Systematischer Vergleich von Elterntrainings


Magisterarbeit, 2004
115 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Allgemeine Definition des Begriffes »Elterntraining«
1.1 Ziele und Aufgaben
1.2 Unterscheidungsmerkmale der verschiedenen Elterntrainings
1.3 Didaktische Mittel im Elterntraining
Exkurs: Elternkurse zur Delinquenzrisikoverminderung

2. Untersuchungsansatz
2.1 Auswahl der zu untersuchenden Elterntrainings
2.2 Optimaler Aufbau eines Elterntrainings
2.3 Aufstellung der Kriterien zum systematischen Vergleich

3. Vorstellung der Elterntrainings
3.1 Freiheit in Grenzen – Eine interaktive CD-Rom zur Stärkung
elterlicher Erziehungskompetenzen
3.1.1 Freiheit in Grenzen – autoritative Erziehung
3.1.2 Das Konzept
3.1.3 Methoden des Grenzensetzens
3.1.3.1 Der Verbalteil
3.1.3.2 Der Handlungsteil
3.1.4 Aufbau der interaktiven CD-ROM
3.1.5 Nach Hause kommen oder „Wo warst du so lange?“
3.2 Das Elterntraining nach Gordons »Familienkonferenz«
3.2.1 Das Konzept
3.2.2 Ablauf und Trainingsmethoden
3.2.3 Kursinhalte
3.2.3.1 Aktives Zuhören
3.2.3.2 Senden von Ich-Botschaften
3.2.3.3 Die niederlagelose Methode der Konfliktbewältigung
3.3 Triple P
3.3.1 Aufbau und Interventionsebenen
3.3.2 Konzept der Elternkurse
3.3.3 Methoden, die im Triple P Elternkurs vermittelt werden
3.3.3.1 Der »Stille Stuhl«
3.3.3.2 Auszeit

4. Vergleich anhand der Merkmale für den Aufbau eines optimalen Elterntrainings

5. Vergleich der Elterntrainings anhand des Kriterienkataloges
5.1 Formale Kriterien
5.1.1 Kosten
5.1.2 Internetauftritt
5.1.3 Zeitaufwand
5.1.4 Qualitätssicherung mittels Trainerausbildung
5.1.5 Zielgruppe
5.1.6 Erreichbarkeit
5.2 Inhaltliche Kriterien
5.2.1 Theoretischer Hintergrund
5.2.2 Vermittlungsmethoden
5.2.3 Erziehungsziele und Erziehungsverhalten
5.3 Evaluationsstudien
5.3.1 Freiheit in Grenzen
5.3.2 Familienkonferenz
5.3.3 Triple P

6 Kritische Stellungnahme
6.1 Freiheit in Grenzen
6.2 Gordons Familienkonferenz
6.3 Triple P

7. Schlussfolgerung
Literaturverzeichnis
Internetadressen

Anhang
Anhang 1: Auszeit-Beobachtungsbogen
Anhang 2: Elternfragebogen von Triple P

Einleitung

Zu Beginn möchte ich eine Definition einer effektiven Kommunikation in Familien nach N. Frude anführen ((frei) übersetzt von Brunner, E.J.): „Bei offener und effektiver Kommunikation ist für die am Gespräch Beteiligten klar, worum es geht, und es ist immer offenkundig, an wen sich eine Mitteilung richtet. Fragen werden klar formuliert und vollständig beantwortet, Gesprächsbeiträge haben ein klares Ende. Die Art und Weise, wie eine Mitteilung geäußert wird, stimmt fast immer mit dem verbalisierten Inhalt überein. Die Familienmitglieder sind in der Lage, ihren Meinungen, Hoffnungen und Befürchtungen frei und ohne Angst Ausdruck zu verleihen. Es wird den einzelnen nicht ,verboten’, ihre Gefühle offen auszusprechen. Nicht alle Aspekte des Familienlebens werden jedoch offen besprochen, das Bedürfnis für privaten Raum wird respektiert. Konfliktthemen werden offen angesprochen und die Familienmitglieder gehen konstruktiv mit ihnen um. Sie führen offene Diskussionen, gehen in Verhandlungen ein und treffen Beschlüsse oft als Kompromisse. Konflikte werden auf diese Weise nicht nur geregelt, sondern Differenzen werden auch befriedigend gelöst“ (Brunner, 2003, Hervorhebungen im Original).

Nicht jedes Kind erlebt seine Familie so perfekt, wie sie nach der Definition von Neil Frude sein sollte. Viele Familien respektieren nicht den privaten Raum ihrer Kinder und Konflikte werden selten offen ausgetragen. Eltern können mit ihren Kindern nicht richtig umgehen und sehr oft tanzen Kinder ihren Eltern auf den Köpfen herum. Hierzu möchte ich ein selbst erlebtes Ereignis als Beispiel angeben, dass sich zwischen einer Mutter und ihrem etwa fünfjährigen Kind ereignete: Es begann in Halle auf dem Bahnhof während ich im Zug auf die Weiterfahrt wartete. Zwei Sitzreihen weiter vor mir saß eine Frau (ich schätzte damals, dass sie in etwa 40 Jahre alt sein müsste) mit ihrem Sohn (ca. fünf Jahre alt). Der Junge konnte keine Minute still sitzen bleiben und sprang auf seinem Sitz herum wie ein junges Reh. Jegliche Aufforderungen der Mutter gegenüber ihrem Kind still sitzen zu bleiben, wurden ignoriert und das Verhalten fortgesetzt. Er klapperte mit dem Müllbehälter und drängelte, dass er nach Hause möchte. Der Mutter war dieses Verhalten ihres Kindes ersichtlich peinlich und sie versuchte ihn mit den Worten „Du bist so ein böser Junge“ und „Die Leute gucken schon, weil du sie beim Lesen störst“ sein Benehmen zu bessern. Nachdem dies nach mehrmaligem Ermahnen nicht fruchtete, gab sie ihm einem Klaps auf die Hände. Daraufhin reagierte der Junge mit Trotz und fing an seine Mutter zu tyrannisieren. Er schlug sie und zwickte ihr in die Beine und Arme, was ihm ersichtlich Spaß bereitete. Der Mutter hat dies sicherlich körperlich aber auch seelisch weh getan. Wurde es der Mutter dann zu viel, bekam ihr Sohn einen Klaps, was ihn aber nicht lange davon abhielt weiter zu machen. Auch nachdem der Zug abgefahren war, konnte die Mutter ihren Sohn nicht dazu bewegen ruhig sitzen zu bleiben. Leider kann ich nicht sagen wie es ausgegangen ist, da die Zwei an einem anderen Bahnhof ausgestiegen sind. Mir ist nur eins sehr akut aufgefallen: Bei jeder Bestrafung bzw. Ermahnung, ob nun verbal oder körperlich hat die Mutter währenddessen oder direkt danach gelächelt, so dass der Junge nie das Gefühl gehabt haben musste, dass seine Mutter es ernst meint. Solche Ereignisse spielen sich in vielen Familien tagtäglich ab. Eltern werden handgreiflich gegenüber ihren Kindern und die Kinder wiederum wehren sich mit ihren Mitteln oder „tanzen“ sprichwörtlich „auf den Köpfen ihrer Eltern herum“. Für viele Eltern gibt es nur zwei Erziehungsstile: autoritär oder antiautoritär – entweder Stränge oder Nachgiebigkeit. In bestimmten Situationen ist es wichtig, dass Eltern Hilfen angeboten werden, die sich auf das Erziehungsverhalten von Eltern spezialisiert haben und vor allem Möglichkeiten aufzeigen, wie Kinder ohne Anwendung von Gewalt erzogen werden können ohne dass sie auf ihre Prinzipien verzichten müssen.

Durch den rasanten Wandel der heutigen vielschichtigen Lebensverhältnisse wird es für Familien, sowie auch für Einzelpersonen immer schwieriger auf Herausforderungen und Krisen im Leben reagieren zu können. Die Nachfrage nach Unterstützung bei bestimmten Herausforderungen steigt stetig an. Können Hilfebedürftige nicht innerhalb oder außerhalb der Familie (z.B. Verwandte oder Bekannte) auf Unterstützung hoffen, so müssen offizielle Beratungs- und Therapieangebote in Anspruch genommen werden (vgl. Schneewind, 1999, S. 215). Es gibt eine Vielzahl von Hilfsangeboten, die das Zusammenleben in der Familie verbessern können. Formen der Elternarbeit sind unter anderem Elternberatung, Elterngruppen, Elterntherapie, Familientherapie, sowie das Elterntraining, welches „... eine ergänzende Form der Psychotherapie des Kindes und Jugendlichen in Zusammenarbeit mit den Eltern...“ (Warnke, 1999, S. 622) darstellt. Weitere Bezeichnungen des Elterntrainings sind beispielsweise »Elternkurse«, »Elternseminare« oder »Elternschulen« (vgl. www.ads-kurse.de).

Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit dem systematischen Vergleich von Elterntrainings. Für diesen Vergleich habe ich mich für folgende drei Elterntrainings entschieden: Gordons Familienkonferenz, Triple P und die Erziehungs-CD-ROM Freiheit in Grenzen. In Kapitel 1 wird zunächst allgemein auf den Begriff »Elterntraining« eingegangen. Hierzu erfolgt eine Definition des Begriffes, wobei auf die Ziele und Aufgaben von Elterntrainings näher eingegangen wird. Darüber hinaus werden Merkmale genannt, mittels denen die verschiedenen Elterntrainings unterschieden werden können. Danach werden unterschiedliche didaktische Hilfsmittel angeführt, die in Elterntrainings zur Gestaltung und Wissensvermittlung während der Seminare angewendet werden können. Da Elterntrainings vor allem zur Verminderung von unangepasstem Verhalten von Kindern dienen, gehe ich in einem gesonderten Teil (Exkurs) auf Trainings ein, die sich auf die Delinquenzrisikoverminderung spezialisiert haben.

In Kapitel 2 wird der Untersuchungsansatz zum systematischen Vergleich der Elterntrainings dargestellt. Dabei wird auf die Auswahlkriterien der zu untersuchenden Elterntrainings eingegangen. Nachfolgend führe ich Kriterien zum optimalen Aufbau eines Elterntrainings an. Diese Kriterien beziehen sich hauptsächlich auf die Ausführungen von Minsel (1975) und Baker (in Weidenmann et al., 1994). Für den systematischen Vergleich stelle ich dann zum Abschluss in Kapitel 2 Kriterien auf, die insbesondere auf formale Aspekte sowie inhaltliche Aussagen eingehen. Die inhaltlichen Kriterien beziehen sich auf die Unterpunkte: Kosten, Internetauftritt, Zeitaufwand, Qualitätssicherung und Erreichbarkeit der Seminare. In Bezug der formalen Kriterien wird auf den theoretischen Hintergrund, die Vermittlungsmethoden sowie die Erziehungsstile und Erziehungsverhalten näher eingegangen.

Um einen systematischen Vergleich der einzelnen Elterntrainings durchführen zu können, gehe ich in Kapitel 3 zunächst näher auf die einzelnen Trainings ein. Zu diesem Zweck wird das Konzept der Elterntrainings dargestellt, sowie auf die verschiedenen Erziehungsmethoden (z.B. die des Grenzensetzens), die in den Seminaren vermittelt werden, eingegangen. Zusätzlich erfolgt die Vorstellung des Ablaufes bzw. Aufbaues der Elterntrainings, wobei gesondert auf die einzelnen Kursinhalte hingewiesen wird.

In Kapitel 4 und 5 wird dann der Vergleich der Elterntrainings vorgenommen. Kapitel 4 beschäftigt sich mit dem Vergleich anhand der aufgestellten Merkmale für den optimalen Aufbau eines Elterntrainings. Hierzu werden einige Elemente von Minsel (1975) und Baker (in Weidenmann et al., 1994) aufgegriffen und näher betrachtet. In Kapitel 5 erfolgt der systematische Vergleich der einzelnen Elterntrainings anhand der formalen und inhaltlichen Kriterien. Ferner gehe ich zum Schluss des Vergleiches auf vorhandene Evaluationsstudien ein, die überwiegend die Effektivität bzw. Seminarerfolge bei Eltern und Kind darstellen.

In Kapitel 6 erfolgt eine kritische Stellungnahme zu den einzelnen Elterntrainings. Ferner findet in Kapitel 7 die Schlussfolgerung statt. Hierin wird versucht mittels der Ergebnisse sagen zu können, welches Elterntraining für welche Zielgruppe zu empfehlen ist und auf welche Merkmale interessierte Eltern achten müssen, wenn sie sich für ein Training entscheiden möchten. Mein Anliegen dieser Arbeit besteht aber nicht darin zu sagen welches Elterntraining qualitativ besser ist. Hierzu fehlen mir nähere Informationen, die ich beispielsweise nur dann erhalten hätte, wenn ich die Seminare von Triple P und Gordons Familienkonferenz persönlich besucht hätte. Ich kann mich nur auf Informationen (z.B. in Bezug der Inhalte und des Aufbaus) berufen, die in einschlägiger Literatur bzw. im Internet veröffentlicht wurden.

1. Allgemeine Definition des Begriffes »Elterntraining«

Lazarus sagte einst: „So manche Ehe und Partnerschaft könnte harmonischer, liebevoller und vernünftiger gelebt werden, wenn es bei uns tatsächlich genauso selbstverständlich, wie es Fahrschulen gibt, auch ‚Eheschulen’ gäbe (1988, S. 9).“ Die Elternschaft kann sehr schön und beglückend sein, aber auch nicht immer einfach. Bei der Erziehung von Kindern kann es zu Misserfolgen kommen, die sehr anstrengen und frustrieren. Die Meisten bereiten sich kaum oder gar nicht auf die Elternschaft vor und wissen nicht genau was auf sie zukommt. Für alle Eltern ist es eine große Herausforderung glückliche und gesunde Kinder zu erziehen und ihnen eine liebevolle Umgebung zu bieten. Den richtigen Erziehungsstil gibt es nicht, jeder entscheidet für sich selbst, welche Werte, Fähigkeiten und Verhaltensweisen er bei seinem Kind fördern möchte (vgl. Sanders, et al., 2000, S. ii).

20% aller Kinder und Jugendlichen weisen nach medizinischen Forschungsergebnissen klinisch bedeutsame Verhaltensauffälligkeiten (z.B. Ängste, Depressionen, Trotzverhalten, usw.) auf. Häufig können diverse Verhaltensauffälligkeiten auf ein falsches elterliches Erziehungsverhalten zurückgeführt werden. Aber nur 10% der betroffenen Eltern lassen sich von professionellen Erziehungsberatungsstellen oder Psychotherapeuten helfen. Alternative Maßnahmen zur Unterstützung in Erziehungsfragen können universelle präventive Angebote sein, beispielweise spezielle Trainings zur Unterstützung eines positiven elterlichen Erziehungsverhaltens (vgl. Hahlweg et al., 2001, S. 405 f.).

Viele Eltern kommen während der Erziehung ihres Kindes an einen Punkt, an dem sie nicht mehr weiter wissen und Rat und Unterstützung von qualifizierten Beratern brauchen. Hier kann ein Elterntraining sehr viel Nutzen bringen. Bei Elterntrainings handelt es sich um eine spezifische Art der Erziehungsberatung, die zu einem bestimmten Thema angeboten werden (z.B. gewaltfreie Erziehung). Vorwiegend finden diese Trainingsmaßnahmen in einer kleinen Gruppe von Eltern statt, die gleiche Interessenlagen besitzen. Solche Kurse sind sehr oft eine Mischung aus Vortrag der Therapeuten, Gruppendiskussion unter den Eltern und aktiver Mitarbeit, beispielsweise realisiert durch ein Rollenspiel (vgl. www.ads-kurse.de). Die Vorgehensweisen in den einzelnen Elterntrainings sind überwiegend ähnlich konzipiert. „In einem ersten Schritt wird die Wahrnehmung für das eigene Verhalten und die einschlägigen pädagogischen Situationen geschärft; in einem zweiten Abschnitt erlernen die Eltern dann alternative Verhaltensweisen... (Weidenmann et al., 1994, S. 685, Hervorhebungen im Original).“

Aus verhaltenstherapeutischer Sicht versteht man den Begriff Elterntraining als »Elternanleitung« oder »Eltern als Kotherapeuten«. Die meisten Elterntrainings haben ihre Wurzeln in der Verhaltenstherapie. Im Laufe der Entwicklung kamen dann kommunikationstheoretische, gesprächs- und familientherapeutische Elemente mit hinzu (vgl. Warnke, 1999, S. 622). Aber auch die Prinzipien der Lerntheorie spielen eine wesentliche Rolle, beispielweise bei dem Elterntraining nach Perrez, Minsel und Wimmer, welches in dem Buch »Elternverhaltenstraining« (1974) näher beschrieben wird. Bereits 1850 bildeten sich in Portland die ersten Müttervereine, die sich überwiegend mit moralischer und religiöser Erziehung beschäftigten. Ab 1883 diskutierten Müttergruppen darüber, wie am Effektivsten pädagogische Prinzipien in ihr persönliches Erziehungsverhalten übernommen werden können. Die ersten Elternzeitschriften (z.B. Mother`s Assistant) kamen im neunzehnten Jahrhundert auf den amerikanischen Markt (vgl. Minsel, 1986, S. 287). „Trainings für Eltern zur Förderung von Erziehungskompetenzen gehen mehrheitlich auf die 70er und 80er Jahre zurück, obgleich bereits seit den späten 40er Jahren eine Reihe von Elterntrainings angeboten wurden, die neben Einzel- und Gruppentrainings auch eine breite Streuung von Informationen mittels Massenmedien (Radio, Fernsehen, Vorträge für die breite Bevölkerung) beinhaltete“ (Bodenmann et al.). Die ersten Versuche eines verhaltenstherapeutischen Elterntrainings in Deutschland waren weitestgehend identisch mit den amerikanischen Vorbildern (vgl. Müller, 1978, S. 280), die teilweise ins Deutsche übersetzt und den jeweiligen Verhältnissen angepasst wurden.[1]

Im psychotherapeutischen Bereich werden Elterntrainings ebenfalls angewendet, da therapeutische Maßnahmen eher Erfolg haben, wenn ungünstige familiäre psychosoziale Umstände beseitigt werden. Zusätzlich werden die Eltern befähigt mit ihren erzieherischen Kompetenzen die Therapeuten tatkräftig zu unterstützen. Dadurch wirkt die Familie positiv auf die Entwicklung des Kindes ein. Durch ein effektives Elterntraining werden familiäre Hilfsmöglichkeiten mit fachlichen Kompetenzen verbunden, wobei den Eltern zugetraut wird, dass sie aktiv in der Psychotherapie zum Wohle ihres Kindes mitwirken können (vgl. Warnke, 1997, 175 f.).

Im Grunde wird während eines Elterntrainings zwischen zwei Anwendungsbereichen unterschieden: erstens das Problemverhalten des Kindes und zweitens die Situation der Eltern. Der Besuch eines Elterntrainings ist dann angebracht, wenn allgemeine Erziehungsprobleme vorliegen, die nicht situationsabhängig sind, sondern durch falsche Verhaltensweisen der Eltern hervorgerufen werden. Auch bei einer leichten Form der Lernbehinderung können Eltern ein Training besuchen, um zu lernen ihren Kindern Hilfestellungen zu geben. Weiterhin kann der Besuch eines Elterntrainings bei schweren Verhaltensstörungen eines Kindes eine große Hilfe sein auch im Rahmen der Prävention dieser (vgl. Beck, 1985, S. 251 f.).

1.1 Ziele und Aufgaben

Alle Elterntrainings haben im Grunde nach drei Hauptaufgaben, die sie verfolgen. Zunächst sollen die Eltern eine positive Beziehung zu den Therapeuten aufbauen, da angenommen wird, dass eine negative Beziehung zwischen beiden auf den Therapieverlauf schlechten Einfluss hat und mögliche Interventionen nicht erfolgreich angewendet werden. Ein zweiter Schwerpunkt eines Elterntrainings ist die Diagnostik um das Problem festzustellen und bestimmte Ziele festzulegen. Diagnostische Mittel sind beispielsweise Fragebögen, Tests und Verhaltensbeobachtungen. Die dritte Hauptaufgabe beschäftigt sich mit der Vermittlung von Informationen über Erziehungsverhalten und Möglichkeiten der Intervention (vgl. Beck, 1985, S. 256-258).

Elterntrainings können verschiedene Zielstellungen verfolgen. „Der Zweck der Intervention zentriert sich nicht auf die Vermeidung von etwas Negativem, sondern auf die Verbesserung, Bereicherung oder Vertiefung von bereits positiv Vorhandenem,...“ (Perrez, 1994, S. 585). Im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie werden folgende drei übergreifende Ziele verfolgt:

1. die Kooperativität (Entstehung eines Kontaktes zwischen Eltern und Kind sowie eine tragfähige Beziehung zwischen ihnen. Durch eine systematische Zusammenarbeit mit den Eltern wird eine Veränderung der Kommunikation der Eltern mit ihrem Kind erzielt.),
2. die Verständigung (vor allem hierbei der Informationsaustausch in Diagnostik, Therapie und Nachsorge zwischen Eltern und Kind und Eltern und Therapeut),
3. die Veränderung (Eltern und Therapeuten sollen zusammenarbeiten während der Durchführung diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen, dies trifft vor allem im psychotherapeutischem Bereich zu).

