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Die Bewertung der Ostpolitik in Übersichtsdarstellungen

Title: Die Bewertung der Ostpolitik in Übersichtsdarstellungen

Seminar Paper , 2000 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Marcus Giebeler (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War
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Summary Excerpt Details

Entsprechend der Aufgabenstellung versucht die vorliegende Arbeit zum einen, die Bewertung der Ostpolitik in den Übersichtsdarstellungen vergleichend darzustellen,zum anderen werden die Darstellungen in Ihren Ansatz und Ihre Methodik eingeordnet.
Dem ersten Aspekt wird in den Kapiteln vier und fünf Rechnung getragen. In diesen Abschnitten werden jeweils die Bewertungen der Autoren gegenübergestellt, zueinander in Beziehung gesetzt und gegensätzliche Positionen und Übereinstimmungen herausgearbeitet. Diese Bearbeitung erfolgt, um einen besseren Überblick zu geben und der Gliederung der meisten Autoren zu folgen, in chronologischer Reihenfolge.
Der zweite Aspekt wird im Kapitel drei bearbeitet. Dort werden die verschiedenen Werke in Ihren theoretischen Hintergrund eingeordnet. In den folgenden beiden Kapiteln wird anschließend versucht, die im vorherigen Abschnitt getroffenen Feststellungen und Thesen zu belegen.
Im Schlußkapitel wird anschließend versucht eine abschließende Bewertung der Übersichtsdarstellungen vorzunehmen.
Aufgrund der umfangreichen Quellenlage (d. h. Literaturlage) nur eine Auswahl zur Grunde gelegt werden. Dabei wurde sowohl versucht verschiedene Richtungen und Schulen, als auch die anerkannten Standardwerke abzudecken.
Weber Beitrag die Geschichte der DDR 1945-1990 in der Reihe „Oldenbourg-Grundriss der Geschichte“ wurde für diese Hausarbeit nicht herangezogen, da sich Weber zwar (sehr ausführlich) mit der Geschichte der DDR von 1945 bis 1990 und ihrer inneren Entwicklung, jedoch nicht explizit mit der Geschichte der Außenpolitik der DDR (oder der Bundesrepublik Deutschland) befaßt. Die Behandlung der Ostpolitik der sozialliberalen Koalition (aus der Sicht der DDR) fällt daher nur sehr knapp aus bleibt beschränkt sich im wesentlichen auf die Darstellung der Fakten. Der für das Thema dieser Hausarbeit eigentlich in Frage kommende Reihenband „Die Bundesrepublik Deutschland“ von Rudolf Morsey endet leider mit der Darstellung der Politik der großen Koalition und ist deshalb für diese Arbeit ebenfalls irrelevant.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung

3. Einordnung der Autoren in Ihre Zielsetzung, Ansätze und Methodik

4. Die Bewertung der Ostpolitik in den Übersichtsdarstellungen

4.1 Bewertung der Ausgangsposition der Außenpolitik, Ihre Zielsetzung und Motivation sowie Ihre Vorgeschichte

4.2 Konzeption, Motivation, kurz- und langfristige Ziele und Einordnung

4.3 Die Rolle der 2-Staaten-Formel als Vorleistung

4.4 Die Bewertung des Moskauer Vertrages

4.5 Die Bewertung des Warschauer Vertrages

4.6 Die Bewertung des Berliner Vier-Mächte-Abkommens

4.7 Die Bewertung des deutsch-deutschen Grundlagenvertrages

4.8 Die Bewertung der Rolle der Opposition für die Ostpolitik

5. Die abschließende Bewertung der Ostpolitik in den Übersichtsdarstellungen

6. Zusammenfassung und Bewertung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Bewertung der Ostpolitik der sozialliberalen Koalition in verschiedenen wissenschaftlichen Übersichtsdarstellungen vergleichend zu analysieren und die Ansätze sowie Methodiken der jeweiligen Autoren einzuordnen.

  • Vergleich der Bewertungen der zentralen Ostverträge durch verschiedene Autoren.
  • Analyse des theoretischen Hintergrunds und der Methodik der betrachteten Übersichtsdarstellungen.
  • Untersuchung der Rolle der innenpolitischen Opposition gegenüber der Ostpolitik.
  • Einordnung der Motive und Zielsetzungen der sozialliberalen Außenpolitik.
  • Synthese der verschiedenen Forschungsperspektiven zur Effektivität und den Auswirkungen der Ostpolitik.

Auszug aus dem Buch

4.4 Die Bewertung des Moskauer Vertrages

Da man sich im neuen Kabinett bewußt gewesen sei, daß alle ostpolitischen Schlüssel in Moskau gelegen hätten, begann die neue Ostpolitik in Moskau (Bierling). Die Anerkennung des Status quo habe auch die Anerkennung der Vormachtstellung der Sowjetunion bedeutet (Schöllgen). Der Moskauer Vertrag wird allgemein als eine gelungene Komponente der neuen deutschen Außenpolitik bezeichnet. Lediglich Hacke, der eingangs den Moskauer Vertrag trotzdem als „eine herausragende politische Leistung“ würdigt und Bierling lassen verhaltene Kritik anklingen: Mit dem Moskauer Vertrag habe der Kreml erreicht, was er seit vielen Jahren angestrebt habe: „Die Anerkennung seines „ost- und mitteleuropäischen Imperiums durch die Bundesrepublik“. Bonn habe sich mit dieser Gesamtregelung, die „de facto einer friedensvertraglichen Regelung entsprach“, einen „größeren Spielraum“ eröffnet. Darüber hinaus habe der Moskauer Vertrag einen „wichtigen Schritt auf dem Wege der außenpolitischen Emanzipation der Bundesrepublik“ markiert. Bei den Verhandlungen in Moskau und Warschau sei die Bundesrepublik dem Wunsch des Kreml nachgekommen, „die Ergebnisse des 2. Weltkrieges festzuschreiben“. Diese Äußerungen Bierlings sind jedoch unter dem Aspekt seiner Fragestellung nach dem außenpolitischen Spielraum der Bundesrepublik zu sehen. Mit Blick auf machtpolitische Aspekte Hacke, daß es darüber hinaus der Bundesregierung mit dem Moskauer Vertrag gelungen sei, ein „bedeutendes Stück außenpolitischer Handlungsfreiheit“ und auch ein „größeres Gewicht in allgemeinen weltpolitischen Fragen“ zu gewinnen. Andererseits konstatiert er, daß der Moskauer Vertrag als „Konfliktkontrolle“ anzusehen sei, daß es ein „Problem der Vertragsauslegung“ gegeben habe.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die darin besteht, die Bewertung der Ostpolitik in verschiedenen Übersichtsdarstellungen vergleichend darzustellen und die Autoren in ihren methodischen Ansatz einzuordnen.

Einordnung der Autoren in Ihre Zielsetzung, Ansätze und Methodik: Dieses Kapitel unterteilt die Autoren in zwei Gruppen, je nachdem, ob sie Politik primär durch die Handlungen der Akteure oder durch Interessen der Staaten erklärt sehen, und analysiert deren theoretische Hintergründe.

Die Bewertung der Ostpolitik in den Übersichtsdarstellungen: Dieser Hauptteil vergleicht detailliert die Einschätzungen der Autoren zu den zentralen Aspekten der Ostpolitik, von den Motiven über den Moskauer und Warschauer Vertrag bis hin zum Berliner Abkommen und der Rolle der Opposition.

Die abschließende Bewertung der Ostpolitik in den Übersichtsdarstellungen: In diesem Kapitel werden die abschließenden Beurteilungen der Autoren zusammengeführt, um die Auswirkungen der neuen Ostpolitik auf den Handlungsspielraum der Bundesrepublik und die internationale Entspannung zu bewerten.

Zusammenfassung und Bewertung: Das Fazit stellt fest, dass die Werke trotz ähnlicher Titel aufgrund unterschiedlicher Blickwinkel schwer vergleichbar sind, und empfiehlt eine Kombination spezifischer Autoren für eine fundierte Auseinandersetzung.

Schlüsselwörter

Ostpolitik, Sozialliberale Koalition, Außenpolitik, Bundesrepublik Deutschland, Sowjetunion, Moskauer Vertrag, Warschauer Vertrag, Berliner Vier-Mächte-Abkommen, Grundlagenvertrag, Außenpolitische Emanzipation, Willy Brandt, Egon Bahr, Innenpolitik, Opposition, Entspannungspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert und vergleicht, wie verschiedene wissenschaftliche Übersichtsdarstellungen die Ostpolitik der sozialliberalen Koalition unter Willy Brandt bewerten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Motive der Ostpolitik, die Bedeutung der einzelnen Ostverträge, die Rolle der innenpolitischen Opposition sowie die Frage, wie diese Politik den Handlungsspielraum der Bundesrepublik beeinflusst hat.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die unterschiedlichen Bewertungen und Interpretationen der Ostpolitik in der Fachliteratur zusammenzuführen, ihre methodischen Ansätze zu verdeutlichen und eine kritische Synthese zu erstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der vergleichenden Literaturanalyse, um Positionen gegenüberzustellen, Übereinstimmungen zu identifizieren und die fachwissenschaftlichen Hintergründe der Autoren herauszuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische und thematische Analysen der Ostpolitik: von der Ausgangsposition über die Verträge mit der Sowjetunion, Polen und der DDR bis hin zur Bewertung der Rolle der Opposition.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Ostpolitik, sozialliberale Koalition, Vertragspolitik, außenpolitische Emanzipation, Entspannungspolitik und das deutsch-deutsche Verhältnis.

Warum wird Görtemaker als eine der zentralen Quellen hervorgehoben?

Görtemaker bietet laut der Arbeit den ausführlichsten Überblick, kombiniert Sachkenntnis mit tiefgehenden Analysen und stellt die Motive sowie Auswirkungen der Ostpolitik besonders präzise dar.

Wie bewerten die Autoren die Rolle von Egon Bahr im Verhandlungsprozess?

Die Autoren heben die zentrale Bedeutung von Egon Bahrs Geheimkanal zum Kreml hervor, der als entscheidende Voraussetzung für den Erfolg der Verhandlungen und die Durchbruchspolitik betrachtet wird.

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Details

Title
Die Bewertung der Ostpolitik in Übersichtsdarstellungen
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Osteuropäische Geschichte)
Course
Proseminar: Die Ostpolitik der sozialliberalen Koalition
Grade
1,0
Author
Marcus Giebeler (Author)
Publication Year
2000
Pages
19
Catalog Number
V55872
ISBN (eBook)
9783638507141
ISBN (Book)
9783656816645
Language
German
Tags
Bewertung Ostpolitik Proseminar Ostpolitik Koalition
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marcus Giebeler (Author), 2000, Die Bewertung der Ostpolitik in Übersichtsdarstellungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55872
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