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Die Phänomene Polysemie - Homonymie

Título: Die Phänomene Polysemie - Homonymie

Trabajo , 2006 , 20 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Claudia Nickel (Autor)

Filología alemana - Lingüística
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Zu Beginn soll zuerst eine Erklärung des Begriffs "Wort" folgen, bevor zu einer Definition von Polysemie und Homonymie aus der wissenschaftlichen Literatur1 übergegangen wird. Ein Wort wird auch als Lexem bezeichnet und ist definiert als eine zusammengesetzte Einheit aus materialen Formen und den ihnen zugeordneten Bedeutungen. Nach Ferdinand de Saussure bestehen sprachliche Zeichen aus einem Inhalt und einem Ausdruck, wobei diese Verbindung arbiträr (beliebig) und konventionell ist. Viele sprachliche Zeichen sind prinzipiell arbiträr, so dass es keinen ursächlichen, vorbestimmten Zusammenhang zwischen dem Bezeichneten und der Form des Zeichens gibt. Sprachliche Zeichen sind außerdem prinzipiell konventionell, was bedeutet, dass sich die Angehörigen einer Kommunikationsgemeinschaft darüber einigen (meist stillschweigend, nur selten bewusst), mit welchem Ausdruck (oder Zeichen) eine bestimmte Sache bezeichnet wird.
Im Folgenden wird eine Definition für Polysemie und Homonymie dargestellt.

[...]

Im weiteren Verlauf der Seminararbeit soll die Entstehung der Polysemie sowie die Arten und Voraussetzungen der Homonymie beschrieben werden.
Schierholz unterstellt diesen Ansätzen, dass sie häufig von subjektiven Entscheidungen und Institutionen der Untersuchenden beeinflusst sind. Ferner bemängelt er, dass zu einer klaren Differenzierung von Polysemie und Homonymie weitgehende Uneinigkeit herrscht. (Schier-holz, 1991: 64)

Der zweite Teil der Seminararbeit beschäftigt sich mit dem quantitativen Ansatz von Schierholz. Es geht darum, die Existenz der Polysemie zu klären. Hierbei soll der quantitative Forschungsansatz aufgezeigt werden, da die bisherigen Methoden keine quantitativen Ergebnisse über die Existenz der Polysemie liefern. Außerdem soll aufgezeigt werden, dass empirische Methoden sowohl in der Lexikologie als auch in anderen Forschungsgebieten der Linguistik aufschlussreiche Resultate ergeben können (Schierholz, 1991 Vorwort).

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einleitung

3. Traditionelle Ansätze zur Unterscheidung von Polysemie und Homonymie aus der wissenschaftlichen Literatur

3.1. Die Polysemie (nach Schippan, 1984)

3.1.1. Entstehung der Polysemie

3.1.2 Metaphorische Beziehungen als Ausdruck der Mehrdeutigkeit

3.1.3. Metonymische Beziehungen als Ausdruck der Mehrdeutigkeit

3.1.4. Hyperonymische Beziehungen als Ausdruck der Mehrdeutigkeit

3.2. Homonymie

3.2.1. Zwei Arten der Homonymie

3.2.2. Voraussetzungen für die Homonymie

3.3. Vorschläge zur Abgrenzung von Polysemie und Homonymie nach Sigurd Wichter (1988)

3.3.1. Das Etymologiekriterium

3.3.2. Das Verwandtschaftskriterium

3.3.3. Varianten des Verwandtschaftskriteriums

4. Quantitative Ansätze zur Bestimmung von Polysemie und Homonymie nach Schierholz (1991)

4.1 Kritische Einwände der traditionellen Ansätze zur Polysemie von Schierholz

4.1.1. Polysemie oder Homonymie?

4.1.2. Die Definition der Polysemie

4.1.3. Die lexikographische Polysemiedarstellung

4.2. Die qualitative Vorgehensweise von Schierholz zur Ermittlung der Polysemie

5. Polysemie oder Homonymie? - ein Resümee

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretischen und methodischen Herausforderungen bei der Differenzierung von Polysemie und Homonymie in der deutschen Lexikologie, mit dem Ziel, die Existenz der Polysemie wissenschaftlich zu begründen und subjektive Grenzziehungen zu überwinden.

  • Grundlagen der Polysemie und Homonymie in der traditionellen Literatur.
  • Kriterien der Abgrenzung nach Sigurd Wichter (z.B. Etymologie- und Verwandtschaftskriterium).
  • Kritik an klassischen, subjektiv geprägten Bestimmungsmethoden.
  • Quantitative Forschungsansätze von Stefan Schierholz zur empirischen Ermittlung von Polysemie.

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Entstehung der Polysemie

Nach Schippan ist die Polysemie aufgrund einer Bedeutungsextension bzw. durch eine Bedeutungsdifferenzierung entstanden, wobei im Falle der Bedeutungsextension ein Lexem auf weitere Denotate angewandt wird, wodurch die Erweiterung des Bedeutungsumfangs ermöglicht wird.

