Test und Bewertung eines betriebswirtschaftlichen Anwendungssoftware-Systems


Vordiplomarbeit, 2006

30 Seiten, Note: bestanden


Leseprobe

I Inhaltsverzeichnis

II Abkürzungsverzeichnis

III Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung und begriffliches Instrumentarium

2 Anforderungsdefinition
2.1 Lastenheft
2.2 Pflichtenheft
2.3 Fallstudie
2.4 Software-Ergonomie
2.5 Testgrundlagen

3 Markterhebung
3.1 Marktstudie
3.2 Korrelation Anzahl Stellenanzeigen Popularität
3.3 Auswahl

4 Softwaretest
4.1 Testbericht
4.1.1 Allgemeine Anbieter
4.1.2 Spezialisierte Anbieter

5 Fazit / Bewertung

6 Literaturverzeichnis

II Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

III Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Kosten pro Fehlerkorrektur

Abb. 2: Das „Wasserfallmodell zur Auswahl und Einführung von Software

Abb. 3: Top-Jobbörsen mit den meisten Stellenanzeigen

1 Einleitung und begriffliches Instrumentarium

In unserer heutigen Gesellschaft ist der Einsatz von Computersystemen nicht mehr wegzudenken. Im Gegenteil: Computersysteme dringen mehr und mehr in alle Bereiche unseres Lebens vor. Für den Betrieb von Computern kommt dabei der Software eine Schlüsselrolle zu. Sie ist, durch den Mikroprozessoreinsatz bedingt, ein wesentlicher Bestandteil industrieller Produkte und Anlagen, ein unverzichtbares Hilfsmittel in der Verwaltung, in Banken und im Versicherungswesen, im Handel sowie in anderen Branchen.[1]

Besonders in Bereichen wie z.B. Verkehr, Flugsicherung, Medizintechnik oder Energiewesen bestimmt die Software maßgeblich Sicherheit und Leben. 1996 wurden nach offiziellen Angaben 20 Todesfälle auf Grund von Softwarefehlern in amerikanischen Krankenhäusern gezählt.[2]

Es lassen sich etliche weitere Beispiele anführen, dass mangelnde Softwarequalität maßgeblich zu Schäden beigetragen hat[3] oder unnötige Kosten bei der Fehlkorrektur entstehen. Abbildung 1 verdeutlicht den Zusammenhang zwischen möglichen Fehlerquellen, entdeckten Fehlern und entstandenen Korrekturkosten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1 Kosten pro Fehlerkorrektur[4]

Jobbörsen funktionieren wie der Stellenanteil einer Wirtschaftszeitung. Stellenanbieter und Stellensuchende können ergänzend über das Medium Internet zueinander finden.[5]

Die Jobbörsen in Deutschland haben sich im Wettbewerb mit den Printmedien um das Geschäft mit den Stellenanzeigen behauptet und sind als klare Sieger hervorgegangen. Die Prozesse zur Stellenbesetzung können teilweise automatisiert und beschleunigt werden, ein weiterer Grund sind geringere Kosten gegenüber den Printmedien.[6]

Die entscheidenden Qualitätsmerkmale von Jobbörsen sind unter anderem die Aktualität, der Angebotsumfang sowie die Benutzerfreundlichkeit. Der Markt teilt sich in allgemeine Angebote, die den gesamten Arbeitsmarkt abdecken und spezialisierte Angebote, die sich auf eine bestimmte Branche oder bestimmte Berufsbilder spezialisiert haben. Daneben existieren Metasuchmaschinen, die aus den Karriereseiten einzelner Arbeitgeber oder auch anderen Stellenbörsen die Angebote zusammenstellen und aufbereiten. Interessante Job-Robots für Bewerber sind die Anbieter jobsafari.de, evita.de/jobworld, jobscanner.de, worldwidejobs.de, xl-job.de, jobs.zeit.de; für Unternehmen cvonline.de.[7]

Aufgrund der über 1.000 verschieden Jobbörsen im deutschsprachigen Raum, werden im Rahmen dieser Fallstudie folgende Anbieter näher unter die Lupe genommen: arbeitsagentur.de, monster.de, jobscout24 als allgemeine Anbieter, it-arbeitsmarkt, heise, computerjobs24, it-jobs.stepstone, edv-branche, als spezialisierte Anbieter für IT-Berufe.

