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Die Bedeutung der spirituellen Dimension im schulischen Erziehungsauftrag

Titel: Die Bedeutung der spirituellen Dimension im schulischen Erziehungsauftrag

Hausarbeit , 2006 , 34 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Valentin Eisch (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Psychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der schulpädagogischen Fachliteratur hat der Begriff der Spiritualität bisher keinen nennenswerten Einzug gefunden. Eine Verknüpfung von Spiritualität und Schule scheint sich auf den ersten Blick ganz auf den Religionsunterricht zu beschränken.
Im Zuge des PISA-Schocks richten sich die Augen der deutschen Schule auf die erfolgreichen Skandinavischen Länder, die bereits vor 10 Jahren richtungweisende Maßnahmen im Zuge des sozialen Wandels eingeleitet haben. “Kinder niemals beschämen“ oder “Auf die Haltung kommt es an“, sind Leitsätze der finnischen und schwedischen Schulen. Die Entwicklung sozialer Kompetenzen ist dort eine wichtige Basis für selbstorganisierte und kooperative Lernformen.
Kann dieser kontrovers diskutierte Begriff in Worte gefasst und damit griffiger werden? Kann Spiritualität für die Entwicklung sozialer Kompetenzen und damit für den Erziehungsauftrag von Bedeutung sein? Wenn ja, welche Konsequenzen für den schulischen Erziehungsauftrag könnten daraus abgeleitet werden?
Der Autor stellt sich mit dieser Arbeit dem Wagnis, auf diese schwierigen Fragen Antworten zu geben und Spiritualität auf den Boden ganz alltäglicher Bezüge zu stellen.
Im Mittelpunkt der Arbeit stehen Fallbeispiele aus dem Klassenzimmer, die ganz real so im Unterricht auftreten können bzw. aufgetreten sind. Die Fallbeispiele werden anhand eines psychologischen Modells erläutert. Der Verlust von essentiellem Bewusstsein (Einheitsbewusstsein) steht im Mittelpunkt jeder (früh)kindlichen Charakterprägung. Um bspw. die Liebe der Mutter zurück zu gewinnen oder zu erhalten, wird ursprünglich vorhandene Essenz verdrängt und durch ein bestimmtes neues Selbstbild oder Verhalten ersetzt. Modelle, die ohne ein Bewusstsein für die dahinter liegende spirituelle Dimension aufgebaut sind, können nur eingeschränkt wirkungsvoll sein.
Jeder grenzsetzende, erzieherische Akt hat immer auch eine psychologische Komponente auf Seiten von Schüler und Lehrer, die nicht aus der Welt zu schaffen ist und oft leidvoll erfahren wird. Das Verdrängen dieser Komponente, aus welchen Motiven auch immer, ist verständlich, aber nicht sehr hilfreich.
Nach Meinung des Autors, kann bereits der so wichtige Schritt des Verstehens, der Bewusstseinsbildung und Öffnung einer größeren Gruppe oder Organisation Energiereserven frei setzen, die wiederum für weitere Schritte mobilisieren können.
Von zentraler Bedeutung ist die Freiheit von jeglicher ideologischen Orientierung, Konfession oder Dogmatik.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.0 Spiritualität in Gesellschaft und Schule

2.0 Begrifflichkeiten und Grundlagen

2.1 Spiritualität

2.1.1 Anmerkung zur Begriffsdefinition der Spiritualität

2.2 Erziehung

2.3 Erziehungsgrundsätze des Landes NRW

2.4 Zusammenfassung

3.0 Die Bedingung Mensch

3.1 (Früh)kindliche Prägungen

3.2 Der “innere Richter“

3.3 Essenz

3.4 Der innere Richter im Klassenzimmer

3.5 Der innere Richter im Erziehungsauftrag

4.0 Bezüge zur Unterrichtspraxis

4.1 Fallbeispiel 1

4.2 Reflektion des Fallbeispiels 1

4.3 Fallbeispiel 2

4.4 Reflektion des Fallbeispiel 2

5.0 Erziehung und Spiritualität

5.1 Grenzsetzung

5.2 Bezüge zur Essenz und Abgrenzung zur traditionellen Psychologie

5.3 Reflektion und Umsetzung

6.0 Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung der spirituellen Dimension für den schulischen Erziehungsauftrag. Ziel ist es, die Rolle von frühkindlichen Prägungen und dem psychologischen Konzept des „inneren Richters“ bei Lernprozessen zu analysieren und Wege aufzuzeigen, wie spirituelle Essenz zur Bewältigung des schulischen Alltags und zur nachhaltigen Förderung der Schüler beitragen kann.

  • Analyse des Einflusses von Spiritualität auf gesellschaftliche und schulische Strukturen.
  • Untersuchung der psychologischen Dynamik des „inneren Richters“ und dessen Wirkung auf Unterrichtssituationen.
  • Erforschung von „Essenz“ als Potenzial für echte Persönlichkeitsentwicklung und Motivation.
  • Reflektion der erziehungswissenschaftlichen Praxis anhand konkreter Fallbeispiele.
  • Integration spiritueller Ansätze in den modernen schulischen Erziehungsauftrag.

Auszug aus dem Buch

3.2 Der “innere Richter“

Wenn Essenz und damit spirituelles Bewusstsein schließlich blockiert ist, bleibt an Stelle dieser Qualität ein Gefühl von Leere, eines Mangels, ein “Loch“ zurück. Diese “Löcher“ werden, wie oben beschrieben mit Werten, Identifikationen und Überzeugungen gefüllt und verinnerlicht.

Dieser Mangel ist in der Regel unbewusst, wird also im alltäglichen Leben kaum wahrgenommen. Tief unbewusst ist der ursprüngliche, essentielle Zustand allerdings nicht vergessen. Es gibt ein unbewusstes Sehnen und Streben nach diesem einfachen, vollkommenen Sein, das aber von den alltäglichen Notwendigkeiten meist verdeckt wird.

Mehr noch! Die Grundüberzeugungen und Standpunkte nehmen im Alltag des erwachsenen Menschen einen derart großen Stellenwert ein, dass der Einzelne sogar bereit ist, diese kämpfend zu verteidigen und aufrecht zu erhalten. Auch Gruppen, Organisationen und Länder finden gemeinsame Standpunkte, Verordnungen, Richtlinien, die in gleicher Weise verteidigt werden. Fremde Standpunkte und Meinungen werden demzufolge bewertet, abgelehnt oder gar verurteilt.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Spiritualität in Gesellschaft und Schule: Das Kapitel beleuchtet den wachsenden Stellenwert von Spiritualität in einer von Krisen und Leistungsdruck geprägten Zeit und hinterfragt die Integration spiritueller Themen in das Bildungssystem.

2.0 Begrifflichkeiten und Grundlagen: Hier werden Definitionen von Spiritualität und Erziehung erarbeitet sowie die maßgeblichen Erziehungsgrundsätze des Landes NRW für den schulischen Kontext dargelegt.

3.0 Die Bedingung Mensch: Der Autor analysiert die psychologischen Strukturen wie frühkindliche Prägungen und die Instanz des „inneren Richters“, die den Zugang zum essentiellen Sein des Menschen blockieren.

4.0 Bezüge zur Unterrichtspraxis: Anhand von zwei Fallbeispielen wird aufgezeigt, wie tiefgreifend unbewusste Muster den schulischen Alltag steuern und wie ein spiritueller Ansatz neue Räume der Begegnung schaffen kann.

5.0 Erziehung und Spiritualität: Dieses Kapitel verknüpft die Erkenntnisse zur Essenz mit pädagogischem Handeln und fordert eine Abgrenzung zur rein traditionellen, defizitorientierten Psychologie.

6.0 Schlussbemerkung: Der Autor fasst die Bedeutung von Spiritualität für zukünftige gesellschaftliche Wachstumsimpulse zusammen und betont die Schlüsselrolle der Schule.

Schlüsselwörter

Spiritualität, Erziehung, innerer Richter, Essenz, Schule, Persönlichkeitsentwicklung, Fallbeispiele, Lernmotivation, Pädagogik, Bewusstsein, Identifikation, Psychologie, Unterrichtspraxis, Werte, Ganzheitlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die spirituelle Dimension im schulischen Alltag und analysiert, wie diese das menschliche Handeln und die Erziehung beeinflusst.

Welche Themenfelder sind zentral?

Im Mittelpunkt stehen die psychologische Dynamik des „inneren Richters“, die Bedeutung von „Essenz“ als Bewusstseinszustand sowie die erziehungswissenschaftliche Reflexion in der Schulpraxis.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Spiritualität auf den Boden alltäglicher Bezüge zu stellen und einen Beitrag zur Integration von Essenz in den schulischen Erziehungsauftrag zu leisten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie auf der reflektierenden Auswertung von Fallbeispielen aus der eigenen Unterrichtspraxis.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Entstehung menschlicher Prägungen, der Funktion des inneren Kritikers sowie der Darstellung von Unterrichtssituationen, in denen spirituelle Impulse zur Lösung von Konflikten führen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Spiritualität, Essenz, innerer Richter, Erziehungsauftrag und bewusste Persönlichkeitsentwicklung.

Wie beeinflusst der „innere Richter“ die Arbeit von Lehrern?

Der „innere Richter“ steuert unbewusst das Verhalten des Lehrers und kann zu belehrungsresistenten Mustern führen, die notwendige pädagogische Innovationen behindern.

Warum ist die Unterscheidung zwischen „Essenz“ und „Persönlichkeit“ wichtig?

Die Essenz stellt den Zustand reinen Seins dar, während die Persönlichkeit durch erlernte Identifikationen und Ängste strukturiert ist; eine Verbindung zur Essenz ermöglicht erst nachhaltige Heilung und echte Motivation.

Können Schüler von diesem spirituellen Ansatz profitieren?

Ja, indem sie lernen, ihre eigenen Muster und den inneren Richter zu erkennen, können Schüler eine höhere Selbstständigkeit und eine tiefere soziale Kompetenz entwickeln.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Bedeutung der spirituellen Dimension im schulischen Erziehungsauftrag
Hochschule
Technische Hochschule Köln, ehem. Fachhochschule Köln
Note
2,7
Autor
Valentin Eisch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
34
Katalognummer
V55573
ISBN (eBook)
9783638504805
ISBN (Buch)
9783638734967
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bedeutung Dimension Erziehungsauftrag
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Valentin Eisch (Autor:in), 2006, Die Bedeutung der spirituellen Dimension im schulischen Erziehungsauftrag, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55573
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Leseprobe aus  34  Seiten
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