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Die Auswirkung des Bretton-Woods-Systems in der geschichtlichen Entwicklung

Title: Die Auswirkung des Bretton-Woods-Systems in der geschichtlichen Entwicklung

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 55 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Markus Büter (Author)

Business economics - Economic Policy
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Summary Excerpt Details

Im letzten Jahrhundert haben sich die Weltwährungssysteme mehrfach geändert. Am Anfang des 20. Jahrhunderts regelte ein ungebundenes System die wirtschaftlichen Handelsbeziehungen aller Länder. Dieses System ist unter dem Begriff des Goldstandards bekannt geworden. Jedoch war es nicht möglich, den Goldstandard im Laufe der Zeit aufrecht zu erhalten. Somit wurde 1944 bei der Konferenz von Bretton Woods ein neues Weltwährungssytem von festen Wechselkursparitäten gegründet. Dieses System sollte für eine Stabiltiät außenwirtschaftlicher Handelspolitik sowohl für Industrie, als auch für Entwicklungsländer sorgen. Trotz der festgelegten Regelung zur Sicherung des Systems kam es 1973 zum Zerfall des Bretton Woods Systems. Aufgrund dieser Tatsachen kam es nach dem Zerfall zu einer Vermischung unterschiedlicher Währungssysteme, die von festen bis zu flexiblen Wechselkursen schwankten.
Diese Hausarbeit soll unter anderem auf die bis hierher erwähnte historische Entwicklung der Weltwährungssysteme eingehen. Dabei wird auf die einzelnen Systeme explizit Bezug genommen. Es werden hierbei sowohl Schwächen, Kritikpunkte, Veränderungen sowie Unterschiede als auch Besonderheiten der verschiedenen Systeme hervorgehoben. Des Weiteren werden die Institutionsentwicklung nach dem Ende des Systems von Bretton Woods und die Umgestaltung des Wechselkurssystems betrachtet.
Abschließend veranschaulichen wir die Auswirkungen der Weltwährungssysteme und deren Institutionen auf die Entwicklungsländer. Hierbei gehen wir auf die immer größer werdende Verschuldung der Entwicklungsländer ein und betrachten die daraus entstandenen Probleme kritisch.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Weltwirtschaftliche Entwicklung vor der Konferenz von Bretton Woods

2.1 Der Zerfall des Goldstandards

2.2 Zwischenkriegszeit und weltwirtschaftliche Situation nach dem Zweiten Weltkrieg

3 Interessen der Teilnehmer und Zielsetzung der Konferenz von Bretton Woods

3.1 Die Teilnehmer der Konferenz und ihre Interessen

3.2 Der Interessenkonflikt zwischen Großbritannien und den USA

3.2.1 Grundsätze des britischen Keynes-Plans:

3.2.2 Grundsätze des amerikanischen White-Plans

3.3 Kurzer Vergleich der Unterschiede beider Pläne

4 Das Abkommen von Bretton Woods

4.1 Währungspolitische Beschlüsse

4.2 In Bretton Woods gegründete Institutionen

4.2.1 Der Internationale Währungsfonds (IWF)

4.2.2 Die Weltbank (IBRD) und (IDA)

4.2.3 Das Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen (GATT)

5 Die Schwächen und der Zerfall des Systems von Bretton Woods

5.1 Grundsätzliche Schwächen des Systems

5.1.1 Die Währungsreserve

5.1.2 Die Konvertibilität des Dollar in Gold

5.2 Der Goldpool

5.3 Die Spaltung des Goldpreises aufgrund der Krise am Goldmarkt

5.4 Die Einführung der Sonderziehungsrechte (SZR)

5.5 Die Dollarkrise und das Smithsonian-Abkommen

5.6 Mit dem "Floating" der EG-Länder endet das System fester Paritäten

5.7 Zusammenbruch und Kritik am System

5.7.1 Das Triffin-Dilemna

5.7.2 Das Problem der Währungsreserve

5.7.3 Machtverlust der USA?

5.7.4 Abschließende Betrachtung des Zerfalls

6 Die Umgestaltung des Wechselkurssystems

6.1 Flexible Wechselkurse

6.2 Mischformen

6.3 Entwicklungen in den siebziger und achtziger Jahren

7 Institutionsentwicklung nach dem Ende des Systems von Bretton Woods

7.1 Die neuen Aufgaben des IWF

7.2 Die neue Weltbank

7.3 Die World Trade Organization (WTO)

8 Entwicklungsländer während und nach dem System von Bretton Woods

8.1 Entwicklungsländer

8.2 Die Rolle der Entwicklungsländer während des Systems

8.3 Veränderungen der Entwicklungsländer nach dem System

8.3.1 Die Veränderung des Währungssystem

8.3.2 Die Verschuldung der Entwicklungsländer

8.3.3 Lehren aus den Krisen der Entwicklungsländer

9 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und den Zerfall des Weltwährungssystems von Bretton Woods. Ziel ist es, die strukturellen Schwächen des Systems, die Interessenkonflikte zwischen den beteiligten Nationen sowie die Auswirkungen der Institutionsentwicklung und des Systemwechsels auf die Weltwirtschaft, insbesondere auf die Verschuldung von Entwicklungsländern, kritisch zu analysieren.

  • Historische Analyse des Goldstandards und der Weltwirtschaftskrise
  • Gegenüberstellung der Konferenzinteressen von Großbritannien und den USA
  • Entwicklung und institutionelle Ausgestaltung von IWF, Weltbank und GATT
  • Ursachen und Mechanismen des Zerfalls des Bretton-Woods-Systems
  • Kritische Bewertung der Auswirkungen auf Entwicklungsländer und deren Verschuldung

Auszug aus dem Buch

3.2 Der Interessenkonflikt zwischen Großbritannien und den USA

Zwei Vorschläge dienten als Diskussionsgrundlage dieser Konferenz, die schon im Frühjahr 1943 entwickelt wurden. Vorschlag eins kam vom Amerikaner Harry D. White, Leiter der Forschungsabteilung im Finanzministerium seines Landes. Dieser hatte schon lange vor der Konferenz von Bretton Woods ein Memorandum „Proposal for a Stabilisation Fund of the United an Associated Nations“ entwickelt, welches jetzt Kern der amerikanischen Vorlage war.

Der zweite Vorschlag kam vom Briten John Maynard Keynes, welcher einen starken Gegenpol zum White-Plan darstellte. Dieser Plan hatte nur wenig Chancen auf Zustimmung, da die USA nach dem Zweiten Weltkrieg als einzige Nation über einen funktionsfähigen Produktionsapparat verfügten, nicht gewillt waren auf die Vorteile ihrer ökonomisch - politischen Vormachtstellung zu verzichten und sich einem internationalen Automatismus zu unterwerfen, wie ihn der Keynes - Plan vorsah (vgl. Altvater, 1969 S. 47). Keynes wollte die Förderung des nationalen Marktes, White hingegen, dass der Weltmarkt belebt wird. Mit Blick auf seine Kolonien und der daraus entstehenden Vorteile, war Großbritannien entschieden gegen den Freihandel. Die USA wollten dagegen einen ungehinderten Zugang zu allen Märkten. Somit war ein Interessen- und Zielkonflikt zwischen den USA und Großbritannien vorprogrammiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Änderung der Weltwährungssysteme ein und skizziert das Ziel der Hausarbeit, die Entwicklung von Bretton Woods und deren Auswirkungen zu beleuchten.

2 Weltwirtschaftliche Entwicklung vor der Konferenz von Bretton Woods: Dieses Kapitel erläutert den Zerfall des Goldstandards und die schwierige weltwirtschaftliche Situation zwischen den Weltkriegen.

3 Interessen der Teilnehmer und Zielsetzung der Konferenz von Bretton Woods: Hier werden die unterschiedlichen Interessen von USA und Großbritannien sowie die theoretischen Ansätze von Keynes und White analysiert.

4 Das Abkommen von Bretton Woods: Dieses Kapitel behandelt die währungspolitischen Beschlüsse und die Gründung zentraler Institutionen wie IWF und Weltbank.

5 Die Schwächen und der Zerfall des Systems von Bretton Woods: Das Kapitel analysiert die strukturellen Fehler, das Triffin-Dilemma und den letztlichen Zusammenbruch des Systems.

6 Die Umgestaltung des Wechselkurssystems: Hier werden die Übergänge zu flexiblen Wechselkursen und verschiedenen Mischformen nach 1973 erörtert.

7 Institutionsentwicklung nach dem Ende des Systems von Bretton Woods: Das Kapitel beschreibt die veränderten Rollen von IWF, Weltbank und WTO nach dem Zusammenbruch.

8 Entwicklungsländer während und nach dem System von Bretton Woods: Dieses Kapitel beleuchtet die schwierige Lage und die zunehmende Verschuldung von Entwicklungsländern sowie die Rolle der internationalen Institutionen.

9 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kritisiert die einseitige Ausrichtung der Institutionen auf die Interessen der Industrienationen.

Schlüsselwörter

Bretton Woods, Weltwährungssystem, Goldstandard, IWF, Weltbank, US-Dollar, Wechselkurse, Triffin-Dilemma, Entwicklungsländer, Verschuldung, Freihandel, Keynes-Plan, White-Plan, Strukturprogramme, Washington Konsens

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entstehung, das Funktionieren, die Krise und den schließlichen Zerfall des internationalen Währungssystems von Bretton Woods sowie die anschließende Neugestaltung der globalen Wirtschaftsordnung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der internationalen Währungssysteme, die Rolle internationaler Institutionen wie IWF und Weltbank sowie die ökonomischen Probleme und die Verschuldungssituation von Entwicklungsländern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die historischen Entwicklungen der Weltwährungssysteme und deren explizite Schwächen, Kritikpunkte und institutionelle Veränderungen kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historische und wirtschaftspolitische Analyse auf Basis von Fachliteratur, um die Entwicklung der Systeme und die Interessen der beteiligten Nationen zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Vorläufer des Systems, die unterschiedlichen Pläne von Keynes und White, die Gründung von Institutionen, die Gründe für den Zerfall des Systems sowie die Folgen für die globale Wechselkurspolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Bretton Woods, Weltwährungssystem, IWF, Weltbank, Goldstandard, Triffin-Dilemma und Verschuldungskrise der Entwicklungsländer.

Welchen Einfluss hatte der "Washington Konsens" auf Entwicklungsländer?

Der "Washington Konsens" führte zu einer Systematisierung von neoliberalen Strukturanpassungsprogrammen, die in den betroffenen Ländern häufig soziale Konflikte und eine steigende Armut zur Folge hatten, anstatt das Verschuldungsproblem zu lösen.

Warum konnte das System von Bretton Woods auf Dauer nicht bestehen?

Das System scheiterte unter anderem an strukturellen Fehlern, wie dem Triffin-Dilemma, einer übermäßigen Ausrichtung auf die Interessen der USA sowie der Unfähigkeit, auf die wachsende internationale Liquidität und den damit verbundenen Abwertungsdruck des Dollars angemessen zu reagieren.

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Details

Title
Die Auswirkung des Bretton-Woods-Systems in der geschichtlichen Entwicklung
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Course
Wirtschaftspolitik
Grade
2,0
Author
Markus Büter (Author)
Publication Year
2005
Pages
55
Catalog Number
V55890
ISBN (eBook)
9783638507271
ISBN (Book)
9783656771197
Language
German
Tags
Auswirkung Bretton-Woods-Systems Entwicklung Wirtschaftspolitik Weltwährungssysteme Goldstandard
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Büter (Author), 2005, Die Auswirkung des Bretton-Woods-Systems in der geschichtlichen Entwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55890
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