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Eine kurze Darstellung des Naturalismus nach Zola

Title: Eine kurze Darstellung des Naturalismus nach Zola

Term Paper , 2001 , 10 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stefanie Klingler (Author)

French Studies - Literature
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Summary Excerpt Details

1. Einleitung

Der französische Schriftsteller Emile Zola (1840 - 1902), Hauptvertreter des naturalistischen Romans, lebte in einer Zeit, in der die geistige und politische Situation in Europa durch einen ungebrochenen Glauben an den Fortschritt und die Naturwissenschaft geprägt war. Die "Wirklichkeit" trat in den Mittelpunkt von Philosophie, Politik, Ökonomie, Literatur und Kunst. Allgemeine ethische Werte traten zugunsten der Anerkennung und Beobachtung der realen Gegebenheiten zurück. Ausgehend von dieser Grundlage entwickelte sich der Positivismus, der jegliche metaphysischen Überlegungen ablehnte. Allein Tatsachen-behauptungen und die aus Erfahrung und Beobachtung erwachsene Erkenntnis (Empirismus), das "Positive", haben für die Theoriebildung Gültigkeit. Ebenso gehörte zur Politik und Geist der Zeit die Theorie des Historischen Materialismus von Karl Marx und der Historismus. Außerdem beherrschten zwei Grundideen die Politik im 19.Jahrhundert: der Konservatismus und Liberalismus. Für weite Teile der Unterschicht- Arbeiterschaft, Kleinbürger und Heimarbeiter- waren die Wohn- und Lebensverhältnisse von äußerster Bescheidenheit. Dem entsprechend waren auch die hygienischen Verhältnisse miserabel. Tuberkulose war als Folge dessen eine weitverbreitete Krankheit bei der arbeitenden Bevölkerung. Von der Unterschicht und dem Proletariat hebte sich das Leben des gutgestellten Bürgertums deutlich ab.
In dieser Zeit entwickelte sich der Naturalismus, der häufig mit dem Realismus gleichgestellt wird, da deren Abgrenzung umstritten ist.
Nach dieser kurzen Erläuterung der historischen Hintergründe, wird sich diese Seminararbeit im folgenden mit Zola und den Naturalismus beschäftigen, wird das Leben Emile Zolas schildern, sowie die Entstehung und Auswirkungen des Naturalismus.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Emile Zola

2.1. Sein Leben

2.2. Sein Weg zum Naturalismus

3. Der Naturalismus

4. Schlußwort

5. Bibliographie

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Seminararbeit untersucht das Leben und Wirken des bedeutenden französischen Schriftstellers Emile Zola, analysiert die theoretischen Grundlagen des Naturalismus und beleuchtet Zolas Rolle als einflussreicher Vertreter dieser literarischen Strömung sowie seinen gesellschaftspolitischen Einsatz in der Dreyfus-Affäre.

  • Biografische Entwicklung Emile Zolas vom Bohemien zum einflussreichen Literaten.
  • Die Entstehung und Definition des Naturalismus als literarische Strömung.
  • Zolas methodischer Ansatz des "experimentellen Romans" und die Rolle der Determination.
  • Die historische und gesellschaftspolitische Bedeutung von Zolas Werk und politischem Wirken.

Auszug aus dem Buch

2.2. Sein Weg zum Naturalismus

Emile Zola war noch sehr von der spätromantischen Dichtung beeinflusst. Obwohl ihn Baptistin Baille, ein Freund aus Aix, ihn vom entstandenen Realismus zu überzeugen versuchte, und auch Kritiker wie Philippe Dauriac ihn als Feind der Realität titulierten, beharrte er auf Subjektivität und Gefühlsüberschwang in seinem Schreibstil.

Erst als Journalist lernte er die aktuelle Literatur und somit die Diskussion um den Realismus genauer kennen, wodurch er sich mit der positivistischen Philosophie zu beschäftigen begann und mit Berichten über die jüngsten Naturwissenschaften in Berührung kam. In Thérèse Raquin beschrieb er erstmals ein Milieu realistisch, was ihm zwei wichtige Erkenntnisse verschaffte: das Verhalten der Personen war nicht mehr Willkür oder Mysterium, sondern konnte als Folge von bestimmten Grundvoraussetzungen dargestellt werden, wodurch Zola dann an die Determination eines jeden menschlichen Vorgangs postulierte.

In seinen nächsten Roman Madeleine Férat (1868), floß der Determinismus und der Biologismus noch einmal ein, bevor er seine Erfahrungen in dem Roman-Zyklus Rougon-Macquart ergänzte und weiterentwickelte.

Um dieser Arbeit eine umfassende Ordnung geben zu können, verband Zola den Begriff der Beobachtung mit dem des “Experiments“, wobei er sich auf den Physiologen Claude Bernard bezog.

In Rougon-Macquart stellte er Personen, ihr Milieu und den Handlungsablauf fiktiv-wissenschaftlich dar. Diese These vom experimentellen Roman hatte wesentliche Vorteile, da sich Zola auf das Wichtige und Typische beschränken musste, und es somit schaffte sein Werk zu Ende zu bringen, was zum Beispiel Balzac mit seinen vielen nebeneinanderherlaufenden Szenen oft nicht gelang.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung bettet Emile Zola in den historischen Kontext des 19. Jahrhunderts ein, der durch wissenschaftlichen Fortschrittsglauben, Positivismus und soziale Gegensätze geprägt war.

2. Emile Zola: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Zolas nach und beschreibt seine künstlerische Entwicklung sowie seinen Weg hin zur theoretischen Ausarbeitung des Naturalismus.

3. Der Naturalismus: Das Kapitel erläutert die literarische Bewegung des Naturalismus zwischen 1880 und 1900, deren Fokus auf der objektiven Darstellung von Milieu und Anlage liegt.

4. Schlußwort: Das Schlusswort resümiert Zolas vielseitiges Leben und würdigt seine Bedeutung als Schriftsteller und sozial engagierter Zeitkritiker.

5. Bibliographie: Dieses Kapitel listet die für die Seminararbeit herangezogene Fachliteratur und Quellen auf.

Schlüsselwörter

Emile Zola, Naturalismus, Realismus, Rougon-Macquart, Determination, Milieu, Vererbung, Positivismus, Dreyfus-Affäre, Sozialkritik, experimenteller Roman, französische Literatur, 19. Jahrhundert.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Leben des französischen Schriftstellers Emile Zola und dessen zentrale Rolle in der literarischen Strömung des Naturalismus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf Zolas Biografie, der theoretischen Fundierung des Naturalismus und der Anwendung wissenschaftlicher Prinzipien auf die Literatur.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung von Zolas Entwicklung als Schriftsteller sowie die Analyse seiner methodischen Ansätze zur Abbildung der gesellschaftlichen Wirklichkeit.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die biographische Daten mit zeitgeschichtlichen und literaturtheoretischen Kontexten verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche Biografie Zolas, die Erläuterung seines Weges zum Naturalismus und eine allgemeine Untersuchung der naturalistischen Bewegung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Naturalismus, Determination, Milieu, Emile Zola und der experimentelle Roman.

Inwiefern beeinflusste die Dreyfus-Affäre Zolas Ansehen?

Durch seinen engagierten Einsatz für Wahrheit und Gerechtigkeit während der Dreyfus-Affäre wurde Zola weit über seine literarische Bedeutung hinaus als moralische Instanz und unerschrockener Kämpfer wahrgenommen.

Warum wird Zolas Schreibstil als "experimentell" bezeichnet?

Zola übertrug naturwissenschaftliche Methoden auf die Literatur, indem er Personen und ihr Handeln als durch Milieu und Vererbung determiniert betrachtete und dies fiktiv-wissenschaftlich darstellte.

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Details

Title
Eine kurze Darstellung des Naturalismus nach Zola
College
University of Heidelberg  (Romanisches Seminar)
Course
Das Französische im 19.Jahrhundert
Grade
1,0
Author
Stefanie Klingler (Author)
Publication Year
2001
Pages
10
Catalog Number
V5621
ISBN (eBook)
9783638134422
ISBN (Book)
9783638882583
Language
German
Tags
Eine Darstellung Naturalismus Zola Französische Jahrhundert Thema Naturalismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Klingler (Author), 2001, Eine kurze Darstellung des Naturalismus nach Zola, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5621
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