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Das Gleichnis "Vom verlorenen Schaf", Lukas 15, 1-7

Title: Das Gleichnis "Vom verlorenen Schaf", Lukas 15, 1-7

Seminar Paper , 2005 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anja Klein (Author)

Theology - Biblical Theology
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Der Name des Verfassers des Lukasevangeliums ist leider nicht bekannt, da er ihn nicht nennt. Es ist aber davon auszugehen, dass die Apostelgeschichte und das Lukasevangelium vom selben Autor verfasst worden sind. Ein mögliches Indiz hierfür ist es, dass es hier nicht nur eine theologische Nähe, sondern auch Gemeinsamkeiten in terminologischer Hinsicht gibt (vgl. Apg 13,38f, Lk 18,14, anklingen der Rechtfertigungslehre). [vgl. Conzelmann/ Lindemann: Arbeitsbuch zum Neuen Testament, S.343] Diese Gemeinsamkeiten können einerseits auf eine gemeinsame Verfasserschaft hinweisen, andererseits aber auch auf literarische Weise vermittelt sein. Es gibt aber auch Stimmen, die gegen die Verfasserschaft des Paulusmitarbeiters Lukasplädieren und einwenden, dass er sich theologisch zu stark von Paulus unterscheide. [vgl. Calwer: Bibellexikon, S.847] Augenzeugen werden in der Apg namentlich leider nicht erwähnt, die hier Aufschluss geben könnten. [vgl. Conzelmann/ Lindemann: Arbeitsbuch zum Neuen Testament, S.343]
Auffällig im Gegensatz zu MT und Mk ist auch, dass bei Lk der Autor als individuell sichtbar wird. [vgl. Conzelmann/ Lindemann: Arbeitsbuch zum Neuen Testament, S342] Das "Ich" am Anfang bei Lk 1,3 und bei Apg 1,1 macht dies deutlich. "Seit Irenäus (um 180) gilt als Autor der Paulusbegleiter Lukas (Phlm 24, vgl. Kol 4,14, wo Lukas als Arzt bezeichnet ist, und 2 Tim 4,11; nach dem Canon Muratori war Lukas "litteris studios", also ein gebildeter Mann)." [Conzelmann/ Lindemann: Arbeitsbuch zum Neuen Testament, S.342] Letztlich bleibt der Verfasser von Lk (und der Apg) jedoch aufgrund fehlender Indizien unbekannt.
Auch auf die Frage ob Lukas Juden- oder Heidenchrist war, gibt es keine eindeutige Antwort in der Literatur. Zwar kürzt Lk die Gesetzesdebatten aus Mk. Eine Parallele zu den Passagen über das Gesetz, wie bei Markus 7, 1-23 oder Mk 10 1-12, lässt sich bei Lukas nicht finden. Das Verständnis des Gesetzes, wie man es im Gegensatz hierzu in der Apostelgeschichte finden kann, ist sehr unjüdisch. Hieraus kann man folgern, dass er kein Jude war, obwohl er die Bräuche gut kennt und sie sachlich zutreffend darstellt. [vgl. Calwer: Bibellexikon, S.848] Andererseits ist Lukas mit jüdischen Sitten vertraut, wie zum Beispiel die Schilderung des Synagogengottesdienstes in Lk 4,16ff zeigt, somit ist es zwar unwahrscheinlicher aber nicht undenkbar, dass er Diaspora-Jude war. [vgl. Conzelmann/ Lindemann: Arbeitsbuch zum Neuen Testament, S.343]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Historische Einordnung

2. Abgrenzung und Kontext

3. Übersetzungsvergleich

4. Synoptischer Vergleich

5. Literar- und Formkritik

5.1. Literarkritik

5.2. Formkritik

6. Einzelexegese

7. Theologische Zusammenfassung

8. Literaturliste

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Gleichnis vom verlorenen Schaf (Lukas 15, 1-7) durch eine exegetische Analyse, um das theologische Verständnis der Sünderliebe Gottes und die Freude über das Finden des Verlorenen herauszuarbeiten.

  • Historische Einordnung und Kontextualisierung des Lukasevangeliums
  • Vergleichende Analyse verschiedener Bibelübersetzungen
  • Synoptischer Vergleich mit Matthäus und dem Thomasevangelium
  • Literarkritische und formkritische Untersuchung des Textes
  • Einzelexegese und theologische Schlussfolgerungen zur Sünderliebe

Auszug aus dem Buch

6. Einzelexegese

Man kann das Gleichnis vom verlorenen Schaf in zwei Abschnitte gliedern:

a) Der Vorwurf/ Der Anstoß (V.1+2)

b) Das Gleichnis vom verlorenen Schaf (V.3-7)

Beginnen wir mit der Auslegung vom ersten Teil, „dem Vorwurf“, „ dem Anstoß“.

1 Es nahten sich ihm aber allerlei Zöllner und Sünder, um ihn zu hören.

2 Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten und sprachen:

Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen.

Viele Menschen gehen den Weg mit Jesus gemeinsam, aber auch Zöllner und Sünder „nahen“ sich ihm. Sie sind verachtet, weil ihr Lebenswandel als unmoralisch gilt, sie zu der damaligen Zeit unehrenhafte Berufe ausüben und die pharisäischen Gesetze nicht befolgen. Auch wer diese Gesetze aus reiner Unwissenheit nicht kennt gilt als Sünder. Zöllner sind Menschen, die von Gott getrennt sind, weil sie sich materiellen Werten mehr verschreiben, als ihren Mitmenschen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Historische Einordnung: Dieses Kapitel beleuchtet den unbekannten Verfasser des Lukasevangeliums, diskutiert dessen theologische Nähe zu Paulus und analysiert die Hintergründe zur Abfassungszeit sowie zum möglichen Entstehungsort.

2. Abgrenzung und Kontext: Hier wird das Gleichnis in den literarischen Rahmen des Lukasevangeliums eingebettet und die Verbindung zu Kapitel 13 und 14 sowie die spezifische Ausgangssituation (Lk 15, 1-2) analysiert.

3. Übersetzungsvergleich: Dieses Kapitel stellt die textlichen Unterschiede zwischen der Luther-, Elberfelder- und der Einheitsübersetzung anhand des Gleichnisses Vers für Vers gegenüber.

4. Synoptischer Vergleich: Hier wird das Gleichnis mit den Parallelen bei Matthäus und im Thomasevangelium verglichen, um die unterschiedlichen Akzente der Evangelisten herauszuarbeiten.

5. Literar- und Formkritik: Dieses Kapitel untersucht die Entstehungsgeschichte des Textes, seine literarische Einheitlichkeit und bestimmt die Textgattung sowie deren Sitz im Leben.

6. Einzelexegese: Eine detaillierte Auslegung des Textes erfolgt hier, wobei der Vorwurf der Pharisäer und die spezifische Bedeutung der Hirtenmetapher und der Sünderliebe bei Lukas analysiert werden.

7. Theologische Zusammenfassung: Die zentralen theologischen Aussagen, insbesondere die Rechtfertigungslehre und die Bedeutung der Sünderliebe Gottes, werden hier theologisch reflektiert und in einen ethischen Zusammenhang gestellt.

8. Literaturliste: Ein Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Lukas, Gleichnis, verlorenes Schaf, Exegese, Sünderliebe, Gott, Freude, Pharisäer, Hirte, Umkehr, Vergebung, biblische Hermeneutik, neutestamentliche Theologie, Synoptiker, Ethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine exegetische Analyse des Gleichnisses vom verlorenen Schaf im Lukasevangelium.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Sünderliebe Gottes, das Motiv der Freude über das Wiederfinden und die Bedeutung der Umkehr.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den theologischen Kern des Gleichnisses zu erschließen und die Intention des Evangelisten Lukas verständlich zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es werden historisch-kritische Methoden, insbesondere literarkritische, formkritische und synoptische Vergleiche sowie eine Einzelexegese angewendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst den Vergleich verschiedener Bibelübersetzungen, den Vergleich mit parallelen Evangelientexten sowie eine detaillierte, abschnittsweise Exegese des Textes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Lukas, Gleichnis, Sünderliebe, Exegese und Freude.

Wie unterscheidet sich die lukanische Fassung von der bei Matthäus?

Lukas betont stärker die Freude des Hirten über das Finden, während Matthäus das Gleichnis eher als Mahnung für die Gemeinde nutzt.

Welche Bedeutung kommt dem Vers 7 im Gleichnis zu?

Vers 7 dient als „Achtergewicht“ des Textes, das die Freude im Himmel über die Umkehr eines Sünders hervorhebt und in einen übergeordneten heilsgeschichtlichen Kontext stellt.

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Details

Title
Das Gleichnis "Vom verlorenen Schaf", Lukas 15, 1-7
College
University of Dortmund
Course
Einführung in die Auslegung des Neuen Testaments
Grade
1,3
Author
Anja Klein (Author)
Publication Year
2005
Pages
20
Catalog Number
V55506
ISBN (eBook)
9783638504331
ISBN (Book)
9783638598620
Language
German
Tags
Gleichnis Schaf Lukas Einführung Auslegung Neuen Testaments
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anja Klein (Author), 2005, Das Gleichnis "Vom verlorenen Schaf", Lukas 15, 1-7, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55506
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