Sportunterricht dient der Kompensation und Prävention von körperlicher Leistungsschwäche. Dieser Sportunterricht, der spielerisch in die Thematik Zirkus verpackt ist, gibt den Schülern die Möglichkeit Bewegungsformen mit dem Ball zu trainieren. Der dabei empfundene Spaß lenkt die Aufmerksamkeit von den Anstrengungen und Lernzuwächsen ab.
Das Bedürfnis der Schüler nach Bewegung ist sehr groß. Da viele Schüler der Klasse sehr handlungsgebunden und verspielt sind, steigert es ihre Motivation, wenn das Ganze in eine Rahmenhandlung eingebunden ist.
Inhaltsverzeichnis
Begründung und Einordnung des Themas
Fachliche Ausführungen zum Unterrichtsinhalt
Lernausgangslage der Schüler in Bezug auf das Unterrichtsthema:
Schüler O.
Schüler L.
Schüler K.
Schüler E.
Schüler X.
Schüler T.
Lernziele dieser Unterrichtseinheit
Methodische Entscheidungen
Unterrichtsskizze
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit beschreibt einen Sportunterrichtsentwurf für eine Mittelstufe an einer Schule für Geistigbehinderte, dessen primäres Ziel die Förderung der Bewegungsfähigkeit und Koordination durch ein spielerisch in das Thema "Zirkus" eingebettetes Training mit Bällen ist, um die Motivation zu steigern und körperliche Leistungsschwächen zu kompensieren.
- Gestaltung eines motivierenden Rahmenthemas zur Bewegungsförderung
- Anwendung grundlegender Bewegungsformen mit Bällen als Sportgerät
- Individuelle Förderung motorischer Fähigkeiten und Wahrnehmung
- Einsatz von ritualisierten Abläufen zur Stärkung der Sicherheit
- Förderung der sozialen Interaktion und des Selbstbewusstseins
Auszug aus dem Buch
Fachliche Ausführungen zum Unterrichtsinhalt
Bewegung ist ein grundlegendes Bedürfnis eines jeden Menschen. „Bewegungsfähigkeit ist Grundlage der kognitiven, emotionalen und sozialen Entwicklung“ (Lehrplanheft 1982, S. 79).
Den Bewegungseinschränkungen der Schüler, welche in der Begründung des Themas und in der Lernausgangslage beschrieben wurden, soll durch diesen Sportunterricht entgegengewirkt werden.
Die Schüler führen grundlegende Bewegungsformen mit dem Ball aus. Der Ball ist ein Sportgerät, welches Kinder zur Bewegungsaktivität motiviert. „Neben den taktilen, kinästhetischen, akustischen und vestibulären Empfindungen, werden vor allem die visuelle Wahrnehmung und die Augen- Hand- bzw. Auge- Körperkoordination gefördert“ (Herm S., 1996, S.143).
Das gemeinsame Spiel mit dem Schwungtuch stimmt die Schüler auf das Kommende ein und macht sie mit dem Gerät Ball vertraut. Das exemplarische Vorführen der Kunststücke durch den Lehrer soll ihnen neue Möglichkeiten aufzeigen, wie sie mit dem Ball umgehen können. An den einzelnen Stationen können die Schüler frei agieren und haben Auswahl- und Differenzierungsmöglichkeiten. So ist das freie und kreative Tun mit dem Ball gegeben. Unterstützt werden die Schüler in ihrem Handeln durch den Lehrer und die Fotografien als Ideenmöglichkeit.
In dieser Stunde werden sechs Gymnastikbälle, ein Schwungtuch, Cd Spieler mit Musik, ein Becken und die Zirkustruhe eingesetzt. Hinzu kommen, der Aufbau der Manege mit Softbausteinen und einem Schwungtuch als Zirkuszelt.
Zusammenfassung der Kapitel
Begründung und Einordnung des Themas: Das Kapitel erläutert die pädagogische Notwendigkeit des Sportunterrichts nach einer Phase des Unterrichts im Freien und begründet die Wahl des Zirkusthemas als Rahmenhandlung für die Bewegungsförderung.
Fachliche Ausführungen zum Unterrichtsinhalt: Hier werden die motorischen und wahrnehmungsbezogenen Ziele dargelegt und die Auswahl der verwendeten Materialien sowie der Einsatz der Stationen begründet.
Lernausgangslage der Schüler in Bezug auf das Unterrichtsthema: Dieser Abschnitt analysiert den Entwicklungsstand der einzelnen Schüler in den Bereichen Sozialverhalten, Kommunikation, Kognition und Motorik.
Lernziele dieser Unterrichtseinheit: Basierend auf der Ausgangslage werden spezifische Grob- und Feinziele definiert, die auf den Bildungsplan Bezug nehmen.
Methodische Entscheidungen: Dieser Teil beschreibt den strukturellen Aufbau der Unterrichtsstunde sowie die gezielten methodischen Ansätze für die Hinführung, den Hauptteil und den Abschluss.
Unterrichtsskizze: Die Skizze bietet einen zeitlich strukturierten Überblick über den geplanten Unterrichtsverlauf.
Schlüsselwörter
Sportunterricht, Geistigbehinderte, Zirkus, Bewegungsförderung, Ballübungen, Koordination, Wahrnehmung, Motorik, Schwungtuch, Rahmenhandlung, Lernausgangslage, Feinziele, Unterrichtsstruktur, Soziale Interaktion, Bewegungsbedürfnis
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf grundsätzlich?
Die Arbeit stellt einen Sportunterrichtsentwurf für eine Mittelstufenklasse an einer Schule für Geistigbehinderte vor, in dem die Schüler grundlegende Bewegungsformen mit Bällen in einem spielerischen Zirkuskontext erlernen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Fokus stehen die Bereiche Bewegungserziehung, Spiel, Gestaltung und Freizeit, wobei der Schwerpunkt auf der Förderung motorischer Fähigkeiten, der Koordination und der sozialen Interaktion liegt.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Das Ziel ist die spielerische Kompensation körperlicher Leistungsschwäche und die Förderung der Selbstständigkeit und Kreativität der Schüler durch eine strukturierte Zirkus-Rahmenhandlung.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine didaktisch-methodische Planung verwendet, die auf der individuellen Analyse der Lernausgangslage jedes Schülers basiert und Lernziele aus dem gültigen Bildungsplan ableitet.
Was wird im Hauptteil des Unterrichts behandelt?
Der Hauptteil besteht aus einer Übungsphase, in der die Schüler an verschiedenen Stationen mit Bällen Kunststücke einüben, um diese anschließend in einer gemeinsamen Zirkusvorstellung zu präsentieren.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich durch die Begriffe Bewegungsförderung, Zirkuspädagogik, Sonderpädagogik, Motorikschulung und individuelle Differenzierung beschreiben.
Warum spielt die Rahmenhandlung „Zirkus“ eine so wichtige Rolle?
Sie bietet den Schülern Sicherheit durch eine feste Struktur, motiviert sie durch spielerische Elemente und hilft dabei, die Aufmerksamkeit von den anstrengenden Lernzuwächsen hin zu einer kreativen Zirkusdarstellung zu lenken.
Wie wird mit der unterschiedlichen Belastbarkeit der Schüler umgegangen?
Durch Differenzierungsmöglichkeiten an den Stationen, individuelle Hilfestellung durch Lehrkräfte und die bewusste Einplanung von Ruhephasen wird auf das unterschiedliche Lerntempo und die physische Leistungsfähigkeit der Schüler eingegangen.
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- Evelyn Felicitas Jaksch (Author), 2006, Unterrichtseinheit: Wir turnen mit Bällen (Mittelstufe), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55700