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Die Implementierung von Wissensmanagement im Spannungsfeld interkultureller Einflüsse

Am Beispiel des Siemens Application Management Center Asia / Australia in Peking

Title: Die Implementierung von Wissensmanagement im Spannungsfeld interkultureller Einflüsse

Diploma Thesis , 2005 , 106 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Uwe Baumgart (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Das folgende Kapitel stellt den ökonomischen Kontext von Wissensmanagement dar und thematisiert die Notwendigkeit der vorliegenden Untersuchung. Weiterhin werden die Problemstellung, die Ziele und der Aufbau der Diplomarbeit erklärt.
Die Präsenz neuer, internationaler und aggressiver Wettbewerber am Markt sowie ein schneller und stetiger Technologiewandel beeinflussen den globalen Markt und das Wettbewerbsumfeld. Im heutigen Wirtschaftsgeschehen wird das Geschäft von einer dynamischen Marktsituation und extrem intensivem Wettbewerb dominiert. Charakteristisch für diese drastische Entwicklung sind Faktoren wie kürzere Produktlebenszyklen, kürzere Produkteinführungsintervalle, zunehmende Einführung komplexer Produkte, verstärkter Einfluss der Kapitalmärkte, Zunahme des multinationalen Wettbewerbs und dynamischere organisatorische Strukturen auf Grund von Fusionen und Übernahmen [Rohm98, S. 2; Remu02, S. 1; ScSe01, S. 2]. Kunden verlangen heute umfassende Lösungen, die ihren Problemen gerecht werden. Die bloße Bereitstellung von Produkten genügt den gestiegenen Kundenbedürfnissen nicht mehr [SvLl87, S. 30]. Unternehmen müssen sich daraufhin mehr zu so genannten wissensintensiven Unternehmungen hinentwickeln. Die Bedeutung von Wissen ist den meisten Entscheidungsträgern bekannt, trotzdem ist der Anteil der Unternehmen, die sich aktiv an der Entwicklung von Wissenskonzepten sowie deren Umsetzung beteiligen, sehr gering. Eine weltweite Studie des Cambridge Information Network hat ergeben, dass obwohl 85 % der CIOs (Chief Information Officers) davon überzeugt sind, Wissensmanagement könne Wettbewerbsvorteile verschaffen, trotzdem nur 8 % an der Umsetzung beteiligt sind. Nur für 7 % der CEOs (Chief Executive Officers) hat Wissensmanagement Priorität [ZuSc00, S. 7]. Anfang 2001 wurde von KPMG Consulting eine Studie zum Thema Wissensmanagement durchgeführt, die zu ganz ähnlichen Ergebnissen kommt. Demnach gaben über 80 % der 1.300 in Deutschland, Österreich und Schweiz befragten Unternehmen an, dass Wissensmanagement für sie ein relevantes Thema sei. Aber nur 21 % der Unternehmen verfügen schon explizit über Wissensmanagement [KPMG05].

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung

1.3 Aufbau der Arbeit

2 Wissenstheoretischer Bezugsrahmen

2.1 Wissen

2.1.1 Definition: Daten, Information und Wissen

2.1.2 Arten von Wissen

2.1.3 Wissensträger

2.2 Theoretische Grundlagen des Wissensmanagements

2.2.1 Definition von Wissensmanagement

2.2.2 Dimensionen des Wissensmanagements

2.2.3 Bausteine des Wissensmanagements

2.2.3.1 Wissensidentifikation

2.2.3.2 Wissens(ver)teilung / Wissenstransfer

2.2.4 Instrumente und Methoden des Wissensmanagements

3 Der Kulturbegriff im Überblick

3.1 Charakterisierung von Kultur

3.2 Existenz von Kulturunterschieden in multinationalen Unternehmen

3.3 Gegenüberstellung zweier Kulturkreise – China und Deutschland

3.3.1 Grundlagen der chinesischen Kultur

3.3.2 Grundlagen der deutschen Kultur

3.3.3 Die Kulturdimensionen anhand des Ansatzes von Geert Hofstede

3.4 Vergleich der Kulturdimensionen zwischen China und Deutschland anhand des Ansatzes von Geert Hofstede

3.4.1 Machtdistanz

3.4.2 Unsicherheitsvermeidung

3.4.3 Individualismus versus Kollektivismus

3.4.4 Maskulinität versus Femininität

3.4.5 Langfristige versus kurzfristige Orientierung

3.4.6 Kritik des Ansatzes von Geert Hofstede

3.5 Gemeinsamkeiten und Unterschiede des chinesischen und deutschen Kulturkreises

4 Wissensmanagement im Spannungsfeld interkultureller Einflüsse

4.1 Wissen und Kultur

4.2 Wissen im Einflussbereich philosophischer Strömungen

4.3 Auswirkungen der Kulturdimensionen von Hofstede auf das Wissensmanagement

4.4 Wissensmanagement und Motivation

5 Modell zur Implementierung von Wissensmanagement im Unternehmen

5.1 Wissensmanagement und Projektmanagement

5.2 Phasenmodell zur Implementierung von Wissensmanagement

5.2.1 1. Phase: Zielfindung und Initiierung

5.2.1.1 Wissensziele von Wissensmanagementprojekten

5.2.1.2 Kick-off-Meeting

5.2.2 2. Phase: Analyse der Wissens- und Kommunikationsstrukturen

5.2.3 3. Phase: Entwicklung eines Wissensmanagementkonzeptes

5.2.4 4. Phase: Implementierung der Wissensinstrumente

5.2.5 5. Phase: Evaluation der Instrumente und der Vorgehensweise

5.3 Kritische Erfolgsfaktoren bei der Einführung von Wissensmanagement

6 Implementierung von Wissensmanagement am Beispiel des Siemens AMC AA

6.1 Kurzportrait des Siemens AMC AA

6.2 Das Wissensmanagementprojekt bei Siemens AMC AA

6.3 Zielsetzung und Initiierung des Projektes – Phase 1

6.4 Methodik der Untersuchung – Phase 2

6.4.1 Auswahl des Untersuchungsinstruments

6.4.2 Zentrale Fragestellungen

6.5 Darstellung der Untersuchungsergebnisse

6.5.1 Siemens Unternehmenskultur

6.5.2 Wissens- und Kommunikationsstrukturen

6.5.2.1 Die Wissensstruktur des AMC AA

6.5.2.2 Die Kommunikationsstrukturen des AMC AA

6.5.3 IT-Infrastruktur

6.5.4 Kommunikations- und Kooperationskultur

6.5.5 Kulturelle Aspekte

6.6 Entwicklung eines Wissensmanagementkonzeptes für das AMC AA – Phase 3

6.6.1 Organisation

6.6.2 Human Resources

6.6.3 IT-Infrastruktur

6.6.4 Interkulturelles Wissensmanagement als Synthese von Kultur und Wissen

6.6.4.1 Das Verhältnis von Unternehmenskultur und nationaler Kultur

6.6.4.2 Handlungsempfehlungen für ein kulturbewusstes Wissensmanagement

6.7 Kritische Würdigung des Wissensmanagementprojektes im AMC AA

7 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt auf die Entwicklung eines ganzheitlichen Modells zur Implementierung von Wissensmanagement innerhalb des Siemens AMC AA in Peking ab, wobei insbesondere die Auswirkungen interkultureller Unterschiede zwischen Deutschland und China untersucht werden, um daraus spezifische Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten.

  • Theoretische Grundlagen des Wissensmanagements
  • Kulturvergleich: Deutschland versus China anhand der Hofstede-Dimensionen
  • Analyse von Wissens- und Kommunikationsstrukturen bei Siemens AMC AA
  • Erstellung eines Implementierungsmodells für Wissensmanagement
  • Handlungsempfehlungen für ein kulturbewusstes Wissensmanagement

Auszug aus dem Buch

3.4.1 Machtdistanz

Die Machtdistanz beschreibt das Ausmaß, bis zu dem schwächere Mitglieder der Gemeinschaft die ungleiche Verteilung von Macht hinnehmen bzw. erwarten. Gesellschaftlich betrachtet zeigt der Machtindex (MDI) die Akzeptanz von Autorität bzw. von Hierarchien innerhalb der Gesellschaft [Vest01, S. 61]. Ein hoher Machtindex bedeutet eine stärkere Akzeptanz der Ungleichverteilung von Macht in der Gesellschaft, d. h. zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten ist die emotionale Distanz sehr groß. Die Mitarbeiter tendieren dazu, den Chef nur selten anzusprechen, zu widersprechen oder zu kritisieren [Hofs93, S. 42]. Gesellschaften mit hoher Machtdistanz lassen kaum einen Veränderungsspielraum der individuellen Machtposition zu [HoPu05, S. 23].

Dagegen stellt die Chancengleichheit in Gesellschaften mit niedriger Machtdistanz ein wichtiges gesellschaftliches Gut dar. Die Abhängigkeit des Mitarbeiters von seinem Vorgesetzten ist in Ländern mit geringer Machtdistanz begrenzt. Der Vorgesetzte ist für den Mitarbeiter immer ansprechbar sowie auch offener Kritik ausgesetzt [Hofs93, S. 42].

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Dieses Kapitel etabliert den ökonomischen Kontext des Wissensmanagements und definiert die Problemstellung, Zielsetzung sowie den Aufbau der Diplomarbeit.

2 Wissenstheoretischer Bezugsrahmen: Hier werden die theoretischen Grundlagen zu Wissen und Wissensmanagement definiert, inklusive der verschiedenen Dimensionen, Bausteine und Methoden des Wissensmanagements.

3 Der Kulturbegriff im Überblick: Dieses Kapitel befasst sich mit der Definition von Kultur und vergleicht mittels der Kulturdimensionen von Geert Hofstede die Unterschiede zwischen dem deutschen und chinesischen Kulturkreis.

4 Wissensmanagement im Spannungsfeld interkultureller Einflüsse: Hier werden die Auswirkungen der zuvor beschriebenen Kulturunterschiede auf das Wissensmanagement sowie auf Motivationsmethoden analysiert.

5 Modell zur Implementierung von Wissensmanagement im Unternehmen: In diesem Kapitel wird ein praxisorientiertes Phasenmodell für die Einführung von Wissensmanagement entwickelt, das den gesamten Prozess von der Zielfindung bis zur Evaluation abdeckt.

6 Implementierung von Wissensmanagement am Beispiel des Siemens AMC AA: Dieses Kapitel wendet das Phasenmodell konkret auf das Fallbeispiel des Siemens AMC AA an, präsentiert die Ergebnisse der Untersuchung und gibt Handlungsempfehlungen.

7 Zusammenfassung und Ausblick: Hier werden die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit resümiert und zukünftige Entwicklungen im Spannungsfeld zwischen Wissen und Kultur diskutiert.

Schlüsselwörter

Wissensmanagement, interkulturelles Management, Siemens AMC AA, China, Deutschland, Geert Hofstede, Unternehmenskultur, Wissensidentifikation, Wissenstransfer, Wissensnutzung, Guanxi, Wissensstruktur, Kollektivismus, Individualismus, Wissensziele

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit behandelt die Entwicklung eines Modells zur Implementierung von Wissensmanagement in einem multinationalen Unternehmen, unter besonderer Berücksichtigung kultureller Unterschiede zwischen Deutschland und China.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen des Wissensmanagements, die kulturvergleichende Analyse zwischen Deutschland und China nach Hofstede sowie die praktische Anwendung in einem Wissensmanagementprojekt bei Siemens.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, ein ganzheitliches Modell zur Implementierung von Wissensmanagement für das Siemens AMC AA in Peking zu erarbeiten, das sowohl wissenschaftliche als auch kulturspezifische Faktoren integriert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Untersuchungsmethode, insbesondere durch persönliche Interviews mit Führungskräften, da dies den analytisch-deskriptiven Charakter der Fragestellung am besten unterstützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Bezugsrahmen, eine Kulturbetrachtung, die Analyse der Auswirkungen dieser Kultur auf Wissensmanagement-Prozesse sowie ein detailliertes Phasenmodell zur Umsetzung im Unternehmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wissensmanagement, Interkulturelles Management, Siemens AMC AA, China, Unternehmenskultur und Wissenstransfer sind die prägenden Begriffe.

Wie unterscheidet sich die chinesische Unternehmenskultur von der deutschen?

Während die deutsche Kultur rational-analytisch geprägt ist und auf offene Kommunikation setzt, ist die chinesische Kultur durch hierarchisches Denken, ein starkes Harmoniebedürfnis und die Bedeutung von informellen Beziehungsnetzwerken (Guanxi) geprägt.

Welche Rolle spielt das "Gesicht wahren" im Wissensmanagement?

Das Bestreben, das Gesicht zu wahren, wirkt als Kommunikationsbarriere, da Fehler häufig vertuscht werden, statt sie offen in organisationalen Lernprozessen zu diskutieren, was die Wissens(ver)teilung erschwert.

Warum ist das AMC AA als "ethnozentrisch" eingestuft?

Obwohl es in China ansässig ist, sind fast alle wichtigen Managementpositionen mit deutschen Mitarbeitern besetzt, was bedeutet, dass westliche Managementmethoden tendenziell ohne direkte Adaption an den chinesischen Kontext angewendet werden.

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Details

Title
Die Implementierung von Wissensmanagement im Spannungsfeld interkultureller Einflüsse
Subtitle
Am Beispiel des Siemens Application Management Center Asia / Australia in Peking
College
University of Applied Sciences Nuremberg
Grade
1,0
Author
Uwe Baumgart (Author)
Publication Year
2005
Pages
106
Catalog Number
V56122
ISBN (eBook)
9783638509008
ISBN (Book)
9783656753964
Language
German
Tags
Konzept Implementierung Wissensmanagement Siemens Management Center Asia Australia) Beijing Berücksichtigung Unterschiede Deutschland China
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Uwe Baumgart (Author), 2005, Die Implementierung von Wissensmanagement im Spannungsfeld interkultureller Einflüsse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56122
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