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Häusliche Gewalt gegen Kinder

Title: Häusliche Gewalt gegen Kinder

Term Paper , 2005 , 26 Pages , Grade: 14

Autor:in: Stephanie Frisch (Author)

Sociology - Children and Youth
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Gewalt ist seit Beginn der Menschheit ein ständiger Begleiter gewesen. Doch was damals als „normal“ galt, nämlich die Zöglinge in angemessener Form zu züchtigen, hat in der heutigen Gesellschaft einen anderen Stellenwert erhalten. Ursache dafür ist das etwas andere Gewaltverständnis, der sich in schwerwiegende Formen des Missbrauchs äußert.
Die Thematik häusliche Gewalt gegen Kinder ist keineswegs zu missachten oder zu ignorieren, denn sie fängt schon oft in der näheren Umgebung an. Ob im Haus neben dem eigenen, dem gegenüber der Straße oder im selben Ort. Viele fragen – und das ist auch gut so – wie es soweit kommen konnte, warum niemand eingegriffen hat oder gar etwas bemerkte.
Fest steht, dass immer wieder vergleichbare Muster festgestellt werden, dass Ursachen, die zu Gewalttaten geführt haben, oft ähnlich sind und immer wieder Opfer entstehen.
Das feste und scheinbar unsinkbare Schiff „Familie“ ist leider in vielen Fällen nicht so schützend, wie es sein sollte. Überall, ob in den Medien, durch Gespräche mit dem Nachbarn oder mit Freunden, hört man vermehrt von Vernachlässigung, Missbrauch und Misshandlung von Kindern. Leider ist es keine Seltenheit mehr von diesen Schlagworten zu hören und mitzuverfolgen, wie unschuldige, meistens Schwächere an den Folgen dieser Gewalttaten bis zum Tode gedrängt werden.
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Formen der Gewalt gegenüber Kindern im häuslichen Bereich und setzt sich weiterhin mit Ursachen und den Folgen dieser Gewalt auseinander.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärung: Häusliche Gewalt

3. Gewalt gegen Kinder und ihre Formen

3.1 Physische / Körperliche Gewalt

3.2 Psychische / Seelische Gewalt

3.3 Sexuelle Gewalt

3.4 Vernachlässigung

4. Ursachen der häuslichen Gewalt gegen Kinder

5. Folgen / Auswirkungen von häuslicher Gewalt gegen Kinder

6. Ausmaß der Gewalt gegen Kinder und Jugendliche

7. Rechtliche Aspekte

7.1 Bestimmungen nach dem Strafgesetzbuch (StGB)

7.2 Bestimmungen nach dem Gewaltschutzgesetz

7.3 Bestimmungen nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB)

7.4 Bestimmungen nach dem Niedersächsischen Gefahrenabwehrgesetz (Nds.SOG)

7.5 Bestimmungen des staatlichen Wächteramtes

8. Polizeiliche Maßnahmen und andere helfende Institutionen

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Phänomen der häuslichen Gewalt gegen Kinder. Ziel ist es, die Erscheinungsformen, Ursachen und Folgen dieser Gewalt aufzuzeigen sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und Interventionsmöglichkeiten durch staatliche Institutionen zu analysieren, um das Bewusstsein für Schutzkonzepte zu schärfen.

  • Phänomenologie und Erscheinungsformen von Kindesmisshandlung
  • Psychologische und soziale Ursachenmodelle häuslicher Gewalt
  • Kurz- und langfristige Auswirkungen auf die betroffenen Kinder
  • Rechtliche Grundlagen und Kinderschutzgesetze in Deutschland
  • Interventionsstrategien von Polizei und Jugendhilfe

Auszug aus dem Buch

3.1 Physische (Körperliche) Gewalt

Die körperliche Form der Gewalt ist die am häufigsten angewandte Gewalt gegen Kinder. Laut dem Deutschen Kinderschutzbund (DKSB, 1998) wird körperliche Gewalt nahezu in allen sozialen Schichten ausgeübt und tritt umso häufiger auf, je belastender die Lebensumstände sind.

Die körperliche Gewalt, die von Erwachsenen gegen Kinder ausgeübt wird, hat viele verschiedene Formen. Dazu zählen Schläge mit Gegenständen, Prügel, Kneifen, Treten, Boxen, gegen Wände werfen und Schütteln des Kindes. Daneben werden Stichverletzungen, Vergiftungen, Würgen und Ersticken sowie thermische Schäden, wie das Verbrennen, Verbrühen oder Unterkühlen, beobachtet. Die Ausübung dieser Art von Gewalt können zu bleibenden körperlichen, geistigen und seelische Schäden oder in Extremfällen zum Tod des Kindes führen (BIG e.V., 2005). Für viele Erwachsene sind Schläge nach wie vor ein legitimes Erziehungsmittel. Sie selbst sind der Meinung, ein Klaps zur rechten Zeit habe ihnen auch nicht geschadet, so dass sie dieses Prinzip genauso für ihre Kinder angemessen finden. Es besteht ein kausaler Zusammenhang zwischen der allgemeinen Bildung, der körperlichen Züchtigung Minderjähriger und der Kindesmisshandlung. Erziehungswissenschaft und Psychologie können den Nutzen von Gewalt in der Erziehung nicht belegen, viel eher warnen sie vor den schädlichen Folgen. (Salgo, 1995).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die historische Entwicklung des Gewaltverständnisses in der Erziehung und betont die besondere Schutzbedürftigkeit der Familie durch den Staat.

2. Begriffserklärung: Häusliche Gewalt: Definiert Gewalt als rücksichtslose Anwendung von Zwang zur Machtausübung und erläutert die Dynamik häuslicher Gewalt als Wiederholungstat.

3. Gewalt gegen Kinder und ihre Formen: Klassifiziert die verschiedenen Arten der Kindesmisshandlung, einschließlich physischer, psychischer, sexueller Gewalt sowie Vernachlässigung.

4. Ursachen der häuslichen Gewalt gegen Kinder: Analysiert strukturelle, ökonomische und soziale Stressfaktoren sowie tiefenpsychologische Erklärungsansätze für elterliches Fehlverhalten.

5. Folgen / Auswirkungen von häuslicher Gewalt gegen Kinder: Erörtert die vielfältigen Verhaltensauffälligkeiten, Lernstörungen und psychischen Langzeitschäden bei betroffenen Kindern und Jugendlichen.

6. Ausmaß der Gewalt gegen Kinder und Jugendliche: Beleuchtet die Dunkelziffer bei Misshandlungsfällen und die gesellschaftliche Indifferenz gegenüber Gewalt im familiären Umfeld.

7. Rechtliche Aspekte: Gibt einen Überblick über die strafrechtlichen, zivilrechtlichen und gefahrenabwehrrechtlichen Normen zum Kinderschutz.

8. Polizeiliche Maßnahmen und andere helfende Institutionen: Beschreibt die repressiven und präventiven Interventionsmöglichkeiten der Polizei, des Jugendamtes und spezialisierter Beratungsstellen.

9. Fazit: Fasst die Notwendigkeit von interdisziplinärem Handeln, frühzeitiger Erkennung und verstärkter Aufklärung zusammen, um Kindern ein gewaltfreies Leben zu ermöglichen.

Schlüsselwörter

Häusliche Gewalt, Kindesmisshandlung, Kinderschutz, Körperliche Gewalt, Psychische Gewalt, Sexueller Missbrauch, Vernachlässigung, Jugendamt, Prävention, Gewaltschutzgesetz, Risikofaktoren, Kindeswohlgefährdung, Erziehung, Interventionsstelle, Familiendynamik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik der häuslichen Gewalt gegen Kinder, ihren verschiedenen Erscheinungsformen sowie den rechtlichen und sozialen Hilfsstrukturen zum Schutz betroffener Minderjähriger.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Gewaltformen, den Ursachenmodellen (wie Stress oder elterliche Sozialisation), den Auswirkungen auf Kinder und den staatlichen Interventionsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Gewalt gegen Kinder entsteht, welche tiefgreifenden Schäden sie verursacht und welche gesetzlichen sowie institutionellen Wege bestehen, um betroffenen Kindern effektiv zu helfen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse wissenschaftlicher Publikationen, klinischer Studien, rechtlicher Grundlagen (StGB, BGB) und Expertenleitfäden zum Kinderschutz.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit Gewaltformen, eine Analyse von Risikofaktoren, die Erläuterung der psychischen und sozialen Folgen sowie eine umfassende Darstellung der rechtlichen Handhabe und der Arbeit von Polizei und Sozialbehörden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Kindeswohlgefährdung, Prävention, Gewaltschutzgesetz, interdisziplinäre Intervention und das sozialpsychologische Ursachenmodell.

Warum ist das "Gewaltschutzgesetz" für Kinder nur begrenzt anwendbar?

Das Gesetz wurde primär für Erwachsene konzipiert. Da Kinder kein eigenes Antragsrecht besitzen, müssen bei Kindeswohlgefährdung meist Umwege über das Familienrecht (§§ 1666, 1666a BGB) und das Jugendamt gewählt werden.

Welche Rolle spielt das Jugendamt bei der Intervention?

Das Jugendamt fungiert als sozialpädagogische Instanz, die bei Gefährdungen des Kindeswohls eingreift. Dies reicht von beratenden Angeboten bis hin zur Inobhutnahme gemäß § 42 KJHG.

Warum ist die Dunkelziffer bei häuslicher Gewalt so hoch?

Gewalt in der Familie ist oft tabuisiert. Viele Fälle gelangen nicht in das "Hellfeld", da Betroffene aus Scham oder Angst vor weiteren Repressalien schweigen und Außenstehende häufig aus Unsicherheit "wegschauen".

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Details

Title
Häusliche Gewalt gegen Kinder
College
University of Applied Administrative Sciences Judicature Hildesheim  (Fakultät Polizei)
Grade
14
Author
Stephanie Frisch (Author)
Publication Year
2005
Pages
26
Catalog Number
V55733
ISBN (eBook)
9783638506120
ISBN (Book)
9783638664066
Language
German
Tags
Häusliche Gewalt Kinder
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephanie Frisch (Author), 2005, Häusliche Gewalt gegen Kinder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55733
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