Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning

Definition und Beispiele zum informellen Sektor

Title: Definition und Beispiele zum informellen Sektor

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 23 Pages , Grade: 2+

Autor:in: Arthur Benisch (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In den meisten Industrieländern werden die Ausdrücke "Arbeitslosigkeit" und "Unterbeschäftigung" synonym verwendet. In den Entwicklungsländern ist die Arbeitslosigkeit eine offene und eventuell statistisch erfasste Beschäftigungslosigkeit, für die es auch einigermaßen verlässliche amtliche Zahlen gibt. Die Unterbeschäftigung ist dagegen eine weitgehend in Statistiken nicht erfasste Größe, daher spricht man oft auch von Teilarbeitslosigkeit oder versteckter Arbeitslosigkeit. Die Betroffenen können nur unter bestimmten Voraussetzungen (Jahreszeiten, Aufträge, bestimmte Teile des Jahres etc.) arbeiten. In beiden Fällen gilt: Arbeitslosigkeit bedeutet Verdienstausfall, und kein Verdienst ist mit dem Problem der Armut verbunden. Weiterhin sind unzureichendes und schlecht organisiertes Ausbildungssystem, hoher Analphabetismus und regionale soziale Strukturen für die Beschäftigungslosigkeit verantwortlich. Diese Probleme haben zum größten Teil dazu beigetragen, dass sich vor allem in den Entwicklungsländern eine Form der Arbeit jenseits der formellen Erwerbstätigkeit entwickelt hat. Diese Erwerbstätigkeiten werden im informellen Sektor zusammengefasst. Neben informeller Arbeit spricht man auch oft von Schattenwirtschaft oder alternativer Ökonomie, jedoch immer gemeint sind nicht formell erfasste Erwerbstätigkeiten. Von der Schwarzarbeit und den Alternativbetrieben über Nachbarschaftshilfe und Selbsthilfe bis zur alltäglichen Hausarbeit gibt es eine breite Palette an Tätigkeiten des informellen Sektors.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Informeller Sektor – Definitionen und Begriffsbestimmungen

3. Entstehung des informellen Sektors – Gründe und Entwicklung

4. Verteilung des informellen Sektors in der Welt

5. Informeller Sektor in Südamerika (Zahlen und Fakten)

6. Beispiele aus dem informellen Sektor in Südamerika

6.1 Armut – Hauptproblem von Peru.

6.2 Eine ganz normale Familie in Kuba - Ein Reisebericht

7. Kritik und Problematik des informellen Sektors

8. Fazit

9. Quellen und weiterführende Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen des informellen Sektors in Entwicklungsländern, insbesondere in Südamerika, um dessen wirtschaftliche Bedeutung sowie die sozialen Auswirkungen für die betroffene Bevölkerung zu beleuchten.

  • Definition und theoretische Einordnung des informellen Sektors
  • Ursachen der Entstehung und weltweite Verbreitung
  • Analyse sozioökonomischer Auswirkungen anhand regionaler Beispiele
  • Kritische Würdigung von Problematiken wie Armut und Kinderarbeit
  • Perspektiven zur Integration des Sektors in die formelle Wirtschaft

Auszug aus dem Buch

Eine ganz normale Familie in Kuba - Ein Reisebericht

Der 30-jährige Eduardo Basulto arbeitet auf einer Zuckerrohrplantage. Es handelt sich um eine sehr harte aber relativ gut bezahlte Arbeit, jedoch ist es nur eine saisonale Beschäftigung, denn er arbeitet nur bei der Zuckerrohrernte. Zusammen mit seiner Frau Maria (26 Jahre) und seinem Sohn José (6 Jahre) lebt er in einem Vorort von der Provinzstadt Camagüey. Hier leben sie mit den Eltern von Maria in einem Haus. Maria ist Hausfrau und Mutter, und während der Zeit in Gamagüey hilft sie ihrem Vater beim Backen von Kuchen, die dann verkauft werden (es werden auch Aufträge für Hochzeiten, Geburtstage und Feiern angenommen). Die Mutter von Maria hilft auch manchmal mit, vor allem wenn Kekse gebacken werden, von denen sie einen Teil auf ihrem kleinen Stand vor der Haustür anbietet.

