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Die Darstellung Wallensteins in Schillers Wallenstein-Trilogie und der Geschichte des Dreißigjährigen Krieges

Title: Die Darstellung Wallensteins in Schillers Wallenstein-Trilogie und der Geschichte des Dreißigjährigen Krieges

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 24 Pages

Autor:in: Dr. G. (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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Summary Excerpt Details

I: Einleitung

Wie die glänzende Figur des kaiserlichen Generalissimus Wallenstein schon die Zeitgenossen in ihren Bann zog, zumindest jedoch ihre Aufmerksamkeit für sich beanspruchen durfte, so widmete auch Friedrich Schiller dem Feldherren zwei Dramen und eine exaltierte Erwähnung in seiner Betrachtung des Dreißigjährigen Krieges. Die schillersche Wallenstein-Trilogie und das Historien-Werk erzeugen durch ihren Spagat von Geschichte und Dramaturgie eine bis heute andauernde Faszination.

Ungeachtet dessen, was viele Kritiker der Wallenstein-Darstellung Schillers vorwarfen, nämlich durch Formulierungen wie „Grenzenlos war sein Ehrgeiz, unbeugsam sein Stolz, sein gebieterischer Geist nicht fähig, eine Kränkung ungerochen zu erdulden.“ eine Vermischung von Dichtung, Fiktion und Sachlichkeit zu kreieren, die unvereinbar mit historischen Belegen sei, erzeugt gerade diese Symbiose ein Bild, dass er selbst im Prolog zum Wallenstein I beschreibt (siehe S. 3).

Ich werde im Folgenden kurz die historische Tätigkeit Schillers skizzieren, dann jeweils eine Zusammenfassung der drei Wallenstein betreffenden Werke geben, wobei bereits Besonderheiten in der Darstellung erwähnt werden. Jeweils anschließend wird eine Auswertung bezüglich des vorangegangenen Werkes durchgeführt und letztendlich ein Resümee gezogen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I: Einleitung

II: Schiller als Historiker

III: a) Wallenstein I (Zusammenfassung)

b) Wallenstein I (Auswertung)

IV:a) Wallenstein II (Zusammenfassung)

b) Wallenstein II (Auswertung)

V: a) Geschichte des Dreißigjährigen Krieges (Zusammenfassung)

b) Geschichte des Dreißigjährigen Krieges (Auswertung)

VI: Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Darstellung der historischen Figur Wallenstein in Friedrich Schillers dramatischer Trilogie im Vergleich zu seiner geschichtswissenschaftlichen Betrachtung im Werk "Geschichte des Dreißigjährigen Krieges". Ziel ist es, die künstlerische Symbiose aus Fiktion und historischem Faktum aufzuzeigen und zu analysieren, wie Schiller den Feldherrn in den unterschiedlichen Gattungen interpretiert.

  • Schiller als Historiker und Dramatiker
  • Die Charakterisierung Wallensteins in "Wallenstein I" und "Wallenstein II"
  • Die historische Darstellung des Feldherrn in der "Geschichte des Dreißigjährigen Krieges"
  • Vergleich der dramaturgischen Inszenierung mit historischen Fakten
  • Reflexion über die Intention Schillers bei der Wallenstein-Thematik

Auszug aus dem Buch

III: a) Wallenstein I - Wallensteins Lager; Die Piccolomini

Dieser komplett in Reimen verfasste Vorspann, der 1634, also im 16. Kriegsjahr spielt, dient lediglich zur Darstellung eines Schattens, beseelt von der Präsenz des Feldherren Wallenstein. Im Schmelztiegel des Lagers befinden sich viele Nationalitäten, Familien, Halunken, Profiteure des Krieges, ehemals Gustav Adolf angehörende Truppenteile, Frauenjäger und Glücksritter. Diese bunt zusammen gewürfelte Truppe schildert ihren Feldherren als unverwundbaren Höllenhund, als Zauberer oder Sternendeuter. Als moralische Instanz taucht daraufhin ein Kapuziner auf, beschimpft den Herzog als gottlos und ketzerisch ob seines Treibens, wird daraufhin jedoch von den Soldaten verdrängt. Denn die Truppen fühlen sich Wallenstein verpflichtet, wie auch er bestimmte Lieblingsregimenter auserkoren hat. Dennoch sollen verschiedene Heeresteile verliehen werden, wogegen diese sich wehren wollen.

Im Folgenden werden die Vorteile erwähnt, die Wallenstein gegenüber dem Kaiser zugestanden bekommen hat (Krieg führen, Besitz konfiszieren, Urteils- und Beförderungsgewalt, das Recht, Geld zu schlagen und der Besitz von „Volk und Land“ [Vers 876]). Eben dieses Vorgehen, durch das sich die große Armee nur ernähren lässt, wird mit den treffenden Worten „Der Wehrstand soll leben / Der Nährstand soll geben“ (V. 1048/1049) ausgedrückt.

Zusammenfassung der Kapitel

I: Einleitung: Diese Einführung erläutert das anhaltende Interesse an Schillers Wallenstein-Darstellung und skizziert den Aufbau der Arbeit, die den Vergleich zwischen Dramatik und Historie anstrebt.

II: Schiller als Historiker: Dieses Kapitel betrachtet Schillers Karriere als Geschichtsprofessor und seinen innovativen, narrativen Stil der Geschichtsschreibung.

III: a) Wallenstein I (Zusammenfassung): Die Zusammenfassung beleuchtet den Aufbau von "Wallensteins Lager" sowie "Die Piccolomini" und die dort gezeichnete Figur des Feldherrn.

b) Wallenstein I (Auswertung): Diese Analyse untersucht Schillers Kunstgriffe, wie die Reimform im Lager, und die Kontrastierung Wallensteins als Familienmensch gegenüber seiner politischen Schattenseite.

IV:a) Wallenstein II (Zusammenfassung): Hier wird der inhaltliche Fokus auf "Wallenstein II" gelegt, insbesondere auf den Verrat, die Rolle der Astrologie und den Untergang des Herzogs.

b) Wallenstein II (Auswertung): Die Auswertung analysiert Wallenstein als Spielball des Schicksals und Schillers dramaturgische Inszenierung der historischen Person.

V: a) Geschichte des Dreißigjährigen Krieges (Zusammenfassung): Dieses Kapitel fasst Schillers historisches Werk zusammen, wobei der Fokus auf dem Duell zwischen Wallenstein und Gustav Adolf liegt.

b) Geschichte des Dreißigjährigen Krieges (Auswertung): Die Analyse diskutiert Schillers politische Intentionen und den Fokus auf den Katholizismus sowie die Machtgier in der historischen Darstellung.

VI: Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert über Schillers jahrelange Auseinandersetzung mit der Figur des Wallenstein.

Schlüsselwörter

Friedrich Schiller, Wallenstein, Dreißigjähriger Krieg, Historiker, Dramaturgie, Feldherr, Geschichte, Gustav Adolf, Machtgier, Tragik, Verrat, Literaturanalyse, Narration, Kaiser, Böhmen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der differenzierten Darstellung des kaiserlichen Generalissimus Wallenstein in den Werken von Friedrich Schiller.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themen umfassen die historische Wahrnehmung Wallensteins, die dramatische Umsetzung in Schillers Trilogie und dessen Arbeitsweise als Historiker im Kontext des Dreißigjährigen Krieges.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein Vergleich zwischen der historischen Figur Wallenstein in der "Geschichte des Dreißigjährigen Krieges" und der fiktionalisierten, dramatischen Figur in Schillers Wallenstein-Dramen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Autorin nutzt eine textnahe Analyse und vergleichende Literaturkritik, um die stilistischen und inhaltlichen Unterschiede in Schillers Schriften herauszuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Zusammenfassungen und Auswertungen der drei betrachteten Werke, wobei jeweils die Darstellung des Protagonisten und dessen Entwicklung analysiert wird.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören Schillers Geschichtsschreibung, der Konflikt zwischen Freiheit und Despotie sowie die dichterische Freiheit in der historischen Erzählung.

Warum spielt die Astrologie in Schillers "Wallenstein II" eine Rolle?

Sie dient Schiller dazu, den inneren Zustand Wallensteins und dessen Zerrissenheit zwischen Schicksalsglauben und aktiver Handlungsplanung zu verdeutlichen.

Welche Bedeutung kommt dem Duell zwischen Gustav Adolf und Wallenstein zu?

Laut der Arbeit bildet dieses Duell den Höhepunkt der "Geschichte des Dreißigjährigen Krieges" und verdeutlicht Schillers interpretativen Fokus im historischen Werk.

Warum wird Wallenstein in Schillers Geschichtswerk als "Herzog von Friedland" bezeichnet?

Schiller wählt diese distanzierende Bezeichnung, um die untergeordnete Rolle des Feldherrn in der größeren historischen Inszenierung des Kaisers gegenüber dem Reformator Gustav Adolf zu unterstreichen.

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Details

Title
Die Darstellung Wallensteins in Schillers Wallenstein-Trilogie und der Geschichte des Dreißigjährigen Krieges
College
Technical University of Berlin
Course
Hauptseminar
Author
Dr. G. (Author)
Publication Year
2005
Pages
24
Catalog Number
V56445
ISBN (eBook)
9783638511131
ISBN (Book)
9783656781066
Language
German
Tags
Darstellung Wallensteins Schillers Wallenstein-Trilogie Geschichte Dreißigjährigen Krieges Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. G. (Author), 2005, Die Darstellung Wallensteins in Schillers Wallenstein-Trilogie und der Geschichte des Dreißigjährigen Krieges, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56445
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