„Die Energiepolitik der Bundesregierung orientiert sich an drei Punkten:
Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit.“
Diesem politischen Leitgedanken verpflichtet sich die aktuelle Bundesregierung
im Thema Energiepolitik. Für die Seminararbeit „Investitionsförderung
im Bereich Windenergie“ bilden die Zielsetzungen
Umweltverträglichkeit und Versorgungssicherheit sowie der
Atomausstieg die zentralen Hintergründe aller Investitionsfördernden
Maßnahmen:
Im Bereich der Umweltverträglichkeit im Sinne der Bundesregierung
steht Klimaschutz durch Reduktion des C0 2 Ausstoßes im Vordergrund.
Um diesen Ausstoß zu reduzieren, ist es notwendig, Verursacher eben
dieser im Bereich Energieerzeugung (Braun- und Steinkohle, Gas und
Öl) durch den Einsatz bestimmter erneuerbarer Energien zu ersetzen.
Aber auch unter dem angeführten Aspekt der Versorgungssicherheit
kommt den erneuerbaren Energien nach Vorstellung der Bundes regierung
eine wichtige Rolle zu. Um die Abhängigkeit Deutschlands als rohstoffarmes
Land von der externen Lieferung fossiler Energieträger zu
mindern, sollen vermehrt erneuerbare Energien eingesetzt werden. Hierdurch
würde insgesamt die Versorgungssicherheit erhöht. [...]
Inhaltsverzeichnis
1. Zielsetzung der Bundesregierung im Bereich erneuerbare Energien
2. Förderungen zur Investitionen in Windenergieprojekte
2.1 Indirekte Maßnahmen
2.1.1 Erneuerbare-Energien-Gesetz vom 01.04.2000:
2.1.2 Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetz:
2.2 Direkte Maßnahmen:
2.2.1 ERP Umweltprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau
2.2.2 Umweltprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau
2.2.3 Exportinitiative Erneuerbare Energien
3. Wirkungen der Investitionsförderung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die verschiedenen direkten und indirekten staatlichen Investitionsförderungsmaßnahmen im Bereich der Windenergie in Deutschland vor dem Hintergrund der energiepolitischen Ziele der Bundesregierung. Dabei wird analysiert, wie effektiv diese Anreize zur Förderung des Ausbaus erneuerbarer Energien beitragen und welchen Einfluss sie auf die wirtschaftliche Realisierbarkeit von Windenergieprojekten haben.
- Energiepolitische Rahmenbedingungen und Ziele der Bundesregierung
- Analyse des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) als indirektes Förderinstrument
- Direkte Investitionsförderung durch KfW-Kreditprogramme
- Exportinitiativen und internationale Vermarktung deutscher Energietechnologie
- Evaluierung der Wirksamkeit staatlicher Maßnahmen auf das Investitionsverhalten
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Erneuerbare-Energien-Gesetz vom 01.04.2000
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ( im Folgenden kurz EEG ) ist am 01.04.2002 in Kraft getreten. In ihm werden die politisch formulierten Zielsetzungen der Bundesregierung (vgl. Kapitel 1) gesetzlich aufgenommen (§1 EEG), und mit konkreten Maßnahmen indirekt gefördert (§2-§13 EEG).7
Garantierte Mindestpreise pro kWh neben vorgeschriebener Abnahmegarantie der Netzbetreiber bilden die Hauptinstrumente dieser Förderung. Als indirekt ist die Förderung einzustufen, da durch das EEG ein Vertragsverhältnis zwischen Anlagenbetreiber und Netzbetreibern zugunsten der Anlagenbetreiber beeinflusst wird und keine direkten Zahlungen vom Staat an die Windanlagenbetreiber gezahlt werden. Folgend werden die für den Bereich Windenergie relevanten Punkte des EEG dargestellt. Teile des EEG, welche sich ausschließlich auf andere Technologien beziehen werden nicht erläutert.
Gemäß §2 EEG fällt Windenergie in dessen Anwendungsbereich, solange sich die Anlagen innerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone befinden. Letztere Eingrenzung ist wichtig, da der Betrieb von Windparks technisch auch auf See möglich wird und die durchschnittlich hohen Windgeschwindigkeiten wirtschaftlich attraktiv sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Zielsetzung der Bundesregierung im Bereich erneuerbare Energien: Dieses Kapitel erläutert die energiepolitischen Leitlinien der Regierung, insbesondere Umweltverträglichkeit, Versorgungssicherheit und den Atomausstieg als Motivation für die Förderung.
2. Förderungen zur Investitionen in Windenergieprojekte: Hier werden die Instrumente der indirekten (EEG) und direkten (KfW-Kredite, Exportinitiative) Förderung detailliert dargelegt.
3. Wirkungen der Investitionsförderung: Das Abschlusskapitel analysiert den Erfolg der Maßnahmen, insbesondere den Zusammenhang zwischen EEG-Vergütungen und dem Zubau von Windenergieanlagen sowie die Wirtschaftlichkeit von Projekten.
Schlüsselwörter
Windenergie, Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG, Investitionsförderung, Bundesregierung, KfW, Energiepolitik, Stromerzeugung, Umweltschutz, Kostensenkung, Offshore, Exportinitiative, Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit, Subventionen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Seminararbeit analysiert die staatlichen Förderinstrumente für Investitionen in die Windenergie in Deutschland.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Themen umfassen die politische Strategie, gesetzliche Rahmenbedingungen wie das EEG, spezifische Kreditprogramme sowie die Auswirkungen auf den Marktzubau.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erläuterung und kritische Bewertung der verschiedenen direkten und indirekten Fördermaßnahmen für Investitionen in Windenergieprojekte.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen unter Verwendung von Regierungsberichten und Statistiken.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der indirekten Maßnahmen durch das EEG sowie direkte Maßnahmen durch Förderdarlehen der KfW und Exportinitiativen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Erneuerbare-Energien-Gesetz, Investitionsförderung, Energiepolitik und Wirtschaftlichkeit definiert.
Warum ist das EEG als „indirekte“ Förderung eingestuft?
Weil keine direkten staatlichen Zuschüsse fließen, sondern ein durch das Gesetz beeinflusstes Vertragsverhältnis zwischen Anlagenbetreibern und Netzbetreibern geschaffen wird.
Was ist der Zweck der Exportinitiative für erneuerbare Energien?
Sie dient dazu, Exporthemmnisse für deutsche Unternehmen abzubauen und das technologische Know-how der Branche weltweit zu vermarkten.
- Quote paper
- Julien Kleiner (Author), 2004, Direkte und indirekte Investitionsförderung im Bereich Windenergie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55084