Sie verkauft hauptsächlich warme und kalte Getränke für die Arbeiter auf den Zuckerrohrplantagen und bietet bei Zeit und Möglichkeit auch kleine Snacks. Eduardo und Maria leben in Camagüey nur in der Zeit, in der es Arbeit auf den Zuckerrohrfeldern gibt. Sobald es keine Arbeit gibt, gehen sie in das ca. 65 km entfernte Städtchen Santa Lucia bei Nuevitas, wo die Eltern von Eduardo leben. Santa Lucia ist ein kleiner Ort, der hauptsächlich vom Tourismus lebt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Problematik von Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung als Ausgangslage für die Entstehung des informellen Sektors.

2. Informeller Sektor – Definitionen und Begriffsbestimmungen: Liefert eine theoretische Abgrenzung und Charakterisierung des informellen Sektors anhand verschiedener Kriterien.

3. Entstehung des informellen Sektors – Gründe und Entwicklung: Analysiert den Zusammenhang zwischen Land-Stadt-Wanderung und dem Missverhältnis am Arbeitsmarkt.

4. Verteilung des informellen Sektors in der Welt: Gibt einen globalen Überblick über das geschätzte wirtschaftliche Ausmaß der Schattenwirtschaft.

5. Informeller Sektor in Südamerika (Zahlen und Fakten): Untersucht spezifisch die Dynamik und das Wachstum des Sektors auf dem südamerikanischen Kontinent.

6. Beispiele aus dem informellen Sektor in Südamerika: Illustriert die theoretischen Erkenntnisse anhand der Armutssituation in Peru und einer Fallstudie aus Kuba.

7. Kritik und Problematik des informellen Sektors: Erörtert soziale Risiken, Kinderarbeit und die mangelnde staatliche Absicherung.

8. Fazit: Fasst die Bedeutung des Sektors als Beschäftigungsquelle zusammen und fordert eine stärkere politische Integration.

9. Quellen und weiterführende Literatur: Listet die verwendeten wissenschaftlichen Werke und Internetressourcen auf.

Schlüsselwörter

Informeller Sektor, Schattenwirtschaft, Entwicklungsländer, Südamerika, Armut, Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung, Kinderarbeit, Migrationsströme, Kleinbetriebe, Wirtschaftsstruktur, Subsistenzwirtschaft, Arbeitsintensität, Soziale Sicherheit, ILO.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Phänomen des informellen Sektors, seine Entstehungsursachen und seine wirtschaftliche sowie soziale Bedeutung in Entwicklungsländern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die Abgrenzung zum formellen Sektor, die Analyse von Armut als Ursache und Folge, sowie die Darstellung der Lebensrealität von informell Beschäftigten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Verständnis für den informellen Sektor als Reaktion auf Arbeitsmarktmängel zu schärfen und die Notwendigkeit einer politischen Integration aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte Analyse ökonomischer Berichte und verknüpft diese mit regionalen Fallbeispielen.

Was wird im Hauptteil detailliert beleuchtet?

Der Hauptteil befasst sich mit Definitionen, statistischen Verteilungen, der spezifischen Situation in Südamerika und den sozialen Problemen wie Kinderarbeit.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit maßgeblich?

Schlüsselbegriffe sind informeller Sektor, Schattenwirtschaft, Armut, Arbeitslosigkeit und Entwicklungszusammenarbeit.

Warum spielt der informelle Sektor in Kuba eine so wichtige Rolle?

Aufgrund des sozialistischen Systems und begrenzter offizieller Erwerbsmöglichkeiten dient er vielen Menschen als notwendige zusätzliche Einnahmequelle.

Welche Herausforderungen ergeben sich durch den informellen Sektor für Kinder?

Kinder sind oft von Kinderarbeit betroffen, haben kaum Zugang zu Bildung und sind gesundheitlichen sowie sozialen Risiken ausgesetzt.

Excerpt out of 23 pages  - scroll top

Details

Title
Definition und Beispiele zum informellen Sektor
College
University of Heidelberg  (Geographisches Institut)
Course
Südamerika - Strukturen und Entwicklungsprobleme
Grade
2+
Author
Arthur Benisch (Author)
Publication Year
2002
Pages
23
Catalog Number
V5588
ISBN (eBook)
9783638134224
ISBN (Book)
9783638777216
Language
German
Tags
Definition Beispiele Sektor Südamerika Strukturen Entwicklungsprobleme
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Arthur Benisch (Author), 2002, Definition und Beispiele zum informellen Sektor, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5588
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  23  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint