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Urolithiasis - Untersuchung des Ernährungsverhaltens bei Personen mit Urolithiasis

Title: Urolithiasis - Untersuchung des Ernährungsverhaltens bei Personen mit Urolithiasis

Diploma Thesis , 2002 , 76 Pages , Grade: 1

Autor:in: Johann Grassl (Author)

Health - Nutritional Science
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UROLITHIASIS
Untersuchung des Ernährungsverhaltens bei Personen mit Urolithiasis am Beispiel von Patienten des Allgemein Öffentlichen Krankenhauses der Landeshauptstadt St. Pölten.
Urolithiasis ist eine Erkrankung, die bereits seit dem Altertum bekannt ist. Schon in ägyptischen Mumien konnten Nieren- und Blasensteine nachgewiesen werden. Seit den letzten 25 Jahren tritt das Harnsteinleiden immer öfter auf. Am häufigsten sind Erwachsene im Alter zwischen dem 30sten und 50sten Lebensjahr betroffen. 50% aller Steinpatienten sind Rezidivbildner. Die alleinige Therapie durch Harnsteinzertrümmerung, Auflösung, Extraktion oder operative Entfernung ist daher nicht genug.
Um Urolithiasis wirksam behandeln zu können, muss mehr Wert auf Steinverhütung bzw. Steinprophylaxe gelegt werden. Eine Heilung des Steinleidens durch Diät ist nicht möglich. Mittels Steinanalyse und Kenntnis der Steinpathogenese ist es durch gezielte diätetische Maßnahmen möglich, eine erneute Steinbildung zu verzögern oder zu verhindern. Durch konsequente Anwendung prophylaktischer Maßnahmen lässt sich die Rezidivrate von 50% auf 10% senken.

Im ersten Teil der Arbeit werden Entstehung und Behandlung von Harnsteinen sowie die Prophylaxemöglichkeiten beschrieben. Im zweiten Teil wird mittels Fragebogen und anhand von Laborparametern das Ernährungsverhalten, Schlafgewohnheiten, Freizeitverhalten und das Ernährungswissen von Harnsteinpatienten, des A. Ö. Krankenhauses St. Pölten, überprüft.

In der Arbeit werden folgende Fragen analysiert und diskutiert:

Sind Harnsteinpatienten übergewichtig?
Essen Harnsteinpatienten, deren Harn-pH zu sauer ist, zu viel tierisches Eiweiß?
Trinken Harnsteinpatienten zu wenig?
Gibt es Zusammenhänge zwischen der Lokalisation von Harnsteinen und der bevorzugten Schlafposition?
Wie gut ist der Wissensstand von Harnsteinpatienten im Bezug auf notwendige Ernährungsmaßnahmen?

Das Datenmaterial wurde computerunterstützt ausgewertet. Hypothesen wurden mittels Konfidenzintervall oder Chi-Quadrat Test überprüft.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Harntrakt - Lage und Anatomie

2.1. Allgemeines

2.2. Die Niere

2.2.1. Nierenrinde

2.2.2. Nierenmark und Nierenbecken

2.2.3. Das Nephron

2.3. Ableitende Harnwege

3. Der Harn

3.1. Entstehung des Harns

3.2. Zusammensetzung des gesunden Harns

4. Harnsteine

4.1. Einteilung

4.1.1. Einteilung aufgrund der Zusammensetzung, Morphologie und Häufigkeit verschiedener Steintypen

4.1.2. Einteilung aufgrund der Lokalisation

4.2. Ursachen der Harnsteinentstehung

4.2.1. Theorien der Harnsteinbildung

4.2.2. Fördernde und hemmende Steinbildungsfaktoren

4.3. Einflussfaktoren, Ernährungstherapie und Prophylaxe für verschiedene Steintypen

4.3.1. Allgemeines

4.3.2. Verschiedene Steinarten

4.4. Diagnoseverfahren

4.5. Therapie

5. Empirische Arbeit

5.1. Fragestellung der Arbeit

5.2. Studiendesign

5.2.1. Auswahl der Probanden

5.2.2. Erhebungsmethode

5.2.3. Stichprobengröße und Altersverteilung

5.2.4. Datenauswertung

5.3. Hypothesen und ihre Ergebnisse

5.3.1. Hypothese A, Harnsteinpatienten sind übergewichtig

5.3.2. Hypothese B, Ernährungsverhalten von Steinpatienten

5.3.3. Hypothese C, Flüssigkeitszufuhr

5.3.4. Hypothese D, Harnsteinlokalisation

5.4. Weitere Ergebnisse

5.4.1. Familienbelastung

5.4.2. Rezidivsteinbildner

5.4.3. Informationsgrad der Probanden

5.4.4. Trinkverhalten

5.4.5. Nahrungsmittelverzehr und Diät

5.4.6. Sport

5.4.7. Harnwerte

5.4.8. Serumwerte

5.5. Interpretation und Diskussion der Ergebnisse

5.6. Empfehlungen

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung des Ernährungsverhaltens und der Lebensgewohnheiten von Harnsteinpatienten im St. Pöltner Krankenhaus, um den Zusammenhang zwischen Lebensweise und Steinneubildung zu analysieren und präventive Ansätze zu definieren.

