Diese Arbeit möchte im Folgenden einige im Kinderskiunterricht bewährte Handlungsaufgaben vorstellen. Wie zuvor bereits erwähnt, beschäftigen sich auch die Skilehrverbände zunehmend mit der Thematik des Kinderskiunterrichts, doch besonders der DSLV lässt dabei Praxisnähe und konkrete Übungsvorschläge vermissen. Diese Arbeit möchte daher versuchen, den Skilehrerinnen und Skilehrern einige Denkanstöße und Ideen mit auf den Skihang zu geben, mit denen sie ihren Skiunterricht bunter und vielseitiger gestalten können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung: Warum im Skisportunterricht Spielformen so wichtig sind
2. Übungssammlung
2.1. Anhalten und Bremsen
(01) Gegenstände einsammeln
(02) Hütchenspiel
(03) Grenzüberquerung
(04) Verkehrspolizist
2.2. Kurven fahren
(05) Slalom
(06) Straßenbahn
(07) Verkehrspolizist
2.3. Ausdrucksstarkes Fahren
(08) Zoo
(09) Flugzeug
(10) Eiszapfen und Pudding
(11) Gefühle fahren
2.4. Partnerübungen
(12) Rennauto
(13) Schneewurm
(14) Menschenslalom
(15) Klopapierfahren
(16) Zuglinie
(17) Walzer (mit Stöcken)
2.5. Tanzkurs gefällig?
(18) Rückwärts fahren
(19) Pirouetten drehen
(20) Tanzen
2.6. Fahren mit Terra-Band und Luftballon
(21) Mit dem Terra-Band: Fliehkräfte erfühlen
(22) Mit dem Terra-Band: Fahrimpuls übertragen
(23) Mit dem Terraband: Kreiseln
(24) Mit dem Luftballon: Luftballontransport
2.7. Spezielle Koordinationsübungen
(25) Einbein-Skifahren
(26) Skistock balancieren
(27) Skiakrobatik
(28) Parcourfahren
(29) Wellenbahn, Schanze, Halfpipe - Ausnutzen von Bodenformen
2.8. Action und Abenteuer
(30) Rennen
(31) Verfolgungsrennen
(32) Fangen
(33) Skilehrer-Schubsen
3. Übersicht des Anforderungsprofils der einzelnen Übungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die methodischen Unterschiede zwischen Kinder- und Erwachsenenskiunterricht aufzuzeigen und insbesondere auf die Bedeutung induktiver Lernwege für Kinder einzugehen. Ziel ist es, Skilehrern durch eine praxisnahe Übungssammlung Denkanstöße zu geben, um den Skiunterricht vielseitiger und koordinativ anspruchsvoller zu gestalten.
- Methodische Differenzierung zwischen Kinder- und Erwachsenenskilauf
- Induktive Vermittlung von Bewegungskompetenzen
- Systematische Sammlung koordinativer Spiel- und Fahrformen
- Förderung von Spielfreude und angstfreiem Lernen
- Analyse von Anforderungsprofilen im Kinderskiunterricht
Auszug aus dem Buch
(28) Parcourfahren
Eine bei Kindern jeden Alters sehr beliebte Fahrform ist das Parcourfahren. Voraussetzung für den Aufbau eines geeigneten Parcours ist jedoch ein kleines Stückchen Skipiste, das separat vom Rest des Hanges abgetrennt werden kann und nur von der Skigruppe genutzt wird. Parcours werden vorzugsweise auf der Anfängerpiste errichtet und können nach kurzer Liftfahrt rasch wieder erreicht werden. Mindestens genauso viel Spaß wie das Hindurchfahren bereitet vielen Kindern das Aufbauen und Gestalten des Parcours. Auch wenn es manchmal etwas länger dauern kann, sollten die Schüler in diesen Prozess unbedingt einbezogen werden. Der Phantasie sind bei der Gestaltung kaum Grenzen gesetzt: Ist eine Schaufel zur Hand, können schnell eine Wellen- oder Orgelbahn, ein paar Buckel oder eine Schanze gebaut werden; als Materialien empfehlen sich Torbögen aus Schaumgummi, Slalomstangen, Luftballons, Pilze, Pylone, Fähnchen und Seile zum Absperren oder Hinüberspringen. Der fertige Parcour sollte recht oft von den Kindern durchfahren werden, meist haben die Kinder von selbst Ideen, wie der Parcour noch schwieriger oder abwechslungsreicher gestaltet werden könnte. Bei älteren Kindern bietet es sich auch an, die Laufzeit zu stoppen und einen kleinen Wettkampf durchzuführen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Warum im Skisportunterricht Spielformen so wichtig sind: Erläuterung der Unterschiede zwischen Kinder- und Erwachsenenskiunterricht mit dem Fokus auf induktives Lernen.
2. Übungssammlung: Umfangreiche Darstellung verschiedener spielerischer Übungen unterteilt in Themenbereiche wie Anhalten, Kurvenfahren, Ausdruck, Partnerübungen und Koordinationsformen.
3. Übersicht des Anforderungsprofils der einzelnen Übungen: Tabellarische Analyse der Fähigkeitsanforderungen und methodischen Aspekte für die vorgestellten Übungen.
Schlüsselwörter
Kinderskiunterricht, Skifahren, Spielformen, Koordinationsübungen, Induktives Lernen, DSLV, Skitechnik, Gleichgewichtsfähigkeit, Bewegungsaufgabe, Methodik, Skischule, Anfänger, Kleinkinder, Skiausrüstung, Sportpädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen und methodischen Gestaltung des Kinderskiunterrichts durch den Einsatz von spielerischen Übungsformen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Sammlung?
Die Schwerpunkte liegen auf Brems- und Kurventechniken, ausdrucksstarkem Fahren, Partner- und Koordinationsübungen sowie spielerischen Abenteuerformen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, Skilehrern praktische Ideen zu liefern, um den Skiunterricht für Kinder bunter, vielseitiger und induktiver zu gestalten, statt rein technisch orientierte Anweisungen zu geben.
Welche wissenschaftliche bzw. methodische Herangehensweise wird verfolgt?
Die Arbeit basiert auf einem induktiven Ansatz, bei dem Kinder durch Handlungsaufgaben selbstständig Bewegungsmuster erarbeiten, statt Technikbeschreibungen zu folgen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil besteht aus einer systematisch gegliederten Übungssammlung, die 33 konkrete Spiel- und Fahrformen für den Skiunterricht detailliert beschreibt.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Kernbegriffe sind Kinderskiunterricht, Koordinationsübungen, Spielformen, Induktives Lernen und Bewegungserfahrung.
Wie werden die Übungen im Anforderungsprofil bewertet?
Die Übungen werden im dritten Kapitel tabellarisch hinsichtlich spezifischer Fähigkeiten wie Gleichgewicht, Rhythmisierung oder Kooperation sowie technischer Anforderungen analysiert.
Warum ist das "Parcourfahren" besonders für Kinder geeignet?
Es verbindet spielerisches Gestalten mit motorischer Schulung und lässt der kindlichen Phantasie bei der Nutzung von Bodenformen und Materialien freien Lauf.
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- Jens Junek (Author), 2006, Koordinative Spiel- und Fahrformen im Kinderskiunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56029