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Quantitative und qualitative Forschung nach Uwe Flick mit Bezug auf Kurt Kohl

Title: Quantitative und qualitative Forschung nach Uwe Flick mit Bezug auf Kurt Kohl

Presentation (Elaboration) , 2003 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Markus Büter (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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Nachdem im Seminar Kurt Kohls Person, seine Experimente, Erkenntnisse und deren Konsequenzen für die Instruktionen des Lehrens und Lernens von Bewegungen vorgestellt wurden, haben wir uns mit quantitativer und qualitativer Forschung beschäftigt und uns dabei an Uwe Flicks Buch „Qualitative Sozialforschung“ orientiert. Wir haben mit unserem Vortrag u. a. versucht deutlich zu machen, was Flick unter quantitativer und qualitativer Forschung versteht und gleichzeitig untersucht, inwiefern Kurt Kohls bereits 1956 veröffentlichtes Werk „Zum Problem der Sensumotorik“ die von Uwe Flick beschriebenen Kennzeichen quantitativer und qualitativer Forschungsprozesse berücksichtigt. Uwe Flick ist Sozialwissenschaftler, 1956 geboren und studierter Psychologe und Soziologe und hat als angesehener Professor und Dozent an verschiedenen Universitäten gelehrt und diverse Veröffentlichungen gemacht. Sein Buch steht nicht direkt im Zusammenhang mit der Sportwissenschaft und Kurt Kohl. Da quantitative und qualitative Forschung in nahezu fast allen Wissenschaftsbereichen angewendet wird, aber in keiner uns zugänglichen Literatur so interdisziplinär behandelt wird, war es für uns eine ebenso schwierige wie interessante Aufgabe Uwe Flicks sozialwissenschaftliche Erkenntnisse zu Forschungsprozessen aus den 90er Jahren in Zusammenhang zu bringen mit der praxisorientierten sportwissenschaftlichen Forschung von Kurt Kohl aus den 50er Jahren. Obwohl Uwe Flicks Buch „Qualitative Sozialforschung“ erst viel später veröffentlicht wurde als Kohls Buch „Zum Problem der Sensumotorik“, haben wir erstaunlicherweise festgestellt, dass Kohl in seiner Forschung viele der von Flick beschriebenen Kennzeichen quantitativer und qualitativer Forschung in seiner Arbeit berücksichtigt hat. Genau dies soll der Schwerpunkt unseres Referates sein, währenddessen wir auch immer wieder versucht haben die Seminarteilnehmer durch Fragen und das Aufwerfen von Diskussionspunkten mit einzubeziehen, um somit Kurt Kohls Forschung besser einschätzen und beurteilen zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Vorbemerkung zum Referat

2 Forschung

2.1 Quantitative Forschung

2.1.1 Definition quantitativer Forschung

2.1.2 Kennzeichen quantitativer Forschung

2.1.3 Grenzen quantitativer Forschung

2.2 Qualitative Forschung

2.2.1 Definition qualitativer Forschung

2.2.2 Kennzeichen qualitativer Forschung

2.2.2.1 Gegenstandsangemessenheit von Methoden und Theorien

2.2.2.2 Perspektiven der Beteiligten und ihre Vielschichtigkeit

2.2.2.3 Reflexivität des Forscher und der Forschung

2.2.2.4 Sonstige Kennzeichen

3 Gebiete und Aktualität qualitativer Forschung

4 Idealtypische Vorgehensweise bei quantitativer und qualitativer Forschung

5 Erhebungsverfahren für verbale Daten

5.1 Leitfaden-Interviews

5.2 Erzählungen als Zugang

5.3 Gruppenverfahren

6 Erhebungsverfahren für visuelle Daten

6.1 Beobachtung ohne Teilnahme

6.2 Teilnehmende Beobachtung

6.3 Ethnographie

6.4 Foto- und Filmanalyse

7 Zusammenfassende Beschreibung des qualitativen Forschungsprozesses anhand von Flick`s Definition der qualitativen Forschung

8 Aktuelle Entwicklungen und Problembereiche der qualitativen Forschung

8.1 Aktuelle Entwicklungen

8.2 Problembereiche der qualitativen Forschung

9 Schluss und persönliche Beurteilung der Thematik

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die wissenschaftstheoretischen Grundlagen quantitativer und qualitativer Forschung nach Uwe Flick und setzt diese in Bezug zur sportwissenschaftlichen Arbeit von Kurt Kohl aus den 1950er Jahren, um die Anwendbarkeit moderner Forschungskriterien auf historische Praxisstudien zu prüfen.

  • Grundlegende Definitionen und methodische Unterscheidungen von Forschungstypen.
  • Kennzeichen und Grenzen quantitativer gegenüber qualitativer Vorgehensweisen.
  • Methoden der verbalen und visuellen Datenerhebung in der Sportwissenschaft.
  • Vergleich idealtypischer Forschungsprozesse mit der Praxis von Kurt Kohl.
  • Diskussion aktueller Entwicklungen und Qualitätskriterien in der Sozialforschung.

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Kennzeichen quantitativer Forschung

Da diese mit Fremdwörtern gespickte Definition relativ schwer verständlich ist, haben wir diese durch die folgenden Kennzeichen quantitativer Forschung anschaulicher gemacht. Dabei haben wir zunächst allgemein das Kennzeichen beschrieben, bevor wir den Bezug zu Kurt Kohl herstellten bzw. das Kennzeichen an einem anderen Beispiel erläuterten.

1. Quantitative Forschung zeichnet sich durch eindeutige Messbarkeit bzw. Quantifizierbarkeit der Phänomene (Erscheinungen) aus. Bei Kurt Kohl sind die Wurfergebnisse seines Basketballexperimentes ganz klar in einer Tabelle quantifiziert, so dass unzweifelhaft festgestellt werden kann, welche Versuchsperson wie oft getroffen hat. Im Gegensatz dazu wäre bei einer Fragestellung z. B. „Wie viele springen den Salto auf dem Trampolin gut?“ zunächst zu klären, was ein guter Salto ist und somit würde das Kriterium der eindeutigen Messbarkeit verletzt werden.

2. Bei der quantitativen Forschung wird eine klare Isolierung von Ursache und Wirkung angestrebt. Auf unsere Frage, ob diese Isolierung in der Realität des Sports möglich ist, herrscht relativ schnell Einigkeit darüber, dass in der komplexen Realität zumeist mehrere Einflüsse (Motivation, Übung, Konzentration etc.) die Bewegung eines Sportlers beeinflussen. Kurt Kohl versucht zwar Umgebungseinflüsse auszuschalten, dies kann aber aufgrund der Komplexität von Realität und Phänomen nicht vollständig gewährleistet werden. Z. B. könnte die schlechte Tagesform einer Versuchsperson durch eine leichte Krankheit oder private Probleme (Ursache) das Wurfergebnis (Wirkung) negativ beeinflussen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Vorbemerkung zum Referat: Hinführung zum Thema und Begründung der Verknüpfung zwischen der Forschung von Uwe Flick und Kurt Kohl.

2 Forschung: Definition von Forschung und detaillierte Gegenüberstellung der Charakteristika sowie Grenzen quantitativer und qualitativer Ansätze.

3 Gebiete und Aktualität qualitativer Forschung: Erläuterung der zunehmenden Bedeutung qualitativer Methoden zur Erfassung komplexer, moderner Lebenswelten.

4 Idealtypische Vorgehensweise bei quantitativer und qualitativer Forschung: Darstellung und Vergleich der idealtypischen Abläufe beider Forschungsrichtungen inklusive kritischer Reflexion des Prozesses.

5 Erhebungsverfahren für verbale Daten: Vorstellung verschiedener Interviewformen wie Leitfaden- und narrative Interviews sowie Gruppenverfahren.

6 Erhebungsverfahren für visuelle Daten: Überblick über Beobachtungsmethoden, Ethnographie sowie die Analyse von Fotos und Filmen zur Datengewinnung.

7 Zusammenfassende Beschreibung des qualitativen Forschungsprozesses anhand von Flick`s Definition der qualitativen Forschung: Analyse der Definition von Flick und die Rolle von Texten als zentrales Medium der Erkenntnis.

8 Aktuelle Entwicklungen und Problembereiche der qualitativen Forschung: Diskussion neuer technologischer Möglichkeiten und zentraler Herausforderungen wie Validität und Reliabilität.

9 Schluss und persönliche Beurteilung der Thematik: Resümee über die Transferleistung und Würdigung von Kohls Pionierarbeit.

Schlüsselwörter

Quantitative Forschung, Qualitative Forschung, Uwe Flick, Kurt Kohl, Sensumotorik, Sozialforschung, Forschungsmethoden, Datenerhebung, Objektivität, Induktives Vorgehen, Deduktives Vorgehen, Validität, Reliabilität, Interpretationsverfahren, Sportwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die methodischen Grundlagen quantitativer und qualitativer Sozialforschung und vergleicht diese mit den sportwissenschaftlichen Experimenten von Kurt Kohl.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die theoretischen Kennzeichen, Erhebungsmethoden für verbale und visuelle Daten sowie der Prozess der Hypothesen- und Theoriebildung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die von Uwe Flick beschriebenen Forschungskriterien auf das historische Werk "Zum Problem der Sensumotorik" von Kurt Kohl anzuwenden und deren methodische Stärken aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Literaturanalyse, die theoretische Konzepte der Sozialforschung auf sportwissenschaftliche Praxisbeispiele überträgt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Definitionen beider Forschungsstile, die detaillierte Darstellung von Erhebungstechniken sowie die kritische Diskussion der Vorgehensweise von Kurt Kohl.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen qualitative und quantitative Forschung, Sensumotorik, Forschungsprozess, Datenerhebung sowie Validität und Reliabilität.

Warum wird die Arbeit von Kurt Kohl als Pionierleistung bezeichnet?

Kohl berücksichtigte bereits in den 1950er Jahren methodische Aspekte, die in der qualitativen Sozialforschung erst Jahrzehnte später durch Uwe Flick systematisch formuliert wurden.

Welche Rolle spielt die "Gegenstandsangemessenheit" bei der Wahl der Methode?

Das Dokument betont, dass die Wahl der Methode nicht pauschal erfolgen darf, sondern zwingend vom zu untersuchenden Gegenstand bestimmt werden muss, um der Komplexität der Realität gerecht zu werden.

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Details

Title
Quantitative und qualitative Forschung nach Uwe Flick mit Bezug auf Kurt Kohl
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Course
Instruktionen des Lernens und Lehrens von Bewegungen
Grade
1,0
Author
Markus Büter (Author)
Publication Year
2003
Pages
23
Catalog Number
V55902
ISBN (eBook)
9783638507370
ISBN (Book)
9783656785583
Language
German
Tags
Quantitative Forschung Flick Kurt Kohl Instruktionen Lernens Lehrens Bewegungen Sozialforschung Qualitative Uwe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Büter (Author), 2003, Quantitative und qualitative Forschung nach Uwe Flick mit Bezug auf Kurt Kohl , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55902
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