Mit der Bedeutungsdifferenzierung ist gemeint, dass mehrere Lexeme der gleichen Bedeutung entsprechen. Als Beispiel wird hier eine ältere Form der Bedeutungsdifferenzierung angeführt. Die Formen Knabe und Knappe sind im Mittelhochdeutschen vollständig gleichbedeutend und vereinigen beide die verschiedenen neuhochdeutschen Bedeutungen in sich. Ebenso werden Raben (=nhd. Rabe) und Rappe beide zur Bezeichnung des Vogels verwendet, während heutzutage in der Schriftsprache Rappe auf die metaphorische Verwendung für ein schwarzes Pferd beschränkt ist. Eine dritte Form, Rappen (durch den Kasus Nominativ mit einem n) hat sich für die Münze (ursprünglich mit einem schwarzen Vogelkopf) festgesetzt, die anfänglich auch Rappe, Rapp heißt und außerdem als Rabenheller, Rabenpfennig, Rabenbatzen, Rabenvierer bezeichnet wird.

Die Polysemie verweist vor allem auch auf die metaphorischen und metonymischen Beziehungen zwischen Sememen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Ein kurzer einleitender Hinweis auf den Ursprung der Seminararbeit als Referat im Rahmen eines Proseminars.

2. Einleitung: Einführung in die Grundbegriffe von Wort und Lexem sowie Darstellung der Problematik bei der Definition von Polysemie und Homonymie.

3. Traditionelle Ansätze zur Unterscheidung von Polysemie und Homonymie aus der wissenschaftlichen Literatur: Detaillierte Betrachtung der Begriffsdefinitionen, Entstehungsformen und Abgrenzungskriterien (Etymologie, Verwandtschaft) nach Schippan und Wichter.

4. Quantitative Ansätze zur Bestimmung von Polysemie und Homonymie nach Schierholz (1991): Kritische Auseinandersetzung mit subjektiven traditionellen Ansätzen und Vorstellung einer empirisch-quantitativen Methode mittels Substitutionstests.

5. Polysemie oder Homonymie? - ein Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der verwandten Relationen und Feststellung, dass die Abgrenzung aufgrund des Unsicherheitsfaktors "Sprachbewusstsein" schwierig bleibt.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der herangezogenen wissenschaftlichen Quellen und Wörterbücher.

Schlüsselwörter

Polysemie, Homonymie, Lexikologie, Lexem, Mehrdeutigkeit, Semem, Sprachwandel, Etymologie, Schierholz, Substitutionstest, Sprachsystem, Linguistik, Semantik, Bedeutungsextension, Wortbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die sprachwissenschaftliche Differenzierung zwischen den Phänomenen Polysemie und Homonymie im Deutschen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Fokus stehen die theoretischen Grundlagen der Wortbedeutung, die klassischen Abgrenzungskriterien und neue, quantitative Methoden zur Bestimmung lexikalischer Mehrdeutigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Schwierigkeit bei der Trennung von Polysemie und Homonymie aufzuzeigen und zu prüfen, ob empirische Ansätze eine objektivere Bestimmung ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit vergleicht traditionelle, teils subjektive Definitionen mit dem quantitativen Forschungsansatz von Stefan Schierholz, insbesondere dem Verfahren der Kernkonstituentenermittlung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung traditioneller Ansätze, die Abgrenzungskriterien von Wichter und die detaillierte Analyse der quantitativen Vorgehensweise von Schierholz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Polysemie, Homonymie, Semem, Lexem, quantitative Linguistik und Sprachbewusstsein.

Was unterscheidet Polysemie von Homonymie laut dieser Seminararbeit?

Polysemie zeichnet sich durch miteinander verbundene Bedeutungen aus, während bei der Homonymie keine inhaltliche Beziehung zwischen den Bedeutungen eines gleichen Signifikanten besteht.

Warum hält die Autorin die klassische Abgrenzung für problematisch?

Die Autorin argumentiert, dass die Entscheidung oft subjektiv vom Sprachbewusstsein des jeweiligen Betrachters abhängt und somit uneinheitlich ausfällt.

Welchen Mehrwert bietet der Ansatz von Schierholz?

Schierholz bietet durch empirische Verfahren, wie den Substitutionstest, eine intersubjektiv nachprüfbare Methode, die objektivere Daten über die Existenz von Polysemie liefert.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Phänomene Polysemie - Homonymie
Universidad
University of Stuttgart  (Abteilung germanistische Linguistik)
Curso
Proseminar - Lexikologie
Calificación
1,0
Autor
Claudia Nickel (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
20
No. de catálogo
V55370
ISBN (Ebook)
9783638503341
ISBN (Libro)
9783638775649
Idioma
Alemán
Etiqueta
Phänomene Polysemie Homonymie Proseminar Lexikologie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Claudia Nickel (Autor), 2006, Die Phänomene Polysemie - Homonymie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55370
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