  • Anatomische und physiologische Grundlagen des Harntrakts
  • Pathogenese und Klassifikation von Harnsteinen
  • Diätetische Präventionsmaßnahmen für verschiedene Steinarten
  • Empirische Analyse von Gewicht, Flüssigkeitszufuhr und Ernährungsgewohnheiten

Auszug aus dem Buch

4.2.2. Fördernde und hemmende Steinbildungsfaktoren

Die Pathophysiologie der Urolithiasis ist sehr komplex. Diese Vorgänge genauer zu beschreiben würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen, daher beschränkt sich dieses Kapitel nur auf die Aufzählung und Einteilung verschiedenster Faktoren. Genauere Informationen sind der einschlägigen Fachliteratur zu entnehmen (zB.: May Peter, Harnsteinleiden).

Zu den Einflüssen, die eine Harnsteingenese fördern, gehören chemische, physikalische und kausale Faktoren.

Eine große Rolle spielen chemische Faktoren bei der Steinbildung. Die vermehrte Ausscheidung von Phosphat, Magnesium, Magnesium-ammoniumphosphat, Oxalat, Calcium, Calciumoxalat, Harnsäure, L-Cystin und Xanthin begünstigen ihr Entstehen.

Citrat, Pyrophosphat und saure Mucopolysaccharide hemmen wiederum die Harnsteinbildung. Speziell Citrat hemmt die Bindungsaktivität von Calcium mit anderen Ionen. Eine Steigerung der Citratausscheidung führt zur deutlichen Reduktion einer Calciumübersättigung im Harn. Die Citratausscheidung wird durch zahlreiche Faktoren beeinflusst. Zum Beispiel ist der Citratgehalt im Urin bei Kindern niedriger als bei Erwachsenen. Im alkalischen Harn liegt die Citronensäuremenge weit höher als im sauren Harn. Ob eine wirksame Harnsteinprophylaxe durch eine erhöhte Citratkonzentration im Harn zu erreichen ist, müssen klinische Studien noch zeigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die historische Relevanz und die hohe Rezidivrate des Harnsteinleidens sowie die Notwendigkeit von präventiven Maßnahmen.

2. Harntrakt - Lage und Anatomie: Vermittelt anatomische Grundlagen von Niere und ableitenden Harnwegen für ein Verständnis der Steinbildungsprozesse.

3. Der Harn: Erläutert die physiologische Entstehung und Zusammensetzung des Harns unter Berücksichtigung der Konzentrationsmechanismen.

4. Harnsteine: Bietet einen Überblick über die Klassifikation, Ursachen und diätetische Prophylaxe der verschiedenen Steinarten.

5. Empirische Arbeit: Präsentiert die Ergebnisse der Studie bezüglich Ernährungsverhalten, Körpergewicht und Schlafgewohnheiten der Patienten.

Schlüsselwörter

Urolithiasis, Harnsteinleiden, Steinprophylaxe, Ernährungstherapie, Harnkonzentration, Kalziumoxalatsteine, Rezidivrate, Nephrologie, Diätetik, Körpergewicht, Flüssigkeitszufuhr, Harn-pH, Stoffwechselstörungen, Stoffwechsel, Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht das Ernährungsverhalten und den Lebensstil von Patienten mit Urolithiasis, um präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Steinneubildungen abzuleiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Der Fokus liegt auf der Anatomie des Harntrakts, den Theorien der Harnsteinentstehung, speziellen Diäten für verschiedene Steinarten und der Analyse von Patientendaten hinsichtlich Ernährung und Sport.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit Patienten über prophylaktische Maßnahmen informiert sind und durch eine empirische Untersuchung zu verifizieren, ob bestimmte Lebensgewohnheiten die Harnsteinbildung beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine empirische Studie mit 57 Patienten, bei der Fragebögen genutzt und medizinische Laborparameter (Blut- und Harnwerte) aus Krankenakten ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Neben den theoretischen Grundlagen der Urologie und Nephrologie werden konkrete diätetische Empfehlungen für verschiedene Kristallarten, wie z.B. Kalziumoxalat- oder Harnsäuresteine, detailliert aufgeführt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Urolithiasis, Steinprophylaxe, Ernährungsverhalten, Rezidivsteinbildung und Stoffwechsel.

Welche Rolle spielt die Schlafposition bei der Harnsteinlokalisation?

Die Studie konnte einen statistischen Zusammenhang bestätigen, wonach eine Tendenz besteht, dass Patienten, die bevorzugt auf einer Körperseite schlafen, ihre Harnsteine gehäuft im korrespondierenden Nierenteil entwickeln.

Wie bewertet der Autor die aktuelle Ernährungsberatung?

Der Autor kritisiert, dass aufgrund moderner, minimal-invasiver Methoden wie der ESWL die Aufklärung über Ernährung und Lebensstil vernachlässigt wird, was zu hohen Rezidivraten führt.

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Details

Title
Urolithiasis - Untersuchung des Ernährungsverhaltens bei Personen mit Urolithiasis
Grade
1
Author
Johann Grassl (Author)
Publication Year
2002
Pages
76
Catalog Number
V55102
ISBN (eBook)
9783638501446
ISBN (Book)
9783638709217
Language
German
Tags
Urolithiasis Untersuchung Ernährungsverhaltens Personen Urolithiasis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johann Grassl (Author), 2002, Urolithiasis - Untersuchung des Ernährungsverhaltens bei Personen mit Urolithiasis , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55102
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