Im Mittelpunkt dieser Unterrichtsstunde steht das Zuordnen von Mengen und Zahlen. Da die Schüler vom Leistungsstand her sehr unterschiedlich sind, bietet sich das Lernen an Stationen, welches eine große Differenzierungsmöglichkeit aufweist, gut an. Der Schwerpunkt der Stunde ist das Zuordnen von Mengen und Zahlen. Ein Großteil der Schüler hat noch Schwierigkeiten mit der Zählsicherheit und dem Kardinalszahlaspekt (Anzahl der Menge). Aus diesem Grund werden die Zählsicherheit, das Zahlenverständnis und das Zuordnen von Mengen und Zahlen in dieser Stunde durch das Lernen an Stationen geübt. Dies sind grundlegende Vorraussetzungen für den Aufbau des Mengenaspektes und vieler darauf aufbauenden Fähigkeiten.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Begründung und Einordnung des Themas
Fachliche Ausführungen zum Unterrichtsinhalt
Lernausgangslage der Schüler in Bezug auf das Unterrichtsthema: Kurzbeschreibung der Klasse
Schüler L.
Schüler K.
Schüler E.
Schüler T.
Schüler X.
Lernziele dieser Unterrichtseinheit
Methodische Entscheidungen
Unterrichtsskizze
Zielsetzung & Themen
Ziel dieses Unterrichtsentwurfs ist es, den Schülern einer Mittelstufenklasse an einer Schule für Geistigbehinderte durch die Methode des Lernens an Stationen grundlegende mathematische Fähigkeiten im Bereich "Mengen und Größen" zu vermitteln, wobei der Schwerpunkt auf der Zählsicherheit und dem Zuordnen von Mengen und Zahlen liegt.
- Individuelle Förderung durch Differenzierung im Rahmen der Stationenarbeit
- Festigung der Zählsicherheit und des Kardinalszahlaspekts
- Förderung der Selbstständigkeit und eigenverantwortlichen Handlungsplanung
- Verbindung von konkreter Handlungsebene mit mathematischer Abstraktion
- Einsatz multisensorischer Lernangebote zur Unterstützung kognitiver Prozesse
Auszug aus dem Buch
Fachliche Ausführungen zum Unterrichtsinhalt
Nach Barbara Ezewa in „Schüler mit geistiger Behinderung können Mathematik lernen“ ist Mathematik ein Werkzeug zur Lösung von Alltagsproblemen und dient der Erschließung der Welt.
Zudem sollte Mathematik mit dem Leben und anderen Fächern verbunden werden, und nicht isoliertes Wissen darstellen und behandeln. (vgl. Seminarunterlagen von C. Ley zu Mathematik)
Dem unterschiedlichen Lernstand der Schüler soll durch diesen Unterricht an Stationen, der eine breite Differenzierung ermöglicht, Rechnung getragen werden. Neuere Untersuchungen zum Zahlbegriff legen die Schlussfolgerung nahe, dass der Zählsicherheit von Schülern mehr Bedeutung zugemessen werden sollte. (vgl. Wember, 1989,)
Die Station mit der Zahlenkiste fördert ein Lernen auf der konkreten Handlungsebene, wo Lernprozesse auf der Grundlage von Handlungen stattfinden können. Hierbei müssen die Schüler aber auch eine Abstraktionsleistung, vom Bild zum Realgegenstand vollbringen.
Zusammenfassung der Kapitel
Vorwort: Diese Einleitung begründet die Wahl des "Lernens an Stationen" aufgrund der hohen Differenzierungsmöglichkeiten für eine leistungsmäßig heterogene Klasse.
Begründung und Einordnung des Themas: Das Kapitel erläutert die Bedeutung mathematischer Basiskompetenzen für den Alltag und die Legitimation durch den Bildungsplan sowie neurodidaktische Erkenntnisse.
Fachliche Ausführungen zum Unterrichtsinhalt: Hier werden die mathematikdidaktischen Grundlagen für die spezifischen Stationen erläutert, wobei besonderer Wert auf Handlungsorientierung und Zählsicherheit gelegt wird.
Lernausgangslage der Schüler in Bezug auf das Unterrichtsthema: Kurzbeschreibung der Klasse: Ein detailliertes Profil der Klassenzusammensetzung und der individuellen Lernvoraussetzungen, sozialen Kompetenzen und motorischen Fähigkeiten jedes einzelnen Schülers.
Lernziele dieser Unterrichtseinheit: Ableitung von Grobzielen aus dem Bildungsplan und Formulierung spezifischer Feinziele für jeden Schüler basierend auf deren Ausgangslage.
Methodische Entscheidungen: Begründung des methodischen Ablaufs, der Strukturierung durch Stationen und der Rolle der Lehrkraft als Lernbegleiter.
Unterrichtsskizze: Tabellarische Übersicht des zeitlichen Ablaufs der Unterrichtsstunde mit konkreten Angaben zu Inhalten, Sozialformen und Materialien.
Schlüsselwörter
Lernen an Stationen, Geistigbehindertenpädagogik, Mathematikunterricht, Mengen und Größen, Zählsicherheit, Kardinalszahlaspekt, Inklusion, Differenzierung, Handlungsorientierung, Sonderpädagogik, Selbstkontrolle, Unterrichtsentwurf, Förderung, Multisensorik, Kognition
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf grundlegend?
Der Entwurf beschreibt eine Unterrichtsstunde zum Thema "Mengen und Zahlen zuordnen" in einer Mittelstufenklasse für geistig behinderte Schüler mittels Stationenlernen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit fokussiert auf den Lernbereich "Umwelterfahrung und Sozialverhalten" mit dem speziellen Fokus auf "Mengen und Größen".
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Das Hauptziel ist die Förderung der Zählsicherheit und des Verständnisses für Mengen, angepasst an den individuellen Entwicklungsstand der Schüler.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird die Methode des "Lernens an Stationen" angewandt, um durch eine breite Differenzierung jedem Schüler gerecht zu werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine fachliche theoretische Fundierung, eine detaillierte pädagogische Diagnose der Schüler sowie die methodische Planung und Skizzierung der Unterrichtsstunde.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Stationenlernen, Zählsicherheit, Handlungsorientierung, individuelle Förderung und sonderpädagogische Diagnostik.
Warum wird eine "Zahlenkiste" als neue Station eingeführt?
Sie dient dazu, das Prinzip "vom Bekannten zum Unbekannten" einzuhalten und Lernprozesse auf der konkreten Handlungsebene durch Abstraktion vom Bild zum Realgegenstand zu fördern.
Welche Rolle spielt die Selbstkontrolle in diesem Konzept?
Die Selbstkontrolle ermöglicht es den Schülern, ihren eigenen Erfolg eigenständig zu dokumentieren und stärkt dadurch ihr Selbstvertrauen und die methodische Selbstständigkeit.
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- Evelyn Felicitas Jaksch (Author), 2006, Lernen an Stationen - Wir ordnen Mengen und Zahlen einander zu, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55695