Ängste von Grundschulkindern und deren Aufarbeitung mit themenspezifischer Kinderliteratur


Diplomarbeit, 2006
89 Seiten, Note: 1

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Angst
2.1 Das Phänomen Angst
2.2 Definition der Angst
2.3 Angsttheorien
2.3.1 Psychoanalytische Theorie nach Sigmund Freud
2.3.2. Behavioristische Theorie
2.3.3. Kognitionstheoretische Theorie

3. Kinderängste
3.1 Entwicklungsbedingte Kinderängste
3.1.1 Ängste im Säuglingsalter
3.1.2 Ängste im Kleinkind- und Kindergartenalter
3.1.3 Ängste im Grundschulalter

4. Schulangst
4.1 Definition Schulangst und Schulphobie
4.2 Mögliche Ursachen für die Entstehung von Schulangst
4.2.1 Soziokulturelle Bedingungen für die Entstehung von Schulangst
4.2.2 Familiäre Bedingungen für die Entstehung von Schulangst
4.2.3 Bedingungen, die die Persönlichkeit des Kindes betreffen
4.2.4 Die Schule als Auslöser von Schulangst
4.3 Mögliche Auswirkungen von Schulangst

5. Kindliche Angstbewältigungstechniken

6. Kinderliteratur und ihre Bedeutung bei der Angstbewältigung
6.1 Allgemeine Ausführungen zur Kinderliteratur
6.2 Themenrelevante Gattungen der Kinderliteratur
6.2.1 Das Bilderbuch
6.2.2 Das realistische Kinderbuch
6.2.3 Das phantastische Kinderbuch
6.3 Der Einfluss des Kinderbuches auf die Entwicklung des Kindes
6.4 Die Bedeutung des Lesens
6.4.1 Die Wirkung des Lesens aus kommunikations- und lerntheoretischer Sicht
6.4.2 Die Wirkung des Lesens aus psychoanalytischer Sicht
6.4.3 Mechanismen, die beim Lesen von Kinderbüchern wirken
6.5 Kinderliteratur als Hilfsmittel zur Angstbewältigung
6.5.1 Verbalisieren von Kinderängsten durch das Kinderbuch
6.5.2 Angebot von Angstverarbeitungsstrategien durch das Kinderbuch
6.6 Ängste die in Kinderbüchern häufig thematisiert werden
6.7 Überlegungen zur Auswahl von Kinderbüchern zum Thema Angst

7. Ausgewählte Kinderliteraturbeispiele zum Thema Angst
7.1 „Kannst du nicht schlafen, kleiner Bär?“ von Martin Waddell
7.2 „Rosi in der Geisterbahn“ von Philip Waechter
7.3 „Michael hat einen Seemann“ von Wolf Harranth
7.4 „Schule beißt nicht!“ von Christoph Mauz
7.5 Abschließende Bemerkungen zu den untersuchten Kinderbüchern

8. Schlusswort

9. Literaturverzeichnis

10. Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

Die Angst spielt in unserem Leben eine allgegenwärtige Rolle. Sie begleitet uns ein Leben lang und nimmt deshalb einen großen Teil unseres Lebens ein. Nimmt sie jedoch einen zu großen Teil in unserem Leben ein, kann die Angst uns einengen, quälen und krank machen. Das bedeutet, jeder von uns hat Angst, doch es ist wichtig für unser Wohlbefinden, zu wissen wie wir damit umgehen können. Wenn es uns gelingt eine Angstsituation zu bewältigen fühlen wir uns stark und erfolgreich.

Kinder haben auch Ängste, jedoch ist es für sie auch nicht immer einfach ihre Ängste zu bewältigen. Sie brauchen oftmals unterschiedliche Hilfestellungen zur Angstbewältigung und das Gefühl der Geborgenheit um mit ihren Ängsten umgehen zu können.

Die vorliegende Diplomarbeit, mit dem Titel „Ängste von Grundschulkindern und deren Aufarbeitung mit themenspezifischer Kinderliteratur“, befasst sich mit verschiedenen Kinderängsten, deren Entstehung und Erscheinungsformen, sowie mit unterschiedlichen kindlichen Bewältigungsstrategien. Hauptaugenmerk wird auf die pädagogische Bewältigungsstrategie von Kinderängsten durch themenspezifische Kinderliteratur gelegt.

Die Kenntnis der Hintergründe von unterschiedlichen Ängsten der Kinder stellt eine grundlegende Voraussetzung dar, um einem Kind angemessene Hilfestellung geben zu können. Daher liegt es bei der Lehrperson sich über die Ursachen und Symptome, sowie die möglichen Bewältigungsstrategien von Kinderängsten zu informieren, wenn diese die Thematik von Kinderängsten im Unterricht bearbeiten möchte.

Die Arbeit gliedert sich in zwei Bereiche:

Der erste Teil beschäftigt sich mit dem Phänomen und dem Begriff der Angst. Dabei wird auf die Entwicklung im frühen Kindesalter eingegangen, um zu zeigen welche Bedeutung das kindliche Aufwachsen in den ersten Lebensjahren für den Umgang mit Angst hat. Es werden entwicklungs- und erziehungsbedingte Auslösemechanismen von Angst durchleuchtet.

Weiters werden die Entstehung, Erscheinungsformen und mögliche Ursachen und Auswirkungen von Kinderängsten beschrieben.

Außerdem sollen unterschiedliche kindliche Bewältigungsstrategien für Kinderängste vorgestellt werden.

Im zweiten Teil der Diplomarbeit möchte ich herausfinden, in welcher Form sich die deutschsprachige Kinderliteratur mit den Ängsten der Kinder auseinander setzt, und welche Bedeutung man der Kinderliteratur für die Bewältigung von Kinderängsten zukommen lassen kann. Ich werde den Fragen nachgehen, welche Hilfestellungen sie leisten kann und welche pädagogische Bedeutung die Kinderliteratur hat.

Weiters möchte ich erläutern, welchen Zugang sie zur Problematik der Angst und Angstbewältigung findet.

Letztendlich soll durch die Untersuchung von vier exemplarisch ausgewählten Kinderbüchern gezeigt werden, auf welche Weise sich die Bücher mit Kinderängsten auseinander setzen.

2. Angst

2.1 Das Phänomen Angst

Das Phänomen der Angst ist allgegenwärtig.

Angst kann uns in vielfältigen Formen und in allen Bereichen unseres Lebens begegnen. Sie begleitet uns von Geburt bis zum Tod.

Die Angst befällt das Kind, den Erwachsenen, den alten Menschen, den Gesunden und den Kranken. (Vgl. HEITGER, 1987, S. 195)

Angst gehört also unvermeidlich zu unserem Leben. Sie ist zweifellos so alt wie der Mensch selbst und gehört keiner besonderen Zeit oder Kultur an.

(Vgl. RIEMANN, 1991, S.7; LEVITT, 1987, S.12)

Heute kann man feststellen, dass die geschichtlichen Veränderungen, sowohl die Angstobjekte, als auch die Methoden der Angstbewältigung gewandelt haben.

So wurden nicht nur Ängste früherer Kulturen durch andere ersetzt, sondern Zauber- und Opferriten als Mittel gegen die Angst von modernen Mitteln abgelöst.

Früher war es die Aufgabe von Magie und Religion, die Angst im Menschen zu bewältigen. Heute versucht die Psychotherapie oder die Medizin, außer Kontrolle geratene Angst mit therapeutischen Hilfen und medikamentösen Mitteln zu heilen.

(Vgl. STRIAN, 1995, S. 7)

Fröhlich denkt, dass es eine Illusion ist, zu glauben, dass es ein Leben ohne jegliche Angst gibt. Wir können zwar versuchen, Strategien und Gegenkräfte zu entwickeln, die uns helfen mit unserer Angst umzugehen oder sie abzubauen, jedoch müssen wir auch erkennen, dass die Angst eine lebensnotwendige Reaktion in unserem Leben darstellt. Sie ist ein Schutzmechanismus. Sie warnt den Menschen vor Gefahren und steuert sein Verhalten nach dem Prinzip der Lebenserhaltung. Die Angst befähigt uns dazu, unmittelbar auf Gefahren zu reagieren und Bedrohungen gegenüber hellwach, konzentriert und achtsam zu bleiben.

(Vgl. FRÖHLICH, 1965, S. 514; HUBER, 1997, S. 7)

Im Gegensatz dazu stehen Extremzustände von Angst. Das heißt, lang andauernde und exzessive Angstereignisse. Sie stellen eine psychische und physische Bedrohung der Gesundheit dar, können Angstzustände eskalieren lassen und zu einer hilflosen, krankmachenden Angst führen. Angst bedeutet dann für den Menschen extreme Beklemmung, Grauen, Entsetzen, Schrecken und Panik. Diese Extremzustände der Angst drücken sich auch durch körperliche Symptome aus: Wir reißen unsere Augen auf, die Pupillen sind geweitet, wir bekommen eine Gänsehaut, der Puls rast, der Blutdruck steigt, wir schwitzen und zittern.

(Vgl. STRIAN, 1995, S. 7; HUBER, 1997, S. 7; DU BOIS, 1998, S.11)

2.2 Definition der Angst

In der Literatur findet sich keine einheitlich anerkannte Definition von Angst, denn sie ist zum einen abhängig von den theoretischen Ausrichtungen der unterschiedlichen Disziplinen und zum anderen an die verschiedenen Forschungsrichtungen gebunden. (Vgl. SCHABEL, 1983, S.43)

Aus der Fülle der Angstdefinitionen werden zwei Beispielzitate aus den Bereichen der Pädagogik und der Psychologie wiedergegeben, welche das beschreiben, was jeder schon einmal selbst erlebt hat.

Die Pädagogik meint Angst als: „Bezeichnung für den Gefühlszustand, den ein Individuum erlebt, wenn es sich in einer Situation befindet, die es als unangenehm, bedrohlich, ja gefährlich und unter Umständen nicht bewältigbar einschätzt.“

(MEYER, 1988, S. 38)

Die Psychologie versteht unter Angst eine: „Allgemeine umfassende Bezeichnung für emotionale Erregungszustände, die auf mehr oder weniger konkrete bzw. realistische Erwartungen oder allgemeine Vorstellungen physischer Gefährdung oder psychischer Bedrohung zurückgehen. Angstzustände äußern sich in Gefühlen der Spannung bzw. Betroffenheit und gehen mit ausgeprägten autonomen Veränderungen einher.“ (FRÖHLICH, 1998, S. 57)

Allgemein kann man sagen, dass Angst ein unangenehmer Gefühlszustand ist, der sich von anderen Gefühlszuständen unterscheidet und physiologische Begleiterscheinungen mit sich zieht, da Angst vom lateinischen Wort „angustus“ abstammt, welches eine Stimmung oder ein Gefühl der Beengtheit, Enge, Beklemmung oder Bedrohung vor einer Gefahr beschreibt. (Vgl. DUDEN, Etymologie der deutschen Sprache, 1989, S. 36)

2.3 Angsttheorien

Grundsätzlich werden bezüglich der Angstentstehung drei theoretische Positionen unterschieden. In der Reihenfolge ihrer Entstehung sind dies:

die Psychoanalytische Theorie, die Behavioristische Theorie und die Kognitionstheoretische Theorie.

2.3.1 Psychoanalytische Theorie nach Sigmund Freud

Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse hat sehr viel zur Theorienbildung der Angst beigetragen. Er hat während seines wissenschaftlichen Arbeitens unterschiedliche Auffassungen über die Angst vorgetragen. Generell werden zwei Angsttheorien Freuds unterschieden. Man spricht von der ersten und zweiten Angsttheorie Freuds. (Vgl. KROHNE, 1996, S. 155)

- Die erste Angsttheorie Freuds

Bei der ersten Angsttheorie Freuds spricht man von der Theorie der Angstneurose. Sie erklärt die Entstehung der Angst als Folge einer Unterdrückung oder Verdrängung unbewusster Impulse.

Freud spricht davon, dass im geschlechtsreifen Organismus kontinuierlich somatische Sexualerregung produziert wird. Durch die Sexualerregung entsteht eine Spannung, welche nur durch entsprechende, nämlich sexuelle Reaktionen abgebaut werden kann. Wenn die durch Sexualerregung entstandene Spannung nicht durch die entsprechenden Reaktionen abgebaut werden kann, entsteht eine Angstneurose. Die Spannung wird dann in Form von Angstreaktionen abgebaut.

(Vgl. KROHNE, 1996, S. 155 ff)

- Die zweite Angsttheorie Freuds

Freud änderte später sein psychoanalytisches Konzept und entwickelte seine zweite Angsttheorie. Man spricht dabei von der Signaltheorie der Angst.

Die Angst wird hier als Funktion eines Signals beschrieben, das auf gefährliche Situationen verweist und so vor antizipierten Gefahren warnt.

Als Ursache von Angstentstehung werden nicht mehr die verdrängten Sexualerregungen genannt, sondern Konflikte.

Auf die entstandene Angst folgt ein Abwehrmechanismus.

Abwehrmechanismen greifen ein, wenn das Ich von Unangenehmen überfordert wird.

Freud hat folgende Abwehrmechanismen definiert: Vermeidung, Verleugnung, Verdrängung, Intellektualisierung, Identifikation, Reaktionsbildung, Sublimierung, Projektion, und Regression.

Freud bezieht sich bei seiner Signaltheorie der Angst auf sein Instanzenmodell:

Ich, Es und Über-Ich

Das Es repräsentiert die Triebe, welche ohne Rücksicht auf Folgen zu einer sofortigen Befriedigung streben.

Das Ich steht für die der Wirklichkeit angepassten Seite der Persönlichkeit.

Es nimmt die Außenwelt wahr und kontrolliert die unbewussten Regungen.

Das Ich überlegt, denkt und löst Probleme.

Das Über-Ich wird dem Gewissen gleichgesetzt und stellt eine strenge soziale Kontrolle dar. Es fordert die Einhaltung der sozialen Normen innerhalb einer Gesellschaft und ist auch als Träger von Traditionen zu sehen.

Bei seiner Signaltheorie der Angst unterscheidet Freud zwischen drei Konfliktformen und den daraus entstehenden Angstformen:

- Auf den Konflikt zwischen Ich und Realität folgt die Real-Angst.
- Auf den Konflikt zwischen Ich und Es folgt die Es-Angst (neurotische Angst).
- Auf den Konflikt zwischen Ich und Über-Ich folgt die Überich-Angst (moralische Angst).

Real-Angst

Sie wird durch äußere bekannte Gefahren ausgelöst. Diese Art der Angst veranlasst den Körper entsprechend auf die Gefahr zu reagieren.

Es-Angst

Durch unbekannte Gefahren, die das innere Gleichgewicht bedrohen, wird diese Angst ausgelöst.

Überich-Angst

Sie entsteht, wenn die Gedanken bzw. die Handlungen des Ichs mit den Verboten des Überichs nicht übereinstimmen. (Vgl. KROHNE, 1996, S. 157 ff)

Abschließend muss man zu den Theorien der Psychoanalyse sagen, dass sie aus keinerlei empirischen Studien stammen. Sie wurden lediglich aufgrund von Beobachtungen rückgeschlossen. (Vgl. SÖRENSEN, 1993, S. 15)

2.3.2 Behavioristische Theorie

In der behavioristischen Theorie, oder auch Lerntheorie wird die Meinung vertreten, dass jede Art des Verhaltens erlernt ist.

Auf einen Reiz folgt eine Reaktion und durch diese Verknüpfung bildet sich eine Gewohnheit aus. Diese Reiz-Reaktionsverbindung nennen die meisten Lerntheoretiker Reflex, wobei zwischen angeborenen und erworbenen Reflexen unterschieden wird.

Laut der Behavioristen ist Angst ein erlernter Triebreiz, der aufgrund einer angeborenen Neigung Schmerz zu vermeiden, entsteht.

Um das Angstverhalten zu erklären beziehen sich die Lerntheoretiker auf das Lernmodell des Konditionierens, das heißt auf die Herstellung einer bedingten Reaktion. Dabei wird zwischen der klassischen und operanten Konditionierung unterschieden.

- Klassische Konditionierung der Angst

Bei der klassischen Konditionierung wird die Reaktion auf einen unkonditionierten Reiz mit einem bis dahin für die Reaktionsauslösung neutralen Reiz gekoppelt.

Auf einen neutralen Reiz folgt ein Reiz, der reflexartig eine bestimmte Reaktion auslöst. Nach einer gewissen Zeit wird die unkonditionierte Reaktion auch durch die Darbietung des bisher neutralen Reizes hervorgerufen.

Diese Erklärung soll nun an dem bekannten Experiment „Little Albert“ von Watson und Rayner verdeutlicht werden:

Vor dem Experiment hatte der elf Monate alte Albert keine Angst vor Tieren, auch nicht vor Ratten. Albert wird eine Ratte gezeigt (= neutraler Reiz) und gleichzeitig wird hinter seinem Kopf ein lauter Ton (= angsterregender Reiz) erzeugt.

Albert schreckt sich durch den Ton und beginnt zu weinen. Er zeigt eine extreme Angstreaktion. Dieser Vorgang wurde einige Male innerhalb von einer Woche wiederholt. Durch die gleichzeitig wiederholte Darbietung von Ratte und Lärm begann Albert nun bereits beim Anblick der Ratte zu weinen. Der ursprünglich neutrale Reiz (Ratte) war innerhalb von einer Woche zu einem konditionierten, angstauslösenden Reiz geworden.

Die Konditionierung dieser Angst brachte noch weitere Folgen. Albert hatte nun nicht nur Angst vor Ratten, sondern auch von anderen pelzartigen Objekten, wie zum Beispiel Kaninchen und Hunden und sogar Watte.

Es kam zur sogenannten Reizgeneralisierung, das heißt, dass eine gelernte Reaktion auch durch andere oder ähnliche Reize ausgelöst werden kann.

(Vgl. KROHNE, 1996, S. 181 ff; SÖRENSEN, 1993, S. 16 ff)

- Operante Konditionierung der Angst

Der Begriff der operanten Konditionierung wurde von Skinner geprägt.

Dabei ist die Antriebsstärke des konditionierenden Verhaltens von großer Bedeutung. Verhalten wird durch Verstärkung, also Erfolg bzw. Misserfolg oder Belohnung beziehungsweise Bestrafung beeinflusst.

Wenn also auf ein bestimmtes Verhalten positive Konsequenzen folgen, spricht man von einer positiven Verstärkung. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses bestimmte Verhalten wieder auftritt ist dadurch sehr hoch.

Bestimmtes Verhalten, auf das eine negative Konsequenz folgt, wird in Zukunft unterdrückt werden. (Vgl. ESSAU, 2003, S.165 ff)

2.3.3 Kognitionstheoretische Theorie

Aus Sicht der kognitiven Theorie wird Angst als Folge von Erwartungen, Einschätzungen und Bewertungen von Situationen definiert.

Angsttheoretiker, die sich mit der kognitiven Theorie beschäftigen, gehen davon aus, dass jeder Mensch bestimmte Situationen schon vor Handlungsbeginn in einem komplexen Prozess untersucht und einschätzt. Dies erfolgt dann im Sinne von Wenn-dann-Relationen.

Ein Beispiel dazu:

Wenn eine Person eine vertraute Person trifft und das Angebot bekommt, nach Hause gebracht zu werden, dann wird sie das Angebot ohne zu zögern annehmen. Trifft die Person jedoch einen Fremden, der ihr das gleiche Angebot macht, so wird sie es nicht annehmen. (Vgl. SÖRENSEN, 1993, S. 21)

3. Kinderängste

Kinder entwickeln sich in den ersten Lebensjahren sehr schnell. Ständig setzen neue Entwicklungsschritte ein, durch die sie auf ihrer Gefühlsebene auch immer herausgefordert werden. Sie werden im Laufe der ersten Jahre mit vielfältigen neuen Erfahrungen konfrontiert, denn jeder Entwicklungsschritt fordert neue Aufgaben zu bewältigen und möglicherweise Vertrautes zu verlassen. Dadurch können Kinder gleichzeitig auch viele Ängste durchleben, die ganz normal mit jedem Entwicklungsschritt einhergehen. Ängste, die sich aus diesen für das Kind gefühlsmäßigen Entwicklungsprozessen ergeben, gehören zum Leben eines Kindes dazu. Der Umgang mit diesen entwicklungsbedingten Ängsten hat Auswirkungen auf den weiteren Werdegang des jungen Menschen.

Da die Angst zu unserem Leben dazugehört, macht Erziehung, die sie fernhalten will, Kinder unfähig, mit den eigenen Ängsten umzugehen und schutzlos gegenüber möglicher Angstzustände. Erziehung, die mit Ängsten als Druckmittel gegen Kinder arbeitet, erschwert dem jungen Menschen die Lebensbewältigung enorm.

Eine selbstbestimmte Verarbeitung von Ängsten ist daher besonders für die Ausbildung der Ich-Identität und das Selbstvertrauen wichtig.

Da Kinder oftmals nicht alleine mit ihren Ängsten fertig werden, brauchen sie die Unterstützung ihrer Eltern oder anderer Bezugspersonen, um bei der Bewältigung ihrer Angst Sicherheit und Halt zu erfahren. (Vgl. ROGGE, 2001, S. 24 ff)

Nicht immer erhalten Kinder durch ihre Eltern oder Bezugspersonen die nötige Sicherheit. Dadurch sind Kinderängste auch oftmals das Resultat von Erziehungsbemühungen und Erziehungsbeziehungen.

Erziehungsbedingte Ängste ergeben sich aus den sozialen Beziehungen zwischen Kindern und ihren Bezugspersonen, die sie in den ersten Lebensjahren begleiten.

Man darf natürlich die Ängste der Kinder nicht nur auf ihre persönliche Nahwelt zurückführen, da Kinderängste auch durch die Schule, die Gesellschaft und die Medien geprägt werden.

Entwicklungsbedingte Ängste können beziehungsweise sollen bei Kindern nicht verhindert werden, jedoch sollte es die Aufgabe der Eltern und der nahen Bezugspersonen sein, dem Kind Unterstützung im Umgang mit seinen Ängsten zu geben.

Da Erziehungsverhalten auch Ängste hervorrufen oder bestehende verstärken kann, sollten unüberlegte Handlungen oder Aussagen, wie zum Beispiel: „ Wenn du nicht brav bist, holt dich der schwarze Mann.“, laut Rogge unbedingt vermieden werden.

(Vgl. ROGGE, 2001, S. 194 ff)

Die Kenntnis der entwicklungsbedingten Ängste eines Kindes stellt eine wesentliche Voraussetzung dar, um ein Kind mit all seinen Ängsten und Unsicherheiten in seiner Entwicklung zu unterstützen und begleiten zu können.

Im nächsten Kapitelunterpunkt werden den einzelnen Altersgruppen entsprechende, typische Ängste, welche Kinder in ihren ersten Lebensjahren durchleben und erfahren beschrieben, da dies wichtig ist, Kinder und ihre Ängste zu verstehen.

3.1 Entwicklungsbedingte Kinderängste

So wie es bereits beschreiben wurde, gehören Ängste zum Leben und zur kindlichen Entwicklung dazu. Sie sind Ausdruck psychischer Konflikte.

Ihre Überwindung zeigt, dass das Kind eine Entwicklungsstufe bewältigt hat.

Die Entwicklung ist ein fortschreitender Prozess und daher ist das Kind in jeder Entwicklungsphase bzw. in jeder Altersstufe für bestimmte Ängste anfällig.

So wird ein 12-jähriges Kind kaum noch Angst vor Monstern unter seinem Bett haben, aber sich vielleicht vor den körperlichen Veränderungen, die es an sich wahrnimmt fürchten. Es wird Befürchtungen haben, dass etwas an seiner Entwicklung nicht normal sein könnte.

In bestimmten Altersstufen und Entwicklungsprozessen sind bestimmte Ängste vorrangig. Es stellt sich dabei die Frage, mit welchen Entwicklungsaufgaben sie zusammenhängen. So bekommt man die Möglichkeit, zu erkennen, welche Entwicklungsschritte und seelischen Konflikte hinter der jeweiligen Angst stecken.

Dadurch ist man in der Lage, dem Kind zu helfen und angemessen zu reagieren.

(Vgl. SCHULTE-MARKWORT & SCHIMMELMANN, 1999, S. 46 f)

3.1.1 Ängste im Säuglingsalter

Die Geburt bedeutet für jedes Kind einen Verlust der Geborgenheit und den Verlust der totalen Bedürfnisbefriedigung, den es im Mutterleib verspürte. Das Neugeborene muss alles bisher Vertraute aufgeben und tritt ins Ungewisse. Es ist von Bezugspersonen abhängig, da es keines seiner Bedürfnisse, ohne fremde Hilfe befriedigen kann.

Bei der Geburt erlebt der Säugling einen Zustand der Hilflosigkeit und ist erstmals der Angst ausgesetzt. (Vgl. NIEDERLE, 2000, S. 13)

Sigmund Freud beschrieb den Geburtsvorgang als das erste Angsterlebnis.

(Vgl. FREUD, 1994, S. 391)

- Urvertrauen – Urangst

Ein Neugeborenes möchte zu Beginn sein gewohntes Leben, dass es aus dem Mutterleib kannte, fortsetzen. Es möchte schlafen, essen, trinken, in den Arm genommen werden um dadurch Körperkontakt, Wärme und Geborgenheit zu erfahren.

Das bedeutet, es möchte, dass all seine Bedürfnisse schnell und bestmöglich befriedigt werden. Neugeborne kennen noch keinen Unterschied zwischen sich und ihrer Mutter.

Kinder, deren Bedürfnisse befriedigt werden, sehen dies, solange sie nicht zwischen sich und der Mutter unterscheiden können, als ihren persönlichen Erfolg an. Ein Kind, dass seine ersten Lebenswochen als befriedigend erlebt, kann Vertrauen in sich und seine Umwelt entwickeln. Es entwickelt das sogenannte Urvertrauen in die Umwelt, welches das Kind nie mehr verlieren wird. Daher ist es von großer Wichtigkeit für die weitere Entwicklung eines Kindes, ob es in der frühesten Phase seines Lebens durch zuverlässige Zuwendung ein Sicherheitsgefühl entwickeln konnte.

Hatte das Kind also die Möglichkeit, Urvertrauen zu entwickeln, so wird es sich später mehr zutrauen. Es wird weniger Ängste entwickeln und es wird ihm leichter fallen angstauslösende Situationen zu bewältigen.

Ganz anders wird sich ein Kind entwickeln, wenn es zu wenig Befriedigung seiner Bedürfnisse erfährt. Dieses Neugeborene erfährt einen andauernden Unruhezustand, seinen persönlichen Misserfolg, seine Unfähigkeit und seine Hilflosigkeit. Dadurch entwickelt es Angst, die sogenannte Urangst.

(Vgl. NIEDERLE, 2000, S. 13 ff; RICHTER, 2000, S. 87)

- Fremdenangst oder Acht-Monats-Angst

Zirka um das achte Monat herum befindet sich das Kind in einer kritischen Phase.

Die Bezugsperson, in den meisten Fällen ist dies die Mutter, ist nicht mehr nur funktional wichtig für das Baby, damit seine Bedürfnisse befriedigt werden, sondern sie gewinnt auch an emotionaler Bedeutung für das Kind.

Es kann nun zwischen bekannten und fremden Menschen und Situationen eindeutig unterscheiden und ist emotional an seine Bezugsperson gebunden.

Das Kind blickt den ihm fremden Menschen prüfend an. Es sucht nach dem verlorenen Liebesobjekt, seiner Bezugsperson. Das Baby muss erkennen, dass der ihm bekannte Mensch nicht vor ihm steht und empfindet Enttäuschung und Angst seine Bezugsperson verloren zu haben. Daher eignet sich diese Phase des Kindes nicht, um es an eine neue Betreuungsperson zu gewöhnen, wie zum Beispiel an eine Tagesmutter.

(Vgl. SCHULTE-MARKWORT & SCHIMMELMANN, 1999, S. 48)

Natürlich „fremdeln“ nicht alle Kinder gleich stark. Dies hängt oftmals von verschiedenen Faktoren ab. Säuglinge die in engen Einzelbeziehungen versorgt werden, „fremdeln“ stärker als Kinder die von Anfang an von mehreren Personen betreut werden. In anderen Kulturen tritt das Phänomen der Fremdenangst oftmals überhaupt nicht auf. Auch in unserer heutigen Gesellschaft hängt das „Fremdeln“ von der Situation, der Reaktionsweise der Eltern und vom Wesen des Kindes ab.

(Vgl. DU BOIS, 1998, S. 50 ff)

3.1.2 Ängste im Kleinkind- und Kindergartenalter

Auch in diesem Alter ist Angst eine normale Erscheinung. Sie kann in längeren oder auch kürzeren Perioden auftreten und mit unterschiedlicher Intensität wirken.

Das Kleinkind merkt bald, dass die Befriedigung von Wünschen und Bedürfnissen. nicht immer möglich ist. Deshalb muss es den Forderungen der Außenwelt gerecht werden und auf die reine Lustbefriedigung, die es als Säugling erfahren hat, verzichten. Das Kind löst sich immer mehr von der Mutter und entdeckt durch seine erlernte Mobilität die Umgebung. Diese Entwicklungsschritte sind mit Angst vor dem Neuen und Unbekannten verbunden. Umstände wie Trennungen von den Bezugspersonen und Auseinandersetzung mit anderen Kindern, zum Beispiel durch den Kindergartenbesuch, können auch Angst verursachen. Deshalb sollte das Kind die Sicherheit verspüren jederzeit zurückkommen zu können und seine Bezugsperson wieder vorzufinden. Auch das Versagen und die Enttäuschung werden für das Kind zur Realität. Weiters befindet sich das Kind in diesem Alter auch in seiner sogenannten „magischen Phase“. In der „magischen Phase“ besitzt es eine sehr aktive, innere Phantasiewelt, welche in allen Bereichen im Leben des Kindes wirkt. Die sogenannten Vernichtungsängste fallen in diese Phase. (Vgl. ROGGE, 2001, S. 95)

- Trennungsangst

Im jungen Leben eines Klein- oder Kindergartenkindes ergibt sich meist irgendwann die Notwendigkeit einer Trennung von den Eltern. Dies betrifft zum Beispiel den Besuch eines Kindergartens. Die Kindergartenzeit mit ihren auflebenden Trennungsängsten steht vor der Tür. Der Kindergarteneintritt ist mit der Auseinandersetzung mit der ungewohnten Umgebung und den vielen fremden Menschen eine aufregende Erfahrung für das Kind, jedoch ist es auch die Ursache von Unsicherheit und Angst.

Beobachtet man die Abschiedsszenen vor dem Kindergarten, wo sich Kinder mit allen Mitteln weigern, das Gebäude zu betreten, so kann man die Intensität von Trennungsängsten spüren. Hierbei ist zu beachten, ob es sich nur um vorübergehende Schwellenangst handelt oder ob es sich um eine Angst handelt die den Verlust der Eltern betrifft. Sicher ist, dass Kinder die nach einer gewissen Zeit der Eingewöhnung noch immer nach den Eltern fragen oder sogar weinen, unter akuter Trennungsangst leiden. Manchmal wehren sich diese Kinder gegen jede Annäherung durch Erzieher oder Erzieherinnen und Gruppenmitgliedern. Sie ziehen sich zurück und sind agressiv, wenn man sie zum Spielen animieren möchte. Dies ist keine Dickköpfigkeit, sondern pure Angst sich gegenüber anderen zu öffnen.

Es gibt jedoch auch ein gegenteiliges Verhalten, dass Trennungsangst signalisiert. Ein Kind, welches nur auf der Schoß der Erzieherin oder des Erziehers sitzt und nach Wärme und Geborgenheit sucht, vermisst Gleiches von seinen Eltern. Man könnte meinen, dass trennungsängstliche Kinder den Eltern freudestrahlend in die Arme fallen. Jedoch ist das nicht immer der Fall, denn oftmals verhalten sich die Kinder dann besonders kühl, distanziert oder sogar abweisend. Zu erklären ist dies durch das Misstrauen und die Enttäuschung, welche durch die Trennung der Eltern entstanden sind. (Vgl. SCHULTE-MARKWORT & SCHIMMELMANN, 1999, S. 55 f; DU BOIS, 1998, S.71 ff)

- Sozialisationsangst

Mit dem Eintritt in den Kindergarten oder später mit dem Eintritt in die Schule muss das Kind seine gewohnte Umgebung, sein zu Hause verlassen und lernen sich an einem neuen fremden Ort zurecht zu finden und mit neuen unbekannten Menschen auszukommen und anzufreunden. Auch diese neue Situation und die Anforderungen an das Kind sind mit Angstgefühlen verbunden.

- Versagensangst

Sobald Kinder sich frei bewegen können, gehen sie auf Entdeckungsreisen. Dabei erbringen sie ständig neue Leistungen, wie zum Beispiel das Ein- und Ausschalten von Geräten, das Durchschauen von neuen Spielzeugen und das Erklimmen von Sesseln. Sie streben ständig nach neuen Erfahrungen und Leistungen. Das Kind „götzt“ nach Beachtung und nach Aufmerksamkeit bei seinen tollen Leistungen. Daher sollte jede Leistung die ein Kind erbringt, Beachtung erhalten und gelobt werden, denn der Grundstein zur Leistungsbereitschaft bzw. zur Versagensangst wird bereits in den ersten Lebensjahren gelegt.

Weiters ist dies auch für die Entwicklung für das Selbstvertrauen des Kindes wichtig. (Vgl. NIEDERLE, 2000, S. 28 ff)

- Vernichtungsangst

Vernichtungsängste fallen in die „magische Phase“ des Kindes. Das Kind befindet sich nun in einer Phase, wo es beginnt sich selbst auch als verletzliches Lebewesen zu begreifen. Kindliche Vernichtungsängste binden sich an Urelemente, wie Gewitter, Blitz, Donner, Feuer und Wasser aber auch an irreale Wesen, wie Monster, Geister und Hexen. Aber auch Phantasiefiguren, die sich Kinder ausdenken, die sicherlich auch oft durch Medien geprägt wurden, wie zum Beispiel Räuber, Einbrecher und Mörder, verursachen Ängste.

Je mehr Phantasie ein Kind hat, desto mehr Möglichkeiten bestehen auch Angst zu haben. Kinder fürchten sich in der Zeit ihrer „magischen Phase“ oft vor dem Alleinsein und der Dunkelheit.

Hat ein Kind Angst davor alleine in einem Zimmer zu sein oder alleine in den Keller zu gehen ist dies verständlich. Denn beginnt plötzlich der Parkettboden im Zimmer zu knacksen oder es kommt ein Geräusch aus dem Keller, so kann die kindliche Phantasie viel Spuk hinein interpretieren. Deshalb sollte man ein Kind in diesem Alter nie alleine lassen, da dann auch noch die Angst vor dem Alleinsein wirksam wird.

Kinder drücken beim Spielen oftmals ihre Vernichtungsängste aus. Sie schlüpfen zum Beispiel in die Rolle eines Monsters oder in die eines Dinosauriers.

Dabei verarbeiten sie während des Spielens unbewusst ihre Ängste, indem sie ihren Vernichtungsängsten ein Gesicht geben und sich ihnen dadurch entgegenwirken und stellen. Darum sollte man Kindern Spiele mit bestimmten Phantasiefiguren, wie zum Beispiel Monstern nicht ausreden oder verbieten. (Vgl. ROGGE, 2001, S. 95 ff)

3.1.3 Ängste im Grundschulalter

Natürlich finden sich in diesem Alter auch viele Kinderängste wieder, die auch schon früher aktiv waren oder es noch immer sind. Dies sind Trennungs-, Versagens-, Vernichtungs- und Sozialisationsängste. Jedoch kommen in diesem Alter auch neue besondere Ängste zum Vorschein: die schulischen Ängste. Auch wenn sich das Kind auf den Eintritt in die Schule freut, bedeutet es für das Kind auch einen Schritt in eine neue Welt. Diese Welt ist stärker entfernt von der Familie, als dies beim Eintritt in den Kindergarten war. Die Schulzeit ist ein Zeitraum im Leben eines Kindes, der auch mit sehr viel Angst verbunden ist. Schon das große Gebäude und das große Eingangstor können einem kleinen Kind Angst machen. Oftmals bekommen Kinder noch vor dem Eintritt in die Schule von ihren Eltern oder anderen Personen Sätze zu hören wie zum Beispiel: „Warte nur, wenn du in die Schule kommst!“ oder „Die in der Schule werden dir schon sagen, wo´s lang geht!“. Mit dieser Einstimmung ist es kein Wunder, wenn der erste Schritt in die Schule von Angst begleitet ist. Das Kind muss Leistungsanforderungen, die von Seiten der Schule und von Seiten der Eltern kommen, gerecht werden. Diese können Angst verursachen, wenn das Kind den Anforderungen nicht gerecht werden kann oder glaubt, sie nicht erfüllen zu können. Außerdem muss sich das Kind nun in einer größeren Kindergruppe zurechtfinden, ohne die Nähe und den Zuspruch eines Erziehers oder einer Erzieherin. Dadurch tritt neben der Leistungsangst auch die Sozial- und Interaktionsangst zu Tage, denn nicht alle Kinder können sich ohne Probleme und Angst in die Klassengemeinschaft integrieren. (Vgl. NIEDERLE, 2000, S. 52 ff; DU BOIS, 1998, S. 103 f)

Im folgenden Kapitel soll auf das Thema Schulangst näher eingegangen werden, da dem Lehrer oder der Lehrerin die Schulangst bei Kindern doch relativ oft begegnet.

[...]

Ende der Leseprobe aus 89 Seiten

Details

Titel
Ängste von Grundschulkindern und deren Aufarbeitung mit themenspezifischer Kinderliteratur
Note
1
Autor
Jahr
2006
Seiten
89
Katalognummer
V56229
ISBN (eBook)
9783638019927
ISBN (Buch)
9783656757634
Dateigröße
1226 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grundschulkindern, Aufarbeitung, Kinderliteratur
Arbeit zitieren
Eva Gabris (Autor), 2006, Ängste von Grundschulkindern und deren Aufarbeitung mit themenspezifischer Kinderliteratur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56229

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