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Der Tod von Ungetauften

Titel: Der Tod von Ungetauften

Referat (Ausarbeitung) , 2003 , 11 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Julia Köttler (Autor:in)

Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Nach den Angaben des statistischen Bundesamtes starben im Jahr 2002 3043 Kinder innerhalb des ersten Lebensjahrs und 2714 Babys kamen als Totgeburten auf die Welt. Dazu kommen eine Vielzahl von Fehlgeburten die Frauen jährlich erleiden. Viele der Kinder sterben ungetauft, da sie nicht kurz vor ihrem Tod noch notgetauft wurden. Eine Nottaufe ist „eine gültige Taufe, die bei akuter Lebensgefahr an jeden ungetauften Menschen (meistens Kindern) vollzogen werden kann, und dann auch von Nichtordinierten, als kirchlichen Laien, wenn sie überzeugt sind , im Sinne der Kirche zu handeln“ Die Frage, ab welchem Zeitpunkt eine Bestattung sinnvoll oder gar verpflichtend ist, wirft für die Eltern eine wichtige und entscheidende Frage auf. Wie wird der Tod dieser Kinder im Gesetz geregelt? Was passiert mit Kindern (und Erwachsenen) die kurz vor der Taufe oder ungetauft versterben nach katholischem Glauben? Was passiert nach dem Tod Getaufter? Sah man das Jenseits historisch anders als heute? Was erwartet uns im Jenseits? In der vorliegenden Arbeit sollen diese Fragen beantwortet werden und der Umgang mit dem Tod von Ungetauften in der katholischen Theologie näher betrachtet und erläutert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Jenseitsmodelle

1.1 Das Weltgericht nach Matthäus und Johannes

1.2 Das Fegefeuer

1.3 Weltgericht und Fegefeuer

1.4 Der Limbus

2. Der Umgang mit dem Tod ungetaufter Kinder

2.1 Der Umgang im Mittelalter

2.2 Der Umgang heute

2.2.1 Aus katholischer Sicht

2.2.2 Aus rechtlicher Sicht

2.2.2.1 Unterscheidung Totgeburt und Fehlgeburt

2.2.2.2 Bestattung aus rechtlicher Sicht

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Umgang mit dem Tod von ungetauften Kindern aus theologischer und rechtlicher Perspektive, mit dem Ziel, die historische Entwicklung der Jenseitsvorstellungen sowie die aktuelle Praxis bei Bestattungen von Tot- und Fehlgeburten zu analysieren.

  • Historische und theologische Jenseitsmodelle (Weltgericht, Fegefeuer, Limbus)
  • Wandel des Umgangs mit ungetauften verstorbenen Kindern
  • Aktuelle katholische Seelsorge und Begleitung von betroffenen Eltern
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und Definitionen von Tot- und Fehlgeburten
  • Möglichkeiten und Bestattungspflichten bei Fehlgeburten unter 500 Gramm

Auszug aus dem Buch

1.2. Das Fegefeuer

Wann die ersten Erkenntnisse vom Fegefeuer aufkamen ist bis heute noch nicht bewiesen. Schon Augustinus hat aber im Jahre 398 die Auffassung vertreten, dass die Seelen nach dem Leben entweder im Feuer gereinigt werden oder eine ewige Strafe erfahren. Im 11./12. Jahrhundert festigte sich diese Lehre und es erfolgte eine Umstrukturierung des Jenseits. Den beiden Orten „Himmel“ und „Hölle“ wurde das Fegefeuer und der sogenannte Limbus, der später noch näher erläutert werden soll, hinzugefügt.

Im Fegefeuer (auch Purgatorium genannt) befinden sich die Seelen, „die nach der Trennung vom Körper von ihren Sünden gereinigt werden.“10 Es unterscheidet sich von der Hölle, da es endlich ist und längstens bis zum Jüngsten Tag besteht. Der einzige Ausgang aus dem Fegefeuer führt in den Himmel. Wer lange genug für seine Sünden auf der Erde gebüßt hat, wird von den Qualen erlöst und in den Himmel „entlassen“. Auf Bildern sind die Seelen im Fegefeuer oft mit hochgestreckten Armen zu sehen, da sie, im Gegensatz zu den Seelen in der Hölle, noch hoffnungsfroh sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Jenseitsmodelle: Dieses Kapitel erläutert die christlichen Vorstellungen vom Jenseits, insbesondere die Konzepte von Weltgericht, Fegefeuer und Limbus, um den historischen Rahmen für die Behandlung Verstorbener aufzuzeigen.

2. Der Umgang mit dem Tod ungetaufter Kinder: Hier wird der historische Wandel im Umgang mit ungetauften Kindern vom Mittelalter bis heute sowie die moderne katholische und rechtliche Situation bei Tot- und Fehlgeburten beleuchtet.

Schlüsselwörter

Taufe, Nottaufe, Jenseitsmodelle, Weltgericht, Fegefeuer, Limbus, Erbsünde, Totgeburt, Fehlgeburt, Bestattungsrecht, Seelsorge, Kirchengeschichte, Bestattungspflicht, Personenstandgesetz, katholische Theologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie die katholische Kirche und der Gesetzgeber mit dem Tod von ungetauften Kindern, einschließlich Tot- und Fehlgeburten, umgehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entwicklung christlicher Jenseitsvorstellungen, der historische und moderne Umgang mit ungetauften verstorbenen Kindern sowie die rechtliche Regelung von Bestattungen bei frühen Schwangerschaftsabbrüchen oder Fehlgeburten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich der theologische Blick auf ungetaufte Kinder gewandelt hat und welche Möglichkeiten Eltern heute haben, ihre Kinder christlich zu bestatten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine kirchenhistorische und theologische Analyse, die durch Auswertungen von Rechtsvorschriften und statistischen Daten ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert verschiedene Jenseitsmodelle sowie die spezifischen Vorgehensweisen und rechtlichen Rahmenbedingungen für die Bestattung von Kindern, die ohne Taufe verstorben sind.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Schlüsselwörtern gehören Taufe, Fegefeuer, Limbus, Totgeburt, Bestattungsrecht und kirchliche Seelsorge.

Was unterscheidet das Fegefeuer von der Hölle?

Während die Hölle einen dauerhaften Ort der Verdammung darstellt, ist das Fegefeuer als temporärer Ort der Reinigung konzipiert, der nach einer gewissen Zeit in den Himmel führt.

Wie unterscheidet der Gesetzgeber zwischen Fehlgeburt und Totgeburt?

Die Unterscheidung erfolgt maßgeblich über das Gewicht der Leibesfrucht, wobei die Grenze derzeit bei 500 Gramm liegt.

Ist eine Bestattung bei Fehlgeburten unter 500 Gramm möglich?

Ja, eine Bestattung ist zwar nicht zwingend gesetzlich vorgeschrieben, aber auf Wunsch der Eltern in den meisten Bundesländern möglich und wird oft durch Sammelbestattungen ermöglicht.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Tod von Ungetauften
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Veranstaltung
Grundzüge christlicher Tauftheologie
Note
1,3
Autor
Julia Köttler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
11
Katalognummer
V56431
ISBN (eBook)
9783638511001
ISBN (Buch)
9783656806677
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ungetauften Grundzüge Tauftheologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Köttler (Autor:in), 2003, Der Tod von Ungetauften, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56431
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Leseprobe aus  11  Seiten
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