Das Gesamtvolumen von Online-Stellenanzeigen ist aufgrund der konjunkturell bedingten Arbeitsmarktflaute zurückgegangen, die privatwirtschaftlichen Jobbörsen haben im Vergleich mit dem virtuellen Arbeitsmarkt der Bundesagentur für Arbeit trotzt unterschiedlicher Wettbewerbsbedingungen aufgeholt.[8]

Die Auswahl und Einführung betriebswirtschaftlicher Anwendungssoftware erfolgt üblicherweise in mehreren aufeinander folgenden Schritten; wegen seiner sequenziellen Phasen auch als Wasserfallmodell bezeichnet.[9] Abbildung 2 verdeutlicht unter anderem den Zusammenhang zwischen der Anforderungsdefinition, der Markerhebung und Auswahl und dem Softwaretest.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Das „Wasserfallmodell zur Auswahl und Einführung von Software[10]

In den nachfolgenden Kapiteln soll zunächst ein Überblick über generelle Methoden und Vorgehensweisen gegeben werden. In Kapitel 2 geht es um die erforderliche, vorangehende Anforderungsdefinition (Testgrundlagen und Pflichtenheft) bevor, wie in Kapitel 3 beschrieben, eine Markterhebung und Auswahl (Markstudie) erfolgen sollte. In Kapitel 4 geht es um den eigentlichen Softwaretest (Testbericht mit Testansätzen und -ergebnissen). Kapitel 5 endet mit einem Fazit und einer Bewertung.

2 Anforderungsdefinition

Eine Anforderung ist eine Eigenschaft, die erfüllt sein muss, damit ein Vorgang gelingen kann. Zum Beispiel kann es sich darum handeln, welche Leistungen eine betriebswirtschaftliche Anwendungssoftware oder ein Computersystem erfüllen muss. In der Informatik beschreibt eine Anforderung ein Leistungsmerkmal von Software oder einer Dienstleistung. Die Analyse und Umsetzung von Anforderungen ist eine eigenständige Methode bzw. ein eigenes Prozessgebiet.

Die Anforderungsdefinition dient dazu einen Anforderungskatalog für das zu verändernde oder neu zu entwickelnde Anwendungssoftwaresystem anzufertigen, mit einer Schnittstellenübersicht und einer Beschreibung der Soll-Hauptfunktionen und der wichtigsten Datengruppen.[11] Diese Phase wird schwerpunktmäßig vom Fachbereich durchgeführt. Der Anforderungskatalog ist das Phasenergebnis der Anforderungsdefinition und fachliche Teil des Projektantrages. Die Idee dahinter: Erste Stoffsammlung aus ganzheitlicher (anwendungs- und DV-bezogener) Sicht als fachliche Grundlage des Projektantrages. Die systematische und schriftliche Zusammenstellung eines Dokumentes, in der sämtliche technische und betriebswirtschaftliche Anforderungen an ein System oder Software-Programm gestellt werden, bezeichnet man als Pflichtenheft.[12]

Die erste Aufgabe im Rahmen dieser Fallstudie ist das eindeutige und vollständige Definieren des Ziels. Hierzu müssen, zusammen mit dem Auftraggeber, jeweils aufeinander aufbauend ein Anforderungskatalog, ein Pflichtenheft und eine Leistungsbeschreibung erarbeitet werden, wobei auch eventuell das spätere Änderungswesen vorzusehen ist.

2.1 Lastenheft

Das Lastenheft kann man als Anforderungsspezifikation aus Sicht des Anwenders verstehen. Meistens wird es auch vom Anwender formuliert. Das Pflichtenheft ist eine Spezifikation des Lastenhefts. Hier werden die Funktionen detailliert erläutert und auch technisches Fachjargon benutzt. Anders gesagt ist das Lastenheft ein Grobkonzept aus dem das Pflichtenheft (Feinkonzept) abgeleitet wird.

