Hedgefonds existieren bereits seit über einem halben Jahrhundert. Seit der Entstehung des ersten Fonds haben sie sich stetig weiterentwickelt. Die Anlagestrategien und Instrumente heutiger Hedgefonds haben nicht mehr viel mit der Idee des ersten Fonds gemein. Mit dem in Kraft treten des Investment- Modernisierungsgesetzes am 1. Januar 2004 eröffneten sich nun auch für den deutschen Privatanleger Hedgefonds als attraktive Investmentmöglichkeit. Auch rücken diese immer öfter in den Focus der Medien und Öffentlichkeit. Es werden entweder die enorm hohen Renditen gepriesen oder auf die großen Gefahren, die in Hedgefonds schlummern, aufmerksam gemacht. Dabei werden oft alle Hedgefonds über einen Kamm geschert. Es ist anzunehmen das die meisten Anleger keine tiefergehenden Kenntnisse, sondern nur eine ungefähre Vorstellung von Hedgefonds hatten und immer noch haben. Dies führte dazu, dass sich im Laufe der letzten Jahrzehnte einige Mythen um diese Anlageform bildeten. Die vorliegende Arbeit soll dazu beitragen einen Teil dieser Mythen zu lüften und somit die Anlageklasse der Hedgefonds zu entmystifizieren.
Zunächst wird auf die Idee und Entstehung des ersten Hedgefonds eingegangen. Es werden charakteristische Merkmale heutiger Fonds erläutert und eine Abgrenzung zu anderen Anlageformen getroffen. Im nächsten Schritt werden anschließend diverse Hedgefonds- Disziplinen dargestellt und erörtert. Die Vor- und Nachteile, die eine Anlage in Hedgefonds mit sich bringen kann, werden einander gegenübergestellt und Möglichkeiten einer Investition für den deutschen Privatanleger aufgezeigt.
Abschließend werden noch einmal die wichtigsten Aussagen dieser Arbeit zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Entstehung und Merkmale von Hedgefonds
2.1 Idee und Entstehung des ersten Hedgefonds
2.2 Charakteristische Merkmale
2.3 Geringe Korrelation zu Traditionellen Anlageformen
2.4 Das Risiko/Rendite Verhältnis diverser Hedgefonds- Disziplinen
3 Abgrenzung zu anderen Anlageformen
3.1 Traditionelle Anlageformen
3.2 Alternative Investments
3.3 Abgrenzung zu Managed Futures Fonds
3.4 Hedgefonds- Disziplinen
3.4.1 Long/Short Equity
3.4.2 Relative Value
3.4.3 Event Driven
3.4.4 Global Macro
3.4.5 Funds of Funds
4 Warum in Hedgefonds investieren ?
4.1 Vor- und Nachteile von Hedgefonds
4.2 Performance von Hedgefonds
4.3 Hedgefonds in Deutschland
4.4 Möglichkeiten zur Anlage in Hedgefonds
4.5 Der ”Mythos” Hedgefonds
5 Zusammenfassung und Fazit
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Anlageklasse der Hedgefonds mit dem Ziel, bestehende Mythen zu entkräften und ein fundiertes Verständnis für deren Funktionsweise, Risiken und Renditechancen beim deutschen Privatanleger zu fördern.
- Historische Entwicklung und Charakteristika von Hedgefonds
- Differenzierung zu traditionellen Anlageformen und Managed Futures
- Analyse verschiedener Hedgefonds-Disziplinen und deren Strategien
- Chancen und Risiken sowie Möglichkeiten zur Investition für Privatanleger
- Kritische Beleuchtung von Performance-Mythen und Marktindizes
Auszug aus dem Buch
3.4.1 Long/Short Equity
Bei dieser Strategie kaufen Hedge-Fonds-Manager, ihrer Meinung nach unterbewertete Aktien und verkaufen im Gegenzug, als überbewertet erscheinende Aktien des gleichen Sektors leer. Durch den Einsatz von Fremdkapital (Leverage-Effekt), kann die Wertentwicklung in Relation zum eingesetzten Kapital überproportional beeinflusst werden. Die Long / Short Equity -Disziplin kann weiterhin in die Strategien Equity Hedge, Equity Non Hedge und Short Selling unterteilt werden. Sie weisen eine tendenziell hohe Korrelation mit den Aktienmärkten auf.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung von Hedgefonds ein und beschreibt den Wandel vom Nischenprodukt zum für Privatanleger zugänglichen Investment.
2 Entstehung und Merkmale von Hedgefonds: Hier werden die Wurzeln der Hedgefonds bei Alfred Winslow Jones sowie die spezifischen Merkmale wie hohe Mindestanlagesummen und ergebnisorientierte Vergütungsstrukturen beleuchtet.
3 Abgrenzung zu anderen Anlageformen: Dieses Kapitel erläutert die Unterschiede zwischen Hedgefonds, traditionellen Anlagen und Managed Futures sowie die verschiedenen strategischen Disziplinen.
4 Warum in Hedgefonds investieren ?: Es werden Vor- und Nachteile abgewogen, die Performance kritisch betrachtet und Möglichkeiten für Privatanleger in Deutschland aufgezeigt.
5 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Heterogenität der Anlageklasse zusammen und betont die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung statt pauschaler Mythenbildung.
Schlüsselwörter
Hedgefonds, Alternative Investments, Leverage, Long/Short Equity, Absolute Return, Diversifikation, Risikomanagement, Performancegebühr, Marktineffizienzen, Global Macro, Privatanleger, Investment-Modernisierungsgesetz, Assetklasse, Arbitrage, Dachfonds
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptanliegen der Arbeit?
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Anlageklasse der Hedgefonds zu entmystifizieren, indem sie über ihre Entstehung, Strategien und Risiken aufklärt.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Abgrenzung zu anderen Anlageformen, der Analyse spezifischer Handelsdisziplinen und der Bewertung von Chancen für deutsche Privatanleger.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, Vorurteile abzubauen und dem Leser eine sachliche Grundlage für die Bewertung von Hedgefonds als Investment zu bieten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung von Finanzmarkt-Daten sowie Indizes basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit erläutert?
Der Hauptteil befasst sich mit der Entstehung der Fonds, der methodischen Abgrenzung, den verschiedenen Strategie-Disziplinen sowie den Vor- und Nachteilen der Investition.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind Absolute Return, Diversifikation, Risiko-Rendite-Profil, Leverage-Effekt und die Entmystifizierung von Mythen.
Wie unterscheiden sich Hedgefonds von traditionellen Anlageformen?
Hedgefonds weisen eine höhere Flexibilität auf, nutzen Derivate und Leerverkäufe, unterliegen weniger Regulierungen und zielen oft auf eine geringe Korrelation zum Gesamtmarkt ab.
Warum sind Hedgefonds-Indizes laut der Arbeit oft irreführend?
Aufgrund des "Survivorship Bias" werden nur erfolgreiche, überlebende Fonds in Indizes geführt, während gescheiterte Fonds aus der Statistik verschwinden, was die Performance verzerrt darstellt.
- Quote paper
- Gianni Balestrieri (Author), 2006, Hedgefonds - Entmystifizierung einer Anlageklasse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55169