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Genettes Erzählung 'discours du recit' und die Kategorie "Stimme"

Title: Genettes Erzählung 'discours du recit' und die Kategorie "Stimme"

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Genettes Werk ist in der Literaturwissenschaft allgemein bekannt und weit verbreitet.
Seine Ansichten sind komplex und breit gefächert. In dieser Ausarbeitung wird auf seine Ausführungen zur narrativen Instanz eingegangen, explizit auf die Kategorie „Stimme“, mit dem Schwerpunkt der Idee der narrativen Ebenen.
Folgende Fragen stellen sich indiesem Zusammenhang: Wann wird erzählt? Wo wird erzählt? In welchem Maße ist der Erzähler am Geschehen beteiligt? Wer erzählt wem? Ziel dieser Arbeit ist es, Antworten auf diese Fragen zu finden.
„(...)wir wollen im Folgenden unter der Kategorie Stimme all die Probleme behandeln, die den Akt des Erzählens und damit neben der Person des Erzählens auch das Verhältnis von Erzähler/ Hörer betreffen.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Zeit der Narration - wann wird erzählt?

2. Narrative Ebenen- wo wird erzählt?

3. Person - wer erzählt?

3.1. Funktion des Erzählers

3.2. Subjekt und Adressat des Erzählens - wem wird erzählt?

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Gérard Genettes erzähltheoretisches Konzept des „discours du récit“, wobei der Schwerpunkt auf der Kategorie „Stimme“ liegt. Ziel ist es, die narrative Instanz und deren Beziehung zum Geschehen sowie zum Adressaten anhand zentraler Fragestellungen theoretisch zu durchdringen.

  • Analyse der Zeitverhältnisse der Narration
  • Untersuchung narrativer Ebenen und Verschachtelungen
  • Differenzierung der Erzählertypen (heterodiegetisch/homodiegetisch)
  • Funktionen des Erzählers im narrativen Diskurs
  • Rolle des narrativen Adressaten

Auszug aus dem Buch

1. Zeit der Narration - wann wird erzählt?

Bei der Zeit der Narration wird die narrative Instanz in Beziehung zu der von ihr erzählten Geschichte gesetzt. „Die wichtigste Zeitbestimmung der narrativen Instanz ist offensichtlich eine rationale, nämlich ihre Position im Verhältnis zur erzählten Geschichte.“6

Demnach ist auch leicht verständlich, dass die Narration nur nach dem kommen kann, was sie erzählt, sich aber auch in der „Vergangenheitsform (...)aufsplittern kann, um sich als eine Art mehr oder weniger unmittelbare Reportage zwischen die verschiedenen Momente zu schieben.“7 Man kann also bei einer Erzählung verschweigen, wie sie räumlich einzuordnen ist, muss sie aber zeitlich einordnen, schon aufgrund des Gebrauchs der Tempusformen: Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft. Demnach hätte man allein unter diesem Blickwinkel vier Narrationstypen zu unterscheiden:

Da ist zum einen die spätere Narration, welche die klassische Position der Erzählung in Vergangenheitsform einnimmt und somit die Häufigste ist, zum anderen die frühere Narration, die normalerweise im Futur steht, aber auch im Präsens erzählt werden kann. Außerdem gibt es die gleichzeitige Narration, die ebenfalls im Präsens vorgetragen wird und die Handlung simultan begleitet und die eingeschobene Narration, die sich, wie ihr Name schon andeutet, zwischen den Momenten der Handlung abspielt. Sie ist „a priori und der komplexeste Typus, da es sich um eine Narration mit mehreren Instanzen handelt und da sich die Geschichte und Narration hier dergestalt verwickeln können, dass letztere auf erstere reagiert.“8 Dieser Fall ist vor allem im Briefroman mit mehreren Schreibern gegeben. Der Brief ist somit gleichzeitig Medium und Element der Erzählung.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung des theoretischen Rahmens von Gérard Genette mit Fokus auf die Kategorie „Stimme“ sowie Definition der leitenden Forschungsfragen.

1. Zeit der Narration - wann wird erzählt?: Erläuterung der zeitlichen Positionierung der narrativen Instanz zur Geschichte anhand der vier Typen: spätere, frühere, gleichzeitige und eingeschobene Narration.

2. Narrative Ebenen- wo wird erzählt?: Analyse der Verschachtelung von Erzählungen und der Unterscheidung zwischen extradiegetischen und intradiegetischen sowie metadiegetischen Ebenen.

3. Person - wer erzählt?: Systematisierung der Erzählertypen basierend auf der grammatikalischen Einstellung und der Anwesenheit des Erzählers in der Geschichte (heterodiegetisch/homodiegetisch).

3.1. Funktion des Erzählers: Untersuchung der fünf Aufgabenbereiche des Erzählers, darunter die narrative, regieführende und ideologische Funktion.

3.2. Subjekt und Adressat des Erzählens - wem wird erzählt?: Erörterung der Rolle des narrativen Adressaten und dessen Verhältnis zum realen sowie fiktiven Leser.

4. Fazit: Zusammenfassende Reflexion über die Präzision von Genettes Modell und den Erkenntnisgewinn hinsichtlich der Erzählstruktur.

Schlüsselwörter

Erzähltheorie, Gérard Genette, Stimme, Narration, Diegese, histoire, discours, Zeit der Narration, narrative Ebenen, extradiegetisch, intradiegetisch, heterodiegetisch, homodiegetisch, Erzählfunktion, narrativer Adressat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den erzähltheoretischen Überlegungen von Gérard Genette, insbesondere mit dessen Werk „discours du récit“ und der Kategorie „Stimme“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Zeitstruktur der Erzählung, den Aufbau narrativer Ebenen, die Person des Erzählers und das Verhältnis zwischen Erzähler und Adressat.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die komplexen Kategorien Genettes verständlich aufzuarbeiten und Antworten auf die Fragen zu finden, wann, wo und durch wen erzählt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die strukturalistische Methode der Erzähltextanalyse nach Genette, um narrative Texte in ihre Bestandteile zu zerlegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die zeitlichen Aspekte der Narration, die Ebenen-Verschachtelung (Diegesen) und klassifiziert verschiedene Erzählertypen sowie deren Funktionen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Diegese, histoire/discours, Narrationstypen, narrative Instanz und der narrative Adressat.

Warum spielt die Unterscheidung von Diegesen eine so wichtige Rolle?

Die Unterscheidung ermöglicht es, die Struktur von Geschichten in der Geschichte zu verstehen und die Distanz zwischen verschiedenen Erzählebenen präzise zu bestimmen.

Wie unterscheidet sich der extradiegetische vom intradiegetischen Erzähler?

Der extradiegetische Erzähler steht außerhalb der eigentlichen Geschichte (Rahmenerzählung), während der intradiegetische Erzähler innerhalb der erzählten Welt agiert.

Was besagt die „patische“ Funktion des Erzählers?

Sie beschreibt die Bemühung des Erzählers, einen direkten Kontakt zum Publikum herzustellen und sich eher als „Plauderer“ denn als distanzierter Berichterstatter zu inszenieren.

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Details

Title
Genettes Erzählung 'discours du recit' und die Kategorie "Stimme"
College
Free University of Berlin  (Philosophie und Geisteswissenschaften)
Course
Hauptseminar Neuere deutsche Literatur und Sprache
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2005
Pages
17
Catalog Number
V55538
ISBN (eBook)
9783638504584
ISBN (Book)
9783638942065
Language
German
Tags
Genettes Erzählung Kategorie Stimme Hauptseminar Neuere Literatur Sprache
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2005, Genettes Erzählung 'discours du recit' und die Kategorie "Stimme", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55538
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