Der didaktische Schwerpunkt der
Unterrichtsstunde besteht darin, den Schülern
das System der Erfolgskonten verständlich zu
machen. Sie sollen das Wesen von
Erfolgsvorgängen erkennen, und das Buchen
von erfolgswirksamen Vorgängen auf
Aufwands- und Ertragskonten sowie den
Abschluss über das GuV-Konto beherrschen.
Die Schüler sollen zudem die Notwendigkeit
erkennen, Unterkonten des
Eigenkapitalkontos zu errichten und die
Gewinnentwicklung in seiner Kanzlei zu
kennen. Sie lernen, dass auf dem GuV-Konto
der Erfolg nicht nur der Höhe nach, sondern
auch der Zusammensetzung nach erkennbar
ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Angaben zur Lerngruppe
1.1 Lerngruppenzusammensetzung
1.2 Besonderheiten der Lerngruppe
1.3 Ausprägungen der Kompetenzbereiche in der Lerngruppe
1.4 Unterrichtseinsatz in der Klasse
2. Didaktisch-methodische Analyse
2.1 Vorgaben der Richtlinien/ Legitimation des Themas
2.2 Einordnung der Unterrichtsstunde in die Unterrichtsreihe
2.3 Hauptintention
2.4 Didaktische Transformation
2.5 Methodisches Vorgehen
3. Lernziele
4. Geplanter Unterrichtsverlauf
5. Literatur- und Quellenverzeichnis
6. Anhang
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist die fallorientierte Einführung von Erfolgskonten im Rechnungswesen-Unterricht für angehende Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte, um das System der Buchführung, die Erfolgsermittlung und die Auswirkungen auf das Eigenkapital praxisnah zu vermitteln.
- Grundlagen der doppelten Buchführung und Erfolgskonten
- Methodik der fallorientierten, fragend-entwickelnden Unterrichtsgestaltung
- Erfassung von Geschäftsfällen im Grundbuch
- Abschluss über das Gewinn- und Verlustkonto (GuV)
Auszug aus dem Buch
2.4 Didaktische Transformation
Die komplexe Thematik der heutigen Unterrichtseinheit verlangt nach einer didaktischen Reduktion.
Um in der heutigen Unterrichtsstunde den Schülern das System der Erfolgskonten zu veranschaulichen, werden ausschließlich die ausgewählten Aufwands- und Ertragskonten betrachtet. Die entsprechenden Bestandskonten werden aus Gründen der Veranschaulichung ausgeblendet. Zudem werden die Aufwendungen und Erträge des Rechtsanwalts nur ausschnittsweise betrachtet. Beispielsweise werden Kraftfahrzeugaufwendungen, Zinsaufwendungen und Einnahmen aus Nebentätigkeit nicht angesprochen. Auch die inhaltliche Fülle der betrachteten Konten erfolgt nur rudimentär. So wird beispielsweise die Miete - als eine Raumaufwendung des Rechtsanwalts - betrachtet, nicht aber Aufwendungen wie Strom, Wasser und Reinigungskosten, die ebenfalls auf dem Konto Raumaufwendungen gebucht werden.
Der Saldo des GuV-Kontos zeigt den Erfolg der anwaltlichen bzw. notariellen Tätigkeit. In dem heute betrachteten Fallbeispiel handelt es sich dabei nicht um ein aussagekräftiges GuV-Konto, sondern lediglich um einen Zwischenstand der wirtschaftlichen Tätigkeit des Rechtsanwalts. Da es aber als durchaus legitim erscheint, sich mehrfach einen Überblick über den Erfolg einer Kanzlei zu verschaffen, wird auf diese Verfahrensweise zurückgegriffen.
Den Abschluss des Eigenkapitalkontos über das Schlussbilanzkonto (SBK) wird aus Gründen der Vereinfachung und Veranschaulichung erst in der nächsten Stunde betrachtet.