Weiterhin soll das Wertesystem der Eltern und ihre Zielausrichtung verändert werden, wenn dies nötig ist. Sie bekommen Hilfestellung in ihrer alltäglichen Lebensgestaltung. Dabei ist zu beachten, dass das oberste Ziel darin besteht, die Entwicklung des Kindes zu fördern, wobei sich die Therapeuten immer auf die erzieherischen Kompetenzen der Eltern stützen (vgl. Warnke, 1999, S. 622 f.), welche gleichzeitig verbessert werden sollen, beispielsweise angemessenes soziales Bekräftigen oder Formen der Konfliktlösung (vgl. Perrez, 1994, S. 586 f. & 595). Ebenso soll ein besseres wechselseitiges Verstehen zwischen Eltern und Kind entstehen. Den Eltern werden Fähigkeiten vermittelt mit denen sie die im Lebensalltag erlebten sozialen Erfahrungen mitbestimmen können. Die Eltern sind dann in der Lage ihren Kindern Entwicklungsaufgaben vorzugeben und ihnen bei der Bewältigung unterstützend zur Seite zu stehen. Sie nehmen dabei die Position des Unterstützers und Beraters ein (vgl. Warnke, 1997, S. 175 f.).

Darüber hinaus sollen die erzieherischen Fähigkeiten der Eltern so gestärkt werden, dass sie ihre Kinder in allen Lebenssituationen motivieren können und diese entwicklungsgerecht reagieren können. Die Eltern sollen befähigt werden in schulischen Fragen ihrer Kinder angemessen zu helfen, beispielweise bei der Koordination der Hausaufgaben (vgl. Perrez, 1994, S. 593). Speziell bei Kindern mit Lerndefiziten kann den Eltern gezeigt werden, wie sie mit geeigneten Hilfsmitteln ihren Kindern Lernaufgaben erleichtern können. Hierbei handelt es sich um heilpädagogische und didaktische Hilfen, die auch bei der Förderung von geistig behinderten Kindern Anwendung finden (vgl. Beck, 1985, S. 261 f.). Den Müttern und Vätern wird ein ausreichendes Wissen über Pflege, Erziehung und Entwicklung ihrer Kinder vermittelt, dadurch entwickeln sie ein Bewusstsein als Eltern. Aus diesem Zweck erhalten die Eltern während der Elterntrainings Informationen aus der Entwicklungs- und Lernpsychologie. Elterntrainings verfolgen ferner das Ziel, die Eltern so zu stärken, so dass sie mit Belastungen und Stress im Alltag besser zurechtkommen. Folglich soll vermieden werden, dass Eltern ihren Frust bzw. angestaute Wut an ihren Kindern auslassen und sie eventuell im schlimmsten Fall misshandeln.[2] Aus ökologischer bzw. gesellschaftlicher Sicht wird versucht, die Entwicklungsbedingungen der Kinder zu optimieren, um eine ungestörte Entwicklung zu ermöglichen (vgl. Perrez, 1994, S. 593-601).

Ferner enthalten Elterntrainings auch inhaltliche Aufgaben, die zu beachten sind, die überwiegend auf die psychotherapeutische Behandlung zutreffen, aber auch für allgemeine Elterntrainings eine große Rolle spielen. Die kinderorientierte Aufgabe beschäftigt sich mit der Schaffung von optimalen Lebensbedingungen für das Kind, die sich positiv auf dessen Behandlung, Entwicklungsförderung und soziale Integration auswirken. Zusätzlich soll die ganze Familie motiviert und die erzieherischen Kräfte unterstützt werden. Die Eltern sollen dazu befähigt werden die fachlichen Behandlungsbemühungen zu ergänzen, zu unterstützen und zu effektivieren. Die gesellschaftlich orientierten Aufgaben enthalten beispielsweise die Nutzung von gesellschaftlichen Rechten (z.B. das Kinder- und Jugendhilfegesetzt) und die Inanspruchnahme von Einrichtungen, beispielsweise therapeutische Heime, Berufsbildungswerk, Werkstätten für Behinderte (vgl. Warnke, 1999, S. 622).

„Nach dem Training sollen die Teilnehmer ihr eigenes Verhalten so steuern können, daß dadurch weniger Schwierigkeiten (z.B. ,Streit um Nichtigkeiten‘) mit Kindern und Partnern auftreten. Sie sollen die vermittelten Methoden gezielt einsetzen, so daß immer wieder auftauchende kleinere Erziehungs- und Partnerschaftskonflikte eigenständig behoben werden können, damit sie nicht im Sinne eines Lawineneffektes zur Therapiebedürftigkeit führen“ (Müller, 1978, S. 283).

1.2 Unterscheidungsmerkmale der verschiedenen Elterntrainings

Elterntrainings können in zwei verschiedenen Grundformen durchgeführt werden. Zum einen gibt es die Elterngruppe, diese wird für Eltern angeboten, die sich für ein bestimmtes kindbezogenes Verhalten interessieren. Diese Form findet in einer Gruppe von vier bis zwölf Eltern statt und wird vor allem im präventiven Bereich angeboten. Die zweite Möglichkeit eines Elterntrainings wendet sich an einzelne Elternteile bzw. Elternpaare. Hierbei wird auf spezifische Probleme in einer Familie durch individuelle Beratung und Supervision eingegangen. Zusätzlich können verschiedene Trainingsorte (z.B. zu Hause, Beratungsstelle) kombiniert werden und der jeweiligen Situation der Eltern angepasst werden (vgl. Beck, 1985, S. 254 f.). Hierbei ist zu beachten, dass individuelle Beratung und Therapie eher in den Fachbereich der Therapie eingeordnet werden (vgl. Minsel, 1986, S. 287).

Als weiteres Unterscheidungsmerkmal von Elterntrainings gibt Warnke (1997, S. 177 & 1999, S. 623) drei Konzeptionen an: direkte Interventionsübungen, Vermittlung von psychologischen Theorien und Vermittlung von Problembewältigungsstrategien. Bei den direkten Interventionsübungen bzw. symptomorientierten Übungsanleitungen werden Eltern angeleitet Verhaltensstörungen bzw. Verhaltensdefizite ihres Kindes positiv zu beeinflussen. Dazu lernen Eltern mittels Interaktionsübungen spezifische Regeln der Verhaltenstherapie richtig einzusetzen. Eltern werden beispielweise dazu angeleitet, wie sie ihrem geistig behinderten Kind helfen können sich selbst anzuziehen. Durch die Vermittlung von psychologischen Theorien werden unabhängig von dem Verhalten des Kindes theoriegeleitete erzieherische Techniken der Verhaltenstherapie oder der Gesprächsführung den Eltern vermittelt, wobei den Eltern selbst überlassen wird, wie und wann sie das übermittelte Wissen anwenden möchten. Gegenüber der ersten und zweiten Konzeption wird der Inhalt des Trainings bei der Vermittlung von Problembewältigungsstrategien durch die eingebrachten Problemstellungen der Eltern und die persönlichen und situationsabhängigen Lösungsmöglichkeiten beeinflusst. Dieses Trainingskonzept bietet einen optimalen didaktischen Rahmen um psychotherapeutische Problembewältigungsstrategien bzw. Handlungsspielräume zu entwickeln.

Weiterhin können Elterntrainings nach den Gesichtspunkten der primären, sekundären und tertiären Prävention unterschieden werden. Die primäre Prävention richtet sich hauptsächlich an unauffällige Paare und Familien, die gewillt sind ihre Beziehungen untereinander weiter zu verbessern. Überwiegend handelt es sich dabei um die Vermittlung und Einübung von allgemeinen Techniken, die dem Beziehungsklima aber auch der Erziehung eines Kindes qualitativ positiven Nutzen bringen kann (z.B. aktives Zuhören, personenbezogene Selbstkontrolle). Die sekundäre Prävention richtet sich dagegen an Risikofamilien. Hierbei besteht das Hauptziel darin, krisenhafte Übergänge im Familienlebenszyklus (z.B. Geburt, Scheidung) durch die Vermittlung von Bewältigungsstrategien so einfach wie nur möglich zu gestalten. Die tertiären Präventionen beschäftigen sich mit der Reduzierung und Stabilisierung der Verwundbarkeit einer Familie. Diese Form richtet sich an Menschen mit medizinischen (z.B. Schizophrenie) oder psychosozialen (z.B. manifeste Depression) Krankheitsbildern (vgl. Schneewind, 1999, S. 219 f.).

Dr. Minsel (1986, S. 289) unterscheidet zusätzlich zwischen institutioneller, informeller und funktioneller Elternbildung. Die institutionelle Elternbildung findet innerhalb einer Institution (z.B. Volkshochschule, Wohlfahrtsverbände) statt. Dort werden Elterninformationen bzw. Elterntrainings angeboten, die sich nach den Vermutungen eines Dozenten an die Interessen und Bedürfnisse der Eltern richten. Die informelle Elternbildung wird durch die heutigen Massenmedien (z.B. Fernsehen, Rundfunk, Fernsehen) realisiert. Durch die Ermunterung der Eltern zur Mitwirkung in Erziehungseinrichtungen (z.B. Kindergarten) erhofft man sich eine funktionelle Elternbildung. Dadurch sollen die demokratischen Mitbestimmungsmöglichkeiten der einzelnen Eltern ausgeschöpft werden, mit dem Ziel der Förderung von Kontakten und der Solidarität sowie gegenseitiger Hilfestellungen unter den Eltern.

In meiner Arbeit über Elterntrainings werde ich mich überwiegend auf solche Trainingsmaßnahmen beziehen, die sich hauptsächlich mit der Vermittlung von Problembewältigungsstrategien beschäftigen und im Bereich der primären Prävention tätig sind. Wobei zu beachten ist, dass die Bereiche direkte Interventionsübungen und Vermittlung von psychologischen Theorien ebenfalls in fast jedem Training starken Einfluss haben, da die Bereiche selten stark voneinander abgegrenzt werden können und sie aufeinander aufbauen. Weiterhin ist zu sagen, dass ich mich ausschließlich auf jene Elterntrainings beziehe, die sich an Eltern mit alltäglich leichten Erziehungs- und Kommunikationsschwierigkeiten mit ihren Kindern wenden.

1.3 Didaktische Mittel im Elterntraining

Durch spezifische didaktische Mittel während des Elterntrainings können Therapeuten Eltern dazu befähigen Einsicht „... in die für die Problembewältigung relevanten aktuellen entwicklungsfördernden Vorgänge und situativen Zusammenhänge zu gewinnen, eigene Möglichkeiten und Begabung zur Selbsthilfe im Konfliktgeschehen zu erkennen, neue Lösungswege zu entwickeln, auszutesten und einzuüben“ (Warnke, 1997, S. 178). Durch das Bereitstellen von Lernsituationen, Lernmitteln und einer Vielzahl von Übungen werden den Eltern Hilfsmittel zur Hand gegeben, die sie in die Lage versetzen Probleme selbst zu lösen. Warnke, A. stellte folgende didaktische Mittel auf:

1. Lektüre von Lehrtexten (Mittels dieser Lehrtexte sollen den Eltern Kenntnisse über bestimmte Erziehungsstile vermittelt werden, die sie bei einem eventuellen seelischem Problem ihres Kindes anwenden können.)
2. Systematische Verhaltensbeobachtung (Überwiegend dient die systematische Verhaltensbeobachtung der Diagnostik aber auch hier können schon einstellungs- und verhaltensverändernde Wirkungen beobachtet werden. Ein einfaches Beispiel wäre hier ein Kalender, in dem die Eltern vermerken, wann das Kind in der Nacht eingenässt hat. Dadurch wird eine einfache Therapiekontrolle ermöglicht.
3. Übungs- und Feedbackverfahren (Während eines Rollenspiels können Eltern mit aber auch ohne ihrem Kind die erlernten Fähigkeiten einüben. Eine weitere Möglichkeit ist hierbei das Erlernen am Modell, wobei der Therapeut den Eltern richtige Handlungsweisen aufzeigt, z.B. das richtige Anziehen von behinderten Kindern. Führen die Eltern die Übungsprogramme selber durch, so erhält der Therapeut die Aufgabe des Helfers und Beobachters. Gleichzeitig können die Übungen per Videokamera aufgenommen werden, so dass im Anschluss mit den Eltern die Übung ausgewertet werden kann und eventuelle Fehler genau aufgezeigt werden können. Hierbei kommt es auf die Erarbeitung von einer Vielzahl von Handlungsspielräumen an, da nicht in jeder Situation gleich reagiert werden kann.)
4. Videotechnik (Durch die Videotechnik ist es möglich Verhaltenssymptome und Konfliktsituationen aufzuzeigen, diese zu beobachten und eine Analyse durchzuführen. Handlungsabläufe und Fähigkeiten zur Problemlösung können die Eltern beobachten und objektiv wahrnehmen. Gleichzeitig können Reaktionen und Interpretationen anderer Teilnehmer und des Therapeuten beobachtet werden.)
5. Elterngruppe (Gleichartig betroffene Eltern können ihre Erfahrungen austauschen. Diese Vorgehensweise entlastet die Eltern und stärkt sie als Gruppe gegenüber ihrem Therapeuten. Das wird aber nur erreicht, wenn die Gruppe bestimmte Regeln verfolgt, die ein straffreies Arbeiten gewährleisten und eine Diskussion ermöglichen. Anschließend können Diskussionsereignisse mittels Rollenspiele unmittelbar in Handlungsübungen umgesetzt werden (vgl. Warnke, 1997, S. 178 f.).

Einige Trainingsmaßnahmen bieten eine abschließende Nachbetreuungsphase an. Hierbei wird der Fokus vor allem auf die Zurücknahme der therapeutischen Hilfestellungen gelegt. Weiterhin finden Maßnahmen zur Stabilisierung und Verallgemeinerung der Lernerfolge statt (vgl. Beck, 1985, S. 257).

