Die Abkürzung PISA steht für „Programme for International Student Assessment“: Es ist also ein Programm zur internationalen Bewertung von Schülern. Auftraggeber dieser bislang größten internationalen Bildungsstudie ist die OECD1 (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) in Paris. Weltweit beteiligen sich 32 Staaten an der Studie von denen 28 Mitglied der OECD sind. Alle Mitgliedsstaaten tragen und verantworten gemeinschaftlich die Studie.
Abb.1: Weltkarte (PISA-Mitgliedsstaaten, teilnehmende und zukünftig teilnehm. Staaten) [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
Alle drei Jahre misst PISA die Leistungen von 15-jährigen Schülern/-innen in den Bereichen Leseverständnis, Mathematik und Naturwissenschaften. Darüber hinaus werden erweiternd in allen teilnehmenden Staaten nationale Ergänzungsstudien durchgeführt (PISA-E). Man kann also sagen: PISA ist ein Programm zur zyklischen Erfassung basaler Kompetenzen der nachwachsenden Generation. Die Beteiligung der Bundesrepublik Deutschland an dem Programm beruht auf einer Vereinbarung zwischen dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Studie im Verlauf
2.1 Ziele der PISA-Studie
2.2 Durchführung
2.3 Methoden
2.4 Ergebnisse
2.4.1 Definitionen der Kompetenzen nach PISA
2.4.2 PISA (international)
2.4.3 PISA-E (national)
3. Reaktionen / Kritik / Konsequenzen
4. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Hausarbeit untersucht die PISA-Studie 2000 im Hinblick auf ihren methodischen Verlauf, die zentralen Ergebnisse auf internationaler und nationaler Ebene sowie die daraus resultierende Kritik und bildungspolitische Konsequenzen.
- Grundlagen und Zielsetzung der PISA-Studie
- Methodik der Datenerhebung und Kompetenzmessung
- Internationaler Vergleich der Lesekompetenz und mathematischen Bildung
- Nationale Ergebnisse (PISA-E) und Unterschiede zwischen Bundesländern
- Kritische Reflexion und bildungspolitische Lösungsansätze
Auszug aus dem Buch
2.1 Ziele der PISA-Studie
PISA soll als Teil des Indikatorenprogramms der OECD den teilnehmenden Staaten regelmäßig vergleichende resp. vergleichbare Daten über die Ressourcenausstattung, individuelle Nutzung sowie Funktions- und Leistungsfähigkeit ihrer Bildungssysteme zur Verfügung stellen. Diese Daten beziehen alle Ebenen des Bildungssystems ein, auch die Entwicklung der Einzelschule sowie alle Unterstützungssysteme von der Lehrerausbildung bis zur Schulberatung.
Die erfassten Stärken und Schwächen der Schüler/-innen sollen schließlich Auskunft darüber geben, wie gut die Jugendlichen auf die Anforderungen des Erwachsenenlebens in einer modernen Wissensgesellschaft vorbereitet sind. Dabei geht es nicht darum, den im Curriculum vorgesehenen Lehrstoff bzw. den Horizont der Allgemeinbildung zu vermessen, sondern in erster Linie um die Erfassung von Basiskompetenzen. Getestet werden die Lesekompetenz (Reading Literacy), mathematische Grundbildung (Mathematical Literacy), naturwissenschaftliche Grundbildung (Scientific Literacy) und fächerübergreifende Kompetenzen (Cross-Curricular Competencies). Zu den fächerübergreifenden Kompetenzen gehören im ersten Zyklus – wenn man einmal vom Leseverständnis als fächerübergreifender Basiskompetenz absieht – Merkmale selbstregulierten Lernens (Lernmotivation und Lernstrategien) und Vertrautheit mit Computern. Hauptaugenmerk liegt bei diesen Kompetenzen auf dem Verständnis von Konzepten, der Beherrschung von Prozessen sowie der Fähigkeit, innerhalb eines Bereiches mit verschiedenen Situationen umzugehen.
PISA will aber nicht nur den Ist-Zustand und Problembereiche ermitteln, sondern auch einen Schritt weiter gehen und mögliche Ansatzpunkte für Verbesserungen in den Schulen aufzeigen. Politiker sollen dafür z.B. die aus der Studie hervorgehenden Indikatoren als einzigartiges Benchmarking-Instrument nutzen können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung definiert PISA als Programm zur internationalen Bewertung von Schülern durch die OECD und führt in die drei gemessenen Kompetenzbereiche sowie die nationalen Ergänzungsstudien ein.
2. Die Studie im Verlauf: Dieses Kapitel erläutert die Ziele der Studie, die Durchführung der Testzyklen, die angewandten Methoden sowie die Definitionen der Kompetenzstufen und die spezifischen Ergebnisse für Deutschland im Vergleich.
3. Reaktionen / Kritik / Konsequenzen: Dieser Abschnitt thematisiert die politische und pädagogische Resonanz auf die PISA-Ergebnisse, den Ruf nach Strukturreformen sowie kritische Einwände hinsichtlich der Interpretation von PISA als Momentaufnahme.
4. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert den hohen Komplexitätsgrad der Bildungsstudie und hinterfragt die Möglichkeiten der PISA-Ergebnisse, konkrete Ansatzpunkte für Bildungsverbesserungen zu liefern.
Schlüsselwörter
PISA, OECD, Lesekompetenz, Bildungsstudie, Basiskompetenzen, Deutschland, Schulleistung, Bildungsqualität, Mathematische Grundbildung, Naturwissenschaftliche Grundbildung, Schulentwicklung, Leistungsvergleich, Bildungsstandards, PISA-E, Bildungssystem
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die PISA-Studie aus dem Jahr 2000 als bedeutsames Instrument der internationalen Bildungsforschung und deren Auswirkungen auf den deutschen Bildungsdiskurs.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Zentrale Felder sind die Ziele und Durchführung der Studie, die Leistungsvergleiche zwischen verschiedenen Ländern und deutschen Bundesländern sowie die pädagogische Kritik am Schulsystem.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Verlauf und die Ergebnisse der PISA-Studie transparent darzustellen und die daraus folgenden Debatten um Reformen im Bildungswesen einzuordnen.
Welche wissenschaftliche Methode liegt PISA zugrunde?
PISA nutzt standardisierte Tests, Multiple-Choice-Aufgaben sowie Fragebögen für Schüler und Schulleiter, um basale Kompetenzen und sozioökonomische Einflussfaktoren zu erfassen.
Was deckt der Hauptteil ab?
Der Hauptteil beleuchtet die Definition der Kompetenzstufen, detaillierte Ergebnisse der internationalen Vergleichsstudie und die spezifischen nationalen Befunde (PISA-E).
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind PISA, Bildungsstandards, Lesekompetenz, Schulqualität und Leistungsunterschiede im Bildungssystem.
Wie schneidet Deutschland in der Studie ab?
Deutschland liegt in der PISA-Studie 2000 bei den Leseleistungen an der Grenze zum unteren Drittel und weist zudem eine hohe soziale Disparität bei den schulischen Leistungen auf.
Was ist die Kernkritik von Ulrich Herrmann?
Herrmann kritisiert die voreilige Leistungsfixierung und warnt davor, Schule zu einer bloßen „Lehrplanvollzugsanstalt“ zu reduzieren, statt den Schülern eigenständiges Lernen zu ermöglichen.
Welchen Stellenwert haben die Bundesländer-Vergleiche?
Der nationale Vergleich zeigt signifikante Unterschiede zwischen den Bundesländern, wobei Bayern regelmäßig Spitzengruppenplätze belegt, während andere Bundesländer deutlich schlechter abschneiden.
- Quote paper
- Nils Furkmann (Author), 2002, Die PISA-Studie 2000: Verlauf, Ergebnisse, Reaktionen, Kritik und ihre Konsequenzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55588