Auswirkungen durch die Abgrenzungen

5. Probleme beim anschaffungsnahen Aufwand nach früherer Rechtsprechung

6. Die Änderung der Rechtsprechung

6.1 Änderung der Rechtsprechung zum sogenannten anschaffungsnahen Aufwand

6.2 Wesentliche Verbesserung im Sinne des § 255 Abs. 2 HGB

6.2.1 Bauliche Einzelmaßnahmen

6.2.1 Zusammenfassung mehrerer Baumaßnahmen

6.3. Reaktionen des Bundesministeriums der Finanzen

6.4 § 6 Abs. 1 Nr. 1a EStG in der Fassung des StÄndG 2003

6.5 Anschaffungsnahe Aufwendungen von weniger als 15 v. H. der Anschaffungskosten eines Gebäudes

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der Steuerplanungsunsicherheit am Beispiel des anschaffungsnahen Herstellungsaufwands. Dabei wird analysiert, wie sich die steuerliche Behandlung von Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten im zeitlichen Anschluss an den Erwerb eines Gebäudes durch geänderte Rechtsprechung und gesetzliche Neuregelungen entwickelt hat und welche Auswirkungen dies auf die Planungssicherheit für Steuerpflichtige hat.

  • Abgrenzung zwischen Anschaffungskosten, Herstellungskosten und Erhaltungsaufwand
  • Analyse der historischen und aktuellen Rechtsprechung zur Betriebsbereitschaft und wesentlichen Verbesserung
  • Bewertung der Auswirkungen unterschiedlicher Qualifizierungen auf den Werbungskostenabzug
  • Kritische Würdigung der gesetzlichen Neuregelung gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 1a EStG

Auszug aus dem Buch

1. Problemstellung/Begriff der Steuerplanungsunsicherheit

Im Allgemeinen wird die Steuerbelastung als negativer Zielbeitrag bei der Entfaltung ökonomischer Aktivitäten angesehen. Sie stellt einen Aufwand dar, der bei einer Gewinnerzielungsabsicht langfristig von den erzielbaren Preisen für die Erzeugnisse und Dienstleistungen eines Unternehmens mit getragen werden muss. Nahezu alle unternehmerischen Entscheidungen haben Einfluss auf die Steuerbelastung und somit auf die Ergebnislage des Unternehmens. Da in der Unternehmenspraxis i. d. R. mehrere Entscheidungsalternativen zur Disposition stehen und diese Alternativen die Steuerbelastung ggf. unterschiedlich beeinflussen, kann die Steuerbelastung häufig zum maßgeblichen Auswahlkriterium für die Bestimmung der zu wählenden Handlungsalternative werden. Voraussetzung dafür ist, dass die zukünftigen Steuerbelastungen der einzelnen Handlungsalternativen abgeschätzt werden können. Die Abschätzung einer zukünftigen Steuerbelastung und somit die gedankliche Vorwegnahme einer späteren Steuerbelastung bezeichnet man als Steuerplanung.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht wird die Meinung vertreten, dass wirtschaftliche Entscheidungen nicht durch steuerliche Einflüsse verzerrt werden dürfen. Ein Steuersystem muss entscheidungsneutral sein. Dazu muss es praktikabel sein und dem Steuerpflichtigen und seinem Berater im Voraus ermöglichen, die Steuerbelastung von geplanten wirtschaftlichen Handlungen zu ermitteln. Ausgehend von dieser Planung findet die Steuerbelastung Eingang in Wirtschaftlichkeitsüberlegungen und schlägt sich in Entscheidungen nieder. Die Steuerplanungssicherheit und damit die Möglichkeit zuverlässig Auskunft über die Höhe der zukünftig zu erwartenden Steuerbelastung zu bekommen, hat sich in den letzten Jahren deutlich verschlechtert. Das liegt vor allem an der mangelnden Praktikabilität des Steuerrechts.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung/Begriff der Steuerplanungsunsicherheit: Einführung in die Thematik der Steuerbelastung als Entscheidungskriterium und die resultierende Problematik der Steuerplanungsunsicherheit.

2. Abgrenzung zwischen Anschaffungskosten und Herstellungskosten: Theoretische Herleitung und Abgrenzung der Begriffe Anschaffungs- und Herstellungskosten gemäß HGB und deren Bedeutung im Steuerrecht.

3. Die Begriffe Herstellungsaufwand, Erhaltungsaufwand und anschaffungsnaher Herstellungsaufwand: Definition und Differenzierung der Begriffe Herstellungsaufwand, Erhaltungsaufwand und der speziellen Kategorie des anschaffungsnahen Herstellungsaufwands.

4. Steuerliche Auswirkungen durch die Abgrenzungen: Erläuterung der Konsequenzen für den Werbungskostenabzug bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung in Abhängigkeit von der steuerlichen Qualifikation des Aufwands.

5. Probleme beim anschaffungsnahen Aufwand nach früherer Rechtsprechung: Diskussion der Anwendungsprobleme und der Benachteiligung durch die Nichtaufgriffsgrenze der Verwaltungspraxis.

6. Die Änderung der Rechtsprechung: Detaillierte Betrachtung der Urteile des Bundesfinanzhofs zur Neuausrichtung der Beurteilung anschaffungsnaher Aufwendungen und deren gesetzliche Festschreibung.

7. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der erreichten Rechts- und Planungssicherheit sowie Ausblick auf die Auswirkungen der gesetzlichen Neuregelung.

Schlüsselwörter

Steuerplanung, Steuerplanungsunsicherheit, Anschaffungskosten, Herstellungskosten, Erhaltungsaufwand, anschaffungsnaher Herstellungsaufwand, Bundesfinanzhof, wesentliche Verbesserung, Werbungskostenabzug, Vermietung und Verpachtung, § 255 HGB, § 6 EStG, Modernisierungsaufwand, Instandsetzungsaufwand, Rechtsprechung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Unsicherheiten bei der steuerlichen Planung von Immobilieninvestitionen, speziell bei der Qualifizierung von Aufwendungen nach dem Gebäudeerwerb.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Abgrenzung zwischen sofort abziehbarem Erhaltungsaufwand und aktivierungspflichtigen Herstellungs- oder Anschaffungskosten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die Steuerplanungsunsicherheit durch instabile Rechtsprechung und gesetzliche Eingriffe bei anschaffungsnahen Aufwendungen verändert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine juristisch-ökonomische Analyse, die Gesetzestexte, BFH-Rechtsprechung und Fachliteratur auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Abgrenzung der Kostenbegriffe, den Problemen der alten Rechtsprechung sowie der Analyse der BFH-Urteile von 2001 und der gesetzlichen Neuregelung durch das StÄndG 2003.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Steuerplanungssicherheit, anschaffungsnaher Herstellungsaufwand, Instandsetzung, Modernisierung und die steuerliche Abgrenzung gem. § 255 HGB.

Was bedeutet "anschaffungsnaher Herstellungsaufwand" konkret?

Es handelt sich um Reparatur- oder Modernisierungskosten, die zeitnah nach dem Erwerb eines Gebäudes anfallen und steuerlich als Herstellungskosten statt als Erhaltungsaufwand behandelt werden.

Warum hat sich die Rechtsprechung dazu geändert?

Der BFH wollte die pauschale Behandlung aufgrund von Höhe und zeitlicher Nähe zur Anschaffung aufgeben und fordert nun eine Prüfung der "wesentlichen Verbesserung" des Gebrauchswerts im Einzelfall.

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Details

Title
Steuerplanungsunsicherheit beim anschaffungsnahen Herstellungsaufwand
College
University of Wuppertal
Course
Seminar Steuerplanungsunsicherheit
Grade
1,7
Author
Nicole Zmuda (Author)
Publication Year
2006
Pages
30
Catalog Number
V55076
ISBN (eBook)
9783638501224
ISBN (Book)
9783638663298
Language
German
Tags
Steuerplanungsunsicherheit Herstellungsaufwand Seminar Steuerplanungsunsicherheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Zmuda (Author), 2006, Steuerplanungsunsicherheit beim anschaffungsnahen Herstellungsaufwand, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55076
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