Exkurs: Elternkurse zur Delinquenzrisikoverminderung

Als Elternkurse zur Delinquenzrisikoverminderung werden jene Interventionsmaßnahmen bezeichnet, die sich zum Ziel gesetzt haben, prädelinquentes und delinquentes Verhalten bei Kindern und Jugendlichen vorzubeugen bzw. zu beseitigen und das Delinquenzrisiko zu reduzieren. Hierbei werden als delinquenzgefährdet jene Kinder und Jugendliche angesehen, die bereits auffällig geworden sind (z.B. Diebstahl geringwertiger Gegenstände) und bei denen ein Rückfall zu befürchten ist. Weiterhin richten sich die Maßnahmen an Kinder, deren Familie als gefährdet eingestuft wurden (z.B. Langzeitarbeitslosigkeit, Alkoholismus, Armut, usw.). Aggressives Verhalten, häufiges Schulschwänzen, ständiges Übertreten von Verboten, Wutausbrüche und häufiges Weglaufen von zu Hause sind weitere Anzeichen eines delinquenzgefährdeten Kindes oder Jugendlichen (vgl. Kotzur et al., 1982, S. 216). Eines der bekanntesten Beispiele der letzten Jahre ist der Junge »Mehmet«. Er war durch viele Delikte der Polizei auffällig geworden und sorgte wochenlang für Schlagzeilen in der Presse. Auch Veröffentlichungen der polizeilichen Kriminalstatistik beweisen, dass Straftaten von Kindern und Jugendlichen keine Seltenheit sind. Im Jahre 1998 wurden beispielsweise 152.774 Kinder als tatverdächtig registriert, wobei zu beachten ist, dass die Dunkelzahl viel höher ist, dies hängt von der Anzeigebereitschaft der Bevölkerung bzw. der Art des Deliktes ab oder von der Stärke der Verbrechenskontrolle (vgl. Schäfer, 2000, S. 9 & 11).

Zu den Anfangszeiten der Delinquenzprävention wurde das Augenmerk auf sicherheitspolitische Aspekte gelegt und die pädagogische Seite vernachlässigt. Heutzutage ist die Delinquenzprävention in erster Linie Aufgabe der Sozialpädagogik und eine Herausforderung des pädagogischen Fachbereichs. Ferner kann sie nicht von der Polizei oder Justiz realisiert werden. Im Laufe der Zeit hat die Kinder- und Jugendhilfe eine Vielzahl von Strategien zum Vorgehen gegen Kinderdelinquenz entwickelt (z.B. soziale Trainingskurse, Schadenswiedergutmachung). Es gibt mehrere Programme, die sich an Kinder wenden, die bereits auffällig geworden sind und vermieden werden soll, dass sie keine weiteren Straftaten begehen. Das Programm »Fallschirm« in Berlin richtet sein Angebot an bosnische Roma-Kinder. Andere Konzepte richten sich an Kinder und Jugendliche, die nicht straffällig geworden sind. Hierbei steht die Persönlichkeitsentwicklung und Stärkung der Kinder im Mittelpunkt. Die meisten Präventionen bestehen aus Einzelgesprächen und Gesprächskreisen, wobei der körperliche Aspekt weitestgehend fehlt (vgl. Schäfer, 2000, S. 12-17).

Neben den oben genannten Programmen zur Delinquenzrisikoverminderung gibt es auch spezielle Elterntrainings, die sich diesem Bereich gewidmet haben. Ihre Wurzeln haben diese Elterntrainingsprogramme im kommunikations- und verhaltenstheoretischen Bereich. „Die Programme werden teils in Elterngruppen, teils mit Eltern (Müttern) und betroffenen Kindern eingesetzt“ (Kotzur et al., 1982, S. 216 f.). Lange Zeit gab es nur im angloamerikanischen Bereich speziell für die Delinquenzrisikoverminderung entwickelte Programme. Im deutschsprachigen Raum wurden Programme entwickelt, die sich überwiegend auf die Verbesserung der familiären Beziehungen spezialisiert hatten und sich mehr mit allgemeinen erzieherischen Problemen beschäftigten (z.B. Innerhofer »Münchner Trainingsmodell«). Bei dem präventivem Elterntraining von Müller wird zum Ziel gesetzt, durch Verhaltens- und Kommunikationstraining auffälliges Verhalten und eine gestörte Kommunikation zwischen Eltern und Kind ansatzweise entgegenzuwirken (vgl. Kotzur et al., 1982, S. 216 f.).

Im Jahre 1995 wurde durch die Caritas Jugendhilfeeinrichtung Margaretenstift in Saarbrücken die »Integrative Familienhilfe« eingerichtet. Die »Integrative Familienhilfe« bietet pädagogisch-therapeutische Hilfen für Kinder- und Jugendliche sowie deren Familien an, deren Kinder auffällig oder bereits delinquent geworden sind (z.B. Schulverweigerung, Aggression, Depression, Diebstahl, usw.). Durch die Kombination ambulanter, teilstationärer und stationärer Hilfen werden Eltern in die Lage versetzt den Familien- und Erziehungsprozess nach ihren eigenen Möglichkeiten zu gestalten. Zu diesem Zweck steht ein Projektgebäude zur Verfügung, in dem vier bis fünf Familien (maximal jedoch 15 Personen) ausreichend Platz während der stationären Therapie finden. Für jede Familie steht eine Wohneinheit zur Verfügung, sowie für alle Familien gemeinsam eine Küche, Esszimmer und Wohnzimmer (vgl. Zimmer, 2000, S. 73 f.).

„Zielstellung ist es, gemeinsam mit Familien, die mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert sind, eine Alternative zur scheinbar unvermeidlichen Ausgrenzung des Kindes oder der Kinder, die als Symptomträger durch deviantes und/oder delinquentes Verhalten auffallen, zu erarbeiten und mit ihnen neue Perspektiven, Ziele und Möglichkeiten zur adäquaten erzieherischen Einflussnahme zu finden“ (Zimmer, 2000, S. 73). Gemeinsam mit den Therapiebegleitern versuchen die Familien ihre Krisen zu lösen, wobei im Vordergrund die Stärkung der elterlichen Kompetenz (z.B. Selbst-, Sozial- und Sachkompetenzen) steht. Gleichzeitig unterstützen die Betreuer die Familien bei der Findung neuer Lösungswege und bei deren Erprobung. Zu diesem Zweck werden Ressourcen der Familie aufgezeigt und gestärkt. Dabei werden Schuld- und Versagenszuschreibungen gegenüber den Eltern vermieden und individuelle Bemühungen anerkannt. Eine weitere Aufgabe der »Integrativen Familienhilfe« ist die Findung neuer Perspektiven und Ziele sowie die Entdeckung neuer Möglichkeiten der erzieherischen Einflussnahme der Eltern auf ihre Kinder (vgl. Zimmer, 2000, S. 73-75).

Die Hilfe der Caritas Jugendhilfeeinrichtung ist auf ein halbes Jahr befristet. Mittels eines Arbeitskontaktes zwischen der Familie und des Allgemeinen Sozialen Dienstes werden die Ziele des Auftrages genau festgelegt und mindestens zweimal während dieser Zeit überprüft und der Familie individuell abgepasst. Zu Beginn findet die stationäre Einstiegswoche statt, die der diagnostischen Zielsetzung dient. Der Einstiegswoche folgen fünf teilstationäre Wochen, „...in denen die Familie an zwei Tagen in der Woche in die Familiengruppe kommt und zugleich ambulante Termine zu Hause stattfinden“ (Zimmer, 2000, S. 76). Zusätzlich ist das Programm in vier Abschnitte aufgeteilt mit jeweils einer Dauer von sechs Wochen, wobei jeder der vier Abschnitte mit einer stationären Woche beginnt. Während dieser Zeit finden zweimal in der Woche eintägige Treffen mit den anderen Familien statt, bei denen Erfahrungen ausgetauscht werden können. Die Familiengruppenarbeit steht die ganze Zeit im Mittelpunkt, da die Gruppe der Familie die Möglichkeit der Akzeptanz und Wertschätzung bietet (vgl. Zimmer, 2000, S. 75-77).

Die Projektgruppe besteht aus drei bis fünf Familien, die gemeinsam einen Bungalow bewohnen. Dabei wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass es keine homogene Gruppe ist (z.B. nur alleinerziehende Elternteile). Die gemeinsam besuchten pädagogischen und therapeutischen Programme bestehen aus Elternkurs, Eltern-Kind-Aktionen, Video-Home-Training und Selbsterfahrungsgruppe. Auch alltägliche Aufgaben, wie z.B. das Einkaufen gehen, werden gemeinsam unternommen. Mittels dem Lernen am Modell sollen die Eltern und Kinder das Kommunikationsverhalten ändern. Durch die Methode des Rollenspiels können neue Verhaltensweisen ausprobiert und eingeübt werden. Zusätzlich werden neue Kommunikationstechniken während der Gesprächskreise vermittelt (z.B. Ich-Botschaften). Langjährige Erfahrungen haben den Betreuern gezeigt, dass nur durch Training und Übung ein angemessenes Erziehungsverhalten angeeignet wird. Auch nach der Therapiezeit besteht die Möglichkeit einer drei- bis maximal sechsmonatigen ambulanten Nachbetreuung (vgl. Zimmer, 2000, S. 76-80).

Aus Erfahrungen des Projektes »Integrative Familienhilfe« zeigen sich alle Kinder, deren Familien daran teilgenommen haben, weniger auffällig. Die Verhaltensauffälligkeiten nahmen sichtbar ab und die Kinder erlebten das Projekt als Entlastung. Vor allem delinquentes Verhalten der Kinder wurde immer weniger, da sie beispielweise in Vereinen untergebracht werden konnten in denen sie sich integrieren konnten und neue Freunde fanden. Die Eltern können ihren Kindern völlig neue Entwicklungsspielräume ermöglichen. Auch die Hilfe bei der Verarbeitung von persönlichen Problemen (z.B. Trauerarbeit, Verarbeitung eines Suizidversuches) der Eltern führen zu einem besseren Familienklima (vgl. Zimmer, 2000, S. 82 f.).

2. Untersuchungsansatz

Der Untersuchungsansatz beschäftigt sich mit der Auswahl der einzelnen Elterntrainings, die für den systematischen Vergleich ausgesucht wurden. Danach werden Merkmale für einen optimalen Aufbau von Elterntrainings genannt und anschließend die Kriterien für den systematischen Vergleich aufgestellt.

2.1 Auswahl der zu untersuchenden Elterntrainings

Um einen systematischen Vergleich darstellen zu können habe ich mich für drei Elterntrainings entschieden, die sich im Grunde ähneln aber auch wesentliche Unterschiede aufzeigen. Meine Arbeit beschäftigt sich mit dem Vergleich der Trainings: Gordons Familienkonferenz, Triple P und Freiheit in Grenzen.

Für das Elterntraining nach Gordon habe ich mich entschieden, da es am weitesten verbreitet ist, beispielsweise mittels zahlreicher Fachliteratur und bereits Ende der fünfziger / Anfang der sechziger Jahre entwickelt wurde (vgl. Schneewind et al., 2000, S. 173). Auch im deutschsprachigen Raum ist es seit über zwanzig Jahren bekannt (vgl. www.gordontraining.ch/index1.html.). Zusätzlich gibt es über die Effektivität des Gordons Elterntrainings zahlreiche Studien, auf die ich später kurz eingehen werde.

Für das Programm Triple P habe ich mich entschieden, weil es im Gegensatz zum Gordon Familientraining erst seit einigen Jahren in Deutschland angeboten wird. Es wurde ebenfalls wie die Familienkonferenz aus dem Englischen übersetzt und kommt ursprünglich aus Australien. Im Laufe der Zeit wurden die einzelnen Materialien passend zum Training ins Deutsche übersetzt und selbst die vorhandenen Videos deutsch synchronisiert (vgl. Hahlweg et al., 2001, S. 420).

Zuletzt entschied ich mich für eine sehr neue Variante des Elterntrainings, welche erst seit Anfang des Jahres 2003 auf dem deutschen Markt ist. Im Gegensatz zu Gordons Familienkonferenz und Triple P, welche vom direkten Kontakt von Eltern und Trainer profitieren und zusätzlich ausreichende Materialien (Bücher und Broschüren) zur Verfügung stellen, befindet sich das Programm Freiheit in Grenzen auf einer CD-ROM. Die Eltern die dieses Programm auswählen, müssen daheim im Selbststudium sich durch diese CD-Rom arbeiten und können lediglich in einer Begleitbroschüre nochmals alles nachlesen.

Im Grunde habe ich mit meiner Auswahl der Elterntrainings für drei unterschiedliche Varianten entschieden, die aber im Einzelnen viele übereinstimmende aber auch gegensätzliche Merkmale aufzeigen, wie im Laufe der Arbeit gezeigt wird.

2.2 Optimaler Aufbau eines Elterntrainings

Aus unterschiedlichen Untersuchungsergebnissen entwickelte Beate Minsel (1975, S. 160) folgende Konsequenzen für die Durchführung von Elterntrainings. Die Durchführung von Elterntrainings sollte immer in kleinen Gruppen stattfinden, da ein Gruppenseminar mehrere Vorteile für den Erfolg bedeuten kann. Besonders wichtig ist, dass sich Eltern gegenseitig helfen und unterstützen können. Sie können sich gegenseitig in den einzelnen Situationen beobachten und haben die Möglichkeit Rückmeldungen zu geben. Das Ziel dabei ist, die Eltern zu eigenständiger Arbeit zu befähigen, was nach Minsel in einer Gruppe viel schneller zu realisieren ist. Es sollte beiden Elternteilen ermöglicht werden an den Seminaren teilzunehmen, damit beide den gleichen Wissenstand haben und beide Partner nach dem erlernten Verhalten ihre Kinder erziehen können. Bei unterschiedlichem Erziehungsverhalten von Mutter und Vater kann es passieren, dass das Kind keines der Beiden wahr nimmt und sich die Eltern streiten welches am besten ist. Weiterhin wird gefordert, dass die Seminare nicht immer in Gruppen stattfinden in denen die Teilnehmer die gleichen Probleme haben. Durch die Diskussion mit Teilnehmern, die andere Probleme haben, als man selbst, kann eine vorbeugende Wirkung erzielt werden. Wenn dann eines dieser diskutierten Probleme in der Familie auftritt, können Eltern viel besser reagieren, da sie gegebenenfalls sich bereits Lösungsstrategien entwickelt haben.

Seminarleiter von Elterntrainings sollten im Bereich der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie ausgebildet sein und bereits einige Erfahrungen gesammelt haben. Dadurch verspricht man sich optimale Lerneffekte bei den Teilnehmern. Ferner sollten die Therapeuten den Eltern nicht nur Verhaltenstechniken vermitteln, sondern auch zusätzliche Informationen über die Erziehung vermitteln. Diese Informationen sollen dabei vor allem verständlich vermittelt werden. Bei der Vermittlung von Verhaltenstechniken muss den Eltern gezeigt werden, wie erwünschte Verhaltensweisen ihrer Kinder mit natürlichen Verstärkern erlangt werden. Darüber hinaus müssen auch die Schwierigkeiten bei der Umsetzung der einzelnen Verhaltensweisen aufgezeigt werden (vgl. Minsel, 1975, S. 160).

Die Seminarteilnehmer sollen während des Elterntrainings das Beziehungsverhältnis zu ihren Kindern reflektieren. Gleichzeitig müssen die Seminarleiter den Eltern das Beziehungsverhältnis von Erziehungseinstellung und Sprachverhalten verdeutlichen und sie für gefühlsmäßige Empfindungen sensibilisieren. Für eine optimale Kooperationsbereitschaft der Eltern sind die Therapeuten dazu angehalten ein gutes Verhältnis zu schaffen (vgl. Minsel, 1975, S. 160).

Auch Baker gibt hilfreiche Ratschläge zur Durchführung und Gestaltung eines Elterntrainings. Zu Beginn eines Seminars sollen die Teilnehmer mit ihren Therapeuten die Gleichartigkeit zwischen dem Verhalten des Kindes und der Problemarten finden. Es wird weiterhin der Einsatz von zwei Therapeuten bzw. Trainern empfohlen, vorzugsweise hierbei ein Mann und eine Frau und auch Baker fordert hierbei einen großen Erfahrungsschatz der einzelnen Therapeuten. Die einzelnen Gruppentreffen sollten jeweils am Abend stattfinden, damit alle daran teilnehmen können und die Treffen sollten an Orten angeboten werden, die leicht erreichbar sind. Eine wesentliche Unterstützung für die Eltern ist die Beaufsichtigung ihrer Kinder während des Seminars, die durch die ausführende Institution des Elterntrainings ermöglicht wird. Auch das Einbeziehen der Kinder in das Training hat wesentliche Vorteile. Ledigen Eltern muss die Möglichkeit angeboten werden einen Freund oder eine Freundin mitbringen zu können, auf diese Weise fühlen sich alleinstehende Personen nicht so einsam unter den anderen Elternpaaren. Ebenso wird den Seminarleitern angeraten einen strukturierten Plan für die einzelnen Sitzungen zu entwickeln, der aber nicht davon abhalten darf auch anders vorzugehen als geplant, wenn die Situation dies erfordert. Zu Beginn des Seminars müssen die Ziele festgelegt werden und der Therapeut muss den Eltern verständlich sagen was er von ihnen erwartet und was sie von ihm erwarten können. Außerdem werden die Seminarteilnehmer auf die Rahmenbedingungen des Trainings aufmerksam gemacht, beispielsweise Dauer der Sitzungen, behandelte Inhalte. Als erstes sollen die Trainer mit den Fertigkeiten beginnen, die Eltern ihren Kindern beibringen möchten. Während der Seminare ist zu beachten, dass nicht zu viele Vorlesungen gehalten werden, sondern aktive Elemente (z.B. Rollenspiel) überwiegen, damit sich die Eltern nicht langweilen und den Kurs vielleicht frühzeitig abbrechen. Bevor Eltern Verhaltenstechniken zu Hause ausprobieren können müssen diese zuvor immer in den Sitzungen geübt werden. Den Eltern muss Informationsmaterial zur Verfügung gestellt werden, damit sie bestimmte Hinweise auch zu Hause nachlesen können. Sollen Eltern sogenannte »Hausaufgaben« erledigen – beispielsweise soll bei dem Programm Triple P ein Verhaltenstagebuch[3] geführt werden – so ist es erforderlich, dass die Seminarleiter diese Aufzeichnungen sorgfältig mit den Eltern besprechen und auch ein ehrliches Interesse daran zeigen. Nebenbei soll den Eltern die Zeit gegeben werden sich mit den anderen Teilnehmern zu unterhalten und zu beraten. Mittels zusätzlicher Anreize, z. B. gemeinsame Programmgestaltung, können die Trainer die Eltern für die Teilnahme ermutigen und ihr Interesse wecken. Zuletzt muss den Eltern die Möglichkeit offen stehen ein Feed-back über das Seminar geben zu können, auf welches auch reagiert wird (vgl. Weidenmann et al., 1994, S. 686 f.).

[...]


[1] Hierzu kann ein relativ aktuelles Beispiel angeführt werden. Seit über 20 Jahre wird in den USA der STEP Kurs (ein systematisches Training) für Eltern erfolgreich angeboten. Ab dem Jahre 1998 konnten dann auch deutsche Elternpaare dieses Elterntraining an der internationalen Schule in Düsseldorf besuchen, allerdings wurde er zunächst nur in der englischen Sprache angeboten. Der erste deutschsprachige Kurs wurde im Herbst 2000 angeboten. Ab Februar 2002 fanden dann auch in anderen deutschen und österreichischen Städten STEP Kurse statt, z.B. München, Krefeld, Hilden (vgl. www.instep-online.de).

[2] Zahlreiche wissenschaftliche deutsche Studien beweisen, dass ca. jedes vierte von fünf Kindern schon einmal geohrfeigt wurde. Die Zahlen besagen, dass annähernd 1,3 Millionen Kinder von ihren Eltern körperlich misshandelt werden und davon 420.000 regelmäßig. Die Gründe für Gewalt in der Familie reichen von Ärger und Frust bis hin zur Ohnmacht bei der Erziehung der Kinder oder einfach weil man es von seinen eigenen Eltern nicht anders kennt. Durch Gewalt gegen die eigenen Kinder kann sich das Verhältnis zwischen Eltern und Kind sehr stark verschlechtern. Kinder lernen, dass durch körperliche Gewalt Konflikte geregelt werden können und diese immer mit verletzten Gefühlen und emotionsgeladenen Machtkämpfen vollzogen werden. Diese Kinder werden oft selbst gewalttätig gegenüber Gleichaltrigen und anderen Erwachsenen, wenn sie ihren Willen durchsetzten möchten (vgl. Schneewind, K.A., (2002a): S. 236ff.).

[3] Sind Eltern über das Verhalten ihres Kindes beunruhigt, so wird ihnen empfohlen dies genau zu beobachten und in einem Tagebuch festzuhalten. Darin wird notiert wann und wo dieses Verhalten aufgetreten ist, was zuvor geschah bzw. wodurch es hervorgerufen wurde und wie man sich selbst dabei gefühlt hat. Dadurch können eventuelle Regelmäßigkeiten erkannt werden.

Ende der Leseprobe aus 115 Seiten

Details

Titel
Systematischer Vergleich von Elterntrainings
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Erziehungswissenschaften)
Veranstaltung
Elterntraining
Note
2,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
115
Katalognummer
V55223
ISBN (eBook)
9783638502368
ISBN (Buch)
9783656448303
Dateigröße
857 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Systematischer, Vergleich, Elterntrainings, Elterntraining
Arbeit zitieren
Andrea Henschel (Autor), 2004, Systematischer Vergleich von Elterntrainings, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55223

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