Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie

Umfang, Entwicklung und sozioökonomische Wirkungen von Gastarbeiterwanderungen in ausgewählten Mittelmeerländern

Titel: Umfang, Entwicklung und sozioökonomische Wirkungen von Gastarbeiterwanderungen in ausgewählten Mittelmeerländern

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2004 , 23 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Ole Mathies Hackfurth (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit befasst sich mit der Migration von Arbeitskräften aus dem Mittelmeerraum in die Industrienationen Europas, insbesondere Deutschland. Dabei ist es entscheidend zu erfahren, unter welchen Umständen diese Wanderungen zustande kamen, welchen Umfang sie annahmen und wie sie sich im Laufe der Zeit entwickelten.
Darüber hinausgehend versucht die Arbeit soziale und wirtschaftliche Auswirkungen der Gastarbeiterwanderungen in den Herkunftsländern anhand des Beispiels Türkei darzustellen.
Kapitel 7. befasst sich mit dem Phänomen der Rückwanderungen, seinem Umfang und seiner Bedeutung für die Zielregionen.

Migration wird in der Literatur der auf Dauer angelegte bzw. dauerhaft werdende Wechsel in eine andere Gesellschaft bzw. in eine andere Region von einzelnen oder mehreren Menschen verstanden (vgl. A. Treibel 1999, S.21).
Dabei schließt der Migrations-Begriff sowohl Arbeitsmigration, also Migration aus wirtschaftlichen Gründen, als auch Fluchtmigration auf Grund politischer Motive oder kriegerischer Handlungen, ein.
In dieser Arbeit wird der Begriff Migration lediglich für den Prozeß der Arbeitskräftewanderung, also als Synonym für Gastarbeiterwanderungen oder Arbeitsmigration verwendet.

Grundsätzliche Fragestellungen:
- Welche Rahmenbedingungen haben die Arbeitskräftewanderung aus dem Mittelmeerraum in die Industrienationen Europas verursacht und welchen Einfluß haben sie auf das Migrationsvolumen?
- Wie entwickelt sich das Migrationsvolumen und wovon hing diese Entwicklung ab?
- Ist die Migration selektiv, bzw. gibt es bestimmte Strukturmerkmale innerhalb der Migrantenpopulation?
- Welche Auswirkungen hat die Arbeitskräftewanderung auf die sozioökonomische Entwicklung der Herkunftsregionen oder Länder?
- Unter welchen Umständen und in welchem Umfang kommt es zu Rückwanderungen und was für Auswirkungen haben diese auf die Zielregion?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung, Begriffsdefinition und Fragestellung

2. Die Arbeitsmigration in Europa

3. Die Entsendeländer

4. Die Aufnahmeländer

5. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Migration in den Entsendeländern

6. Das Fallbeispiel Türkei- Quellen des Migrationsaufkommens

6.1. Die innertürkische Migrationsbewegung

6.2. Die Migration türkischer Arbeitskräfte nach Westeuropa

6.3. Verlauf und Umfang des internationalen Migrationsstromes türkischer Arbeitskräfte

7. Die Rückkehr von Gastarbeitern in ihr Heimatland

8. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die sozioökonomischen Rahmenbedingungen und Auswirkungen der Arbeitskräftewanderung aus dem Mittelmeerraum in die europäischen Industrienationen, wobei der Schwerpunkt auf den Migrationsprozessen der Türkei und der Reintegration von Rückkehrern liegt.

  • Ursachen und Rahmenbedingungen der Arbeitsmigration aus dem Mittelmeerraum.
  • Strukturveränderungen der Migrationsströme nach Entsende- und Aufnahmeländern.
  • Analyse der türkischen Binnenwanderung und der internationalen Migration.
  • Bewertung der ökonomischen Konsequenzen für die Herkunftsregionen.
  • Herausforderungen und Bilanz der Reintegration von Arbeitsmigranten.

Auszug aus dem Buch

6.2 Die Migration türkischer Arbeitskräfte nach Westeuropa

Nachdem sich der Migrationsprozeß in der Türkei ab etwa 1950 in einer stark ansteigenden Binnenwanderung vollzogen hatte, die ihren Ausgangspunkt in der Landflucht hatte, setzte seit dem Beginn der 60er Jahre daneben die Migration türkischer Arbeitskräfte nach Westeuropa ein. Dabei waren die verursachenden Faktoren in der Landwirtschaft( siehe Kapitel), die die Land Stadt-Wanderung auslösten und in den 60er Jahren verstärkt fortwirkten, auch die Triebkräfte für die Abwanderung landwirtschaftlicher Arbeitskräfte in das Ausland.

Die nicht-agrarischen Sektoren erwiesen sich nicht als fähig, die wachsende städtische Erwerbsbevölkerung, deren Vergrößerung durch die massive Zuwanderung von Arbeitskräften vom Lande und die hohe Zahl der jährlich in das erwerbsfähige Alter tretenden Personen bedingt war, in stabile Beschäftigungsverhältnisse mit hinreichendem Einkommen und ausreichender Produktivität zu integrieren. Insbesondere die importsubstituierende Industrie, aber auch die gesamte verarbeitende Industrie, trugen nur begrenzt zur Schaffung neuer Arbeitsplätze bei, so dass in den 60er Jahren eine Aufblähung des tertiären Sektors erfolgte. Die zahlreichen Marginalisierungsprozesse städtischer Arbeitskräfte zeigten sich in der Zunahme struktureller Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung, Begriffsdefinition und Fragestellung: Die Einleitung definiert den Migrationsbegriff und formuliert die zentralen Forschungsfragen zur Arbeitskräftewanderung aus dem Mittelmeerraum.

2. Die Arbeitsmigration in Europa: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über die Entwicklung der Wanderungsströme nach 1950 und die Rolle der Anwerbeabkommen.

3. Die Entsendeländer: Hier werden die Strukturveränderungen der Arbeitsmigration und die Verschiebung der Gewichte zwischen den Herkunftsländern analysiert.

4. Die Aufnahmeländer: Das Kapitel beleuchtet, wie sich die Schwerpunkte der Aufnahmeländer zwischen 1960 und 1974 verlagerten.

5. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Migration in den Entsendeländern: Hier wird diskutiert, inwiefern der „Export“ von Arbeitskräften die ökonomischen Probleme der Entsendeländer beeinflusste.

6. Das Fallbeispiel Türkei- Quellen des Migrationsaufkommens: Eine detaillierte Untersuchung der Binnen- und Außenwanderung in der Türkei als Folge von Agrarstrukturdefiziten.

7. Die Rückkehr von Gastarbeitern in ihr Heimatland: Dieses Kapitel befasst sich mit der politischen Relevanz der Reintegration und den Herausforderungen für die Rückkehrer.

8. Fazit und Ausblick: Eine abschließende Betrachtung der Rolle der Arbeitsmigration für Europas Entwicklung und ein Ausblick auf zukünftige Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Arbeitsmigration, Gastarbeiter, Mittelmeerraum, Türkei, Anwerbeabkommen, Binnenwanderung, Arbeitsmarkt, Reintegration, Rückwanderung, Strukturdefizite, Beschäftigung, Industrienationen, Landflucht, Migrationsströme, Wirtschaftsrezession

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die umfangreiche Migration von Arbeitskräften aus dem Mittelmeerraum, insbesondere unter Berücksichtigung der türkischen Verhältnisse, und deren sozioökonomische Auswirkungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historischen Wanderungsströme, die Bedeutung der Anwerbeabkommen, die Auswirkungen auf die Herkunftsländer und die Problematik der Rückkehr.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Rahmenbedingungen der Wanderungen zu verstehen, deren Ausmaß zu quantifizieren und die wirtschaftlichen Folgen der Migration sowie der Reintegration darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer regionalökonomischen und planerischen Analyse, die Datenreihen und bestehende Literatur zur Migrationsforschung auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der europäischen Gesamtmigration sowie eine tiefergehende Fallstudie zur Migration aus der Türkei und der anschließenden Reintegration.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Arbeitsmigration, Gastarbeiter, Türkei, Reintegration und sozioökonomische Auswirkungen.

Welchen Einfluss hatte der Anwerbestopp von 1973?

Der Anwerbestopp beendete die Phase der Massenmigration und lenkte das politische Augenmerk verstärkt auf die Problematik der Reintegration von Gastarbeitern in ihre Herkunftsländer.

Warum wird die Türkei als Fallbeispiel gewählt?

Die Türkei dient als Beispiel, da sie eine besonders ausgeprägte Dynamik von Landflucht, Binnenwanderung und internationaler Arbeitskräftemigration aufweist, die eng mit strukturellen Defiziten verknüpft ist.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Umfang, Entwicklung und sozioökonomische Wirkungen von Gastarbeiterwanderungen in ausgewählten Mittelmeerländern
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Note
2,0
Autor
Ole Mathies Hackfurth (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
23
Katalognummer
V55077
ISBN (eBook)
9783638501231
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Umfang Entwicklung Wirkungen Gastarbeiterwanderungen Mittelmeerländern
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ole Mathies Hackfurth (Autor:in), 2004, Umfang, Entwicklung und sozioökonomische Wirkungen von Gastarbeiterwanderungen in ausgewählten Mittelmeerländern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55077
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  23  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum