In der vorliegenden Semesterreflexion wird versucht, die Thematik Feedback Schülern - Lehrer - Schule zu erläutern.
Ausgehend von einer persönlichen Stellungnahme zu dem Thema (Kapitel 1) befasst sich Kapitel 2 mit der Erarbeitung eines Feedbackbogen-Entwurfs und Kapitel 3 mit der Auswertung. Nach einer Durchführung eines Pretests (Kapitel 4) wurde der Feedback-bogen (Kapitel 5) überarbeitet. Eine Schlussbemerkung soll schließlich diese Arbeit abrunden.
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Inhaltsverzeichnis
1 PERSÖNLICHE GEDANKEN
2 FEEDBACKBOGEN-ENTWURF
3 PRETEST
4 FEEDBACKBOGEN
5 AUSWERTUNG
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Qualitätssicherung an Schulen durch die Etablierung eines systematischen Feedbackprozesses zu fördern. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie ein valider Fragebogen gestaltet werden kann, der sowohl die Leistung einzelner Lehrkräfte als auch die Gesamtsituation einer Bildungseinrichtung aus der Sicht der Schüler erfassbar macht.
- Bedeutung von Feedbackkulturen im Schulalltag
- Konzeption eines strukturierten Feedbackbogens für Schüler
- Methodische Vorgehensweise bei Pretests zur Validierung
- Verknüpfung von Lehrkraftbewertung und Schulevaluation
- Ableitung von Qualitätsbereichen für die schulische Praxis
Auszug aus dem Buch
Ich nehme an, es hat schon immer engagierte Lehrer gegeben
Ich nehme an, es hat schon immer engagierte Lehrer gegeben (auch ich in meiner Unterrichtstätigkeit und Vortragstätigkeit am BFI), die sich beispielsweise am Schuljahresende von ihren Schülern Zeugnisse ausstellen ließen und die von Zeit zu Zeit mit ihren Schülern über die Inhalte und Formen ihres Unterrichts gesprochen haben. Dies galt aber sicherlich nur für eine Minderheit der Lehrer.
Die große Mehrheit beansprucht das „Beurteilungsmonopol“ für sich und lehnt es kategorisch ab, Schülern die Möglichkeit zu geben, sich zum Unterricht zu äußern, vor allem, weil sie dadurch ihre Autorität im Klassenraum in Frage gestellt sehen. Begründet wird diese Haltung damit, dass ja die „Kunden“ nur „Laien“ seien und diese die Qualität des Unterrichtes nicht beurteilen können.
Eine „kundenorientierte“ Haltung ist aber längst nicht mehr bloß auf den Bereich der klassischen Verkäufer-Kundenbeziehungen beschränkt, sondern wird heute zunehmend als Bestandteil der Professionalität auch in Berufen erwartet, in denen Menschen mit einander zu tun haben. Lehrer sind nach diesem Berufsverständnis eben auch „Dienstleister“, die für die Qualität ihrer „Dienstleistung“ verantwortlich sind und diese regelmäßig auch von den „Abnehmern“ beurteilen lassen müssen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 PERSÖNLICHE GEDANKEN: Die Autorin reflektiert die Ausgangslage der Feedbackkultur an Schulen und plädiert für einen Paradigmenwechsel vom Beurteilungsmonopol hin zur kundenorientierten Dienstleistung.
2 FEEDBACKBOGEN-ENTWURF: In diesem Kapitel wird der Aufbau des Fragebogens erläutert, der sowohl die individuelle Bewertung der Lehrer als auch die Gesamtbeurteilung der Schule umfasst.
3 PRETEST: Die Durchführung eines Vortests wird beschrieben, bei dem Schwierigkeiten bei der Beantwortung identifiziert und entsprechende Optimierungen am Fragebogen vorgenommen wurden.
4 FEEDBACKBOGEN: Hier wird die überarbeitete Endversion des Schülerfragebogens präsentiert, welche die Erkenntnisse aus dem Pretest berücksichtigt.
5 AUSWERTUNG: Das Kapitel bietet eine systematische Übersicht der Qualitätsbereiche und ordnet diesen die entsprechenden Fragen des Bogens zu.
Schlüsselwörter
Feedback, Schülerfeedback, Unterrichtsqualität, Qualitätsmanagement, Fragebogendesign, Schulklima, Lehrkraftbewertung, Kundenorientierung, Berufszufriedenheit, Evaluation, Pädagogik, Didaktik, Schulevaluation, Lehrprozess, Pretest.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Feedbacksystems für Schulen, das Schülern ermöglicht, ihre Lehrkräfte und die Qualität der Schule konstruktiv zu bewerten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die Professionalisierung des Lehrerberufs, die Förderung der Unterrichtsqualität sowie die Etablierung eines Dialogs zwischen Schülern, Lehrern und der Schulleitung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Erstellung eines validen und praxistauglichen Feedbackbogens, der als Werkzeug zur Qualitätsverbesserung im Schulalltag dienen soll.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein empirischer Ansatz gewählt, der einen Entwurf, die Durchführung eines Pretests zur Validierung und die anschließende Optimierung des Fragebogens umfasst.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Reflexion, den konkreten Fragebogenentwurf, die Analyse der Pretest-Ergebnisse und die endgültige Strukturierung der Qualitätsbereiche.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Feedback, Qualitätsmanagement, Unterrichtsqualität, Evaluation und Schülerpartizipation.
Warum war ein Pretest für den Fragebogen notwendig?
Der Pretest war entscheidend, um Verständnisschwierigkeiten der Schüler bei bestimmten Formulierungen zu beheben und die Messbarkeit der Daten zu erhöhen.
Wie unterscheidet sich der Fragebogen in seinen zwei Teilen?
Teil 1 fokussiert sich auf die individuelle Bewertung der Lehrkräfte, während Teil 2 die Schule als Gesamteinheit und deren Infrastruktur evaluiert.
Welche Rolle spielen "Kontrollfragen" im Fragebogen?
Die Kontrollfragen am Ende sollen die Gesamtzufriedenheit der Schüler mit den Lehrern und der Schule erfassen, um Rückschlüsse auf die Gesamtsituation der Befragung zu ziehen.
- Quote paper
- Mag. Andrea Kanzian (Author), 2002, Entwurf eines Feedbackbogens Schüler - Lehrer - Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5569