Der Mensch ist Teil einer komplexen Umwelt. Technologischer, wirtschaftlicher und sozialer Wandel haben heute direkten Einfluss auf uns. Gleichzeitig greifen wir täglich direkt in die Gestaltung der Umwelt ein. Beispielsweise verändert der Straßen- und Flughafenausbau unser tägliches Leben und natürliches Umfeld dramatisch. Es ist wünschenswert und Teil der Aufgabe von Politikern, besonnen mit den Kapazitäten umzugehen, um einerseits unsere Wettbewerbsfähig in Deutschland und Europa zu sichern und andererseits die Einwohner vor unnötigen Staus, Verspätungen, Lärm oder Luftverschmutzungen zu bewahren. Diese Gradwanderung ist nicht einfach, jedoch unbedingt notwendig.
Für die Planung von neuen Richtlinien ist es wichtig, zukünftige Entwicklungen abzuschätzen. Durch rasante Veränderungen in der Umwelt wird dies jedoch immer schwieriger. Gleichzeitig hat die Politik, bedingt durch soziale Verantwortung und hohe Kapitalintensität, eine relativ lange Reaktionszeit. Um diesen Konflikt zu bewältigen, bedarf es einer strategischen Planung, die sich der wandelnden Umwelt anpasst. Ziel ist das Erarbeiten eines effizienten Konzepts, wobei "es nicht darauf an[kommt], die Zukunft vorauszusagen, sondern auf die Zukunft vorbereitet zu sein".
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Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
1.1 Eine sich wandelnde Umwelt im Verkehrssektor
1.2 Vorgehensweise
2. DER HANDEL ALS ZUGPFERD DES TRANSPORTWESENS
3. GEGENWART
3.1. Verkehr als bedeutungsvoller Wirtschaftszweig
3.2 Verteilung der Transportträger
3.2. Das Flugzeug als schnellster Transportträger
3.3. Der Lkw als populärster Verkehrsträger
3.4 Die Bahn als ausbaufähiger Transportträger
3.4.1 Entwicklung der Beförderungsmengen im Eisenbahnverkehr
3.4.2 Probleme des Verkehrsträgers Schiene
3.4.3 Potentiale des Schienennetzes
3.5 Binnenschiffe als umweltfreundlichster Transportträger
3.5.1 Entwicklung und Situation
3.5.2 Probleme der Binnenschifffahrt
3.5.3 Potentiale in der Binnenschifffahrt
3.6 Der Kombinierte Verkehr als Hoffnungsträger
4. STRATEGIEENTWICKLUNG FÜR DIE VERKEHRSPOLITIK DER ZUKUNFT MIT HILFE DER SZENARIO-TECHNIK
4.1 Problem: Verkehrsexplosion
4.2 Vorgehensweise der Szenario-Technik
4.3 Anwendung der Szenario-Technik auf die Verkehrspolitik
4.3.1 Aufgabenanalyse
4.3.1.1 Theorie zur Technik
4.3.1.2 Praktische Anwendung auf die Verkehrspolitik
4.3.2 Umfeldanalyse
4.3.2.1 Theoretische Aspekte
4.3.2.2 Anwendung auf den Verkehrspolitik
4.3.3 Projektionen
4.3.3.1 Allgemeines zur Technik
4.3.3.2 Praktische Anwendung
4.3.3.2.1 Soziale Kräfte, die auf die Verkehrspolitik wirken
4.3.3.2.2 Wirtschaftliche Kräfte
4.3.3.2.3 Politische Kräfte
4.3.4 Alternativenbündelung und Szenario Entwicklung
4.3.4.1 Theoretischer Ansatz
4.3.4.2 Anwendung auf die Verkehrspolitik
4.3.4.2.1 Beziehungen von Einflussfaktoren der Verkehrspolitik
4.3.4.2.2 Szenario A – Resultate des liberalen Konzeptes
4.3.4.2.4 Rohszenario C: Das Ökoszenario
4.3.5 Konsequentenanalyse und Szenario-Transfer
4.3.5.1 Theoretischer Ansatz
4.3.5.2 Anwendung auf die Verkehrspolitik
4.3.6 Störereignisanalyse
4.4 Zusammenfassung zur Analyse zur Zukunft der Verkehrspolitik
5. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit analysiert die aktuelle Situation des Güterverkehrs sowie die Herausforderungen der Zukunft. Ziel ist es, unter Anwendung der Szenario-Technik Strategien für die Verkehrspolitik zu entwickeln, um drohende Kapazitätsengpässe und ein mögliches Verkehrschaos zu vermeiden.
- Historische Entwicklung des Transportwesens
- Gegenwärtige Analyse der wichtigsten Verkehrsträger (Lkw, Schiene, Schiff, Luftverkehr)
- Untersuchung von Hindernissen im kombinierten Verkehr
- Methodische Anwendung der Szenario-Technik auf verkehrspolitische Fragestellungen
- Prognose möglicher Zukunftsszenarien und Ableitung politischer Handlungsempfehlungen
Auszug aus dem Buch
3.3. Der Lkw als populärster Verkehrsträger
Der wichtigste Wettbewerbsvorteil der Straße ist die Fähigkeit, Güter EU-weit kostengünstig, schnell und flexibel zu transportieren. Der harte Wettbewerb unter Spediteuren macht den Lkw-Verkehr zu Niedrigstpreisen möglich. Schnelligkeit wird durch den Haus-zu-Haus-Verkehr gesichert, da Waren meist ohne Umladen zum Empfänger gebracht werden können. Das gut ausgebaute Infrastrukturnetz macht den Lkw zu einem flexiblen Transportmittel, bei dem auch bei kurzfristigen Änderungen umdisponiert werden kann.
Der LKW hat sich aufgrund der genannten Vorteile zum Verkehrsträger Nummer eins entwickelt. Das Statistische Bundesamt bestätigt dies in seinen Untersuchungen zum deutschen Lkw-Verkehr. Die zusammengefassten Daten sind in Tabelle zwei dargestellt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die wechselseitige Beziehung zwischen Mensch, Umwelt und Verkehr und führt in die Notwendigkeit strategischer Verkehrsplanung ein.
2. DER HANDEL ALS ZUGPFERD DES TRANSPORTWESENS: Dieses Kapitel zeichnet den historischen Ursprung des modernen Transportwesens nach, welches im Zuge der Industrialisierung und der zunehmenden Handelsbeziehungen an Bedeutung gewann.
3. GEGENWART: Hier wird der Status quo der verschiedenen Verkehrsträger detailliert analysiert, wobei insbesondere der Lkw als dominantes und die Bahn sowie das Schiff als problematische Transportwege herausgearbeitet werden.
4. STRATEGIEENTWICKLUNG FÜR DIE VERKEHRSPOLITIK DER ZUKUNFT MIT HILFE DER SZENARIO-TECHNIK: Dieser Abschnitt dient der praktischen Anwendung der Szenario-Technik, um durch verschiedene Zukunftsbilder (Szenarien) Handlungsempfehlungen für die Verkehrspolitik bis 2015 und darüber hinaus abzuleiten.
5. FAZIT: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und plädiert für ein moderates, politisches Eingreifen sowie eine stärkere Aufklärung von Unternehmen und Bürgern.
Schlüsselwörter
Güterverkehr, Logistik, Verkehrspolitik, Szenario-Technik, Lkw-Verkehr, Schienenverkehr, Binnenschifffahrt, Kombinierter Verkehr, Infrastruktur, Globalisierung, Verkehrsplanung, Nachhaltigkeit, Transportleistung, Kapazitätsengpässe, Verkehrsexplosion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Entwicklung und aktuelle Problematik des Güterverkehrs in Deutschland und Europa und entwickelt darauf aufbauend Zukunftsperspektiven.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die Analyse der verschiedenen Verkehrsträger, die ökonomischen Vorteile des Lkw-Verkehrs, die infrastrukturellen Probleme der Bahn und Binnenschifffahrt sowie die Zukunftsfähigkeit durch strategische Planung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, mit Hilfe der Szenario-Technik mögliche Entwicklungen des Verkehrs bis 2015 vorherzusagen und eine nationale Strategie zu formulieren, die den Anforderungen der Zukunft gerecht wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt die Szenario-Technik. Dabei werden durch Analyse von Einflussfaktoren verschiedene stimmige Zukunftsbilder entworfen, um daraus eine fundierte Leitstrategie für die Politik abzuleiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung, eine detaillierte Auswertung statistischer Daten zu den Verkehrsträgern und eine methodische Anwendung der Szenario-Technik zur Strategieentwicklung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Güterverkehr, Kombinierter Verkehr, Szenario-Technik, Verkehrspolitik und Infrastrukturausbau.
Welche Rolle spielt der Lkw im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern?
Der Lkw dominiert den europäischen Güterverkehr aufgrund seiner hohen Flexibilität, des Haus-zu-Haus-Verkehrs und der kostengünstigen Abwicklung, was ihn trotz politischer Bestrebungen zur Verlagerung zum Verkehrsträger Nummer eins macht.
Warum ist der kombinierte Verkehr bisher wenig erfolgreich?
Hauptgründe sind hohe Umschlagkosten, mangelnde Standardisierung der Terminals und Infrastrukturdefizite, die den kombinierten Verkehr erst ab einer Strecke von über 500 Kilometern konkurrenzfähig machen.
- Quote paper
- Manja Ledderhos (Author), 2002, Güterverkehr unter Beobachtung - Eine Analyse der Gegenwart und Zukunft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5561