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Sartres moralphilosophische Ansätze in "L’être et le neant", "L’existentialisme est un humanisme" und den "Cahiers pour une morale"

Title: Sartres moralphilosophische Ansätze in "L’être et le neant", "L’existentialisme est un humanisme" und den "Cahiers pour une morale"

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Susanne Fritsch (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Diese Arbeit stellt die Kernaussagen der drei Werke „Das Sein und das Nichts“, „Der Existentialismus ist ein Humanismus“ und „Les Cahiers pour une morale“ von Jean-Paul Sartre vor. Sein Werk „Das Sein und das Nichts“ zählt zu den Klassikern der philosophischen Literatur.
Sartre versucht die menschliche Existenz und ihre Aspekte auf der Freiheit zu begründen. Seine Philosophie des Existentialismus weist als Hauptaussage auf, dass der Mensch durch den Zufall seiner Geburt in die Existenz gelangt. Der Mensch muss aktiv selbst versuchen, dem Leben einen Sinn zu geben.
In seiner Ethik der Authentizität stellt Sartre da, wie der Mensch seine Unaufrichtigkeit, die zuvor in „Das Sein und das Nichts“ beschrieben wird, überwinden kann.
Sartres Moral ist für den Menschen, der sich in seinem Dasein als gerechtfertigt sieht, äußerst desillusionierend.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

VORWORT

1. EINE EXISTENTIALISTISCHE MORAL

1.1. DER MENSCH IST FREI

Angst und Unaufrichtigkeit

1.2. EINE MORAL OHNE DEN WERT

Die Freiheit ist die Grundlage aller Handlungen

2. DER ZUSTAND DER AUTHENTIZITÄT

2.1. WARUM AUTHENTISCH HANDELN?

2.2. NICHT SEIN, SONDERN MACHEN – DIE KONVERSION

2.2.1. Was ist Konversion?

2.2.2. Die Maßnahmen der Konversion für den Einzelnen

2.2.3. Die Haltung und das Verhalten den anderen gegenüber

3. LITERATUR

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die moralphilosophischen Ansätze von Jean-Paul Sartre durch eine Zusammenführung der zentralen Gedanken aus seinen Werken „Das Sein und das Nichts“, „Der Existentialismus ist ein Humanismus“ und den „Cahiers pour une morale“, um aufzuzeigen, wie Sartre eine Ethik der Authentizität und Solidarität begründet.

  • Existentialismus und menschliche Freiheit als ontologische Grundlage
  • Kritik an klassischen Wertesystemen und der Begriff der Unaufrichtigkeit
  • Die moralische Konversion als Weg zur Authentizität
  • Verantwortung gegenüber sich selbst und der gesamten Menschheit
  • Authentische Intersubjektivität und das solidarische Handeln

Auszug aus dem Buch

2.2.3. Die Haltung und das Verhalten den anderen gegenüber

Der Abschied vom eigenen Sich-Selbst ist gleichzeitig ein Abschied von der Objektivierung der anderen. Man soll den anderen als eine Freiheit anerkennen, die ein handelnder Entwurf ist, die Ziele realisieren will und die höchstwahrscheinlich durch ihre Werte geplagt wird (Vgl. Tatjana Schönwälder-Kuntze, S.179). Anders gesagt, die einzig authentische Handlung, die man einem Anderen gegenüber einnehmen kann, ist diejenige, seine Freiheit zu wollen.

Den anderen als Wert anerkennen, impliziert zwei Verhaltensmöglichkeiten: entweder man richtet sich an den anderen, indem man ihm bei seinen Handlungen Hilfe anbietet, oder man appelliert an den anderen, bei der Realisierung der eigenen Ziele zu helfen (ebd.). Bei der ersten Variante übernimmt man gleichzeitig seinen Entwurf und sein Ziel. Übernehmen heißt aber nicht, sich sein Ziel anzueignen, denn das hieße den Anderen in Besitz zu nehmen. Die einzig authentische Form des Wollens, ist zu wollen, dass das Ziel durch den Anderen realisiert wird. Wollen bedeutet dann, sich auf das Handeln einzulassen. Nicht um selbst zu handeln, sondern die Situation so abzuändern, dass der Andere handeln kann. („Mais non pour l’accomplir soi-même: pour modifier la situation de telle sorte que l’ autre puisse opérer. “ Hg. v. A. Elkaïm-Sartre: Cahiers pour une morale, S.290).

Man muss den Anderen in seinem Handeln unterstützen, sich für ihn engagieren, man muss wollen, dass sein Ziel und der damit verbundene Wert realisiert wird. Aber nicht weil es mein oder sein Wert ist, sondern der Wert eines jemanden in dieser Welt (ebd., S.292).

Die Bedrohung durch den Anderen, durch seine nicht beherrschbare Freiheit, die uns unsere Welt stiehlt, durch seinen Blick, der uns objektiviert, kann nie ganz beseitigt werden. Dann würde man die Freiheit beseitigen. Man kann sie aber aushalten, sogar wollen und sich in der authentischen Liebe daran erfreuen, ohne zu versuchen, sich diese anzueignen (Vgl. Dorothea Wildenburg, S.92).

Zusammenfassung der Kapitel

VORWORT: Einleitung in das Denken Sartres, wobei seine Werke als Grundlagen für eine neue Ethik der Authentizität und des Handelns vorgestellt werden.

1. EINE EXISTENTIALISTISCHE MORAL: Darstellung der menschlichen Freiheit und Subjektivität als Kernprinzipien, aus denen die volle Verantwortung für das eigene Handeln erwächst.

2. DER ZUSTAND DER AUTHENTIZITÄT: Analyse der notwendigen moralischen Konversion, um authentische Autonomie zu erreichen und den Anderen als Freiheit zu respektieren.

3. LITERATUR: Auflistung der verwendeten philosophischen Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Sartre, Existentialismus, Freiheit, Moral, Authentizität, Konversion, Verantwortung, Unaufrichtigkeit, Für-sich, An-sich, Intersubjektivität, Handeln, Solidarität, Ethik, Menschsein

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die moralphilosophischen Ansätze von Jean-Paul Sartre und verbindet seine zentralen Konzepte aus verschiedenen Hauptwerken zu einer kohärenten Ethik.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der menschlichen Freiheit, der moralischen Verantwortung, dem Konzept der Unaufrichtigkeit und der Bedeutung echter Authentizität im zwischenmenschlichen Miteinander.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Sartres moralphilosophische Gedanken zusammenzuführen, um zu zeigen, wie eine authentische Lebensführung jenseits vorgegebener Werte und unter Berücksichtigung der Verantwortung für andere möglich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, bei der Sartres Primärwerke sowie interpretative Sekundärliteratur vergleichend ausgewertet werden.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Konsequenzen der existentialistischen Freiheit, die Abkehr von klassischen Werten, den notwendigen Prozess der „Konversion“ zur Authentizität und die solidarische Haltung gegenüber dem Anderen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Sartre, Existentialismus, Freiheit, Moral, Authentizität, Konversion, Verantwortung, Unaufrichtigkeit und Intersubjektivität.

Was versteht Sartre in diesem Kontext unter einer „Konversion“?

Unter Konversion versteht Sartre die Abkehr von dem Versuch, ein „An-sich“ oder ein gottgleiches Wesen sein zu wollen, hin zur Anerkennung der eigenen Endlichkeit und Freiheit als Basis für echtes Handeln.

Wie definiert die Arbeit das Verhältnis zum „Anderen“?

Das Verhältnis ist durch die Anerkennung der Freiheit des Anderen geprägt, wobei man versucht, Bedingungen zu schaffen, unter denen der Andere seine eigenen Ziele verfolgen kann, anstatt ihn zu objektivieren.

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Details

Title
Sartres moralphilosophische Ansätze in "L’être et le neant", "L’existentialisme est un humanisme" und den "Cahiers pour une morale"
College
http://www.uni-jena.de/
Grade
1,7
Author
Susanne Fritsch (Author)
Publication Year
2005
Pages
18
Catalog Number
V56236
ISBN (eBook)
9783638509756
ISBN (Book)
9783638797160
Language
German
Tags
Sartres Ansätze Eine Zusammenführung Gedanken L’être L’existentialisme Cahiers
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Fritsch (Author), 2005, Sartres moralphilosophische Ansätze in "L’être et le neant", "L’existentialisme est un humanisme" und den "Cahiers pour une morale", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56236
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