Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Film Science

Face the Force - Die MACHT und andere phantasmatische Diskurs-Praktiken in George Lucas Filmreihe Star Wars

Title: Face the Force - Die MACHT und andere phantasmatische Diskurs-Praktiken in George Lucas Filmreihe Star Wars

Thesis (M.A.) , 2005 , 98 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Marin Majica (Author)

Film Science
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das Imperium lebt und prosperiert. Mit dem Filmstart von Episode III – The Revenge of the Sith, dem am 19. Mai 2005 angelaufenen dritten und letzten Teil der zweiten Star Wars-Trilogie, ist mitnichten etwas zum Ende gekommen. Die zahlreichen Kommentatoren, die größtenteils erleichtert festhielten, jetzt sei „die Geschichte zuende erzählt“, irren. In den Homing Beacon-Newslettern des internationalen Star Wars-Fanclubs etwa ist bereits die Rede von einer Fernsehserie, mit der die Geschichte von Luke und Anakin Skywalker und ihren Gefährten Han Solo, Prinzessin Leia, Obi-Wan Kenobi, Yoda, C3-PO und R2-D2 fortgesetzt werden soll. Zudem hat George Lucas eine 3D-Neufassung der Filme angekündigt, und regelmäßig wird über Bücher und Computerspiele aus dem von George Lucas geschaffenen Zeichenuniversum berichtet, die Verlängerungen der bisherigen filmischen Erzählung sind und in der Vergangenheit bereits die folgenden filmischen Diskurse mit vorbereitet haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung – ein kulturelles Phänomen

Erste Episode – Der Mythos

1.1. Zu den Quellen der Lebenskraft

1.2. Tyrannei der fehlgeschlagenen Initiation

1.3. Die Fahrt des Helden

1.3.1 Der Rückzug

1.3.2.Der Weltnabel

1.3.3.Die Rückkehr

1.4. Kino als Mythos

Zweite Episode – der Diskurs

2.1. Lucas im Diskurs

2.1.1. Die vier Elemente

2.1.2. Die Funktion des Autors

2.2. Die Maus im Wüstenzelt

2.3. Der Weg zu den Sternen

2.4. Die aufgelöste Familie im Kalten Krieg

2.5. Spiritualität und Spätkapitalismus

2.7. Mission Jedi – Level 1

2.8. Die Heilige Familie

2.9. Der Biological Turn

Dritte Episode – Die Kraft

3.1. Die Ausfaltung des Körpers

3.2. Das strömende Fluidum – der Animalische Magnetismus

3.3. Von Wellen und Wirbeln - die Äther-Theorie

3.4. Die unsichtbare Bewegung

3.5. Das flüssige Affektbild

3.6. „Der Grund, warum du scheiterst“

Fraktale machen – eine kreisförmige Theorie der Populärkultur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Gründe für den anhaltenden Erfolg und die kulturelle Signifikanz der Star Wars-Filme, wobei sie die Filmreihe als komplexes, populärkulturelles Phänomen begreift, das sich mythischer und diskursiver Muster bedient. Im Fokus steht dabei die filmische Inszenierung der „MACHT“ als zentrales Mysterium und phantasmatischer Kraft-Diskurs, der sich jenseits oberflächlicher fernöstlicher Energiekonzepte verorten lässt.

  • Analyse der narrativen Strukturen nach dem Vorbild der „Fahrt des Helden“
  • Untersuchung diskursiver Bildstrategien und deren filmhistorischer Bezüge
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Autorenschaft von George Lucas
  • Deutung der Spiritualität in Star Wars vor dem Hintergrund spätkapitalistischer Phantasmen
  • Analyse der wechselseitigen Beeinflussung von Computerspielen und filmischer Ästhetik

Auszug aus dem Buch

3.2. Das strömende Fluidum – der Animalische Magnetismus

Eine der wahrscheinlich folgenreichsten Ausformulierungen eines Kraftmediums ist der „Animalische Magnetismus“, den der 1734 in Mersburg am Bodensee geborene Arzt Franz Anton Mesmer entdeckt zu haben glaubte. Als Theologie-Student besuchte Mesmer ab 1752 die Universität Dillingen, später jene in Ingolstadt, wo er jedoch schließlich in Philosophie promovierte. 1759 wechselte Mesmer wiederum den Studienort und zog nach Wien um, wo er zunächst an der juristischen und dann an der medizinischen Fakultät eingeschrieben war. 1766 erschien Mesmers mit Auszeichnung bewertete medizinische Doktorarbeit De Planetarum Influxu über den Einfluss der Himmelskörper auf den menschlichen Organismus. Dort taucht zum ersten Mal der Begriff der „animal gravitation“ auf, „a force which he considered to be both the cause of the universal gravitation and the foundation for all bodily properties, and which he believed to affect organisms in the most intimate way“.

Diese Kraft, die Mesmer aus verschiedenen Elementen des aktuellen Forschungsstandes seiner Zeit über Magnetismus und Elektrizität konfiguriert, harmonisiert in seiner Beschreibung die Menschen wie etwa ein Klavierstimmer ein Instrument. In den folgenden Jahren experimentierte Mesmer mit Eisenmagneten, die er Kranken auf bestimmte Körperpartien wie die Magengrube auflegte. Nach einigen Erfolgen wandelte er sein Konzept ab und vertrat nun die Ansicht, er selbst sei der Magnet, „capable of channeling the invisible ,magnetic fluid’ that pervades the universe into the body of the sick person“. Im Jahr 1779 erschien Mesmers Werk Memoire sur la découverte du magnetisme animal , in dem die Rede ist von einem Fluidum, „which, by its nature, is capable of receiving, propagating and communicating all impressions of movement“.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung – ein kulturelles Phänomen: Die Einleitung beleuchtet die enorme popkulturelle Bedeutung von Star Wars und kritisiert die oft homogene wissenschaftliche Auseinandersetzung, die sich zu stark auf ökonomische Aspekte konzentriert.

Erste Episode – Der Mythos: Dieses Kapitel analysiert die narrativen Grundlagen von Star Wars, insbesondere die mythische „Fahrt des Helden“ nach Joseph Campbell, um das erzählerische Grundgerüst der Saga zu verdeutlichen.

Zweite Episode – der Diskurs: Hier wird untersucht, wie die Filme durch diskursive Felder und die Funktion des Autors George Lucas mit unterschiedlichen piktoralen Strategien verbunden werden, um die weitläufige Heterogenität des Star Wars-Universums zu einen.

Dritte Episode – Die Kraft: Dieser Teil widmet sich dem persistierenden Kraft-Diskurs, wobei er die Inszenierung der MACHT historisch mit dem Animalischen Magnetismus und der Äther-Theorie in Verbindung bringt.

Fraktale machen – eine kreisförmige Theorie der Populärkultur: Das abschließende Kapitel führt die Fraktal-Metapher ein, um die zirkuläre, selbstähnliche Struktur der Populärkultur und deren Wirkungsmächtigkeit im Kontext der Star Wars-Saga zusammenzufassen.

Schlüsselwörter

Star Wars, George Lucas, die MACHT, Mythos, Heldenreise, Populärkultur, Diskursanalyse, Michel Foucault, Animalischer Magnetismus, Äther-Theorie, Affektbild, Gilles Deleuze, Phantasma, Populärkino, Filmwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Star Wars-Filmreihe nicht nur als kommerzielles Phänomen, sondern untersucht die tieferliegenden diskursiven und mythischen Strukturen, die für die enorme kulturelle Wirkung und Faszination der Filme verantwortlich sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen die mythologische Heldenfahrt, die Autorenschaft von George Lucas, die Darstellung von Kraft und Spiritualität sowie die Einflüsse von Computerspielen und historisch-wissenschaftlichen Konzepten auf die filmische Ästhetik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt das Ziel zu klären, weshalb Star Wars trotz seiner eklektizistischen Anleihen aus verschiedenen Genres so überzeugend wirkt und wie das unsichtbare Mysterium der MACHT als semantischer Überfluss innerhalb der Erzählung fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt einen eklektizistischen Ansatz, der kulturwissenschaftliche Diskursanalyse, narratologische Untersuchungsmuster (nach Joseph Campbell) und filmtheoretische Systematiken (nach Gilles Deleuze) kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Episoden, die das mythische Fundament, die diskursiven Wechsel der Bildstrategien und die phantasmatische Kraft-Inszenierung (inklusive der Äther-Theorie und Affektbild-Analyse) detailliert untersuchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind die MACHT, mythologische Initiation, Diskurs-Theorie, Animalischer Magnetismus, Fraktale und das populärkulturelle Phantasma.

Warum spielt der „Animalische Magnetismus“ von Franz Anton Mesmer für die Interpretation der MACHT eine Rolle?

Die Arbeit argumentiert, dass die Darstellung der MACHT als unsichtbares, durchdringendes Medium historisch eher an westliche Konzepte wie Mesmers Fluidum anknüpft als an östliche Energiekonzepte, was die Wirkung der Inszenierung plausibler macht.

Inwiefern beeinflussen Computerspiele die neuere Star Wars-Ästhetik?

Die Untersuchung zeigt auf, dass narrative Muster und visuelle Strategien aus Computerspielen zunehmend in die Filme der zweiten Trilogie einfließen, um die interaktive Erwartungshaltung moderner Nutzer zu bedienen und die Merchandising-Verwertungskette zu optimieren.

Excerpt out of 98 pages  - scroll top

Details

Title
Face the Force - Die MACHT und andere phantasmatische Diskurs-Praktiken in George Lucas Filmreihe Star Wars
College
Free University of Berlin  (Seminar für Filmwissenschaft)
Grade
1,0
Author
Marin Majica (Author)
Publication Year
2005
Pages
98
Catalog Number
V56011
ISBN (eBook)
9783638508179
ISBN (Book)
9783656793014
Language
German
Tags
Face Force MACHT Diskurs-Praktiken George Lucas Filmreihe Star Wars
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marin Majica (Author), 2005, Face the Force - Die MACHT und andere phantasmatische Diskurs-Praktiken in George Lucas Filmreihe Star Wars, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56011
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  98  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint