In der vorliegenden Semesterarbeit wird versucht, die Thematik ,,Marketing im Bildungsbereich am Beispiel der Berufsschule" theoretisch und praktisch zusammenzufassen. Weiters wird ein Marketingkonzept entworfen, dessen Ziel die Steigerung der Schülerzahlen sein sollte.
Ausgehend von der Begriffsbestimmung (Kapitel 1) hilft mir eine grafische Übersicht (Kapitel 2) den Leistungsbereich Absatz zu systematisieren (Erklärung der einzelnen Teilbereiche des Marketing-Mix). Kapitel 3 befasst sich mit der Begriffsbestimmung des Kunden in der Berufsschule. Die Marktuntersuchung der Berufsschule wird in Kapitel 4 näher erläutert. Ein wesentlicher Teil meiner Arbeit nimmt Kapitel 5 ein, welches die Teilbereiche des Marketing-Rades (product, pricing, placement, promotion) auf den schulischen Bereich überträgt. Eine Schlussbemerkung sollen diese Arbeit abrunden und schließlich werden im Literaturverzeichnis alle dargestellt.
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Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG
1 MARKETING - BEGRIFFSBESTIMMUNG
2 LEISTUNGSBEREICH ABSATZ – SYSTEMATISIERUNG
3 KUNDEN
4 MARKTUNTERSUCHUNG
5 MARKETINGINSTRUMENTE (MARKETING-RAD)
5.1 product
5.2 pricing
5.3 placement
5.4 promotion
6 SCHLUSSBEMERKUNG
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz von Marketingkonzepten im Bildungsbereich, speziell am Beispiel der Berufsschule, mit dem primären Ziel, Strategien zur Steigerung der Schülerzahlen zu entwickeln.
- Theoretische Grundlagen des Marketingbegriffs und dessen Übertragbarkeit auf den Bildungssektor
- Systematisierung des Leistungsbereichs Absatz in Anlehnung an das Marketing-Mix
- Definition der relevanten Kundengruppen innerhalb des schulischen Umfelds
- Methoden der Marktuntersuchung und Marktbeobachtung im Schulwesen
- Anwendung des Marketing-Rades (product, pricing, placement, promotion) auf die Berufsschule
Auszug aus dem Buch
5.1 product
a) Produkt „Schüler“
Als “Hauptprodukte” können in der Institution Berufsschule die „Marktwertsteigerung der Schüler“ gesehen werden. Dies wird einerseits durch eine Ausbildung, die auf den neuesten Stand der Anforderungen der Zulieferfirmen (Lehrbetriebe) entspricht, erreicht. Zum anderen soll durch eine Allgemeinausbildung sowie die Vermittlung von Werten und Normen (SCHOG § 2 Zielparagraph!) ein für die Gesellschaft wertvolles, kritisches Mitglied herangebildet werden. Durch das Aufzeigen eines umfassenden Bildungsangebot werden den Schülern auch neue (berufliche) Perspektiven ermöglicht.
b) Produkt „Berufsschule“
Wie kann das Produkt Schule verbessert werden?
Produktname (z.B. im Bereich Kärnten: Landesberufsschule, Holzzentrum, Tourismusfachschule, etc. statt Berufsschule)
Lehrberufe (z.B. Elektrotechniker statt Elektriker)
Gestaltung des Kundendienstes (Kantine, Sprechstunden für Schüler, Eltern, Betriebe, Einbindung der Schüler, Lehrbetriebe in den Zielfindungsprozess, regelmäßige Informationen über den Leistungsstand, Aktivitäten, Lernbetreuung der Schüler etc.)
Zusammenfassung der Kapitel
EINLEITUNG: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, Marketingmethoden theoretisch zu erläutern und ein praktisches Konzept zur Steigerung der Schülerzahlen an Berufsschulen zu entwerfen.
1 MARKETING - BEGRIFFSBESTIMMUNG: Dieses Kapitel erörtert verschiedene Definitionen von Marketing und grenzt den Bereich des Absatzmarketings als Schwerpunkt für die Hausarbeit ein.
2 LEISTUNGSBEREICH ABSATZ – SYSTEMATISIERUNG: Hier wird der Leistungsbereich Absatz systematisiert und der Marketing-Mix als Instrumentarium zur Erreichung von Absatz- bzw. Schulungszielen dargestellt.
3 KUNDEN: Das Kapitel identifiziert die verschiedenen Kundengruppen der Berufsschule, angefangen bei den Schülern als unmittelbare Kunden bis hin zu Wirtschaft und Gesellschaft als mittelbare Abnehmer.
4 MARKTUNTERSUCHUNG: Es wird die Notwendigkeit von Markterkundung und systematischer Marktforschung beschrieben, um auf sich ändernde Marktverhältnisse im Bildungswesen reagieren zu können.
5 MARKETINGINSTRUMENTE (MARKETING-RAD): Dies ist der Hauptteil der Arbeit, in dem die vier klassischen Marketinginstrumente (Product, Pricing, Placement, Promotion) auf den schulischen Kontext übertragen werden.
5.1 product: Untersuchung der Produktqualität der Berufsschule, unterteilt in die „Marktwertsteigerung der Schüler“ und die Verbesserung des Schulangebots selbst.
5.2 pricing: Diskussion über notwendige Mittel, Budgetierung und die Erschließung potenzieller Einnahmequellen wie Sponsoring oder Vermietung von Räumlichkeiten.
5.3 placement: Fokus auf die Unterrichtsgestaltung und Kriterien, die den Wissenserwerb der Schüler optimieren und die Qualität der Dienstleistung sicherstellen.
5.4 promotion: Darstellung von Werbemaßnahmen, Öffentlichkeitsarbeit und Verkaufsförderung, um das Interesse am Schultyp zu wecken und Schülerzahlen zu erhöhen.
6 SCHLUSSBEMERKUNG: Ein Fazit, das den Zusammenhang zwischen dem Marketing-Rad-Modell und dem Total Quality Management (TQM) zieht und die Bedeutung einer ganzheitlichen Strategie unter Einbeziehung der Lehrer betont.
Schlüsselwörter
Marketing, Bildungsbereich, Berufsschule, Marketing-Mix, Absatzmarketing, Schülerzahlen, Marktforschung, Product, Pricing, Placement, Promotion, Qualitätsmanagement, TQM, Schulkonzept, Öffentlichkeitsarbeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Anwendung betriebswirtschaftlicher Marketingstrategien auf das Umfeld von Berufsschulen, um die Attraktivität der Bildungseinrichtung zu steigern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Felder sind die Systematisierung des Absatzbereichs, die Definition von Kunden und Lieferanten im Bildungssektor sowie die praktische Anwendung der vier P's (Marketing-Mix) auf den Schulbetrieb.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines Marketingkonzepts, das darauf ausgerichtet ist, die Schülerzahlen an Berufsschulen nachhaltig zu erhöhen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung bestehender betriebswirtschaftlicher Marketing-Modelle und überträgt diese durch eine qualitative Analyse auf den spezifischen Kontext der Berufsschulbildung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Marktforschung sowie die detaillierte Ausarbeitung der vier Instrumente des Marketing-Rades: Produktgestaltung, Preispolitik, Distributionspolitik und Kommunikationspolitik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Marketing-Mix, Bildungsmarketing, Berufsschule, Kundenorientierung und Qualitätsentwicklung charakterisieren.
Warum ist das Marketing im Bereich der Berufsschule besonders herausfordernd?
Es ist herausfordernd, da die Schule als „Produkt“ nicht nur die Schüler (unmittelbare Kunden) betreuen muss, sondern gleichzeitig die Anforderungen der Lehrbetriebe (mittelbare Kunden) und der Wirtschaft erfüllen soll.
Inwiefern zieht die Autorin Vergleiche zum TQM-Modell?
In der Schlussbemerkung stellt die Autorin fest, dass ein erfolgreiches Schulmarketing eine ganzheitliche Betrachtung erfordert, die dem TQM-Modell ähnelt, da hierbei auch die „Lieferanten“ (Lehrkräfte) und deren Schulung/Honorierung eine essenzielle Rolle für die Qualität spielen.
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- Mag. Andrea Kanzian (Author), 2002, Marketing im Bildungsbereich am Beispiel der Berufsschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5582