Laut Umsatzsteuergesetz müssen Rechtsanwälte für alle steuerbaren Umsätze (z.B. Honorare) Umsatzsteuer einziehen und später an das Finanzamt abführen. Des Weiteren hat der Rechtsanwalt dem Finanzamt gegenüber Vorsteuerforderungen (z.B. für Raumaufwendungen), d.h. Beträge die der Rechtsanwalt ausgibt und vom Finanzamt später erstattet bekommt. Um die Lernkapazität der Schüler nicht zu übersteigen, kann die Thematik der Umsatz- und Vorsteuer in dieser Unterrichtsstunde nicht angesprochen werden. Sie wird zu Beginn der Mittelstufe behandelt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Angaben zur Lerngruppe: Dieses Kapitel beschreibt die Zusammensetzung, die schulische Vorbildung sowie die verschiedenen Kompetenzbereiche der Lerngruppe.
2. Didaktisch-methodische Analyse: Hier erfolgt die Einordnung des Themas in den Rahmenlehrplan sowie die Erläuterung der didaktischen Reduktion und des methodischen Vorgehens.
3. Lernziele: Es werden die angestrebten Lernzuwächse im Bereich der Fach- und Methodenkompetenz definiert.
4. Geplanter Unterrichtsverlauf: In diesem Kapitel wird der zeitliche Ablauf der Unterrichtsstunde inklusive Methoden und Medien detailliert aufgeführt.
5. Literatur- und Quellenverzeichnis: Hier sind die für den Entwurf verwendeten Lehrbücher, Richtlinien und didaktische Fachliteratur gelistet.
6. Anhang: Dieser Teil enthält die ergänzenden Unterrichtsmaterialien wie Folien, Arbeitsblätter und Lösungsvorschläge.
Schlüsselwörter
Rechnungswesen, Erfolgskonten, Aufwandskonten, Ertragskonten, Gewinn- und Verlustkonto, GuV-Konto, Eigenkapital, Buchführung, Grundbuch, Erfolgsermittlung, didaktische Reduktion, Rechtsanwaltsfachangestellte, Unterrichtsentwurf, Geschäftsfälle, Kontenabschluss.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf grundsätzlich?
Der Entwurf befasst sich mit einer Unterrichtsstunde für Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte, in der die Einführung von Erfolgskonten zur Ermittlung des Kanzleierfolgs fallorientiert behandelt wird.
Welches sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind das System der doppelten Buchführung, die Abgrenzung von Aufwands- und Ertragskonten sowie deren Abschluss über das GuV-Konto.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, den Schülern das Wesen von Erfolgsvorgängen verständlich zu machen und die Notwendigkeit der Erfolgsermittlung sowie deren Auswirkungen auf das Eigenkapital aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein induktives Unterrichtsverfahren angewendet, bei dem ausgehend von konkreten Geschäftsfällen in einem Kontoauszug das allgemeine Buchungssystem erarbeitet wird.
Was wird im Hauptteil des Unterrichtsentwurfs behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die didaktisch-methodische Analyse, die Definition von Lernzielen sowie die konkrete Planung des Unterrichtsverlaufs unter Berücksichtigung didaktischer Prinzipien wie Reduktion und Exemplarität.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Typische Schlüsselbegriffe sind Erfolgskonten, GuV-Konto, Buchführung, Rechtsanwaltskanzlei und didaktische Reduktion.
Warum wurde eine didaktische Reduktion vorgenommen?
Die komplexe Thematik erforderte eine Vereinfachung, weshalb beispielsweise Bestandskonten und die Umsatzsteuer-Thematik ausgeblendet wurden, um die Lernkapazität der Schüler nicht zu überfordern.
Welche Rolle spielen die Arbeitsblätter im Unterricht?
Die Arbeitsblätter dienen der Sicherung der Ergebnisse und ermöglichen es den Schülern, dem fragend-entwickelnden Unterrichtsgespräch aufmerksam zu folgen, indem sie das Grundbuch ergänzen oder Erfolgskonten skizzieren.
- Quote paper
- Arndt Slabihoud (Author), 2005, Fallorientierte Einführung in Erfolgskonten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55191