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Der Beitritt Polens in die Europäische Union - Warum die Polen in die EU wollen

Titre: Der Beitritt Polens in die Europäische Union - Warum die Polen in die EU wollen

Dossier / Travail , 2003 , 21 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Politique - Sujet: Union européenne
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die EU-Osterweiterung bestimmt seit vielen Jahren die politische Agenda der Europäischen Union (EU). Das Verschwinden des Ost-West Konflikts und den damit verbundenen Fall des Eisernen Vorhangs, hat mit einem Schlag die osteuropäischen Staaten näher an das westliche Europa heranrücken lassen. Mit der Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens zwischen vier ehemaligen Ostblockstaaten, darunter Polen, mit der Europäischen Gemeinschaft 1991 wurde der Grundstein für die Annäherung gelegt. Die Hoffnung der nun unabhängigen, demokratisch regierten Staaten war es, auf lange Sicht in die Union integriert zu werden.
Nun steht fest, dass der Union im Mai 2004 10 neue Länder beitreten werden. Neben Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien und den drei baltischen Staaten werden auch Malta und Zypern aufgenommen. Das Unternehmen „Osterweiterung“ beansprucht die Union sowohl außen- als auch innenpolitisch. Die Aufnahme von gleichzeitig 10 neuen Mitgliedern fordert ihr selbst umfassende institutionelle Reformen ab. Der Vertrag von Nizza und die Einberufung eines Verfassungskonvents sollen die Union auf die Erweiterung vorbereiten und ihr Gelingen garantieren.
Jedoch noch weit mehr Anstrengungen wurde und wird den Beitrittskandidaten abverlangt, die während des vergangenen Jahrzehnts ihr gesamtes politisches und ökonomisches System transformiert haben. Jeder Staat bemühte sich individuell um eine Konsolidierung, die den Weg in die Union bereiten sollte. Mein Augenmerk richtet sich dabei auf den größten der zukünftigen Mitglieder, Polen. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zog es als direkter Nachbar der Union unverzüglich die Aufmerksamkeit auf sich. Es war ein erklärtes Ziel postkommunistischer polnischer Politik in absehbarer Zeit ein Mitglied der Union zu werden. Der Weg dorthin sollte sich als schwieriger und auch innenpolitisch kontroverser Prozess erweisen. Viele mitunter zähe Verhandlungen mit EU-Vertretern waren nötig und in der polnischen Gesellschaft selbst hat die Ablehnung gegenüber Brüssel in den letzten Jahren zugenommen. Ich gehe der Frage nach, warum die Polen von Anfang an und bis zum heutigen Tag daran festhalten der EU beizutreten? Es soll eine mit der politischen Praxis verknüpfte, theoretische Betrachtung sein, die sich an einer sowohl rationalistischen als auch konstruktivistischen Sichtweise orientiert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Warum Polen in die Europäische Union will

1.1 Rationalistische und Konstruktivistische Motive begründen einen Beitritt

2. Polens Orientierung an Europa

2.1 Polen wandelt sich

2.2 Erste Annäherung

2.3 Das Europa-Abkommen

3. Der Transformationsprozess

3.1 Wirtschaftliche Transformation

3.2 Politische Transformation

4. Der Weg zum Bewerberstatus

4.1 Polen will in die EU

4.2 Die Kopenhagener Kriterien

4.3 Der Mitgliedschaftsantrag

5. Polens Weg in die EU

5.1 Internationale Einbindung

5.2 Fortsetzung der Wirtschaftsreformen

5.3 Kwasniewski neuer Staatspräsident

5.4 Die neue Verfassung

5.5 Beginn der Beitrittsverhandlungen

5.6 Der Zuspruch nimmt ab

5.7 Konfliktlinien

5.8 Antieuropäische Opposition

5.9 Kwasniewski wiedergewählt

5.10 Der Vertrag von Nizza

6. Polen wird EU-Mitglied

6.1 Referendum wird Stimmung wiedergeben

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Beweggründe Polens für den Beitritt zur Europäischen Union, wobei sie den Prozess aus einer sowohl rationalistischen als auch konstruktivistischen Perspektive beleuchtet und den politischen sowie wirtschaftlichen Wandel des Landes seit 1989 analysiert.

  • Rationalistische und konstruktivistische Erklärungsansätze für regionale Integration.
  • Transformation von politischen und wirtschaftlichen Strukturen in Polen.
  • Herausforderungen und Konfliktlinien im EU-Beitrittsprozess.
  • Die Rolle der nationalen Identität und Interessen in der EU-Annäherung.
  • Politische Entwicklungen und gesellschaftliche Einstellungen in Polen.

Auszug aus dem Buch

1.1 Rationalistische und Konstruktivistische Motive begründen einen Beitritt

Regionale Integration kann eine die Organisation vertiefende vertikale Institutionalisierung beschreiben. Die englische Fachliteratur bezeichnet dies als „deepening“. Dem gegenüber und die Osterweiterung kennzeichnend, steht die territoriale Integration, die einen Prozess gradueller, horizontaler Institutionalisierung, „widening“ genannt, umfasst. So vollzieht sich die angestrebte Mitgliedschaft Polens in der EU als formell definierte Interaktion, die über schriftliche Abkommen und Verhandlungen über mehrere Jahre hinweg andauert und eine insbesondere institutionelle Verknüpfung vorsieht. Bisherige politische Theorien beschrieben oft nur eine, auf eine territorial begrenzte Organisation beschränkte, vertiefende Integration. Hier sollten der Intergouvernementalismus oder der Funktionalismus Erklärungen bieten. Die Betrachtung einer die regionale Organisation um neue Staaten erweiternden Integration wurde jedoch vernachlässigt. Es bietet sich nun an, den EU-Beitritt Polens, wohlbemerkt aus polnischer Sicht, mit den Theorien des Rationalismus und Konstruktivismus zu ergründen. Die Motive und Etappen der Hinwendung zur Union betrachtend, zeigt sich, dass sowohl ökonomische und machtpolitische als auch soziologische Überlegungen eine Rolle spielen. Zum einen bestimmen materielle Interessen die polnischen Zielsetzungen, die die eigenen, egoistisch anzusehenden Positionen, auch auf den politischen Einfluss abzielend, widerspiegeln. Diese rationalistischen Ansichten nehmen Organisationen wie die EU als instrumentelle Einrichtungen wahr. Sie dienen einer effizienten Interessenumsetzung und ermöglichen eine gegenseitige Kontrolle aller Mitglieder. Zum anderen führt eine ideelle Identifikation mit der EU zur gewünschten Annäherung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Warum Polen in die Europäische Union will: Einleitung in die Thematik der EU-Osterweiterung und die wissenschaftliche Herangehensweise an die polnische Beitrittsmotivation.

2. Polens Orientierung an Europa: Analyse des gesellschaftlichen und politischen Wandels in Polen sowie der ersten Schritte zur Annäherung an die Europäische Gemeinschaft.

3. Der Transformationsprozess: Betrachtung der notwendigen wirtschaftlichen und politischen Reformschritte auf dem Weg zur Demokratie und Marktwirtschaft.

4. Der Weg zum Bewerberstatus: Beschreibung des Strebens Polens nach dem EU-Beitritt und die Bedeutung der Kopenhagener Kriterien.

5. Polens Weg in die EU: Detaillierte Darstellung der konkreten Beitrittsverhandlungen, interner Konfliktlinien und der Anpassung polnischer Strukturen.

6. Polen wird EU-Mitglied: Zusammenfassung des Beitrittsprozesses und Ausblick auf das Referendum sowie die finale Integration.

Schlüsselwörter

Polen, Europäische Union, EU-Osterweiterung, Rationalismus, Konstruktivismus, Transformation, Beitrittsverhandlungen, Kopenhagener Kriterien, politische Identität, Transformation, Europäisierung, Institutionen, Wirtschaft, Demokratie, Referendum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Beweggründe und den Prozess des Beitritts Polens zur Europäischen Union.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert sich auf die politische und wirtschaftliche Transformation Polens sowie auf die theoretische Einbettung dieser Entwicklungen in den Rationalismus und Konstruktivismus.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aus rationalistischer und konstruktivistischer Perspektive zu ergründen, warum Polen von Anfang an und bis heute den Beitritt zur EU verfolgt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine an der Chronologie der Ereignisse orientierte Analyse, ergänzt durch theoretische Betrachtungen aus dem Bereich der Internationalen Beziehungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Etappen der politischen und ökonomischen Transformation Polens, die Beitrittsverhandlungen, die internen Konfliktlinien sowie die gesellschaftliche Haltung zum EU-Beitritt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie EU-Osterweiterung, Transformation, Konstruktivismus, Rationalismus und europäische Identität charakterisiert.

Welche Rolle spielt die "neue Verfassung" für den Beitritt?

Die neue Verfassung von 1997 war ein entscheidender Schritt zur Bestätigung Polens als Rechtsstaat und ermöglichte durch die Regelung zur Übertragung von Hoheitsrechten erst die institutionelle Verflechtung mit der EU.

Warum nahm der Zuspruch zum EU-Beitritt in der Bevölkerung ab?

Der Zuspruch sank, da mit dem Näherrücken der Aufnahme die direkten Auswirkungen der Europapolitik auf die polnische Innenpolitik spürbar wurden und die Bevölkerung teilweise skeptisch gegenüber den Anforderungen und Übergangsfristen reagierte.

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Résumé des informations

Titre
Der Beitritt Polens in die Europäische Union - Warum die Polen in die EU wollen
Université
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Politikwissenschaft)
Cours
Theorien der Internationalen Beziehungen
Note
1,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
21
N° de catalogue
V56390
ISBN (ebook)
9783638510714
ISBN (Livre)
9783656790839
Langue
allemand
mots-clé
Beitritt Polens Europäische Union Warum Polen Theorien Internationalen Beziehungen
Sécurité des produits
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Citation du texte
Anonym (Auteur), 2003, Der Beitritt Polens in die Europäische Union - Warum die Polen in die EU wollen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56390
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Extrait de  21  pages
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