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"Wir pfeifen auf den Gurkenkönig" von Christine Nöstlinger. Eine Buchanalyse

Title: "Wir pfeifen auf den Gurkenkönig" von Christine Nöstlinger. Eine Buchanalyse

Seminar Paper , 2006 , 26 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Claudia Trebesius (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit möchte ich mich mit dem Kinderroman „Wir pfeifen auf den Gurkenkönig“ von Christine Nöstlinger auseinandersetzen. Im vorangegangenen Seminar „Einführung in die Kinder- und Jugendliteratur“ bekam ich einen Einblick in die Welt der modernen Kinder- und Jugendliteratur. Unter anderem lasen wir auch mehrere Bücher von Christine Nöstlinger, von der ich zuvor nur ihren Namen kannte. Als Kind wurde ich durch meine Eltern mit Büchern von ihr nicht konfrontiert, was damit zusammenhängt, dass ich in der ehemaligen DDR aufgewachsen bin, wo sie nicht sehr bekannt war. Ihr Stil hat mir sofort gefallen, was einen wesentlichen Einfluss auf die Themenwahl dieser Arbeit hatte. Ich stieß auf „den Gurkenkönig“ und entschied, mich näher mit diesem Buch zu beschäftigen. Die Arbeit soll vorrangig eine Buchanalyse sein. Sie soll sich mit der Frage beschäftigen, was die Autorin „unternommen“ hat, um sich dem kindlichen Leser zuzuwenden und ihn in ihren Bann zu ziehen. Es soll darüber hinaus die Frage geklärt werden, wie deutlich wird, dass das Buch für eine Leserschaft von etwa 10-12 jährigen bestimmt ist. Dabei beziehe ich mich zunächst auf explizit im Text vorhandene Aussagen und gehe dann zu eigenen Interpretationen des Textes über.
Nach einem kurzen Einblick in die Entstehungsgeschichte und den Inhalt des Buches geht es über zur Figurenanalyse und zur Textanalyse, die sich weitgehend an den Ebenen von Hans-Heino Ewers orientiert. Es werden dabei Form, Sprache, Inhalt, Thema, die Handlungsstruktur und Gattung berücksichtigt.
Abschließend beschäftige ich mich dann noch in einem kurzen Absatz persönlich mit der Frage, ob das Buch für die Schule geeignet ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehungsgeschichte und Erfolg

3. Inhalt

4. Figurenanalyse

4.1 Die Familie Hogelmann- Charakter und innerfamiliäre Beziehungen

4.2 Eigenschaften des Gurkenkönigs

5. Textanalyse

5.1 Paratextuelle Ebene

5.1.1 Textaufbau und Illustrationsdichte

5.1.2 Typographie

5.1.3 Gestaltung des Einbands/Layout

5.1.4 Kapitelüberschriften

5.2 Sprachliche und stilistische Ebene

5.3 Formale Aspekte

5.3.1 Erzählsituation

5.3.2 Handlungsstruktur

5.4 Gattung

5.5 Inhaltliche Aspekte

5.6 Thematische Aspekte

6. Ist das Buch für die Schule geeignet?

7. Fazit

Zielsetzung & Themen der Analyse

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem Kinderroman „Wir pfeifen auf den Gurkenkönig“ von Christine Nöstlinger auseinander. Das primäre Ziel ist eine umfassende Buchanalyse, die untersucht, wie die Autorin durch gezielte formale, sprachliche und inhaltliche Mittel den kindlichen Leser anspricht, ihn in seinen Bann zieht und dabei komplexe gesellschaftliche Themen für eine Zielgruppe von etwa 10-12 Jahren zugänglich macht.

  • Untersuchung der Figurengestaltung und der innerfamiliären Dynamiken.
  • Analyse paratextueller Gestaltungselemente wie Typographie und Illustrationen.
  • Betrachtung der Erzählsituation und der Struktur der Handlungsebenen.
  • Diskussion des phantastischen Elements als Spiegel gesellschaftlicher Machtverhältnisse.
  • Einschätzung der Eignung des Werkes für den modernen Schulunterricht.

Auszug aus dem Buch

4.2 Eigenschaften des Gurkenkönigs

Der Gurkenkönig ist das phantastische Element der Geschichte. Er wurde von seinen Untertanen aus dem Keller vertrieben, da er diese nur ausnutzte. Sie fühlten sich sozial ungerecht behandelt, da sie nur dazu gebraucht wurden, ihrem König einen Palast zu bauen. Der Gurkenkönig bezeichnet sie seinerseits als „dumm“ (S. 23) und unfähig, alleine, ohne ihn zurechtzukommen und ist der sicheren Auffassung, dass sie ihn schon bald zurückholen werden. Nun bittet er aber bis zu diesem Zeitpunkt erst einmal in der Familie Hogelmann um Asyl. In der Geschichte wird er als gurkenähnlich beschrieben. Auf dem Kopf trägt er eine Krone mit roten Edelsteinen und seine Zehennägel sind rot lackiert. Seine Hände stecken in weißen Handschuhen. Gleich bei seinem Erscheinen bei der Familie äußert sich sein arrogantes und autoritäres Verhalten. Beispiele dafür sind, dass er es gewohnt ist, nur mit Handkuss begrüßt und mit „Majestät“ angesprochen zu werden. Wenn sich diesem nicht gebeugt wird, beginnt er wütend zu kreischen (S.13). Er sieht es als selbstverständlich an, dass er bei einem der Familienmitglieder im Bett schlafen darf und sich nicht darauf herablässt, in einem simplen Puppenwagen zu schlafen. Des weiteren legt er ein äußerst hinterlistiges Verhalten an den Tag. Er spioniert die Mitglieder der Familie aus, schnüffelt herum und hält sich nicht an Abmachungen. Das führt dazu, dass er einen Keil zwischen diese treibt und sie bewusst gegeneinander ausspielt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Kinderromans, Begründung der Themenwahl und Darlegung der analytischen Vorgehensweise anhand verschiedener Textebenen.

2. Entstehungsgeschichte und Erfolg: Einordnung des Werkes in den Kontext der Studentenbewegung und Beschreibung seines Status als moderner Klassiker der Kinderliteratur.

3. Inhalt: Zusammenfassung des Handlungsverlaufs, vom Auftauchen des Gurkenkönigs in der Familie Hogelmann bis hin zur Emanzipation der Familienmitglieder.

4. Figurenanalyse: Detaillierte Charakterisierung der Familienmitglieder sowie Analyse der Eigenschaften und Funktionen des Gurkenkönigs als Gegenspieler.

5. Textanalyse: Untersuchung der paratextuellen, sprachlichen, formalen und thematischen Ebenen des Romans mit Fokus auf die Adressatenorientierung.

6. Ist das Buch für die Schule geeignet?: Diskussion über die didaktische Eignung des Romans, unter Berücksichtigung von Identifikationsmöglichkeiten und Gesprächsanlässen.

7. Fazit: Zusammenfassende Reflektion der Analyseergebnisse und persönliche Einschätzung der Autorin zur Bedeutung des Werkes.

Schlüsselwörter

Christine Nöstlinger, Wir pfeifen auf den Gurkenkönig, Kinderliteratur, Buchanalyse, Familienkonflikte, Autorität, Kumi-Ori, Figurenanalyse, Paratext, Erzählsituation, Schullektüre, Phantastik, Gesellschaftsstrukturen, Adoleszenz, Literaturdidaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit liefert eine literaturwissenschaftliche Analyse des Kinderromans „Wir pfeifen auf den Gurkenkönig“ von Christine Nöstlinger und untersucht, wie die Autorin den Text für die Zielgruppe der 10-12-Jährigen gestaltet hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Figurenanalyse der Familie Hogelmann, der Wirkung des phantastischen Elements „Gurkenkönig“ sowie der Untersuchung von Sprache, Stil und formaler Struktur des Romans.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, welche künstlerischen und sprachlichen Mittel die Autorin einsetzt, um die kindliche Leserschaft anzusprechen und sie für die dargestellten sozialen Konflikte zu sensibilisieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Analyse orientiert sich methodisch weitgehend an den Ebenen von Hans-Heino Ewers, wobei Form, Sprache, Inhalt, Thema, Handlungsstruktur und Gattung systematisch untersucht werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden nacheinander die Figurenanalyse, die paratextuelle Ebene, die sprachliche Gestaltung, formale Aspekte wie die Erzählperspektive sowie inhaltliche und thematische Gesichtspunkte analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind neben dem Buchtitel und der Autorin vor allem Analyse, Autorität, Familienkonflikte, Zielgruppenorientierung und Literaturdidaktik.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Vaters im Buch?

Der Vater wird als „problematischste“ Figur eingestuft, die ein autoritäres Spiegelbild des Gurkenkönigs darstellt, wobei seine Machtausübung durch eigene Unzufriedenheit und berufliche Krisen motiviert ist.

Warum wird die Erzählperspektive als wichtig für den Leser erachtet?

Die Wahl der Ich-Erzählsituation durch den 12-jährigen Wolfgang ermöglicht dem jungen Leser eine direkte Identifikation und ein unmittelbares Erleben der familiären Konflikte aus der Sicht eines Gleichaltrigen.

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Details

Title
"Wir pfeifen auf den Gurkenkönig" von Christine Nöstlinger. Eine Buchanalyse
College
University of Education Freiburg im Breisgau
Course
Einführung in die Kinder-und Jugendbuchliteratur
Grade
1,5
Author
Claudia Trebesius (Author)
Publication Year
2006
Pages
26
Catalog Number
V55798
ISBN (eBook)
9783638506588
ISBN (Book)
9783656754008
Language
German
Tags
Gurkenkönig Christine Nöstlinger Buchanalyse Einführung Kinder-und Jugendbuchliteratur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Trebesius (Author), 2006, "Wir pfeifen auf den Gurkenkönig" von Christine Nöstlinger. Eine Buchanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55798
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