Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Investment and Finance

Quantifizierung von Kreditrisiken nach dem IRB-Ansatz der Neuen Baseler Eigenkapitalverordnung

Title: Quantifizierung von Kreditrisiken nach dem IRB-Ansatz der Neuen Baseler Eigenkapitalverordnung

Seminar Paper , 2005 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Ludger Jußen (Author), Georg Greifelt (Author)

Business economics - Investment and Finance
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Im Juni 2004 veröffentlichte der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) eine überarbeitete Rahmenvereinbarung über die „Internationale Konvergenz der Kapitalmessung und Eigenkapitalanforderungen“, kurz „Basel II“. Herzstück dieses Papiers ist die Neugestaltung der Anforderungen an die Mindestkapitalunterlegung von Kreditinstituten, welche nun durch die Messung des Kreditrisikos bestimmt werden. Hierzu wurden zwei Optionen eingeführt, zwischen denen Banken wählen können. Im neuen auf internen Bewertungen basierenden Ansatz („IRB-Ansatz“) wird das Kreditrisiko und damit auch der Eigenkapitalbedarf anhand von quantitativ geschätzten Risikoparametern ermittelt, die in durch die Bankenaufsicht vorgegebenen Risikogewichtungsfunktionen genutzt werden. Ziel der vorliegenden Seminararbeit ist es, die innerhalb des IRB-Ansatzes verwendeten Funktionen zur Quantifizierung von Kreditrisiko zu untersuchen, wobei sich das Hauptaugenmerk auf die Analyse des theoretischen Hintergrund richtet. Darüber hinaus werden verschiedene Komponenten der Risikogewichtungsfunktion unter dem Aspekt einer konsistenten Modellierung und der Anwendbarkeit in der Praxis kritisch beleuchtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wesentliche Faktoren im IRB Ansatz

2.1. Die Ausfalldefinition

2.2. Die Risikoparameter

3. Die Modellierung des Kreditrisikos

3.1. Die Berechnung des Value-at-Risk

3.1.1. Annahme 1: Homogenes Portfolio mit unabhängig auftretenden Ausfällen

3.1.2. Annahme 2: Das Firmenwertmodell

3.1.3. Annahme 3: Die ASRF-Modellierung (Asymptotic Single Risk Factor)

3.1.4. Annahme 4: Die Diversifizierung des Portfolios

3.2. Erwartete und unerwartete Verluste

3.3. Anpassung des Risikowertes an die Laufzeit der Forderung

3.4. Berechnung der Kapitalanforderungen für ein Portfolio

4. Kritische Aspekte der Modellierung

4.1. Abdeckung von Kreditrisiken durch die Ausfalldefinition

4.2. Wahl des Konfidenzniveaus

4.3. Approximationsfehler

4.4. Deterministischer Loss-given-Default

4.5. Erwartete Verluste und konservative Loss-given-Defaults

4.6. Problematik der Laufzeitanpassung

4.7. Mögliche Probleme der VaR-Methodik

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die mathematischen Funktionen zur Quantifizierung von Kreditrisiken innerhalb des IRB-Ansatzes von Basel II, analysiert deren theoretische Herleitung sowie Modellannahmen und beleuchtet kritisch deren Konsistenz und praktische Anwendbarkeit.

  • Grundlagen des IRB-Ansatzes (Ausfalldefinition und Risikoparameter)
  • Mathematische Modellierung des Value-at-Risk (ASRF-Modell)
  • Kritische Analyse von Modellannahmen und Parametern
  • Untersuchung der Konsistenz und Risiken des VaR-Konzepts

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Berechnung des Value-at-Risk

Im Rahmen des Baseler IRB-Ansatzes wird der VaR eines Kredit-Portfolios in einem bottom up-Ansatz ermittelt, wobei zunächst die VaRs auf der Ebene der einzelnen Exposures ermittelt und anschließend aufaddiert werden. Obwohl das Basel II-Papier keine Dokumentation der gewählten Funktion angibt, wird weitgehend angenommen, dass das Arbeitspapier von GORDY [13] als Wegbereiter gilt11. Jedoch finden sich auch bereits im Diskussionspapier von SCHÖNBUCHER [16] Strukturen, die dem in Basel II genutzten Modell entsprechen. Nachfolgend werden die Ansätze beider Autoren zur Analyse herangezogen.

Die Bestimmung des VaR beruht sowohl bei GORDY als auch bei SCHÖNBUCHER auf vier Annahmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in den Kontext von Basel II ein und skizziert das Ziel der Arbeit, die mathematischen Grundlagen des IRB-Ansatzes kritisch zu untersuchen.

2. Wesentliche Faktoren im IRB Ansatz: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Voraussetzungen für den IRB-Ansatz, insbesondere die Ausfalldefinition sowie die relevanten Risikoparameter.

3. Die Modellierung des Kreditrisikos: Das Kapitel erläutert die mathematische Herleitung des Kreditrisikos mittels ASRF-Modell, Value-at-Risk und Laufzeitanpassung zur Ermittlung der Eigenkapitalanforderungen.

4. Kritische Aspekte der Modellierung: Hier erfolgt eine kritische Analyse der theoretischen Modellannahmen, der Konsistenz der Parameter sowie möglicher Schwachstellen der gewählten VaR-Methodik in der Praxis.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den IRB-Ansatz als Verbesserung gegenüber Basel I, weist aber auf verbleibende Schwächen in der Modellierung hin.

Schlüsselwörter

Basel II, IRB-Ansatz, Kreditrisiko, Value-at-Risk, Eigenkapitalanforderungen, ASRF-Modell, Ausfallwahrscheinlichkeit, Loss-given-Default, Exposure-at-Default, Laufzeitanpassung, Risikogewichtung, Modellkritik, Prozyklizität, Diversifizierung, Finanzmarktstabilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die mathematischen Grundlagen und die Risikogewichtungsfunktionen des IRB-Ansatzes ("Internal Ratings-Based Approach") gemäß der Baseler Eigenkapitalverordnung (Basel II).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Berechnung des Kreditrisikos mittels Value-at-Risk, den theoretischen Annahmen hinter dem ASRF-Modell und einer kritischen Auseinandersetzung mit der Praxistauglichkeit dieser Modelle.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die in Basel II verwendeten Formeln und Funktionen zur Quantifizierung von Kreditrisiken zu durchleuchten und deren methodische Konsistenz kritisch zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autoren nutzen eine analytische Literaturanalyse sowie den Vergleich der Ansätze von Gordy und Schönbucher, um die mathematische Herleitung der Kapitalanforderungen nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Modellierung des Value-at-Risk, die Einbeziehung erwarteter und unerwarteter Verluste sowie die Anpassung an die Laufzeit von Forderungen detailliert beschrieben und danach kritisch hinterfragt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Basel II, IRB-Ansatz, Kreditrisiko, Value-at-Risk, ASRF-Modell und Risikogewichtung.

Warum kritisieren die Autoren die Wahl des Konfidenzniveaus?

Sie bezweifeln, ob eine willkürliche Erhöhung des Konfidenzniveaus sinnvoll ist, um grundlegende Fehlspezifikationen des Modells zu kompensieren, zumal dies nicht die Struktur des VaR verändert.

Welches Problem besteht bei der Laufzeitanpassung?

Die Autoren kritisieren, dass das Komitee das Verfahren nicht theoretisch herleitet, die Anwendung auf erwartete und unerwartete Verluste inkonsistent ist und keine Beschreibung für die Absicherung des resultierenden Risikomehrbetrags vorliegt.

Excerpt out of 26 pages  - scroll top

Details

Title
Quantifizierung von Kreditrisiken nach dem IRB-Ansatz der Neuen Baseler Eigenkapitalverordnung
College
Bielefeld University
Course
Finanzwirtschaftliches Seminar "Kreditrisiken und Copulas"
Grade
1,0
Authors
Ludger Jußen (Author), Georg Greifelt (Author)
Publication Year
2005
Pages
26
Catalog Number
V55094
ISBN (eBook)
9783638501361
ISBN (Book)
9783638677448
Language
German
Tags
Quantifizierung Kreditrisiken IRB-Ansatz Neuen Baseler Eigenkapitalverordnung Finanzwirtschaftliches Seminar Kreditrisiken Copulas
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ludger Jußen (Author), Georg Greifelt (Author), 2005, Quantifizierung von Kreditrisiken nach dem IRB-Ansatz der Neuen Baseler Eigenkapitalverordnung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55094
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  26  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint