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Literaturwissenschaftliche Analyse des "Erlkönigs" von Johann Wolfgang Goethe

Title: Literaturwissenschaftliche Analyse des "Erlkönigs" von Johann Wolfgang Goethe

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 46 Pages

Autor:in: Jessica Frerking (Author), Daniela Piplat (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Johann Wolfgang von Goethe schrieb im Jahr 1782 die Ballade vom „Erlkönig“ nieder, die sich im Laufe der vielen Jahre zu einem Klassiker entwickelte. Jeder von uns hat sich damals in der Schule in irgendeiner Form mit dem „Erlkönig“ auseinandergesetzt, sei es, dass man die Ballade vorlesen, auswendig lernen oder interpretieren sollte. Manche haben sie vielleicht auch im Musikunterricht durch die Vertonung des „Erlkönigs“ von Schubert oder Loewe kennen gelernt. Wurde man dennoch nicht in seiner Schulzeit mit dem Klassiker konfrontiert, so kann man davon ausgehen, dass man zumindest durch andere Gegebenheiten vom „Erlkönig“ gehört hat.

Wir halten es für sinnvoll und interessant literaturwissenschaftliche Analysen anderer Autoren, als die uns bisher aus der Schulzeit bekannten, kennen zu lernen, um so unser Wissen hinsichtlich der Lyrik zu erweitern. Aufgrund dessen liegt der Schwerpunkt unserer Ausarbeitung auf der literaturwissenschaftlichen Analyse des „Erlkönigs“ nach Rupert Hirschenauer und Gert Ueding. Als Vergleich zu den beiden nehmen wir vorerst eine Interpretation, die hauptsächlich für Schüler und Lehrer verfasst ist, in unsere Ausarbeitung mit auf. Des Weiteren haben wir eine Mind-Map erstellt, die bei der literaturwissenschaftlichen Analyse von Gedichten helfen soll. In diesem Zusammenhang analysieren wir die Ballade „Archibald Douglas“ von Theodor Fontane, um an diesem Beispiel zu zeigen, wie man bei einer Interpretation vorgehen kann. Da sich der größte Teil der Hausarbeit auf naturmagische Balladen konzentriert und diese so schon recht ausgeschöpft werden, haben wir uns hier für eine historische Ballade entschieden. Abschließend vergleichen wir Goethes „Erlkönig“ mit den Ballladen „Erlkönigs Tochter“ von Johann Gottfried Herder und „Der Knabe im Moor“ von Annette von Droste-Hülshoff. Im Fazit fassen wir unter anderem Besonderheiten noch einmal zusammen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Vorgehensweise

2. Literaturwissenschaftliche Analyse

2.1 Mind-Map

2.2 Literaturwissenschaftliche Analyse der Ballade „Archibald Douglas“ von Theodor Fontane

3. Literaturwissenschaftliche Analysen des „Erlkönigs“ von Johann Wolfgang von Goethe

3.1 für Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und Lehrer

3.2 nach Rupert Hirschenauer

3.2.1 Entstehung des „Erlkönigs“

3.2.2 Literaturwissenschaftliche Analyse der Strophen

3.3 nach Gert Ueding

3.3.1 Zur Person

3.3.2 Aufbau der literaturwissenschaftlichen Analyse

4. Vergleich des „Erlkönigs“ von Johann Wolfgang von Goethe

4.1 mit „Erlkönigs Tochter“ von Johann Gottfried von Herder

4.1.1 Aufbau der literaturwissenschaftlichen Analyse

4.1.2 Inhalt

4.1.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede

4.2 mit „Der Knabe im Moor“ von Annette von Droste-Hülshoff

4.2.1 Aufbau der literaturwissenschaftlichen Analyse

4.2.2 Inhalt

4.2.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede

5. Fazit

6. Anhang

6.1 Texte

6.1.1 Theodor Fontane: Archibald Douglas

6.1.2 Annette von Droste-Hülshoff: Der Knabe im Moor

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Ausarbeitung verfolgt das Ziel, das Wissen über die Lyrik zu erweitern, indem literaturwissenschaftliche Analysen zum „Erlkönig“ von Johann Wolfgang von Goethe nach Rupert Hirschenauer und Gert Ueding untersucht und mit weiteren Balladen verglichen werden.

  • Vertiefende literaturwissenschaftliche Analyse des „Erlkönigs“
  • Erarbeitung eines Konzepts zur Gedichtanalyse mittels Mind-Map
  • Vergleichende Untersuchung des „Erlkönigs“ mit anderen Balladen
  • Einordnung naturmagischer und historischer Balladenelemente
  • Auseinandersetzung mit der Wirkung von Klang, Rhythmus und Struktur

Auszug aus dem Buch

Strophe 2

Nach der in sich geschlossenen Rahmenstrophe (Strophe eins) setzt überraschend bewegtes Sprechen, das Wechselgespräch zwischen Vater und Sohn ein. Die Strophen zwei bis sieben werden als Redestrophen bezeichnet. Im Unterschied zu „Erlkönigs Tochter“ tritt hier der Erzähler nicht mehr in den Dialog. In den Redestrophen „wird in rhythmischer Beschleunigung, in melodisch reicher Bewegung ein Geschehen im gesprochenen Wort in höchster Dynamik entfaltet in der dreifach betroffenen Schicht: Vater – Kind“ (Hirschenauer 1963, S. 161)

– Erlkönig.

Mit der Rede des Vaters „Mein Sohn…“ wird die Stille der Nacht in der zweiten Strophe aufgehoben. Durch diese Anrede wird außerdem die innige Bindung zwischen Vater und Sohn gezeigt. Im Folgenden teilt das Kind dem Vater das Gesicht mit, das als stummes Gebilde in der Landschaft der Erlenwiesen erscheint („Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?“). Das Kind nennt zweimal den Namen des Gebildes: Erlkönig, Erlenkönig mit Kron’ und Schweif. Während das Wort „Kron’“ den gebietenden König andeutet, weist das Substantiv „Schweif“ auf den vernichtenden Dämon hin.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autoren begründen das Interesse an einer vertieften Auseinandersetzung mit dem „Erlkönig“ und erläutern das methodische Vorgehen, das unter anderem den Vergleich mit weiteren Balladen vorsieht.

2. Literaturwissenschaftliche Analyse: Es wird ein Konzept zur Interpretation lyrischer Texte mittels einer Mind-Map entwickelt und dieses beispielhaft an der Ballade „Archibald Douglas“ von Theodor Fontane angewandt.

3. Literaturwissenschaftliche Analysen des „Erlkönigs“ von Johann Wolfgang von Goethe: Das Kapitel vergleicht verschiedene Interpretationsansätze von Rötzer, Hirschenauer und Ueding, wobei strukturelle, inhaltliche und wirkungsästhetische Aspekte beleuchtet werden.

4. Vergleich des „Erlkönigs“ von Johann Wolfgang von Goethe: Diese vergleichende Analyse setzt den „Erlkönig“ in Bezug zu „Erlkönigs Tochter“ von Herder sowie zu „Der Knabe im Moor“ von Annette von Droste-Hülshoff, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Darstellung von Naturkräften aufzuzeigen.

5. Fazit: Die Ergebnisse der verschiedenen Analysen werden zusammengeführt, wobei die unterschiedlichen Ansätze von Hirschenauer und Ueding kritisch reflektiert und die eigenen Erkenntnisse eingeordnet werden.

6. Anhang: Der Abschnitt enthält die primären Quellentexte der analysierten Balladen sowie das Literaturverzeichnis und die verwendeten Internetquellen.

Schlüsselwörter

Erlkönig, Johann Wolfgang von Goethe, Literaturwissenschaftliche Analyse, Ballade, Rupert Hirschenauer, Gert Ueding, Archibald Douglas, Theodor Fontane, Erlkönigs Tochter, Johann Gottfried von Herder, Der Knabe im Moor, Annette von Droste-Hülshoff, Naturmagik, Interpretation, Lyrik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer literaturwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Ballade „Erlkönig“ von Johann Wolfgang von Goethe auf Basis verschiedener Interpretationsansätze.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Themen gehören die strukturelle Analyse von Balladen, das Verhältnis von Mensch und Natur, die Rolle von Rationalismus und Irrationalismus sowie der Vergleich mit anderen epochenrelevanten Werken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erweiterung des literarischen Schulwissens durch eine tiefergehende Analyse und den Vergleich unterschiedlicher Interpretationen sowie die praktische Erprobung methodischer Analyseinstrumente.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Analyse stützt sich auf die Auswertung von Sekundärliteratur, die Anwendung eines selbst erstellten Konzepts (Mind-Map) zur Gedichtanalyse und den vergleichenden Textvergleich.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die detaillierte Analyse des „Erlkönigs“ nach Hirschenauer und Ueding sowie den Vergleich mit Herders „Erlkönigs Tochter“ und Droste-Hülshoffs „Der Knabe im Moor“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben dem „Erlkönig“ und Goethe stehen Begriffe wie Literaturwissenschaftliche Analyse, Ballade, Naturmagik, Interpretation und der Vergleich mit den genannten Autoren und Werken im Zentrum.

Warum spielt die Mind-Map eine Rolle für die Analyse?

Die Mind-Map dient als methodisches Konzept, um Aspekte wie Form, Inhalt und Sprache bei der Interpretation lyrischer Texte systematisch zu erfassen.

Welche Rolle spielt der Vergleich mit „Archibald Douglas“?

„Archibald Douglas“ dient als praktisches Anwendungsbeispiel, um zu demonstrieren, wie man bei einer eigenständigen Interpretation methodisch vorgeht.

Wie unterscheidet sich der Ansatz von Hirschenauer zu dem von Ueding?

Während Hirschenauer eher einzelne Strophen und Verse textnah interpretiert, ordnet Ueding den „Erlkönig“ stärker in den Entstehungskontext, die Epoche und die psychologischen Diskurse des 18. Jahrhunderts ein.

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Details

Title
Literaturwissenschaftliche Analyse des "Erlkönigs" von Johann Wolfgang Goethe
College
University of Vechta  (Germanistik)
Course
Balladen im Deutschunterricht
Authors
Jessica Frerking (Author), Daniela Piplat (Author)
Publication Year
2004
Pages
46
Catalog Number
V56448
ISBN (eBook)
9783638511155
ISBN (Book)
9783656803089
Language
German
Tags
Literaturwissenschaftliche Analyse Erlkönigs Johann Wolfgang Goethe Balladen Deutschunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jessica Frerking (Author), Daniela Piplat (Author), 2004, Literaturwissenschaftliche Analyse des "Erlkönigs" von Johann Wolfgang Goethe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56448
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