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John F. Nash - Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften im Jahr 1994

Title: John F. Nash - Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften im Jahr 1994

Seminar Paper , 2005 , 17 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Anne Moorbrink (Author)

Economics - History
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John F. Nash war der Wegbereiter für die Theorie konkurrierender Spiel- oder Marktteilnehmer. 1 In der Spieltheorie, die Erkenntnis über das menschliche Verhalten in Entscheidungssituationen auf wirtschaftliches Handeln überträgt, führte der Nobelpreisträger eine genaue Unterscheidung zwischen kooperativen und nicht-kooperativen Spielen ein. Für die Entwicklung des Nash-Gleichgewichtskonzeptes, das nach ihm benannt wurde, und die grundlegende Analyse des Gleichgewichts in der nichtkooperativen Spieltheorie erhielt John F. Nash 1994 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. 2 Er teilte sich diesen mit John Charles Harsanyi und Reinhard Selten für ihre bahnbrechende Analyse von Gleichgewichten in der Theorie nicht-kooperativer Spiele.3

Im Rahmen dieser Seminararbeit soll das Gesamtwerk von John F. Nash vorgestellt werden. Die Seminararbeit ist in drei Kapitel gegliedert. Im ersten Kapitel werden der Werdegang und die Forschungsschwerpunkte des Nobelpreisträgers beschrieben. Im zweiten Kapitel folgt eine Erklärung der Spieltheorie und Nashs Erkenntnisse hinsichtlich der Unterscheidung von Spielen und der Erforschung des Gleichgewichts. Im dritten und letzten Kapitel erfolgt abschließend eine kritische Würdigung des Lebens und der Werke John Nashs.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Lebenslauf

1.2. Forschungsgebiete

2. Die Spieltheorie

2.1. Entstehung

2.2. Nashs Ansätze

2.2.1. Das Nash-Gleichgewicht

2.2.2. Das Gefangenendilemma

2.2.3. Nash-Gleichgewichte bei gemischten Strategien

2.2.4. Nash-Gleichgewichte in strikt kompetitiven Spielen

3. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit befasst sich mit dem wissenschaftlichen Lebenswerk von John F. Nash. Das primäre Ziel ist die Darstellung seines Einflusses auf die moderne Spieltheorie, insbesondere durch die Entwicklung des nach ihm benannten Gleichgewichtskonzeptes und dessen Bedeutung für die Wirtschaftswissenschaften.

  • Biografischer Werdegang von John F. Nash
  • Abgrenzung zwischen kooperativen und nicht-kooperativen Spielen
  • Fundamentale Analyse des Nash-Gleichgewichts
  • Anwendung der Spieltheorie auf ökonomische und soziale Problemstellungen
  • Kritische Würdigung des wissenschaftlichen Gesamtwerkes

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Das Nash-Gleichgewicht

John Nash entwickelte ein Lösungskonzept, das sich als grundlegend für die Diskussion konsistenter Lösungen von nicht-kooperativen Spielen erwiesen hat, es ist eine Verallgemeinerung des Gleichgewichtskonzeptes, das Cournot für die Oligopoltheorie entwickelte. Er bewies in seiner 1950 erschienenen Dissertation, dass jedes endliche nicht-kooperative n-Personen-Spiel mindestens ein (Nash-)Gleichgewichtspunkt besitzt, und erweiterte somit die Theorie der 2-Personen-Nullsummen-Spiele.

„Ein Nash-Gleichgewicht ist definiert als eine Strategiekombination (s*), bei der die Strategie eines jeden Spielers die beste Antwort auf die Strategien der anderen Spieler darstellt“, es gilt:

ui ( si* , s-i* ) ≥ ui ( si , s-i*) für alle i, für alle si ε Si

Ausgehend von einem Nash-Gleichgewicht, besteht für keinen Spieler der Anreiz, von seiner eigenen Entscheidung abzuweichen, bei gegebenen Strategiewahlen der anderen Spieler; die Strategiewahl für Spieler i erweist sich in der Tat als optimal, Spieler i kann bei den gegebenen Entscheidungen der anderen Spieler keine höhere Auszahlung erwarten.

Folgende Überlegung ist hierfür anzustellen: Jeder Spieler i muss bestimmte Erwartungen darüber formulieren, welche Strategien s-i seine Mitspieler wählen und daraufhin überlegt er sich, welche Antwort die beste für ihn sei.

Sobald die folgenden Bedingungen erfüllt sind, existiert ein Nash-Gleichgewicht in reinen Strategien:

„Sei Γ(N, S, u) ein Spiel mit folgenden Eigenschaften:

- der Strategieraum Si Rm ist kompakt und konvex für alle Spieler i є N;

- für alle i є N gilt; ui(s) ist stetig und begrenzt in s є S und quasi-konkav in si.

Dann existiert ein Nash-Gleichgewicht für das Spiel Γ.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt den Nobelpreisträger John F. Nash vor und erläutert die thematische Struktur der Seminararbeit.

1.1. Lebenslauf: Dieser Abschnitt zeichnet den persönlichen und akademischen Werdegang von John F. Nash von seiner Kindheit bis zur wissenschaftlichen Anerkennung nach.

1.2. Forschungsgebiete: Hier werden die wissenschaftlichen Schwerpunkte von Nash dargestellt, die neben der Spieltheorie auch Bereiche der Mathematik wie die Differentialgeometrie umfassen.

2. Die Spieltheorie: Dieses Kapitel gibt einen allgemeinen Überblick über die Bedeutung der Spieltheorie als Instrumentarium zur Analyse strategischer Interaktionen.

2.1. Entstehung: Es wird die historische Entwicklung der Spieltheorie durch Pioniere wie von Neumann und Morgenstern sowie deren Bedeutung für kooperative Spiele beleuchtet.

2.2. Nashs Ansätze: Dieser Abschnitt konzentriert sich auf Nashs maßgebliche Beiträge, insbesondere die Unterscheidung von Spieltypen.

2.2.1. Das Nash-Gleichgewicht: Definition und Erläuterung des zentralen Lösungskonzeptes für nicht-kooperative Spiele durch Nash.

2.2.2. Das Gefangenendilemma: Anwendung des Nash-Gleichgewichts anhand des bekannten Gefangenendilemmas zur Verdeutlichung individueller Rationalität vs. kollektiver Effizienz.

2.2.3. Nash-Gleichgewichte bei gemischten Strategien: Erklärung von Gleichgewichten in Spielen, in denen reine Strategien keine eindeutige Lösung bieten.

2.2.4. Nash-Gleichgewichte in strikt kompetitiven Spielen: Analyse von Spielen mit entgegengesetzten Interessen und der Problematik des Gleichgewichtsbegriffs in Nullsummenspielen.

3. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Würdigung des Lebenswerkes von John F. Nash und dessen nachhaltiger Einfluss auf die moderne Informationsökonomie und Sozialwissenschaften.

Schlüsselwörter

John F. Nash, Spieltheorie, Nash-Gleichgewicht, Nicht-kooperative Spiele, Kooperative Spiele, Gefangenendilemma, Strategiekombination, Ökonomische Theorie, Nobelpreis, Nutzenfunktion, Strategieraum, Nullsummenspiel, Informationsökonomie, Mathematische Dissertation, Spielanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit im Kern?

Die Arbeit beleuchtet das Leben und das wissenschaftliche Wirken von John F. Nash, insbesondere seinen Beitrag zur Entwicklung der Spieltheorie.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?

Die Schwerpunkte liegen auf dem biografischen Werdegang, den theoretischen Grundlagen der Spieltheorie und der Analyse spezifischer Gleichgewichtskonzepte.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es, Nashs Unterscheidung zwischen kooperativen und nicht-kooperativen Spielen sowie seine Entwicklung des Nash-Gleichgewichts verständlich zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse von Nashs theoretischen Ansätzen und mathematischen Modellen vorgenommen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Spieltheorie und die praktische Erläuterung der Nash-Gleichgewichte anhand von Fallbeispielen wie dem Gefangenendilemma.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Nash-Gleichgewicht, Spieltheorie, Strategie und Nutzenfunktion definiert.

Warum spielt das Gefangenendilemma eine so große Rolle?

Das Gefangenendilemma dient als klassisches Beispiel, um zu verdeutlichen, dass individuell rationale Entscheidungen nicht zwangsläufig zu einem pareto-optimalen Gesamtergebnis führen.

Wie definiert sich ein Gleichgewicht bei gemischten Strategien?

Es handelt sich um Situationen, in denen Spieler durch eine zufällige Wahl von Strategien (mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten) zu einer stabilen Lösung gelangen, wenn reine Strategien kein eindeutiges Gleichgewicht zulassen.

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Details

Title
John F. Nash - Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften im Jahr 1994
College
University of Osnabrück
Course
Nobelpreisträger
Grade
2,3
Author
Anne Moorbrink (Author)
Publication Year
2005
Pages
17
Catalog Number
V55523
ISBN (eBook)
9783638504454
ISBN (Book)
9783656068402
Language
German
Tags
John Nash Nobelpreisträger Wirtschaftswissenschaften Jahr Nobelpreisträger
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne Moorbrink (Author), 2005, John F. Nash - Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften im Jahr 1994, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55523
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