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Die Nominalphrase/Determinationsphrase im Deutschen

Título: Die Nominalphrase/Determinationsphrase im Deutschen

Trabajo , 2005 , 20 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Claudia Nickel (Autor)

Filología alemana - Lingüística
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Zu Beginn soll zuerst eine Erklärung des Begriffs „Wort" folgen, bevor zu einer Definition von Polysemie und Homonymie aus der wissenschaftlichen Literatur1 übergegangen wird. Ein Wort wird auch als Lexem bezeichnet und ist definiert als eine zusammengesetzte Einheit aus materialen Formen und den ihnen zugeordneten Bedeutungen. Nach Ferdinand de Saussure bestehen sprachliche Zeichen aus einem Inhalt und einem Ausdruck, wobei diese Verbindung arbiträr (beliebig) und konventionell ist. Viele sprachliche Zeichen sind prinzipiell arbiträr, so dass es keinen ursächlichen, vorbestimmten Zusammenhang zwischen dem Bezeichneten und der Form des Zeichens gibt. Sprachliche Zeichen sind außerdem prinzipiell konventionell, was bedeutet, dass sich die Angehörigen einer Kommunikationsgemeinschaft darüber einigen (meist stillschweigend, nur selten bewusst), mit welchem Ausdruck (oder Zeichen) eine bestimmte Sache bezeichnet wird. [...]
Der zweite Teil der Seminararbeit beschäftigt sich mit dem quantitativen Ansatz von Schierholz. Es geht darum, die Existenz der Polysemie zu klären. Hierbei soll der quantitative Forschungsansatz aufgezeigt werden, da die bisherigen Methoden keine quantitativen Ergebnisse über die Existenz der Polysemie liefern. Außerdem soll aufgezeigt werden, dass empirische Methoden sowohl in der Lexikologie als auch in anderen Forschungsgebieten der Linguistik aufschlussreiche Resultate ergeben können (Schierholz, 1991 Vorwort).

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einleitung

3. Traditionelle Ansätze zur Unterscheidung von Polysemie und Homonymie aus der wissenschaftlichen Literatur

3.1. Die Polysemie (nach Schippan, 1984)

3.1.1. Entstehung der Polysemie

3.1.2 Metaphorische Beziehungen als Ausdruck der Mehrdeutigkeit

3.1.3. Metonymische Beziehungen als Ausdruck der Mehrdeutigkeit

3.1.4. Hyperonymische Beziehungen als Ausdruck der Mehrdeutigkeit

3.2. Homonymie

3.2.1. Zwei Arten der Homonymie

3.2.2. Voraussetzungen für die Homonymie

3.3. Vorschläge zur Abgrenzung von Polysemie und Homonymie nach Sigurd Wichter (1988)

3.3.1. Das Etymologiekriterium

3.3.2. Das Verwandtschaftskriterium

3.3.3. Varianten des Verwandtschaftskriteriums

4. Quantitative Ansätze zur Bestimmung von Polysemie und Homonymie nach Schierholz (1991)

4.1 Kritische Einwände der traditionellen Ansätze zur Polysemie von Schierholz

4.1.1. Polysemie oder Homonymie?

4.1.2. Die Definition der Polysemie

4.1.3. Die lexikographische Polysemiedarstellung

4.2. Die qualitative Vorgehensweise von Schierholz zur Ermittlung der Polysemie

5. Polysemie oder Homonymie? - ein Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretische Abgrenzung der lexikologischen Phänomene Polysemie und Homonymie und evaluiert die Anwendbarkeit dieser Differenzierung in der wissenschaftlichen Praxis. Ziel ist es, die Schwierigkeiten einer eindeutigen Bestimmung aufzuzeigen und den quantitativen Forschungsansatz von Stefan Schierholz als Methode zur Klärung der Existenz von Polysemie darzustellen.

  • Traditionelle Definitionsansätze und ihre Problematik
  • Differenzierungskriterien (Etymologie, Verwandtschaft, Substitution)
  • Kritik an subjektiven Entscheidungsfaktoren in der Lexikologie
  • Quantitative Methoden zur empirischen Bestimmung von Polysemie

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Metaphorische Beziehungen als Ausdruck der Mehrdeutigkeit

Eine metaphorische Beziehung kommt zustande, wenn zwei Sememe Ähnlichkeitsbeziehungen aufweisen. Dadurch weisen metaphorisch verbundene Sememe ein oder mehrere Seme gemeinsam auf.

Von einem lexikalisch metaphorischen Semem kann aber erst gesprochen werden, wenn die metaphorische Verwendung fest geworden ist. Dies ist problematisch, da Metapher die Eigenschaft haben im Laufe der Zeit zu verblassen, so dass im Bewusstsein des Sprachträgers allmählich die Vergleichsmerkmale und damit auch die Ähnlichkeitsbeziehungen verloren gehen. Dieser Prozess hat zur Folge, dass aus Polysemen Homonyme werden, da die Bedeutungsverschiedenheit nicht mehr auf ein Wort sondern auf mehrere zurückzuführen ist.

