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Selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen als Bewältigungsstrategie im Umgang mit Traumatisierungen. Verstehensmöglich-keiten und Handlungskompetenzen in der Sozialen Arbeit.

Title: Selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen als Bewältigungsstrategie im Umgang mit Traumatisierungen. Verstehensmöglich-keiten und Handlungskompetenzen in der Sozialen Arbeit.

Diploma Thesis , 2004 , 123 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Dipl. Gritli Bertram (Author)

Social Work
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In der folgenden Arbeit soll der Versuch unternommen werden, die Beweggründe für destruktives Verhalten zu verdeutlichen. Viele Menschen, die ein psychisches Trauma erlebt haben, sind in dem Konflikt, das Erlebnis entweder zu verleugnen oder es laut auszusprechen. Oft schweigen sie aus Angst, dass ihnen nicht geglaubt wird. Dies hat zur Folge, dass die Geschichte des traumatischen Ereignisses nicht als Erzählung auftaucht, sondern als Symptom. Daraus entwickelt sich für mich die Frage: „Was hat Traumatisierung mit dem Symptom der Selbstverletzung zu tun“?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zusammenhänge von Traumata und selbstverletzendem Verhalten

2.1 Definitionen von Traumata

2.2 Organische/ Körperliche Reaktionen bei einer Traumatisierung

2.3 Dissoziation und ihre Formen

2.4 Ziele und das Dilemma von Dissoziation in bezug auf selbstverletzendes Verhalten

2.5 Die posttraumatische Belastungsstörung als Folge traumatischer Ereignisse

2.5.1 Posttraumatische Belastungsreaktion

2.5.2 Posttraumatische Belastungsstörung

2.6 Die Borderline Persönlichkeitsstörung

2.7 Bindungsstörungen und Trauma

2.8 Re-Inszenierung traumatischer Erlebnisse

2.9 Das pädagogische Handeln im Umgang mit Traumatisierung

3. Selbstverletzendes Verhalten als weibliche Bewältigungsstrategie

3.1 Selbstverletzung – eine begriffliche Annäherung

3.1.1 Diagnostik der Selbstverletzung

3.1.2 Heimliche- und offene Selbstverletzung

3.2 Epidemiologie: Selbstverletzung und Weiblichkeit

3.2.1 Geschlechtsspezifische Unterschiede bei Autoaggression und Aggression

3.3 Hintergründe und Entstehungszusammenhänge

3.3.1 Sexueller Missbrauch

3.3.2 Körperliche Misshandlung

3.3.3 Seelische Misshandlung/ Deprivation

3.4 Der weibliche Körper in Bezug auf Selbstverletzung

3.5 Funktionen und Dynamik der Selbstverletzung

3.5.1 Das eigene „Blut“ als Funktion der Lebendigkeit erleben

3.5.2 Bewältigung von Gefühlen

3.5.3 Selbstverletzung als Ersatzhandlung für Suizid

3.5.4 Biologische Aspekte – Selbstverletzung als Suchtverhalten

3.5.5 Intrapsychische und interpsychische Funktion

4. Bewältigungsmodelle zur Erklärung von Selbstverletzung

4.1 Bewältigung

4.2 Bewältigungsmodelle

4.2.1 Das Stress-Coping-Modell

4.2.2 Das Stress-Coping-Modell zur Erklärung von Selbstverletzung

4.2.3 Das Lebensbewältigungskonzept

4.2.4 Das Lebensbewältigungskonzept zur Erklärung von Selbstverletzung

5. Selbstverletzung als ein Handlungsfeld der Sozialen Arbeit

5.1 Handlungsansätze von Sozialer Arbeit

5.1.1 Die Lebensweltorientierung

5.1.2 Die Ressourcenorientierung

5.1.3 Empowerment

5.2 Handlungsmöglichkeiten - eine Aufgabe von Sozialer Arbeit im Zusammenhang von Selbstverletzung

5.2.1 Ziele und Aufgaben von sozialer Arbeit

5.2.2 Präventionsmaßnahme als Aufgabe Sozialer Arbeit

5.3 Unterschiedliche Therapieformen bezüglich selbstverletzendem Verhalten

5.3.1 Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Therapie und Sozialer Arbeit

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen traumatischen Kindheitserfahrungen und selbstverletzendem Verhalten bei jungen Frauen und analysiert Möglichkeiten der Sozialen Arbeit, diese Betroffenen zu verstehen, zu begleiten und durch konstruktive Bewältigungsstrategien zu unterstützen.

  • Zusammenhang zwischen Traumata und autoaggressivem Verhalten
  • Die Funktion von Selbstverletzung als Bewältigungsstrategie
  • Psychologische und soziale Hintergründe weiblicher Autoaggression
  • Handlungsansätze für die Soziale Arbeit (Ressourcenorientierung, Empowerment)
  • Die Rolle der Zusammenarbeit zwischen Sozialpädagogik und Therapie

Auszug aus dem Buch

3.4 Der weibliche Körper in Bezug auf Selbstverletzung

Wie wir bereits erfahren haben, waren die jungen Frauen schon in der Kindheit von gewaltsamer Grenzüberschreitung ihrer Körperlichen Bedürfnisse betroffen. Auf Grund ihrer Erfahrungen und die dadurch entstehende Störung der weiblichen Identität, folgte eine gestörte Wahrnehmung zum eigenen Körper.

Wie betrachten die jungen Frauen ihren Körper und welche Funktion übernimmt er für sie?

Wie ich bereits im Kapitel 2 erwähnt habe, spalten die jungen Frauen ihren Körper von ihrem Selbst ab. Durch das selbstverletzende Verhalten werden die Grenzen des Körpers wieder gespürt und ein Gefühl der Lebendigkeit wird somit vermittelt. Sachsse stellt fest, das alle Patientinnen schwere Störungen des Körperbildes aufweisen. Dabei korrespondiert die Ausprägung der Störung des Körperbildes mit der Häufigkeit der Selbstverletzung.

Die jungen Frauen haben keinen Bezug zu ihrem Körper. Sie finden ihn, auf Grund von ihren traumatischen Erfahrungen, hässlich, zu dick und beschmutzt. Besonders die weiblichen Körperteile werden verdeckt. Er wird nicht akzeptiert und dementsprechend als wertlos empfunden. Der destruktive Umgang mit dem eigenen Körper zeigt sich durch das Schneiden in extremster Form, aber auch durch zu viel rauchen, mangelnde Hygiene, schlechte Ernährung, in Krankheit nicht für sich sorgen. Der Körper muss all diese destruktiven Handlungen aushalten, da auf ihn keine Rücksicht genommen werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Zunahme von Selbstverletzung bei Jugendlichen, ordnet das Phänomen als ernstzunehmende Thematik ein und definiert das Ziel, die Zusammenhänge zwischen Traumata und autoaggressiven Bewältigungsstrategien aufzuzeigen.

2. Zusammenhänge von Traumata und selbstverletzendem Verhalten: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Grundlagen von Traumata, Dissoziation, PTB sowie Borderline-Störungen und verdeutlicht deren kausalen Zusammenhang mit der Entstehung von selbstverletzendem Verhalten bei Jugendlichen.

3. Selbstverletzendes Verhalten als weibliche Bewältigungsstrategie: Hier liegt der Fokus auf der spezifisch weiblichen Form der Selbstverletzung, den zugrunde liegenden Kindheitstraumata und der Funktion des Körpers als Objekt, das durch Verletzung wieder gespürt werden soll.

4. Bewältigungsmodelle zur Erklärung von Selbstverletzung: In diesem Teil werden wissenschaftliche Bewältigungsmodelle (Stress-Coping und Lebensbewältigungskonzept) analysiert, um das Handeln der Betroffenen als subjektiv-biographische Bewältigungsstrategie zu verstehen.

5. Selbstverletzung als ein Handlungsfeld der Sozialen Arbeit: Dieses Kapitel transferiert die theoretischen Erkenntnisse in die Praxis der Sozialen Arbeit, indem Handlungsansätze wie Lebensweltorientierung, Ressourcenorientierung und Empowerment diskutiert werden.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Selbstverletzung ein komplexes, multifaktorielles Problem darstellt, das eine fachübergreifende Kooperation zwischen Sozialpädagogik und Therapie sowie eine stärkere Verankerung in der Ausbildung erfordert.

Schlüsselwörter

Selbstverletzendes Verhalten, Trauma, Soziale Arbeit, Dissoziation, Bewältigungsstrategie, Weibliche Identität, Borderline, Bindungsstörung, Autoaggression, Lebensweltorientierung, Ressourcenorientierung, Empowerment, Körperbild, Psychotraumatologie, Adoleszenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von selbstverletzendem Verhalten bei jungen Frauen als eine Reaktion auf traumatische Kindheitserlebnisse und wie die Soziale Arbeit therapeutisch und pädagogisch unterstützend wirken kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Psychotraumatologie (Dissoziation, PTB), die Dynamik von Selbstverletzung (Funktionen wie Regulation und Kontrolle) sowie professionelle Handlungsansätze in der stationären und ambulanten Sozialarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Beweggründe destruktiven Verhaltens zu schaffen, um so effektive Unterstützungsmöglichkeiten für betroffene junge Frauen zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert, ergänzt durch Erfahrungen aus der sozialpädagogischen Wohngruppenarbeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die psychologischen Auswirkungen von Traumata, die Bedeutung des weiblichen Körpers in diesem Kontext sowie verschiedene Bewältigungsmodelle zur Erklärung von Selbstverletzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Selbstverletzendes Verhalten, Trauma, Soziale Arbeit, Dissoziation, Bewältigungsstrategie und Ressourcenorientierung.

Wie unterscheidet sich die Arbeit von rein therapeutischen Ansätzen?

Während die Therapie tiefenpsychologisch die Ursachen bearbeitet, fokussiert die Soziale Arbeit auf die Lebensweltorientierung und die Förderung von Ressourcen, um den Alltag der Betroffenen stabilisierend zu gestalten.

Welche Rolle spielt die "offene Selbstverletzung"?

Die Arbeit konzentriert sich explizit auf die offene Form der Selbstverletzung und deren Funktion als Kommunikationsmittel und "Druckventil", wenn sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten fehlen.

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Details

Title
Selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen als Bewältigungsstrategie im Umgang mit Traumatisierungen. Verstehensmöglich-keiten und Handlungskompetenzen in der Sozialen Arbeit.
College
University of Applied Sciences Hanover
Grade
1,2
Author
Dipl. Gritli Bertram (Author)
Publication Year
2004
Pages
123
Catalog Number
V56295
ISBN (eBook)
9783638510196
ISBN (Book)
9783656793724
Language
German
Tags
Selbstverletzendes Verhalten Jugendlichen Bewältigungsstrategie Umgang Traumatisierungen Verstehensmöglich-keiten Handlungskompetenzen Sozialen Arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Gritli Bertram (Author), 2004, Selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen als Bewältigungsstrategie im Umgang mit Traumatisierungen. Verstehensmöglich-keiten und Handlungskompetenzen in der Sozialen Arbeit., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56295
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