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Psychoanalyse - Ein kurzer Überblick

Title: Psychoanalyse - Ein kurzer Überblick

Term Paper , 2000 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Axel R. Langner (Author)

Social Work
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Es gibt Worte, die für ein empfindliches Lebensgefühl den Staub des Antiquierten an sich haben, obgleich sie keineswegs alt, vielleicht gar höchst modisch sind.

Wenn es wahr ist, daß unsere Generation sich anschickt, die schwebende Grenze zu überschreiten,
die das Ende der Neuzeit bezeichnet,
dann liegt der Staub des Antiquierten wohl vor allem auf Begriffen,
die noch vor dieser Grenze geprägt wurden.

Eines dieser Worte heißt:
Psychoanalyse.


Eine eigenartige Methode der psychologischen Untersuchung und Forschung ist die Psychoanalyse.
Sie ist allerdings keine Forschungsmethode allein, sondern eher ein Heilmittel. Die Psychoanalyse an sich ist wohl die aufwendigste Form von psychodynamischer Be-handlung.
Sie stellt auch die höchsten Ansprüche an die emotionale Belastbarkeit des Patienten, seine Zeit und gewöhnlich auch seine finanziellen Mittel.
Aus diesen Gründen ist sie in den USA, aber auch bei uns in Deutschland die am wenigsten gebräuchliche Form tiefenpsychologischer Behandlung.
Da sie jedoch die Vorläuferin aller Therapien in dieser Kategorie ist, gilt ihr dennoch die größte Aufmerksamkeit.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

1.1. Geschichte

2. Ziel der Psychoanalyse

3. Die fünf Grundregeln der Psychoanalyse

3.1. Therapeutische Neutralität

3.2. Freie Assoziation

3.3. Deutung

3.4. Übertragungsreaktion

3.5. Durcharbeitung

4. Musterfall der Psychoanalyse

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Psychoanalyse als tiefenpsychologisches Verfahren zu erläutern und ihre wesentlichen methodischen Grundlagen sowie therapeutischen Konzepte für ein besseres Verständnis ihrer Wirkungsweise darzustellen.

  • Historische Einordnung und Entwicklung der Psychoanalyse
  • Definition des therapeutischen Ziels der Persönlichkeitsentwicklung
  • Die fünf Grundregeln: Neutralität, Assoziation, Deutung, Übertragung und Durcharbeitung
  • Analyse von Fallbeispielen als therapeutische Grundlage
  • Kritische Reflexion über die Anforderungen an den Patienten

Auszug aus dem Buch

3.4. Übertragungsreaktion

Übertragung ist ein durchaus sehr normaler Vorgang in allen Bereichen des Lebens, durch den der Betreffende unbewusst kindliche Beziehungsmuster wiederholt, die sich im Umgang mit wichtigen Bezugspersonen seiner Vergangenheit wie Eltern oder Geschwistern entwickelt haben.

Freud betonte, dass die Übertragung kein psychoanalytisches Kunstprodukt ist, sondern dass Übertragung zu den natürlichen Erscheinungen des menschlichen Lebens gehört. In der Übertragung richtet der Betreffende die gleichen Gefühle und Einstellungen, die er diesen Figuren seiner Kindheit entgegen brachte, spontan auf eine Person in seiner Umgebung.

Ebenso stellt sich die Übertragung im Verhältnis zwischen Kranken und dem Arzt spontan her und wirkt um so stärker, je weniger man ihr Vorhandensein ahnt. So gehen Menschen unbewusst mit ihren Lebenspartnern, Lehrern oder Arbeitgebern oft so um, als ob es ihre Eltern wären und als ob sie dieselben Ansprüche an sie stellten, wie ihre Eltern, bzw. ihnen genauso mit Strafe drohten.

Den Mechanismus der Übertragung verstehen zu lernen, hilft Menschen oft, zu erkennen, wie sie ihre Wahrnehmungen anderer verzerren. Im Laufe der psychoanalytischen Behandlung entwickelt der Analysand allmählich eine sogenannte Übertragungsreaktion gegenüber dem Analytiker.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Psychoanalyse als tiefenpsychologische Methode ein und skizziert deren historische Entstehung durch Sigmund Freud.

2. Ziel der Psychoanalyse: Hier wird der Anspruch der Psychoanalyse beschrieben, tiefgreifende Charakterveränderungen zu bewirken, anstatt nur Symptome oberflächlich zu behandeln.

3. Die fünf Grundregeln der Psychoanalyse: Dieses Kapitel erläutert die methodischen Säulen der Therapie, darunter die Neutralität, freie Assoziation, Deutung, Übertragung und den Prozess der Durcharbeitung.

4. Musterfall der Psychoanalyse: Anhand des Fallbeispiels Daniel Paul Schreber wird die klinische Anwendung der psychoanalytischen Theorie illustriert.

Schlüsselwörter

Psychoanalyse, Sigmund Freud, Tiefenpsychologie, Therapie, Freie Assoziation, Übertragung, Deutung, Durcharbeitung, Therapeutische Neutralität, Unbewusstes, Persönlichkeitsentwicklung, Fallstudie, Nervenkrankheit, Psychodynamik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Grundlagen der Psychoanalyse als therapeutisches Verfahren sowie deren theoretische und methodische Vorgehensweise in der psychodynamischen Behandlung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der Psychoanalyse, die Ziele dieser Therapieform und die essenziellen technischen Grundregeln, die den Behandlungsprozess strukturieren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Leser über die Wirkungsweise der psychoanalytischen Therapie aufzuklären und aufzuzeigen, wie durch spezifische Methoden unbewusste Konflikte bearbeitet werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Zusammenfassung etablierter psychoanalytischer Lehren und Literatur sowie der exemplarischen Anwendung am Fallbeispiel von Daniel Paul Schreber.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die fünf Grundregeln der Psychoanalyse – Neutralität, freie Assoziation, Deutung, Übertragung und Durcharbeitung – detailliert erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Psychoanalyse, Unbewusstes, Übertragung, freie Assoziation und der therapeutische Prozess der Durcharbeitung.

Warum wird die Psychoanalyse oft als aufwendige Therapieform beschrieben?

Aufgrund der hohen Anforderungen an die zeitliche Verfügbarkeit, die finanzielle Belastung und die emotionale Stabilität des Patienten gilt sie als eine der aufwendigsten Formen der Behandlung.

Welche Rolle spielt die Übertragung im therapeutischen Prozess?

Die Übertragung fungiert als „Schmelztiegel“, in dem der Patient unbewusste Konflikte aus seiner Kindheit auf den Analytiker projiziert und diese dadurch erfahrbar und veränderbar macht.

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Details

Title
Psychoanalyse - Ein kurzer Überblick
College
University of Applied Sciences Mainz
Grade
1,0
Author
Axel R. Langner (Author)
Publication Year
2000
Pages
17
Catalog Number
V55469
ISBN (eBook)
9783638504089
ISBN (Book)
9783638765732
Language
German
Tags
Psychoanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Axel R. Langner (Author), 2000, Psychoanalyse - Ein kurzer Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55469
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