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Die Sudbury Schule

Title: Die Sudbury Schule

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Gaby Grünsfelder (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Spätestens seit PISA sind die Themen Schule und Schulreform in aller Munde. Mängel und Notstände werden angesprochen, Alternativen werden gesucht. Die Nachfrage der Eltern nach alternativen Schulformen steigt. Jedes Jahr wechseln zehntausende Schüler auf Privatschulen. Nicht ohne Grund: Eltern suchen aus verschiedenen Gründen nach Alternativen für ihre Kinder; gerade die Möglichkeit zum Lernen im angstfreien Raum wird gefordert. Lernen soll außerdem (wieder) eine aktive, kreative, die Selbstständigkeit fördernde, lebensverbundene, ‚natürliche‘ Tätigkeit werden. Lebensweise und pädagogisches Bewusstsein wandeln sich; und so müssen Erziehung und Schule an aktuelle Bedürfnisse und Prozesse, an die Herausforderungen der Zeit angeglichen werden.
Die ideale Schule ist sicherlich noch nicht geboren, doch viele Reformschulen zeigen, dass es durchaus Möglichkeiten gibt, den Schülern (auch in der Sekundarstufe II) ein ‚anderes’ Lernen zu ermöglichen – so z.B. auch die Sudbury Schule, eine von Summerhill inspirierte, demokratisch strukturierte Schule, die Wert auf selbstbestimmtes Lernen in einer selbstregulierten Umgebung legt, und der es gelingt, zu demonstrieren, dass Schüler jeden Alters durchaus in der Lage sind, völlig ohne Druck, freiwillig, selbstständig und konzentriert zu arbeiten. Dies könnte ein Anlass dafür sein, dem selbstständigen Arbeiten auch im Schulalltag der Regelschule noch mehr Raum zu gewähren als bisher.
Diese Schule mit dem interessant wie utopisch klingenden Konzept soll im Folgenden vorgestellt werden. Dabei soll sowohl auf das pädagogische Konzept und die Grundsätze der Sudbury Schule eingegangen werden als auch darauf, wie sich die Verwirklichung dieses Konzepts in Schulalltag und Unterrichtskonzeption der Sudbury Schule niederschlägt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Herkunft der Sudbury Schule

3. Motivation für die Gründung der ersten Sudbury Schule

4. Grundlegendes über die Organisation der Schule

Leitung der Schule

Die Räumlichkeiten

5. Grundsätze der Sudbury Schule

Lernen in Freiheit

Demokratie leben

Eigene Wege finden

6. Schneller, effizienter und tiefgründiger lernen

7. Rolle eines ‚Lehrers‘ in der Sudbury Schule

8. Wird in irgendeiner Weise sichergestellt, dass die Schüler das ‚Grundwissen‘ lernen, das an anderen Schulen gelehrt wird?

9. Auswertung

Sudbury Schule

Reformpädagogik

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht das pädagogische Konzept der Sudbury Schule als eine alternative Lernform. Ziel ist es, die Organisationsstruktur, die Prinzipien der Freiheit und Selbstbestimmung sowie deren Auswirkungen auf den Lernprozess und die Motivation der Schüler kritisch darzustellen und im Kontext der Reformpädagogik zu hinterfragen.

  • Kritik der Reformpädagogik an traditionellen Schulstrukturen
  • Organisationsmodell und demokratische Entscheidungsstrukturen (School Meeting)
  • Prinzipien des selbstbestimmten Lernens ohne festen Lehrplan
  • Rolle der Mitarbeiter als Berater statt als traditionelle Lehrer
  • Effizienz und Motivation beim Erwerb von Wissen und Kompetenzen

Auszug aus dem Buch

Schneller, effizienter und tiefgründiger lernen

Wenn Schüler so wie in der Sudbury Schule motiviert sind zu lernen, dann lernen sie schneller, effizienter und tiefgründiger als sie es tun würden, wenn das Thema sie nicht interessieren würde. Die Schüler lernen, sich auf etwas vollkommen zu konzentrieren. Laut Mimsy Sadofsky geben sie dabei stets ihr bestes, weil sie interessiert sind und sich mit Themen beschäftigen, die sie mitreißen. Weil sie sich aus freien Stücken dazu entschieden haben, über genau dieses Thema jetzt etwas lernen zu wollen. Es dürfte der Erfahrung jedes Einzelnen entsprechen, ein Interesse bezüglich eines bestimmten Themas zu haben und aus diesem Grund immer noch mehr darüber wissen zu wollen, sich immer neue Fragen darüber zu stellen. Die Gründer und Mitarbeiter der Schule sind der Auffassung, wenn jemand entschlossen ist zu lernen, wird er alle Hindernisse überwinden, egal was passiert.

Als Beispiel dafür, dass Sudbury Schüler es in hohem Maße gewohnt sind, selbstständig zu arbeiten, hier ein Auszug aus Daniel Greenbergs „Endlich Frei“ (S.32f):

Und dann gab es da Bob. Eines Tages kam Bob zu mir und fragte, "Bringst du mir Physik bei?" Für mich gab es keinen Grund, skeptisch zu sein. Bob hatte schon so viele Sachen so gut gemacht, dass wir alle wussten, dass er Dinge bis zum Ende überblicken konnte. Er hatte den Verlag der Schule geleitet. Er hat ein gründlich recherchiertes (und veröffentlichtes) Buch über das Justizsystem der Schule geschrieben. Er hatte unzählige Stunden dem Klavierüben gewidmet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Es wird die Kritik der Reformpädagogik an autoritären Regelschulen erläutert und das Konzept der Sudbury Schule als Alternative eingeführt.

2. Herkunft der Sudbury Schule: Darstellung der Gründung der ersten Sudbury Schule im Jahr 1968 in den USA und deren weltweite Verbreitung.

3. Motivation für die Gründung der ersten Sudbury Schule: Analyse der Beweggründe der Gründer, insbesondere Mimsy Sadofsky, eine Schule zu schaffen, die Freiheit statt Druck bietet.

4. Grundlegendes über die Organisation der Schule: Beschreibung der demokratischen Struktur, der Rolle des 'School Meetings' und der räumlichen Gestaltung.

5. Grundsätze der Sudbury Schule: Erläuterung des Prinzips des selbstbestimmten Lernens, des gelebten Demokratieverständnisses und der individuellen Wegfindung.

6. Schneller, effizienter und tiefgründiger lernen: Untersuchung, wie Eigenmotivation und Interesse zu tieferem Verständnis und schnellerem Lernerfolg führen.

7. Rolle eines ‚Lehrers‘ in der Sudbury Schule: Definition der Rolle als 'Mitarbeiter' und beratender Begleiter anstelle eines lehrenden Lehrers.

8. Wird in irgendeiner Weise sichergestellt, dass die Schüler das ‚Grundwissen‘ lernen, das an anderen Schulen gelehrt wird?: Diskussion über den Wissenserwerb durch intrinsisches Bedürfnis im Gegensatz zu staatlichen Lehrplänen.

9. Auswertung: Kritische Reflexion der Möglichkeiten und Grenzen des Sudbury-Konzepts sowie dessen Bezug zur allgemeinen Reformpädagogik.

Schlüsselwörter

Sudbury Schule, Reformpädagogik, selbstbestimmtes Lernen, Eigenmotivation, Demokratische Erziehung, Schulentwicklung, Freiheit, Alternativschule, Wissenserwerb, Pädagogisches Konzept, Schulalltag, Individuelle Förderung, Lernumfeld, Bildungsphilosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet das Modell der Sudbury Schule, einer demokratischen Alternativschule, und stellt deren Konzepte der Selbstbestimmung und Freiheit in den Kontext der Reformpädagogik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Sudbury Schule?

Die zentralen Themen sind selbstgesteuertes Lernen, demokratische Partizipation durch das School Meeting, der Verzicht auf Noten oder Lehrpläne sowie die Neudefinition der Lehrerrolle als Mitarbeiter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Sudbury-Konzept versucht, das Problem zwischen individueller Entfaltung und gesellschaftlicher Anpassung zu lösen und den Schulalltag zu gestalten.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung des Sudbury-Konzepts, basierend auf Literatur und Quellen der Gründer sowie dem Diskurs der Reformpädagogik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Organisation, die Grundsätze, die Rolle der Mitarbeiter, die Wirksamkeit des Lernens ohne äußeren Druck und die Frage nach dem notwendigen Grundwissen detailliert beschrieben.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Sudbury Schule?

Wichtige Begriffe sind Freiheit, Demokratie, Eigenverantwortung, intrinsische Motivation, Verzicht auf Frontalunterricht und die Gleichstellung von Schülern und Mitarbeitern.

Wie gehen Sudbury Schulen mit Strafen um?

Trotz des hohen Maßes an Freiheit existiert ein 'Justizkomitee', das über die Verletzung von Schulregeln berät und bei Bedarf Konsequenzen oder Strafen festlegt.

Können Schüler an einer Sudbury Schule später erfolgreich ein College besuchen?

Ja, laut den Erfahrungen der Schule besuchen ca. 80 % der Absolventen ein College, wobei die erlernte Selbstständigkeit als wesentliche Grundvoraussetzung für den Erfolg gesehen wird.

Wie bewertet der Autor die Erfolgschancen des Modells im Vergleich zur Regelschule?

Der Autor weist darauf hin, dass eine abschließende Bewertung des 'Gelingens' schwierig ist, da sich Erfolg und Zufriedenheit individuell schwer messen lassen und die soziale Herkunft eine große Rolle spielt.

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Details

Title
Die Sudbury Schule
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Course
Neue Lern- und Lehrformen
Grade
1,0
Author
Gaby Grünsfelder (Author)
Publication Year
2004
Pages
22
Catalog Number
V55740
ISBN (eBook)
9783638506168
ISBN (Book)
9783638664080
Language
German
Tags
Sudbury Schule Neue Lern- Lehrformen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gaby Grünsfelder (Author), 2004, Die Sudbury Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55740
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