Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Nursing Science - Nursing Management

Pflegeorganisation. Problematik und Situation von pflegenden Angehörigen

Title: Pflegeorganisation. Problematik und Situation von pflegenden Angehörigen

Presentation (Elaboration) , 2005 , 32 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Ralf Babuke (Author)

Nursing Science - Nursing Management
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Der Bedarf an Hilfe und Pflege war noch nie so groß wie heute. Im Rahmen der Pflegeversicherung nehmen ca. 2,03 Millionen Menschen Leistungen in Anspruch. Durch die zunehmende Alterung der Gesellschaft ist auch von einem Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen auszugehen. So werden im Jahr 2010 2,36 Millionen Pflegebedürftige und im Jahr 2020 etwa 2,83 Millionen Pflegebedürftige erwartet.
Hinzukommt, dass in früheren Jahrhunderten die Dauer der Pflege oft nur wenige Wochen oder höchstens Monate betrug. Heute liegt die durchschnittliche häusliche Pflegedauer zwischen drei und fünf Jahren, mit steigender Tendenz. In Verbindung mit dem demographischen Faktor führt eine längere Pflegespanne dazu, dass für die Pflege von immer mehr Menschen immer weniger Angehörige zur Verfügung stehen.
Auch die Anzahl der Menschen, die Hilfe und Betreuung bei Aktivitäten des täglichen Lebens durch Ihre Angehörigen erfahren, liegt bei weitem höher als die Zahl derer, die Leistungen aus der Pflegeversicherung beziehen. Denn nicht jeder ist im engeren Sinne pflegebedürftig, nach den Kriterien der Pflegeversicherung.
Die Pflege eines Familienmitgliedes stellt für viele Angehörige eine große Belastung dar. Auch wenn professionelle Hilfe in Anspruch genommen wird, müssen die pflegenden Angehörigen die Hauptlast tragen. Traditionell werden die Pflegebedürftigen in den Fokus der Betrachtung gestellt und nicht die pflegenden Angehörigen. Diese sind oftmals der verlängerte Arm der beruflich Pflegenden, auf der anderen Seite werden Sie jedoch zumeist nur als Kommandoempfänger und Ausführender betrachtet und selten als gleichwertiger Ansprechpartner gesehen.
Die Pflege eines Angehörigen kann sowohl physisch als auch psychisch sehr belastend sein. Diese stressreiche Aufgabe kann einerseits sehr befriedigen sein, aber auch zu viel Kummer und Schmerz führen. Es ist keine Seltenheit, dass es bei Pflegenden zu Gesundheitsproblemen kommt.
Auffallend ist, dass viele Pflegepersonen, die gepflegt haben, dieses nicht von ihren Kindern erwarten. Vielmehr wird ausdrücklich betont, dass sie ihren Kindern auf keinen Fall zumuten möchten, sie zu Hause zu pflegen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffserläuterungen

2.1 Pflegebedürftigkeit

2.2 Pflegende Angehörige

3 Situationsbeschreibung Pflegender

3.1 Gesellschaftliche Rollenverteilung

3.2 Pflegemotive und Motivation

3.3 Pflegeaufgaben und Pflegeintensität

4 Belastung und Problematik

4.1 Das Belastungserleben

4.2 Gefühlsüberflutung

4.3 Persönlichkeitsveränderung der gepflegten Person

4.4 Rollenkonflikte und Beziehungsveränderung

4.5 Gesundheitliche Belastung

4.6 Einschränkung der Erwerbstätigkeit

4.7 Pflegebedingte Isolation

4.8 Finanzielle Belastung

5 Unterstützungsbedarf und -angebote

5.1 Information und Beratung

5.2 Aktive Unterstützung

5.3 Patientenberatungsstellen und Selbsthilfegruppen

5.4 Gesundheitsförderung

6 Die Pflegeversicherung

6.1 Hilfsangebote

6.2 Finanzierung der privaten Pflege

6.3 Pflegehinzukaufmöglichkeiten

6.4 Soziale Sicherung von Pflegepersonen

7 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Lebenssituation und die spezifischen Belastungsfaktoren von pflegenden Angehörigen, um ein tieferes Verständnis für deren Rolle im Pflegesystem zu entwickeln und bestehende Unterstützungsmöglichkeiten zu beleuchten.

  • Gesellschaftliche Rollenverteilung bei der informellen Pflege
  • Psychische und physische Belastungsmomente für Pflegende
  • Herausforderungen in der Vereinbarkeit von Pflege, Beruf und Familie
  • Leistungen und Grenzen der gesetzlichen Pflegeversicherung
  • Beratungs- und Entlastungsangebote für pflegende Angehörige

Auszug aus dem Buch

3.3 Pflegeaufgaben und Pflegeintensität

Eine Pflege stellt das nähere soziale Umfeld vor eine Vielzahl von Aufgaben. Die körperliche Versorgung und auch die Arbeit im Haushalt sind die sichtbarsten Aufgaben. So müssen im Haushalt die Betten gemacht werden, Essen gekocht, Einkäufe erledigt, aufgeräumt und geputzt werden. Hilfe beim An- und Ausziehen, beim Gang zur Toilette, beim Essen, beim Baden, die Pflege der Haare und die Mundhygiene stellen die Hauptaufgaben bei der körperlichen Versorgung dar. Aber auch andere Aufgaben, wie das Setzen von Spritzen, Wundversorgung oder Anlegen von Umschlägen, aber auch Verwaltungsaufgaben gehören zum Alltag. Pflege beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Unterstützung bei funktionalen Einschränkungen. Sondern Pflege beinhaltet auch, dass man dem Angehörigen Gesellschaft leistet, etwas erklärt, man sich mit ihm unterhält oder etwas unternimmt.

Besonders bei geistigverwirrten Pflegebedürftigen muss die Pflegeperson die Nachtruhe regelmäßig unterbrechen. Der fehlende Schlaf und die ständige Nachtbereitschaft kann in vielen Fällen aufgrund von fehlender Vertretung schlecht ausgeglichen werden. Vielfach ist es auch so, dass der pflegende Angehörige nicht für bestimmte Stunden mit der Pflege beschäftigt ist, sondern die Tätigkeiten verteilen sich ohne Unterlass über den ganzen Tag hinweg. Man spricht in solch einer Situation von der Rund-um-die-Uhr-Betreuung.

Durch den medizinisch technischen Fortschritt müssen sich Angehörige heute bei der Übernahme der Pflege im Regelfall auf eine langfristige Veränderung einstellen. In früheren Jahrhunderten betrug die Dauer der Pflege oft nur wenige Wochen oder höchstens Monate. Heute liegt die durchschnittliche häusliche Pflegedauer zwischen drei und fünf Jahren, mit steigender Tendenz.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz der häuslichen Pflege angesichts der demographischen Entwicklung und skizziert die oft unterschätzte Rolle pflegender Angehöriger.

2 Begriffserläuterungen: Hier werden die gesetzlich relevanten Kernbegriffe der Pflegebedürftigkeit und der Pflegenden Angehörigen gemäß SGB XI definiert und abgegrenzt.

3 Situationsbeschreibung Pflegender: Dieses Kapitel analysiert die Rollenverteilung, Motivationsstrukturen sowie das umfangreiche Anforderungsprofil und die Intensität der Pflegeaufgaben.

4 Belastung und Problematik: Die verschiedenen Facetten der physischen, psychischen und sozialen Belastungen für Pflegende, inklusive finanzieller Aspekte, werden hier detailliert dargestellt.

5 Unterstützungsbedarf und -angebote: Das Kapitel widmet sich den notwendigen Hilfsmitteln, Beratungsangeboten und der Bedeutung von Selbsthilfegruppen für die Entlastung der Angehörigen.

6 Die Pflegeversicherung: Hier wird das Leistungsspektrum der Pflegeversicherung, einschließlich der Finanzierung, Hilfsangebote und sozialen Sicherung der Pflegepersonen, erläutert.

7 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Situation Pflegender und kritisiert die noch bestehenden Lücken im aktuellen Pflegesystem.

Schlüsselwörter

Häusliche Pflege, Pflegende Angehörige, Pflegeversicherung, SGB XI, Belastungserleben, Pflegeintensität, Gesundheitsförderung, Soziale Sicherung, Pflegemotive, Pflegebedürftigkeit, Entlastungsangebote, Pflegesachleistungen, Patientenberatung, demographischer Wandel, Pflegeaufgaben.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Situation und die spezifische Problematik von pflegenden Angehörigen, die den Großteil der häuslichen Pflege in Deutschland tragen.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Im Mittelpunkt stehen die Belastungen, die Motivationsgründe für die Übernahme der Pflege sowie die verfügbaren Unterstützungssysteme und Leistungen der Pflegeversicherung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die häufig unsichtbare "Hauptlast" der pflegenden Angehörigen aufzuzeigen und zu klären, wie soziale und professionelle Hilfen diese Situation beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine strukturierte Literaturanalyse, die auf aktuellen gesetzlichen Regelungen (SGB XI) und fachwissenschaftlichen Studien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Situationsbeschreibung, eine detaillierte Analyse der Belastungsfaktoren und eine Erläuterung der unterstützenden Maßnahmen und Versicherungsleistungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Pflegebedürftigkeit, informelle Pflege, soziale Isolation, Entlastungsangebote und das SGB XI als rechtliche Grundlage.

Warum ist das Thema der "finanziellen Belastung" so wichtig?

Viele Angehörige müssen ihre Erwerbstätigkeit einschränken oder aufgeben, was zu langfristigen Einkommensverlusten und einer eingeschränkten sozialen Absicherung führt.

Welche Rolle spielt die "Pflegeversicherung" für Angehörige?

Sie bietet materielle Anerkennung durch Pflegegeld, erstattet Kosten für Hilfsmittel und ermöglicht durch Ersatzpflege oder Pflegekurse eine wichtige Entlastung im Alltag.

Excerpt out of 32 pages  - scroll top

Details

Title
Pflegeorganisation. Problematik und Situation von pflegenden Angehörigen
College
University of Applied Sciences Braunschweig / Wolfenbüttel  (Fachbereich: Gesundheitswesen Krankenversicherungsmanagement)
Grade
1,0
Author
Ralf Babuke (Author)
Publication Year
2005
Pages
32
Catalog Number
V55596
ISBN (eBook)
9783638505024
ISBN (Book)
9783638664004
Language
German
Tags
Pflegeorganisation Problematik Situation Angehörigen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ralf Babuke (Author), 2005, Pflegeorganisation. Problematik und Situation von pflegenden Angehörigen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55596
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  32  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint