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Das urbane Lebensgefühl - Überlegungen zur Kultur der Stadt

Title: Das urbane Lebensgefühl - Überlegungen zur Kultur der Stadt

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 23 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: M.A. Jan Küver (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology
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Seit den Studien Max Webers sowie der Chicagoer Schule um Park und Wirth zur Stadt hat sich der Urbanismus als eigenständiger Forschungszweig in den Sozialwissenschaften etabliert. In der Soziologie wird besonders den Prozessen urbaner Vergesellschaftung sowie daraus erwachsenden spezifischen Problemlagen Bedeutung beigemessen, während die Kulturanthropologie ihr Hauptaugenmerk auf die Eigenheiten von urbaner Kultur - im Unterschied zur ländlichen - legt.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich vorrangig mit den kulturellen Eigenheiten urbaner Lebensräume. Die zentrale Fragestellung dabei ist, was urbane Kultur und das damit verbundene Lebensgefühl überhaupt ist und welche Faktoren städtische Kultur so besonders machen im Vergleich zur nicht urbanen? Durch welche besonderen Umstände bildet der Stadtmensch eine andere Identität heraus als jemand vom Lande, warum ist er anders? Aus welchem Grund wird beim Städter oftmals nationales oder regionales Zugehörigkeitsgefühl durch eben das städtische überlagert oder ersetzt?
Um diesen Fragen nachzugehen werden zum Einstieg in einer Art Brainstorming Thesen und Schlagworte aufgeworfen, welche Urbanität und die Wahrnehmung der Stadt beschreiben. Anschließend werden einige wissenschaftliche Ansätze dargelegt, die den urbanen Charakter und seine Entstehung zu erklären versuchen. Mit ihnen sollen einige grundsätzliche Merkmale der urbanen Gesellschaft aufgezeigt werden, sowie Aspekte der historischen Entwicklung der Stadt. Nach dieser eher generellen Einordnung schließlich versucht diese Arbeit, verschiedene prägende kulturelle Sphären, Identifikationsmuster und daraus entstehende Lebensstile zusammenzutragen, die die heutige urbane Kultur ausmachen. Abschließend erfolgt ein Ausblick auf die Zukunft der Stadtkultur und die Perspektiven der Urbanität.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Wahrnehmung des Urbanen

2.1 Die Stadt: Pro und Contra

2.2 Thesen zum Urbanen Lebensgefühl

2.3 Kommentar

3. Zur Theorie des Urbanismus

3.1 Geographisch-Kulturelle Einordnung

3.2 Die Historische Entwicklung der Stadt

3.3 Theoretische Ansätze zur Zeitgenössischen Stadtkultur

4. Sphären der Urbanen Kultur

4.1 Die Stellung in der Ökonomischen Struktur

4.2 Der Bürgerliche Lebensstil

4.3 Quartierszugehörigkeit

4.4 Die Reale Visuelle, Akustische und Technische Umwelt

4.5 Der Kulturelle Mainstream

4.6 Subkulturelle Szenen und Milieus

4.7 Beispiele Urbaner Lebensstile

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das „urbane Lebensgefühl“ als Ausdruck städtischer Kultur und Identität. Ziel ist es, die zentralen Faktoren und sozialen Sphären zu identifizieren, die das Leben in der Stadt prägen und den Stadtmenschen von Menschen in ländlichen Räumen unterscheiden.

  • Definition und theoretische Einordnung des Urbanismus
  • Die historische Entwicklung der europäischen und postfordistischen Stadt
  • Soziale und ökonomische Sphären der städtischen Identitätsbildung
  • Analyse von Subkulturen und urbanen Lebensstilen
  • Die Wechselwirkung zwischen Raumwahrnehmung und urbanem Lebensgefühl

Auszug aus dem Buch

Fallbeispiel 1: Die Kultur der Imbissbuden

Mehr als je zuvor wird das heutige Stadtbild der Metropolen geprägt durch die Möglichkeiten der schnellen und billigen Nahrungsaufnahme, in den verschiedensten Varianten sind sie an jeder Ecke zu finden. Das angebotene Essen ist in der Regel für zwischendurch zum eilig konsumieren, eben typisch für urbane Schnelllebigkeit. Gerade in Zeiten zunehmender Arbeitslosigkeit nutzt sie jedoch so manch einer auch als Ort der Kommunikation zum länger verweilen und soziale Kontakte pflegen (vgl. Von Wetzlar, Buckstegen 2003: 7).

Fast jeder Stadtbewohner nutzt das Angebot der Imbissbuden von Zeit zu Zeit, egal welcher gesellschaftlichen Formation er angehört. So trifft man den Alkoholkranken an, der zwischenzeitlich was festes im Magen braucht, Familien mit Kindern, die sich über die fehlende Etikette freuen (ebd.), Landsleute des jeweiligen Betreibers, oder auch den Manager im feinen Zwirn, der in der Mittagspause eine Currywurst verspeist. Der ständige Durchlauf der verschiedensten Menschen steht sinnbildlich für charakteristische urbane Geschäftigkeit und Energie.

Der Ursprung der Schnellimbisse liegt möglicherweise in Südostasien, in den dortigen Metropolen wie Bangkok gibt es scheinbar schon immer fahrbare Garküchen, die z.T. sehr hochwertige Kost anbieten (vgl. ebd.: 9,17-20). In Europa hat Fast Food einen weniger guten Ruf, den Imbissbuden hängt ein eher schlechtes Image von Gestank, Unsauberkeit und minderwertigem Essen an (vgl. ebd.: 7).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des urbanen Lebensgefühls ein und definiert die zentrale Fragestellung nach der städtischen Identität im Vergleich zur ländlichen.

2. Die Wahrnehmung des Urbanen: Dieses Kapitel sammelt Thesen und Schlaglichter, um die enorme Vielfalt positiver und negativer Aspekte des urbanen Lebensgefühls aufzuzeigen.

3. Zur Theorie des Urbanismus: Hier wird die historische und theoretische Grundlage des Urbanismus analysiert, insbesondere die Bedeutung von Öffentlichkeit und die Wandlung von der fordistischen zur postfordistischen Stadt.

4. Sphären der Urbanen Kultur: Dieses Kapitel typologisiert verschiedene Bereiche der Identitätsbildung, von ökonomischen Strukturen bis hin zu subkulturellen Szenen wie dem Skaten.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert abschließend die möglichen Auswirkungen virtueller Konstruktionen auf die zukünftige Bedeutung der Stadt.

Schlüsselwörter

Urbanität, urbanes Lebensgefühl, Stadtkultur, Identität, Soziologie, Kulturanthropologie, Postmoderne, Subkultur, Öffentlichkeit, Urbanethnologie, Stadtentwicklung, Symbolische Ökonomie, Lebensstil, Heterogenität, Urbanismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Begriff des „urbanen Lebensgefühls“ und analysiert, was die Kultur der Stadt ausmacht und wie städtische Identität entsteht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Urbanismus, die historische Wandlung der Stadtstruktur, sowie die verschiedenen sozialen und ökonomischen Sphären urbanen Lebens.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die spezifischen Faktoren herauszuarbeiten, die den urbanen Charakter und die Identität des Stadtbewohners im Vergleich zur ländlichen Bevölkerung definieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse ethnologischer und soziologischer Ansätze, ergänzt durch eine thesenbasierte Typologisierung und Fallbeispiele.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Ansätze zum Urbanismus diskutiert und verschiedene kulturelle „Sphären“ der Stadt identifiziert, darunter ökonomische Stellungen, der bürgerliche Lebensstil und subkulturelle Szenen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Urbanität, Stadtkultur, Identität, Postmoderne und Subkultur geprägt.

Welche Rolle spielen die untersuchten Fallbeispiele?

Die Fallbeispiele zur „Kultur der Imbissbuden“ und zum „Skaten“ verdeutlichen praktisch, wie ökonomische und subkulturelle Aneignungsprozesse im öffentlichen Raum das urbane Lebensgefühl konkret erzeugen.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen fordistischer und postfordistischer Stadt eine Rolle?

Diese Unterscheidung ist zentral, um den Wandel vom industriell geprägten Stadtbild hin zu einer von Symbolischer Ökonomie und Dienstleistung dominierten Metropole zu erklären.

Wie bewertet der Autor den Einfluss von virtuellen Räumen auf die Stadt der Zukunft?

Der Autor sieht in virtuellen Räumen zwar eine neue Ebene urbaner Vernetzung, bezweifelt aber, dass sie das mit allen Sinnen erfahrbare Gefühl des Urbanen in der realen Stadt vollständig ersetzen können.

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Details

Title
Das urbane Lebensgefühl - Überlegungen zur Kultur der Stadt
College
University of Göttingen  (Institut für Ethnologie)
Course
Hauptseminar: Urbanethnologie
Grade
1.7
Author
M.A. Jan Küver (Author)
Publication Year
2005
Pages
23
Catalog Number
V55852
ISBN (eBook)
9783638507004
ISBN (Book)
9783638664158
Language
German
Tags
Lebensgefühl Kultur Stadt Hauptseminar Urbanethnologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Jan Küver (Author), 2005, Das urbane Lebensgefühl - Überlegungen zur Kultur der Stadt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55852
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