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Abraham in Mamre (Gen 18,1-15)

Title: Abraham in Mamre (Gen 18,1-15)

Term Paper , 1997 , 35 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Lutz Eisele (Author)

Theology - Biblical Theology
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Summary Excerpt Details

Die Erzählungen der Genesis sind, abgesehen von den Texten, die sich für die feministische Theologie eignen, gegenwärtig weitgehend in die Kinderzimmer verbannt. Die vorliegende Auslegung von Gen 181-15 hat zum Ziel, den ursprünglichen Sinngehalt des Textes wieder zur Sprache zu bringen, um so methodisch verantwortlich einen Transfer in unsere Gegenwart zu ermöglichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Text

2.1. Textkritik

2.2. Übersetzung

3. Analyse

3.1. Literarkritik

3.1.1. Abgrenzung der Texteinheit

3.1.2. Aufbau und Kohärenz der Texteinheit

3.1.2.1. Der Fortgang der Erzählung

3.1.2.2. Zusammenfassung, Gliederung und Problematisierung

3.2. Grundlegung für die textgeschichtliche Untersuchung

3.3. Überlieferungsgeschichte

3.3.1. Beobachtungen am Text

3.3.2. Erwägungen zu Stufen der Überlieferungsgeschichte

3.4. Redaktionsgeschichte

3.5. Formgeschichte

3.5.1. Formgeschichtliche Analyse

3.5.2. Vergleich mit anderen Texten

3.5.2.1. Die Sage vom alten, kinderlosen Ehepaar

3.5.2.2. Die Sage als Heiligtumsätiologie

3.6. Historischer Ort

3.6.1. Das Baumheiligtum von Mamre

3.6.2. Das Gastmahl

3.7. Traditionsgeschichte

3.7.1. Zu האר

3.7.2. Zu אלפ

4. Interpretation

4.1. Historisch-theologische Interpretation

4.2. Wirkungsgeschichte des Textes

4.2.1. Neues Testament

4.2.2. Frühchristliche Literatur

4.3. Systematisch-theologische Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den ursprünglichen Sinngehalt der Erzählung von Gen 18,1-15 wieder zur Sprache zu bringen und durch eine methodisch fundierte Analyse einen verantwortungsvollen Transfer in die Gegenwart zu ermöglichen. Im Zentrum steht dabei die Untersuchung der Spannung zwischen Verheißung und Wirklichkeit sowie die Rolle der Gastfreundschaft im Kontext der Gottesbegegnung.

  • Textkritische Erschließung der Perikope
  • Literarkritische und formgeschichtliche Analyse des Erzählaufbaus
  • Traditionsgeschichtliche Untersuchung zentraler Begriffe wie "Erscheinung" und "Wunder"
  • Erörterung der Wirkungsgeschichte im Neuen Testament und der frühchristlichen Literatur

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Abgrenzung der Texteinheit

Der Beginn des Textes fällt zunächst dadurch auf, daß Abraham nicht eigens eingeführt werden muß, „וילא“ bezieht sich bereits anaphorisch auf ihn. In der vorangehenden Perikope wurde er zuletzt in 17,26 namentlich erwähnt, was erst wieder in 18,6 der Fall ist. In der Genesis findet sich eine Form seines Namens zuerst in 11,27, v.a. in Kap. 12 wird er als Person näher eingeführt. Auch die Terebinthe von Mamre wird in Form einer unerklärten determinierten Constructusverbindung als sein offenbar bekannter Aufenthaltsort angeführt (vgl. schon 12,6); dasselbe gilt auch für die ganze vorausgesetzte nomadische Lebenswelt. JHWH wird zwar genannt, es wird aber nicht erklärt, um welche Gottheit es sich handelt und was bei ihrer Erscheinung zu erwarten ist; offenbar ist auch dies bereits bekannt. Schon 17,16f., 21 kündigen die Geburt Isaaks in Jahresfrist trotz des hohen Alters von Sara und Abraham an und weisen so auf Kap. 18 voraus.

Aus diesen Beobachtungen ergibt sich, daß die Geschichte in einem größeren Erzählzusammenhang verwurzelt ist, der über Abraham, seine Umwelt und seinen Glauben schon vor Gen 18 Aufschluß gibt, als Beginn bietet sich hier Kap. 12 an. Andererseits beginnt in 18,1 deutlich eine neue Erzähleinheit: Das Wortfeld „Beschneidung“, das in Kap. 17 noch beherrschend war, fehlt nun; hinsichtlich des Personals rückt Ismael (17,25f.) aus dem Blickfeld, ebenso zunächst der Haushalt Abrahams in seiner Gesamtheit (17,27, vgl. aber 18,7), dafür tritt nun JHWH neu auf. Auch durch die neue Zeitangabe „כחם היום“ sowie durch die bereits erwähnte Ortsangabe, die an die Stelle des unbestimmten Orts von 17,1 tritt, wird ein Neuansatz markiert. Zuletzt ist noch die Einleitung „וירא“ anzuführen, die z.B. auch in 17,1 ein neues Geschehen eröffnet. Demnach beginnt in 18,1 eine eigene Geschichte, die gleichwohl in einen größeren Kontext gehört, in dem Abraham in seinen Lebenszusammenhängen im Mittelpunkt steht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung des methodischen Ziels, den ursprünglichen Sinngehalt der Erzählung zur Sprache zu bringen.

2. Der Text: Textkritische Analyse und Übersetzung der Perikope unter Berücksichtigung verschiedener Handschriftenfamilien.

3. Analyse: Umfassende literarkritische, überlieferungsgeschichtliche, redaktionsgeschichtliche und formgeschichtliche Untersuchung sowie Bestimmung des historischen Ortes.

4. Interpretation: Historisch-theologische Auslegung des Textes sowie Analyse seiner Wirkungsgeschichte und systematisch-theologische Reflexion.

Schlüsselwörter

Genesis 18, Abraham, Sara, JHWH, Gastfreundschaft, Verheißung, Isaak, Mamre, Gotteserscheinung, Exegese, Überlieferungsgeschichte, Formgeschichte, Wirkungsgeschichte, Kinderlosigkeit, Sagen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die exegetische Analyse der Erzählung Gen 18,1-15, in der Abraham und Sara eine göttliche Verheißung erfahren.

Welche thematischen Schwerpunkte setzt der Autor?

Die Arbeit fokussiert auf die Struktur der Erzählung, die Gastfreundschaft Abrahams, das Motiv der Verheißung eines Sohnes trotz Unfruchtbarkeit und die theologische Bedeutung der Gotteserscheinung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den ursprünglichen Sinngehalt der Erzählung methodisch verantwortlich zu erschließen und für die heutige Zeit interpretierbar zu machen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Autorin/der Autor verwendet ein breites Spektrum bibelwissenschaftlicher Methoden, insbesondere Textkritik, Literarkritik, Überlieferungs- und Redaktionsgeschichte sowie Formgeschichte.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der Texteinheit, die Untersuchung der Überlieferungsstufen (vom mündlichen zum schriftlichen Stadium) und die formgeschichtliche Einordnung der Sage.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Wesentliche Begriffe sind Genesis 18, Abraham und Sara, Verheißung, Gastfreundschaft, Gotteserscheinung und Exegese.

Wie wird das "Lachen" Saras in der Arbeit interpretiert?

Das Lachen wird als ätiologisches Motiv verstanden, das den Namen des späteren Erben Isaak vorbereitet und die menschliche Skepsis gegenüber der göttlichen Verheißung ausdrückt.

Welche Rolle spielt das Heiligtum Mamre für die Interpretation?

Mamre wird als historischer und kultischer Ankerpunkt gesehen, der die Erzählung im Süden lokalisiert und als Ort der Gottesbegegnung eine besondere Bedeutung für die Theologisierung des Textes hat.

Warum wird die Gastfreundschaft als zentrales Element hervorgehoben?

Die Gastfreundschaft Abrahams dient als Bewährungssituation, die jedoch kein Vorverdienst für die göttliche Verheißung darstellt, sondern die Gemeinschaft zwischen dem Menschen und Gott unterstreicht.

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Details

Title
Abraham in Mamre (Gen 18,1-15)
College
University of Tubingen
Grade
1,0
Author
Lutz Eisele (Author)
Publication Year
1997
Pages
35
Catalog Number
V55810
ISBN (eBook)
9783638506694
ISBN (Book)
9783656815648
Language
German
Tags
Abraham Mamre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lutz Eisele (Author), 1997, Abraham in Mamre (Gen 18,1-15), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55810
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