2.2 Pflichtenheft

Das Pflichtenheft dient der genauen Definition von Anforderungen an eine Software.
Anhand des Pflichtenheftes kann beurteilt werden, ob eine Software die geforderten Merkmale in sich vereint. Dies ist wichtig, um z.B. spätere Rechtsansprüche geltend machen zu können. In den seltensten Fällen ist ein Pflichtenheft in seiner ersten Version vollständig, da in komplexen Gebilden immer einige Dinge nicht bedacht werden. Es wird später außer bei sehr einfachen Produkten immer neue Anforderungen geben.

Das Verständnis über Aufbau und Inhalt eines Pflichtenheftes orientiert sich daran, vor welchem Hintergrund ein Pflichtenheft betrachtet wird. Für diese Art von Ausarbeitung gibt es verschiedenste Definitionen. Dies liegt daran, dass der Begriff Pflichtenheft mehrfach belegt ist. So wird ein Pflichtenheft nicht nur zur Erstellung von Software geschrieben. Auch in anderen Bereichen wie z. B. im Maschinenbau und der Fertigung gibt es die Form des Pflichtenheftes als Vorgabe für bestimmte Arbeiten. Ein Pflichtenheft ist somit die organisatorische und/oder technische Vorgabe zur Erstellung von Software.

Die Bezeichnungen Lastenheft und Pflichtenheft sind die etwas unglücklichen Übersetzungen der englischen Bezeichnungen Requirements Specifications und Design Specifications. Das erste bezeichnet also die Anforderungen, die an ein Produkt oder eine Dienstleistungen gestellt werden, das zweite die gewählte Art der Ausführung.

2.3 Fallstudie

In der folgenden Tabelle werden die Anforderungen der Fallstudie „Jobbörsen im Internet für IT-Berufe“ definiert:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] Vgl. Wallmüller, E. (1990) S. 1.

[2] Vgl. Computerwoche; Ausgabe 30; 25.07.1997.

[3] Vgl. Thaller, G. E. (2002) S. 4 f.

[4] Studie von Möller, K.-H. (1996)

[5] Vgl. Bröckermann, R. (2003) S. 68.

[6] Vgl. o.V.; Online im Internet; URL: http://www.studieren.de/news/artikel/onlinejobboersen.asp; [Stand: 25.03.2006].

[7] Vgl. o.V.; Online im Internet; URL: http://www.crosswater-systems.com/ej2000060robots.htm; [Stand: 21.03.2006].

[8] Vgl. o.V.; Online im Internet; URL: http://www.hrcareer.de/newspersonal/50309.html; [Stand: 23.03.2006].

[9] Vgl. Abts, D.; Mülder W. (2004) S. 316.

[10] Folie 29 aus Vorlesung „IV Betriebliche Standard-Anwendungssoftware“; Studiengang BESP; Hochschule Niederrhein; Mönchengladbach; SS 2006; Prof. Dr. Mülder, W.; 17.03.2006.

[11] Vgl. o.V.; Online im Internet; URL: http://www.software-kompetenz.de/?17152 [Stand: 29.03.2006].

[12] Vgl. Abts, D.; Mülder, W. (2004) S. 324.

[13] Abgleich Bewerbungsprofil und Stellenangebot und Benachrichtigung des Stellensuchenden.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Test und Bewertung eines betriebswirtschaftlichen Anwendungssoftware-Systems
Hochschule
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach  (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Betriebsinformatik II
Note
bestanden
Autor
Jahr
2006
Seiten
30
Katalognummer
V56048
ISBN (eBook)
9783638508476
ISBN (Buch)
9783638683227
Dateigröße
609 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Fallstudie: Jobbörsen im Internet für IT-Berufe, 2. Leistungsnachweis (Prüfungsvorleistung), Betriebsinformatik IIStudiengang Betriebswirtschaftliches externes Studium mit Präsenzphase
Schlagworte
Test, Bewertung, Anwendungssoftware-Systems, Betriebsinformatik, Software Test, betriebswirtschaftliche Anwendungssoftware
Arbeit zitieren
Diplom-Kaufmann (FH) Tobias Schmitz (Autor), 2006, Test und Bewertung eines betriebswirtschaftlichen Anwendungssoftware-Systems, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56048

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