Aufgrund verlorener Vergleichsmerkmale beim Sprachträger ist eine genaue Trennung der Polysemie und Homonymie nur schwer möglich, denn es kann keine Aussage getroffen werden, welche Vergleichsmerkmale als noch bekannt vorausgesetzt werden können.

Folgende Beispiele veranschaulichen die Bedeutungsverschiedenheit von Polysemen:

(1) Er ist ein Fuchs -Vergleichsmerkmal - ,listig' (Mensch)

(2) Er reite den Fuchs -Vergleichsmerkmal - ,rotfarben’ (Pferd)

(3) Der Wind singt -Vergleichsmerkmal - , melodisch gebunden'

Zusammenfassung der Kapitel

3. Traditionelle Ansätze zur Unterscheidung von Polysemie und Homonymie aus der wissenschaftlichen Literatur: Dieses Kapitel erörtert klassische Definitionen von Polysemie und Homonymie, einschließlich metaphorischer, metonymischer und hyperonymischer Prozesse, sowie Abgrenzungskriterien von Sigurd Wichter.

4. Quantitative Ansätze zur Bestimmung von Polysemie und Homonymie nach Schierholz (1991): Hier wird die Kritik an subjektiven traditionellen Ansätzen dargelegt und der quantitative Ansatz von Schierholz durch Kernkonstituentenermittlung als empirisches Verfahren eingeführt.

5. Polysemie oder Homonymie? - ein Resümee: Das Schlusskapitel fasst die theoretischen Diskrepanzen zusammen und betont die Schwierigkeit der Klassifizierung, während es Schierholz’ Ansatz als wissenschaftlich fundierteren Weg zur Existenzbestimmung der Polysemie hervorhebt.

Schlüsselwörter

Polysemie, Homonymie, Lexikologie, Sprachwissenschaft, Mehrdeutigkeit, Semem, Signifikant, Bedeutungsdifferenzierung, Metapher, Metonymie, Etymologiekriterium, Verwandtschaftskriterium, Schierholz, Kernkonstituenten, Lexem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der linguistischen Differenzierung zwischen Polysemie (Mehrdeutigkeit eines Lexems) und Homonymie (Zusammenfall verschiedener Lexeme) und diskutiert, warum eine klare Trennung in der wissenschaftlichen Literatur oft schwierig ist.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die traditionellen Ansätze zur Abgrenzung dieser beiden Phänomene sowie die quantitative Erforschung der Polysemie mittels empirischer Methoden, wie sie von Stefan Schierholz vorgeschlagen wurden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Problematik der subjektiven Einordnung von Sprachphänomenen zu beleuchten und aufzuzeigen, wie quantitative Analysen helfen können, die Existenz der Polysemie wissenschaftlich zu untermauern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit analysiert linguistische Definitionen (Literaturarbeit) und stellt ergänzend das qualitative Verfahren der Kernkonstituentenermittlung und des Substitutionstests nach Schierholz vor.

Was behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Erörterung traditioneller linguistischer Abgrenzungskriterien (wie Etymologie und Verwandtschaft) und eine kritische Auseinandersetzung mit der quantitativen Forschung von Stefan Schierholz.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Polysemie, Homonymie, Semem, Lexem, Sprachbewusstsein, Bedeutungsextension, Metapher, Metonymie und empirische Lexikologie.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Polysemie und Homonymie oft problematisch?

Die Unterscheidung ist problematisch, da sie oft vom subjektiven Sprachbewusstsein des Betrachters abhängt und die Grenzen zwischen metaphorischer Bedeutungserweiterung und echtem Homonym-Zusammenfall fließend sind.

Welchen Beitrag leistet Stefan Schierholz zur Klärung der Thematik?

Schierholz schlägt vor, die intuitive Einordnung durch eine intersubjektiv nachprüfbare Methode zu ersetzen, bei der mittels Substitutionstests die Kernkonstituenten eines Lexems ermittelt werden, um so dessen Polysemiewert zu bestimmen.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Nominalphrase/Determinationsphrase im Deutschen
Universidad
University of Stuttgart  (Institut für Linguistik Abteilung germanistische Linguistik)
Curso
Struktur der Nominalgruppen
Calificación
2,0
Autor
Claudia Nickel (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
20
No. de catálogo
V55326
ISBN (Ebook)
9783638503167
ISBN (Libro)
9783638775625
Idioma
Alemán
Etiqueta
Nominalphrase/Determinationsphrase Deutschen Struktur Nominalgruppen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Claudia Nickel (Autor), 2005, Die Nominalphrase/Determinationsphrase im Deutschen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55326
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